Matchanalye – so stellt man Unforced Errors ab!

Gerade, weil es im Match oft auf einige wenige Punkte ankommt, sind vermeidbare Fehler besonders ärgerlich. Man sollte aber mit sich nicht zu hart ins Gericht gehen, denn Unforced Errors abzustellen, ist schwerer als man denkt.

Wir geben dazu wertvolle Hilfen und räumen mit dem Mythos auf, ein Unforced Error kommt, weil man nicht bei der Sache war.

Unforced Errors werden oft für Taktik und Matchanalyse herangezogen. Doch manche Fernsehkommentatoren machen es sich zu leicht: viele Unforced Errors sind eigentlich gar keine. Sie wurden durch die Spielweise des Gegners und die Logik des Tennis an sich provoziert. Die Sportwissenschaften haben sich bereits mit den Unforced Errors im Tennis befasst. Auch daraus kann man Nutzen ziehen.

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Umlernen

Das Wissen über die Effizienz neuer Bewegungsmuster nimmt ständig zu. Auch unser Portal stellt in vielen Beiträgen neue Schläge und ihre biomechanische Fundierung in den Vordergrund. Auch oder gerade Spitzenspieler stellen ihre Technik um, wie gerade am Beispiel Murrays bekannt wurde, aber auch am neuen Aufschlag Djokovics abzulesen ist. Murray: „der neue Trainer von Ferrer, der mich vorher betreut hatte, kann ihm nicht viel verraten, weil ich inzwischen fast alles umgestellt habe“ sinngemäß zit. nach Eurosport 7.6.2012; zu Djokovic siehe unseren Beitrag zum Ballwurf.

Aber lohnt sich eine Umstellung und mit welchen Schwierigkeiten muss man rechnen? 

Und vor Allem, was sind die erfolgversprechenden Tipps?

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Wie komme ich zum Spitzenaufschlag?

Um auch noch das Letzte aus seinem Aufschlag herauszuholen, wird man sich zunächst an den Spitzenspielern orientieren. Aber es existieren in der Tennisweltklasse sehr unterschiedliche Ausführungsformen. So dürfte es schwer fallen, sich von diesen Vorbildern genau die Komponenten herauszusuchen, die für den eigenen Service am besten passen. 

Ein grundlegendes Verständnis über die Bewegungszusammenhänge des Aufschlags ist daher nützlich. Wir machen einen detaillierten Vorschlag zum Erlernen eines stabilen Superaufschlags. Beitrag wurde leicht überarbeitet.

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Service 263 Km/h – mit dem Rücken zum Netz

In unserem Beitrag „Wie komme ich zum Spitzenaufschlag?“ haben wir Wege aufgezeichnet, die zum Bewegungsbild der Spitzenaufschläger führen. Seit der Australier Sam (Samuel) Groth mit einem neuen Aufschlagrekord durch die Medien ging, sind einige Ergänzungen fällig.

Dabei fügt sich das Aufschlagbild des Australiers sehr gut in unsere bisherigen Betrachtungen zur biomechanischen Optimierung des Aufschlags (Range usw). Außerdem hatten wir in unseren Selbstversuchen einige Aspekte entdeckt, für die Sam Groth nun eine Bestätigung bringt.

Die älteren Tennisspieler werden sich noch an den damals als höchst eigenartig empfundenen Aufschlag John Mc Enroe´s erinnern. Uns ist er damals als proprietäre Marotte eines exzentrischen Spielers bekannt geworden, geeignet für besonders viel Schnitt und vor allem schwer lesbar, weil verdeckt ausgeführt.

Dass ein Tennisspieler mit Irokesenfrisur mit sehr ähnlichem Bewegungsbild nun Spitzenaufschläge heraushaut, ist vielleicht kein Zufall: die Suche, Wege am Rande des Mainstreams zu finden, die man einem solchen Spielertypen vielleicht unterstellen kann, hat offenbar Erfolg gehabt.

Diese Einstellung passt recht gut zu unserer Website, die ebenfalls gerne „Wahrheiten“ der Tennislehre auf den Prüfstand stellt und versucht, Mythen der Tennislehre zu identifizieren.

Nachdem nun bessere YouTubes von Sam Groth verfügbar sind, lohnt sich eine genauere Analyse des Superservice Groth`. Und natürlich haben wir wieder versucht, die Eignung dieses Bewegungsmusters für den Freizeitspieler zu testen.

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Vom Mythos des eingewickelten Stoppballes

Wie wirkungsvoll ein drop-shot von der Grundlinie aus eingesetzt werden kann, zeigte Martina Sanchez bei Ihrem Sieg in Rom. Auch in Roland Garros wurde sehr effektiv der Stoppball eingesetzt. Auf Rasen hat der Stoppball besondere Vorteile, weil der Ball vom Rasen nicht so hoch abspringt. Der Stoppball ist also wieder im Kommen. Im Freizeittennis und bei den Senioren erst recht, gilt das schon immer. Aber wird der Stoppball heute noch eingewickelt?

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Wie kann man den Ballwurf verbessern?

Ein immer wieder leidiges Thema beim Aufschlag ist der richtige Ballwurf. Wir haben in unserem alten Portal vor einigen Jahren auf die Untersuchungen von John Yandell verwiesen, der beobachtete, dass der Ball nicht exakt senkrecht geworfen wird. Das orientierte sich an slow-motion-Aufnahmen von Pete Sampras.
Andererseits werden die verschiedensten Techniken empfohlen, den Ball beim Hochwurf „richtig“ in der Hand zu halten, nämlich so, dass der Ball ohne Einfluss von unerwünschten „Querkräften“  senkrecht nach oben geworfen wird.
Wir legen hier drei Lösungen vor, den Hochwurf relativ unabhängig von der Timingfrage des richtigen Haltens und Loslassens des Balles überaus einfach zu optimieren. Interessant ist die Umstellung bei Djokovic, auf die wir weiter unten hinweisen.

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Soll ich meinen Schläger schwerer machen?

Die Bälle schneller und länger zu machen, ohne sich ansonsten umzustellen, was will man mehr? Schlägertuning wäre ein Weg. Das Tunen mit Gewichten im Schlägerkopf wird oft empfohlen und von Vielen praktiziert, um den „Hammereffekt“ des Schlägers auszubauen. Dazu gibt es auch in der angelsächsichen Literatur zahlreiche Abhandlungen und Berechnungen, meist von Physikern.
Und Berichte über Zusatzgewichte am Schläger berühmter Spieler, z.B. Federers Schlägertick, scheinen das zu untermauern.

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Langsamen Ball schnell machen

Die Ballwand zeigt es uns, ein schneller Ball kommt schnell wieder zurück. Wieweit lässt sich diese Ballwanderfahrung auch auf unseren Schläger übertragen und was muss ich tun, um einen langsamen Ball schnell zu machen?

 

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Die Beidhändige Rückhand

Die beidhändige Rückhand wird besonders in der Jugend gerne gespielt, weil in sehr jungen Jahren der Schläger besser zu kontrollieren ist. Die beidhändige Rückhand lässt sich leichter longline spielen, als die einhändige Topspinrückhand

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Wider das eherne Gesetz des maximalen Ausschwungs

Paradigmenwechsel, Mythen, neue Strokes – Vieles wird auf dieser Website analysiert. Nichts scheint jedoch so unangreifbar, wie das Axiom des maximalen Ausschwungs.

Alle Trainer fordern ihn und nicht wenige Spieler haben deshalb eine „Ausschwungmimikry“ an ihren Schlag „angehängt“, um den Trainer zufrieden zu stellen.

Wir haben lange gezögert, uns an dieses brenzlige Thema heranzuwagen und  starten gleich mit einem bemerkenswerten Clip.

Bild siehe YouTube-Clip eines Trainers (anklicken). Siehe auch unseren Beitrag Die moderne Vorhand.  Aber nicht nur junge Trainer zeigen uns den kurzen Ausschwung, sondern auch hoffnungsvolle Talente der Weltspitze:Zeigen die Jungstars neue Strokes?“,  dort der 19-jährige Jack Sock.

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Soll man im Match immer lächeln?

Es war eine Freude, Sabine Lisicki bei der Übertragung ihres Matches gegen Maria Sharapova in Melbourne zuzuschauen. Ihre Schlagtechnik deckt sich hundertprozentig mit dem, was wir hier seit Jahren als State of the Art proklamieren. Was nicht verwundert, wenn man weiß, dass ihr Vater Richard zu einem Thema der Bewegungswissenschaften promoviert hat, „Trainingsmethoden für die Entwicklung der Schlaggeschwindigkeit unter Beibehaltung der Schlagpräzision“ (Quelle). Wir wollen hier aber die psychologische Seite näher beleuchten und mit Boris Becker einem weitverbreitetem Mythos in der Sportpsychologie aufräumen. Dies nützt jedem Tennisspieler, seine Matchperformance zu verbessern.

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Die moderne Vorhand

Die Vorhand ist der zuerst gelernte Schlag im Tennis. Viele meinen, man könne sie ohne Trainer lernen, weil man irgendwann den Ball schon treffen wird. Im Prinzip richtig, doch in der Regel entstehen dabei keine optimalen Schläge.

Wer sich die moderne Vorhand aneignen will, sollte sich anschauen, wie dieser Schlag aussieht, wie er funktioniert und wie man ihn sich zu eigen macht.

 

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Besaitungsfragen

 Ein erheblicher Anteil der Schlagenergie geht durch die Kompression (und Erwärmung) des Balles für die Ballbeschleunigung verloren.
Die Saite hingegen absorbiert nur maximal 5 % der Schlagenergie.
Je härter das Saitenbett ist, umso stärker verformt und erwärmt sich der Ball. Durch eine elastische Saite kann man somit eine höhere Ballbeschleunigung erzielen.
Modern sind heute Saiten, die besonders viel Schnitt übertragen, um die höhere Schlagenergieausbeute der weicheren Bespannung besser zu kontrollieren.

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