Richtiges Coaching im Clubtennis

Eigentlich ist es psychologisch ein Vorteil, einen Teamkameraden auf der Bank oder am Spielfeldrand zu wissen. Der Spieler ist nicht mehr allein, sondern ein „Hordenmitglied“  kämpft mit ihm.
Zumindest dürfte das die Interpretation seines in zig-tausend Jahren geprägten Unterbewusstseins sein. Oft aber wird dieser Vorteil teuer erkauft. Dann nämlich, wenn wohlmeinende Teammitglieder beginnen, konkretes Coaching zu versuchen.  Dabei werden oft gravierende Fehler gemacht. Wir zeigen 10 Fehler und geben 12 Tipps. Die Medenspiele sind in Sicht – Zeit, sich mit diesem wichtigen Thema etwas vertraut zu machen.

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Veranlagung, Wahrscheinlichkeit und Spielanlage

Warum gibt es typische Grundlinienspieler und  typische  Angriffspieler?
Die Risikowahrnehmung und -Bereitschaft von Grundlinienspielern, Netzakrobaten und Stoppballspezialisten unterscheidet sich ganz enorm.

 Eine ordentliche Kompetenz am Netz ist aber wichtig und kann zwei bis drei Spielklassen ausmachen. Deshalb sollte auch der Grundlinienspieler sich mit dem riskanteren Spiel am Netz vertraut machen.

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Matchanalye – so stellt man Unforced Errors ab!

Gerade, weil es im Match oft auf einige wenige Punkte ankommt, sind vermeidbare Fehler besonders ärgerlich. Man sollte aber mit sich nicht zu hart ins Gericht gehen, denn Unforced Errors abzustellen, ist schwerer als man denkt.

Wir geben dazu wertvolle Hilfen und räumen mit dem Mythos auf, ein Unforced Error kommt, weil man nicht bei der Sache war.

Unforced Errors werden oft für Taktik und Matchanalyse herangezogen. Doch manche Fernsehkommentatoren machen es sich zu leicht: viele Unforced Errors sind eigentlich gar keine. Sie wurden durch die Spielweise des Gegners und die Logik des Tennis an sich provoziert. Die Sportwissenschaften haben sich bereits mit den Unforced Errors im Tennis befasst. Auch daraus kann man Nutzen ziehen.

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Psychotricks im Tenniswettkampf

Eine selbstbewusste – wenn auch den Gegner respektierende – Einstellung ist für den sportlichen Erfolg sehr wichtig. Diese kann man letztlich auch durch noch so raffinierte mentale Übungen nicht erzwingen. Hierauf hat Nadal kürzlich in einem Interview klar hingewiesen.

Aber man kann lernen, Selbstschädigungen seines mentalen Zustands zu vermeiden. Hier geben wir Tipps und Links um in den richtigen emotionalen Bereich zu kommen.

Desungeachtet passieren Schwankungen der Leistungsfähigkeit, die nicht absolut ausgeschaltet werden können. Mats Wilander wies in einem Fernsehinterview darauf hin, dass es letztlich immer eine Wundertüte bleibt, wie sich die eigene Form offenbart, wenn man auf den Platz geht.

 

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Schnelligkeit im Tennis

Dass Tennis auch mit Schnelligkeit etwas zu tun hat, leuchtet unmittelbar ein. Aber es gibt völlig unterschiedliche Arten von Schnelligkeit und der Anteil der unter Zeitdruck gespielten Schläge – unter 20% – wird meist erheblich überschätzt.

Der lauffaulen Clubkameraden immer wieder gerne reingereichte höhnische Anfeuerungsruf „Tennis ist ein Laufsport!“ trifft den Sachverhalt nur äußerst ungenügend. Über 80% der Schläge werden aus dem Stand gespielt, was die Bedeutung des anderen Aspekts der Schnelligkeit hervorhebt: die Zuschlagschnelligkeit bzw. die Schlaghärte.

Glücklicherweise sind zur Schnelligkeit interessante sportwissenschaftliche Studien im Netz verfügbar, die wir für das Tennis nutzen wollen. Dies ist ein recht umfassender Beitrag, der nach und nach durch kleinere Auszüge für den Freizeitspieler ergänzt wird.

Rückblickend werden die meisten von uns feststellen, welche gravierenden Trainingsfehler uns beim Technik- und Schnelligkeitserwerb unterlaufen sind. Wie groß der Informationsbedarf ist und wie Trainer auch gelegentlich versuchen, „dicht zu halten“,  zeigt die fundierte Anfrage einer 15-jährigen Leichtathletin in dem Sportlerforum, in dem ich mit inzwischen weit über 500 Antworten aktiv und unterwegs bin, hier… .

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Matchanalyse – das verschenkte Potential!

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Doch die Mehrheit der Club- und Freizeitspieler nutzen nicht das gewaltige Potential einer ehrlichen Analyse ihres Matches – und es könnte sie soviel besser machen!  

Mit diesem Gastbeitrag schlagen wir eine weitere Schneise in das unübersichtliche Gestrüpp von Taktik, Psychologie und Mental-Game.

Vieles davon ist nämlich leichter und effektiver umsetzbar, als manch technische Raffinesse.  Siehe dazu auch unseren Beitrag Was wirklich sind Unforced Errors?

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Soll man im Match immer lächeln?

Es war eine Freude, Sabine Lisicki bei der Übertragung ihres Matches gegen Maria Sharapova in Melbourne zuzuschauen. Ihre Schlagtechnik deckt sich hundertprozentig mit dem, was wir hier seit Jahren als State of the Art proklamieren. Was nicht verwundert, wenn man weiß, dass ihr Vater Richard zu einem Thema der Bewegungswissenschaften promoviert hat, „Trainingsmethoden für die Entwicklung der Schlaggeschwindigkeit unter Beibehaltung der Schlagpräzision“ (Quelle). Wir wollen hier aber die psychologische Seite näher beleuchten und mit Boris Becker einem weitverbreitetem Mythos in der Sportpsychologie aufräumen. Dies nützt jedem Tennisspieler, seine Matchperformance zu verbessern.

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Funktioniert Tennis auch ohne Stöhnen?

 
Atemtechnik mit Geräusch ist ein stark emotional besetztes Thema. Konsens besteht, dass mit dem Schlag ausgeatmet werden sollte. Trainingshinweise oder Hilfen finden wir dazu in der Tennisliteratur leider nicht . Das überlässt man lieber anderen Sportdisziplinen.
Ein Kommentar eines unserer Leser bringt völlig neue Aspekte in diese Diskussion.

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Die Bedeutung von Vorbildern und Idolen für das motorische Lernen

Gerade der junge Spieler lernt Tennis am leichtesten, wenn er die Bewegung als Ganze von einem guten Vorbild nachahmen kann. Vorbilder und Idole können Hilfe und Motor für das Lernen komplexer Bewegungsmuster sein.

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