Vom Mythos des eingewickelten Stoppballes

Wie wirkungsvoll ein drop-shot von der Grundlinie aus eingesetzt werden kann, zeigte Martina Sanchez bei Ihrem Sieg in Rom. Auch in Roland Garros wurde sehr effektiv der Stoppball eingesetzt. Auf Rasen hat der Stoppball besondere Vorteile, weil der Ball vom Rasen nicht so hoch abspringt. Der Stoppball ist also wieder im Kommen. Im Freizeittennis und bei den Senioren erst recht, gilt das schon immer. Aber wird der Stoppball heute noch eingewickelt?

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Die vier Elemente der Vorhandpeitsche

Die moderne (Topspin-) Vorhand wird nicht geführt und nicht geschwungen, sondern peitscht den Schlägerkopf mit einer Durchschnittskraft von 70 Kilopond auf eine Geschwindigkeit von 80 Km/h. Dabei wird der gesamte Armtrakt stark verwrungen.  Man spricht von der Vorhandpeitsche.

Was ist mit der Peitsche gemeint? Peitsche heißt, dass die Bewegung einer großen Masse durch elastische Koppelung in mehreren Stufen auf eine kleinere Masse übertragen wird und dabei – wegen der Impuls- und Energieerhaltungssätze – eine gewaltige Geschwindigkeitszunahme erfolgt. Eine Peitsche hat meist viele Elemente, so dass der Geschwindigkeitszuwachs sukzessive zunimmt und bei einer Zirkuspeitsche die Spitze auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt – der berühmte Peitschenknall.

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Wiper-Slice Rückhand

Der Rückhand Slice orientiert sich in der Tennisliteratur bisher im Großen und Ganzen an der „klassischen“ Bewegungsausführung von Federer und Haas. Schaut man sich aber in seinem Club mal genauer um, entdeckt man, dass dieser wichtige Schlag durchaus unterschiedlich ausgeführt werden kann. Umso erstaunlicher ist es, dass nun auch jüngere Spitzenspieler das machen, was viele Clubspieler schon vorher für sich entdeckten, ich nenne es die Wiper-Slice Rückhand.

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Zeigen die Jungstars neue Strokes?

 

Bei der Analyse neuer Schlagstile orientieren wir uns natürlich am Spitzennachwuchs (best practice). 
Ein US Tennisportal führt eine Liste der erfolgversprechendsten  „Rising Stars“.
Bei Vorhand, beidhändiger Rückhand und beim Service sieht man Ungewohntes. Neue Trends?

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Was bedeutet Pronation beim Tennisschlag?

Den Läufern ist Pronation schon längst ein Begriff. Im Tennis hat er sich noch nicht bis in den Letzten Winkel herumgesprochen: die modernen Schläge setzten gezielt Unterarmdrehungen bei Vor- und Rückhand, aber auch beim Service ein, um hohe Schlägerkopfgeschwindigkeiten zu erzielen, siehe auch unseren Beitrag Paradigmenwechsel in den Bewegungsmustern.  

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Paradigmenwechsel in den Bewegungsmustern

Vor 20 Jahren kamen scheinbar völlig neue Bewegungsformen ans Tageslicht. Zuerst bei den US-Rappern; gemeint sind die eigentümlichen Drehbewegungen der Unterarme – dies nun auch im Tennis?  Dieses Ein- und Ausdrehen der Arme, als Pronation und Supination bezeichnet, dürften ihren Ursprung in asiatischen Kampftechniken haben, die immer stärker funktionale Äquivalente und Überschneidungen zur Tanzkultur aufweisen.
Aber ganz generell haben sich Drehbewegungen in der Tennistechnik rapide durchgesetzt. Weg vom linear angelegten Drive, hin zu gepeitschten Schlägen aus der Rotation.

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