Tennisfragen

Tenniswissen | Tennisanalysen

05.06.16
von hollo43
7 Kommentare

Editorial

Neue Aspekte
Die Sommersaison 2016 bietet vielfältige Anreize und Gelegenheiten, das im Winter Ausprobierte im Match anzuwenden und weiter zu entwickeln. Dabei habe wir im Wesentlichen nur gute Erfahrungen gemacht: Das Aufschlagsmodell nach Sam Groth funktioniert auch im Freizeittennis und stellt keine übermäßigen Anforderungen hinsichtlich Umlernen. Allerdings finden sich, speziell im Damentennis verkürzte Auftaktbewegungen des über die Schulter direkt zurückgeschwungenen Aufschlages, die eventuell für das Erlernen der Bewegung Vorteile bietet. Zu sehen, beispielsweise bei Allertova , gesehen im WTA-Turnier Linz, später (Luxemburg)  bei Flipkens, Friedsam, Tatishvili.

Ich habe jetzt selbst mit verschiedenen Auftaktbewegungen herumexperimentiert, indem ich versuchte, von der „Endstellung“ der maximalen Supination, rechts hinter dem Rücken, „rückwärts“, gleichsam im reverse engineering, die möglichen Anfangspunkte der Auftaktbewegungen bei einem Schwung über den Kopf auszuloten. Bei vielen Optionen ist nämlich der Kopf dem Schläger im Wege. Deshalb haben die neuen Aufschläge durchaus eine Berechtigung, weil sie dieses Problem durch einen späten Startpunkt, die Phase über dem Kopf, umgehen. Eine alternative Möglichkeit habe ich aber herausgefunden: der Schläger wird mit maximal möglicher Anfangspronationsstellung aus der rechten Armachsel herausgezogen, um in die maximal mögliche Supinationsendstellung rechts hinter den Rücken zu  schwingen. Es könnte allerdings  sein, dass dieses dadurch erzeugte  extreme Loading die Schulter überlastet.

von vorne

von hinten


Das Umlernen der Grundschläge, aus der Spielsituation heraus, gestaltet sich langwierig. Immer wieder führt akuter Spielstress dazu, dass die Automatismen wieder auf alte Bewegungsmuster zurückgreifen.

Bei mir selbst habe ich kürzlich festgestellt, dass einige Charakteristika der modernen Vorhandpeitsche von mir selbst nicht „erfüllt“ werden. Die Peitsche wird bei mir viel zu stark von einer Klappbewegung des Handgelenks bestimmt, statt von der Unterarmdrehung – Pronation. Außerdem zieht meine Schulter nicht den erst gestreckten Arm nach  vorne. Auch deshalb, weil die Schulter zuvor nicht genügend zurückgenommen wird. Diese Fehler blieben bisher unentdeckt, weil das Filmen der Vorhand ohne fremde Hilfe viel schwieriger ist, als das Filmen des Aufschlags, bei dem die Kamera – Smartphone – einen festen Ort fokussieren kann.

Jedenfalls hat meine falsche Technik zu einer Überlastung meiner Schulter und der Bizepssehne geführt. Zu harmlose Grundschläge sind die Folgen. Vielleicht eine Anregung an meine Leser, dies auch mal bei sich selbst zu hinterfragen. Eine Umstellungzeit auf Trainingsniveau von zwei bis drei Wochen sollte man einkalkulieren.


Die Materialentscheidungen – bei uns: leichter Schläger, harte Profilseiten und geringe Bespannungshärte – verringert zwar die Fehlerwahrscheinlichkeit des zu langen Schlags,  jedoch wird in den meisten Spielsituationen der Ball zu langsam, so dass einigermaßen laufstarke Gegner bei vergleichbarer LK-Klasse, stets rechtzeitig am Ball sind. Folgerung: statt nur denl Spin zu maximieren, muss auch auf gehörige Ballbeschleunigung geachtet werden. Der von uns angeführte sog. „Limitereffekt“ darf also nicht zu weit getrieben werden (elastischere Saiten müssen her, bei etwas höherer Bespannhärte und für den Spin sollen die neuesten Erkenntnisse über die Reaktionen des Saitenbettes bei verschiedenen Schlägerauslegungen, wie z.B. weniger Saiten und leichter bewegliche Saiten sowie eventuell Besprühung der Saiten mit Gleitmitteln) genutzt werden. Entsprechende Beiträge müssen noch geschrieben werden. Interessant ist auch das Wiederaufleben der Diskussion um die Spaghettibespannung. Siehe hier die Beiträge der Warehouse University zur seitlichen Verschiebung der Saiten.

Vorerst empfehlen wir die englischsprachigen  Schlüsselbeiträge des Portals Warehouse University z.B. von Crawford Lindsey aus dem März dieses Jahres, in dem u.a. auch das bestätigt wird, was wir vor Jahren in unserem Beitrag zur Fehlerverzeihung und zum Limitereffekt geschrieben haben. Allerdings vermissen wir in den Racquet- und Saiten-Analysen die Bezüge zur Energieaufbringung der Spieler, so dass letztlich doch wieder jeder Spieler darauf angewiesen ist, seine individuell passende Konfiguration auszuprobieren. Aber – die Richtung des Ausprobierens kann nun besser abgeschätzt werden. Das ist schon ein Riesenvorteil gegeüber rein zufälliger Variation der Parameter (Schlägerwahl, Bespannhärte und Saitentyp). Überraschend dürfte auch sein, fast paradox, dass die Saiten verrutschen sollen! Wer hätte das gedacht.

 Tennisspielen ohne Fehler wäre ein Traum.
Immerhin, umso besser der Spieler, desto erfolgreicher findet er Lösungen, um Fehler und ihre Quellen zu erkennen und auszumerzen.

 Das Rüstzeug dazu tragen wir hier zusammen, weil es im deutschsprachigen Netz schwer ist, auf einen Blick und kostenfrei die neuesten Entwicklungen im Tennissport kennenzulernen. Eine Bestätigung – garantiert nicht bestellt – siehe hier. Eine nette Mail von qualifizierter Seite, siehe auch unten im Kommentar.

Inzwischen haben wir auch begeisterte E-Mails von Spielern bekommen, die unsere Ratschläge sofort anwenden und umsetzen konnten:

„nach 30 Jahren endlich die Lösung“ – innerer Schritt beim Aufschlag von promoviertem Physiker;

„Hilfe bei der Umstellung der Vorhand einer 18-jährigen Regionalspielerin“, Realschullehrer, Sportwissenschaftler – aufgrund unserer Vorhanduntersuchungen.

Als nächstes Projekt werden wir auf bestimmte Schagformen im Freizeitbereich eingehen, die trotz erheblicher Abweichungen von den ATP-Schlägen (John Yandell spricht beispielsweise von der ATP-Forehand) recht wirkungsvoll sein können. Der hier anschließende Beitrag zur Aufschlaganalyse – Methodik und Beispiele, geht in diese Richtung, obwohl wir dort sehr genaue Vorstellungen vom modernen Aufschlag zugrunde legen.

Das Basis haben wir uns auf verschiedenen Wegen erarbeitet, denn manches hat die Community regelrecht verschlafen und es sind auch noch viele Mythen unterwegs, die einer Verbesserung des eigenen Tennis im Wege stehen. Durch aufmerksame Beobachtung der jungen Spieler, “Tracking” vieler US-Portale und die Analyse wissenschaftlicher Literatur fördern wir verborgenes Wissen und Tricks zutage, die die großen Trainer ungerne weitergeben.

Hier untersuchen wir Schlagtechnik, Taktik und die mentale Seite des Spiels. Lernen, Umlernen, Trainingtipps und Materialoptimierung sind nur einige der behandelten Fragen.

Dabei scheuen wir uns auch nicht, subjektive innere Beobachtungen im Ringen mit der modernen Schlagtechnik wiederzugeben, beispielsweise beim Aufschlag und bei den Grundschlägen, die sich dann aber auch bei Trainingskollegen als zielführend gezeigt haben (z.B. Topspin-Rückhand Ballwurf und Aufschlag).

Mit den unter ”Themen” und “Anwender” gezeigten Kriterien kann sich jeder seine gewünschte Artikelübersicht abrufen. Die Schlagwortwolke darunter ermöglicht den direkten Zugriff auf Artikel mit diesen Schlüsselbegriffen – alles mit nur einem Klick.
Siehe Spalte ganz rechts.

Unser Portal erfüllt wichtige Funktionen in der Deutsche Tenniscommunity. Die stetige Zunahme des Besuchs unser interessierten Tennisgemeinde zeigt dies klar. Wir bitten Sie dabei, auch die Werbespalte zu beachten. Damit helfen Sie uns, unsere Kosten zu finanzieren.

Diesen Weg wollen wir vermeiden, s. Auszug nebenstehend:
E-Book, Tennistechnik, von Optimum Tennis, kostenpflichtig, $34
Zur Problematik der Online-Werbung siehe auch hier… sowie das angehängte Forum hier….

 

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20.07.15
von hollo43
2 Kommentare

Wie bekomme ich mehr Taktikkompetenz im Tennis?

Gastbeitrag von Andeas Ehstand
siehe neue Kommentare, weiter unten

Es gibt im Tennisbereich eine Vielzahl von Veröffentlichungen im Bereich der Tennistaktik. Deutlich wird mittlerweile, dass die Nähe zum Tennismatch ein nie zu unterschätzender Einflussfaktor ist (siehe auch unseren Beitrag von Jan Hasper). Im Folgenden wird dargestellt, wie im Breitensport anhand von reinem Matchtraining mit Zusatzaufgaben vor allem taktische Elemente natürlich und unkompliziert in das eigene Spiel integriert werden könnten. Dieser Artikel zeigt ein sehr gut funktionierendes Beispiel aus der Praxis, mit dem die Zeit auf dem Court sinnvoll genutzt werden kann.

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27.05.14
von hollo43
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Veranlagung, Wahrscheinlichkeit und Spielanlage

Warum gibt es typische Grundlinienspieler und  typische  Angriffspieler?
Die Risikowahrnehmung und -Bereitschaft von Grundlinienspielern, Netzakrobaten und Stoppballspezialisten unterscheidet sich ganz enorm.

 Eine ordentliche Kompetenz am Netz ist aber wichtig und kann zwei bis drei Spielklassen ausmachen. Deshalb sollte auch der Grundlinienspieler sich mit dem riskanteren Spiel am Netz vertraut machen.

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24.05.14
von hollo43
1 Kommentar

Wettkampflernen + Taktik

Auf die Frage, wie Tennis erlernt werden soll,  findet das Wettkampflernen ganz neue Antworten.

Denn bei der herkömmlichen alten Methode des Technikerwerb, sich auf den Bewegungsablauf zu konzentrieren, unabhängig von Sinn und Zielsetzung im Wettkampfzusammenhang, lernt man nach Auffassung des Sportwissenschaftlers Jan Hasper eher Kunststückchen. Effektiver sei es, aus dem Wettkampf heraus situativ Aufgaben zu erkennen und für sich zu definieren, auf die hin man seine Techniken einzusetzen und weiter zu entwickeln gedenkt.

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23.05.14
von hollo43
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Übungsbeispiele zum Wettkampflernen

Auch wenn dieses Portal sich sehr intensiv mit Schlagstilen, Vorbildern, Videotraining und Biomechanik auseinandersetzt, soll auch die praktische Seite des Trainings nicht zu kurz kommen. All das theoretische Wissen nützt dem Spieler nichts,  wenn er sich in der Wettkampfsituation zu oft falsche Aufgaben stellt oder geübte Schläge nicht einsetzen kann.

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20.05.14
von hollo43
2 Kommentare

Selbstorganisation und spielerisches Lernen

Ja, es gibt den Fortschritt bei den Schlagstilen und in der Trainingslehre; und es gibt auch eine Tenniskultur, die dieses Wissen für uns verfügbar macht. Will man an diesen Neuerungen teilhaben, darf man sich nicht auf die Selbstorganisation seines Organismus verlassen. Dies gilt für das Neulernen – und für das Umlernen erst recht.

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Golf App GSA

20.05.14
von hollo43
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Umlernen

Das Wissen über die Effizienz neuer Bewegungsmuster nimmt ständig zu. Auch unser Portal stellt in vielen Beiträgen neue Schläge und ihre biomechanische Fundierung in den Vordergrund. Auch oder gerade Spitzenspieler stellen ihre Technik um, wie gerade am Beispiel Murrays bekannt wurde, aber auch am neuen Aufschlag Djokovics abzulesen ist. Murray: „der neue Trainer von Ferrer, der mich vorher betreut hatte, kann ihm nicht viel verraten, weil ich inzwischen fast alles umgestellt habe“ sinngemäß zit. nach Eurosport 7.6.2012; zu Djokovic siehe unseren Beitrag zum Ballwurf.

Aber lohnt sich eine Umstellung und mit welchen Schwierigkeiten muss man rechnen? 

Und vor Allem, was sind die erfolgversprechenden Tipps?

Vor Jahren postulierten wir eine elektronische Lernhilfe, die in Verbindung mit einem Smartphone die sofortige, unmittelbare Korrektur von gewünschten Bewegungsmustern bei Grundschlägen und Aufschlägen ermöglichen sollte.

Dieses Ziel ist nun in greifbare Nähe gerückt, da es eine solche Vorrichtung im Golfsport bereits zu kaufen gibt und diese „nur“ auf Tennisbefürfnissse umgestellt werden muss. Wir hoffen, dass dies möglichst bald erfolgt.

Bewegungsmuster, Schlägerkopfgeschwindigkeiten und Schlaghärte sind dann ablesbar. Wir wünschen uns darüber hinaus die akustische Rückmeldung über das Erreichen oder Verfehlen vorher eingegebener Kontrollpunkte, um maximale Lernergebnissse zu erzielen. Vielleicht ist es hilfreich, wenn möglichst viele unserer Besucher Ihr Interesse an einer solchen App + Hardwarezusatz am Tennisschläger bekunden.
Siehe den Abschnitt weiter unten.

 

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20.05.14
von hollo43
1 Kommentar

Matchanalye – so stellt man Unforced Errors ab!

Gerade, weil es im Match oft auf einige wenige Punkte ankommt, sind vermeidbare Fehler besonders ärgerlich. Man sollte aber mit sich nicht zu hart ins Gericht gehen, denn Unforced Errors abzustellen, ist schwerer als man denkt.

Wir geben dazu wertvolle Hilfen und räumen mit dem Mythos auf, ein Unforced Error kommt, weil man nicht bei der Sache war.

Unforced Errors werden oft für Taktik und Matchanalyse herangezogen. Doch manche Fernsehkommentatoren machen es sich zu leicht: viele Unforced Errors sind eigentlich gar keine. Sie wurden durch die Spielweise des Gegners und die Logik des Tennis an sich provoziert. Die Sportwissenschaften haben sich bereits mit den Unforced Errors im Tennis befasst. Auch daraus kann man Nutzen ziehen.

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20.03.14
von hollo43
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Psychotricks im Tenniswettkampf

Eine selbstbewusste – wenn auch den Gegner respektierende – Einstellung ist für den sportlichen Erfolg sehr wichtig. Diese kann man letztlich auch durch noch so raffinierte mentale Übungen nicht erzwingen. Hierauf hat Nadal kürzlich in einem Interview klar hingewiesen.

Aber man kann lernen, Selbstschädigungen seines mentalen Zustands zu vermeiden. Hier geben wir Tipps und Links um in den richtigen emotionalen Bereich zu kommen.

Desungeachtet passieren Schwankungen der Leistungsfähigkeit, die nicht absolut ausgeschaltet werden können. Mats Wilander wies in einem Fernsehinterview darauf hin, dass es letztlich immer eine Wundertüte bleibt, wie sich die eigene Form offenbart, wenn man auf den Platz geht.

 

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07.03.14
von hollo43
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Wie komme ich zum Spitzenaufschlag?

Um auch noch das Letzte aus seinem Aufschlag herauszuholen, wird man sich zunächst an den Spitzenspielern orientieren. Aber es existieren in der Tennisweltklasse sehr unterschiedliche Ausführungsformen. So dürfte es schwer fallen, sich von diesen Vorbildern genau die Komponenten herauszusuchen, die für den eigenen Service am besten passen. 

Ein grundlegendes Verständnis über die Bewegungszusammenhänge des Aufschlags ist daher nützlich. Wir machen einen detaillierten Vorschlag zum Erlernen eines stabilen Superaufschlags. Beitrag wurde leicht überarbeitet.

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01.11.13
von hollo43
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Splitstep an der Grundlinie und im Feld

Vorgaben zur Beinarbeit sind für den Tennisspieler ein wahrer Gräuel. Schließlich bewegt man sich auf seinen Füßen vielfältig, natürwüchsig und damit weitgehend unbewusst. Manche Tennisbücher erstaunen und verwirren Anfänger wie Fortgeschrittene mit komplizierten Schrittmustern, die man leicht mit den Unterlagen einer Tanzschule verwechselt; Paso Doble oder Mambo sind Nichts dagegen.
Wir geben hier aber keine Anleitung zum Verknoten der Beine, sondern eine verständliche und höchst wirksame Hilfe, um Schnelligkeit und Platzabdeckung des Tennisspielers dramatisch zu verbessern. Insbesondere beim Aufschlagreturn ist der Splitstep eine große Hilfe, die Zahl der Unforced Errors – auch bei leichten Aufschlägen – erheblich zu reduzieren. Das Einüben geht sehr schnell, schon nach weniger als zwei Wochen ist der Gewinn größer als eine eventuelle Anfangsirritation. Der Winter ist genau die richtige Zeit, den Splitstep zu üben.
(Kürzliche Überarbeitung des Beitrags aus Anlass eines Gesprächs mit Mannschaftskameraden).

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16.09.13
von hollo43
39 Kommentare

Konstruktionsfehler im Leistungsklassensystem ?

Aufruf zur Erfahrungssammlung, siehe in diesem Beitrag weiter unten!
Nach einigen Jahren der Medenspiel-Erfahrung mit dem LK-System fällt auf, dass, je nach Anzahl der in einer Medenspielsaison möglichen Matches, die Chance auf Erhalt oder Verbesserung der LK-Position unterschiedlich ist
. (Leistungsklassenordnung TVN), LKO 2011, Turniere mit LK-Relevanz ). Und inzwischen lassen sich weitere unerwünschte Effekte des bestehenden LK-Systems erkennen – siehe auch die eingegangenen Kommentare, die vielleicht eine Modifikation der LK-Ordnung nahelegen. 

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31.08.13
von hollo43
2 Kommentare

Service 263 Km/h – mit dem Rücken zum Netz

In unserem Beitrag „Wie komme ich zum Spitzenaufschlag?“ haben wir Wege aufgezeichnet, die zum Bewegungsbild der Spitzenaufschläger führen. Seit der Australier Sam (Samuel) Groth mit einem neuen Aufschlagrekord durch die Medien ging, sind einige Ergänzungen fällig.

Dabei fügt sich das Aufschlagbild des Australiers sehr gut in unsere bisherigen Betrachtungen zur biomechanischen Optimierung des Aufschlags (Range usw). Außerdem hatten wir in unseren Selbstversuchen einige Aspekte entdeckt, für die Sam Groth nun eine Bestätigung bringt.

Die älteren Tennisspieler werden sich noch an den damals als höchst eigenartig empfundenen Aufschlag John Mc Enroe´s erinnern. Uns ist er damals als proprietäre Marotte eines exzentrischen Spielers bekannt geworden, geeignet für besonders viel Schnitt und vor allem schwer lesbar, weil verdeckt ausgeführt.

Dass ein Tennisspieler mit Irokesenfrisur mit sehr ähnlichem Bewegungsbild nun Spitzenaufschläge heraushaut, ist vielleicht kein Zufall: die Suche, Wege am Rande des Mainstreams zu finden, die man einem solchen Spielertypen vielleicht unterstellen kann, hat offenbar Erfolg gehabt.

Diese Einstellung passt recht gut zu unserer Website, die ebenfalls gerne „Wahrheiten“ der Tennislehre auf den Prüfstand stellt und versucht, Mythen der Tennislehre zu identifizieren.

Nachdem nun bessere YouTubes von Sam Groth verfügbar sind, lohnt sich eine genauere Analyse des Superservice Groth`. Und natürlich haben wir wieder versucht, die Eignung dieses Bewegungsmusters für den Freizeitspieler zu testen.

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20.03.13
von hollo43
3 Kommentare

Aufschlagtraining zu Hause?

Dirty Diaper, „Schmutzige, stinkende Windeln“ ein schönes Bild zur Verbesserung des Aufschlags.
Die Frühjahrssaison naht. Noch ist Zeit, an technischen Verbesserungen zu arbeiten, die im letzten Sommer zurückgestellt wurden, um sich nicht die Matchperformance zu verderben.

Allerdings haben die meisten Spieler nur ein oder zwei Hallen-Doppelstunden pro Woche abonniert. Wird`s also wieder nichts mit technischen Verbesserungen?

Das muss nicht sein: Vieles kann man zu Hause trainieren, zum Beispiel den Aufschlag.

Mit dieser Dokumentation zum systematischen Einsatz von Trockentraining im Tennis betreten wir absolutes Neuland.

Wir zeigen, dass man auch oder besonders das Trockentraining mit Videos kontrollieren muss.

Die damit erreichten Erfolge sind drastisch, siehe auch den Abschnitt Resümee/Ausblick.

Zur Zeit haben wieder diese Tennis – Internetlehrgänge  Konjunktur, die uns wichtige Verbesserungen der Tennistechnik empfehlen.
Selbstverständlich verfolgen wir regelmäßig die Tipps der Profitrainer.

Dabei stellt sich heraus, dass wir durch unsere grundsätzliche, an Biomechanik und Sportwissenschaft orientierte Betrachtungsweise frühzeitig immer „richtig“ lagen.

Deshalb stellen diese Trainertipps für uns selten wirkliche Innovationen dar.

Aber manchmal hat schon ein origineller Begriff eine suggestive und damit  positive didaktische Wirkung. Vielleicht hilft dem Einen oder Anderen die Vorstellung einer in der Hand hochgehaltenen „Schmutzigen Windel“ weiter,  um die pronationsorientierte erste Ausschwungsphase beim Service zu verdeutlichen, wie sie Jeff Salzenstein ins Gespräch bringt.

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01.11.12
von hollo43
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Aufschlaganalyse Jungen

Die Videoanalyse im Tennistraining wird immer wieder gefordert und ist im Spitzenbereich längst Usus.

Im Talentaufbau jedoch und besonders im Freizeitbereich ist eine Videoanalyse recht aufwändig. Hardware, Software und nicht zuletzt die erforderliche qualifizierte Manpower setzen dem breiten Einsatz der Videoanalyse enge Grenzen, so dass sie sehr selten praktiziert wird. Hier werden exemplarisch vier Aufschläge von Kindern durch ein Analysesystem beurteilt und zur Diskussion gestellt.

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15.07.12
von hollo43
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Erfahrungen eines internationalen Turnierbespanners

Zur optimalen Bespannung haben wir auf dieser Website zahlreiche theoretischen Betrachtungen und Berechnungen ausgebreitet.
Umso interessanter ist es, aus nächster Nähe die Erfahrungen eines professionellen Turnierbespanners anzuzapfen. Mark Maslowski, ein Amerikaner mit Standort und Geschäftssitz hier in Düsseldorf,  hat mir einige Daten verraten. Auch mein Lieblingsthema, niedrige Bespannwerte, konnte er bedienen.
Mark: „Volandri spielt einen Head Prestige MP und eine Luxilon BB Original,  1,30mm. Er hat in Wimbledon mit 12 Kilo bespannt.“
Das ist nun auch für mich absoluter Niedrigrekord. Aber Achtung: Mark wies darauf hin, dass diese Werte nur funktionieren, wenn täglich neu bespannt wird!
Weitere Erfahrungen und Bespannwerte, siehe seinen Bericht über den World Team Cup 2012, weiter unten.

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14.07.12
von hollo43
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Muskeln + Sehnen dehnen und wiederherstellen

Bedingt durch eine als bitter empfundene achtwöchige Spielpause – „ich habe Schulter“ – beschäftigte  ich mich seit langem wieder mit dem Thema muskuläre Irritationen.
Im Beitrag zum Tennisarm gab ich meine sehr guten Erfahrungen mit bestimmten Übungen sowie einer Tennisarmmanschette zum Besten. Nun stellt sich allerdings heraus, dass meine Deutungen sich offenbar nicht mehr auf dem neuesten Stand befinden. Ich denke, dass die Antworten, die ich von kompetenter Seite einholte, auch für meinen sportwissenschaftlich interessierten Leserkreis in jeder Hinsicht interessant sein dürften.
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10.07.12
von hollo43
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Schläger richtig besaiten – DT-Wert, Fehlerverzeihung und Limitereffekt

Eine unelastische Saite weich bespannt, gibt bei geringerer Schlaghärte ein elastisches Saitenbett. Bei härteren Schlägen wird das Saitenbett jedoch automatisch zunehmend härter. Dadurch ist es  leichter, die Balllänge zu kontrollieren, weil zu stark geschlagene Bälle in der Tendenz weniger stark beschleunigt werden und nicht ins Aus gehen. Dieser fehlerverzeihende Effekt, sowohl für Anfänger als auch Turnierspieler interessant, wird in der Tennisliteratur bisher nicht erwähnt. Siehe hierzu auch unseren Beitrag über die Erfahrungen eines internationalen Turnierbespanners.

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18.06.12
von hollo43
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Mineralwasser bei den Medenspielen evtl. problematisch

Mineralwasser fehlt das Salz. Kürzlich fand ich diesen Artikel im Ärzteblatt, der für Medenspieler, die sich in der Regel mit Mineralwasser versorgen, interessant ist.
Ich selbst habe (bei mir) festgestellt, dass eine temporäre Unterzuckerung (vor dem Spiel süß gegessen oder getrunken) sich mit einem halben Brühwürfel, einigen Scheiben Salami oder einfach Salztabletten evtl. mindern lässt. Die sonst immer empfohlene Gabe von Traubenzucker ist m.E. problematisch, da sie zu erneut starken Schwankungen des Insulinspiegels bzw. Blutzuckerspiegels führen kann. 
Achtung ich bin kein Mediziner, daher ist dies eine Laienempfehlung ohne Gewähr. Bei Problemen einen Arzt konsultieren.

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