Wie bekomme ich mehr Taktikkompetenz im Tennis?

Gastbeitrag von Andeas Ehstand
siehe neue Kommentare, weiter unten

Es gibt im Tennisbereich eine Vielzahl von Veröffentlichungen im Bereich der Tennistaktik. Deutlich wird mittlerweile, dass die Nähe zum Tennismatch ein nie zu unterschätzender Einflussfaktor ist (siehe auch unseren Beitrag von Jan Hasper). Im Folgenden wird dargestellt, wie im Breitensport anhand von reinem Matchtraining mit Zusatzaufgaben vor allem taktische Elemente natürlich und unkompliziert in das eigene Spiel integriert werden könnten. Dieser Artikel zeigt ein sehr gut funktionierendes Beispiel aus der Praxis, mit dem die Zeit auf dem Court sinnvoll genutzt werden kann.

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Editorial


Technische Umstellung

Die Übersichtsdarstellung, die in der Desktop-Ansicht der Seite am rechten Rand angeboten wird, kann nun für Smartphonenutzer gesondert  als „Suche“ abgerufen werden. Das ist deshalb wichtig, weil die Einzelbeiträge recht willkürlich angeordnet sind.  Ein Inhaltsverzeichnis ist daher unverzichtbar und muss auch  per Smartphone sofort zugänglich sein.

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Samsung S7 und slow-motion

Kein Zoom bei Slow-Motion sowie das DisplayOverlay-Problem mit Galaxy S 7 Edge Meine Bewegungswissenschaftlichen Analysen basieren letztlich auf den Beobachtungen und Aufzeichnungen bzw. der Videoanalyse mit Smartphone Technik. Diese habe ich bisher mit dem HTC OneX durchgeführt. Trotz eingeschränkter Bildqualität war dieser Zugang „aus dem Stand“ gut machbar. Nun hatte ich mich im Wege einer Vertragsverlängerung  für das Galaxy S7 Edge … Weiterlesen

Service 263 Km/h – mit dem Rücken zum Netz

In unserem Beitrag „Wie komme ich zum Spitzenaufschlag?“ haben wir Wege aufgezeichnet, die zum Bewegungsbild der Spitzenaufschläger führen. Seit der Australier Sam (Samuel) Groth mit einem neuen Aufschlagrekord durch die Medien ging, sind einige Ergänzungen fällig.

Dabei fügt sich das Aufschlagbild des Australiers sehr gut in unsere bisherigen Betrachtungen zur biomechanischen Optimierung des Aufschlags (Range usw). Außerdem hatten wir in unseren Selbstversuchen einige Aspekte entdeckt, für die Sam Groth nun eine Bestätigung bringt.

Die älteren Tennisspieler werden sich noch an den damals als höchst eigenartig empfundenen Aufschlag John Mc Enroe´s erinnern. Uns ist er damals als proprietäre Marotte eines exzentrischen Spielers bekannt geworden, geeignet für besonders viel Schnitt und vor allem schwer lesbar, weil verdeckt ausgeführt.

Dass ein Tennisspieler mit Irokesenfrisur mit sehr ähnlichem Bewegungsbild nun Spitzenaufschläge heraushaut, ist vielleicht kein Zufall: die Suche, Wege am Rande des Mainstreams zu finden, die man einem solchen Spielertypen vielleicht unterstellen kann, hat offenbar Erfolg gehabt.

Diese Einstellung passt recht gut zu unserer Website, die ebenfalls gerne „Wahrheiten“ der Tennislehre auf den Prüfstand stellt und versucht, Mythen der Tennislehre zu identifizieren.

Nachdem nun bessere YouTubes von Sam Groth verfügbar sind, lohnt sich eine genauere Analyse des Superservice Groth`. Und natürlich haben wir wieder versucht, die Eignung dieses Bewegungsmusters für den Freizeitspieler zu testen.

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Aufschlagtraining zu Hause?

Dirty Diaper, „Schmutzige, stinkende Windeln“ ein schönes Bild zur Verbesserung des Aufschlags.
Die Frühjahrssaison naht. Noch ist Zeit, an technischen Verbesserungen zu arbeiten, die im letzten Sommer zurückgestellt wurden, um sich nicht die Matchperformance zu verderben.

Allerdings haben die meisten Spieler nur ein oder zwei Hallen-Doppelstunden pro Woche abonniert. Wird`s also wieder nichts mit technischen Verbesserungen?

Das muss nicht sein: Vieles kann man zu Hause trainieren, zum Beispiel den Aufschlag.

Mit dieser Dokumentation zum systematischen Einsatz von Trockentraining im Tennis betreten wir absolutes Neuland.

Wir zeigen, dass man auch oder besonders das Trockentraining mit Videos kontrollieren muss.

Die damit erreichten Erfolge sind drastisch, siehe auch den Abschnitt Resümee/Ausblick.

Zur Zeit haben wieder diese Tennis – Internetlehrgänge  Konjunktur, die uns wichtige Verbesserungen der Tennistechnik empfehlen.
Selbstverständlich verfolgen wir regelmäßig die Tipps der Profitrainer.

Dabei stellt sich heraus, dass wir durch unsere grundsätzliche, an Biomechanik und Sportwissenschaft orientierte Betrachtungsweise frühzeitig immer „richtig“ lagen.

Deshalb stellen diese Trainertipps für uns selten wirkliche Innovationen dar.

Aber manchmal hat schon ein origineller Begriff eine suggestive und damit  positive didaktische Wirkung. Vielleicht hilft dem Einen oder Anderen die Vorstellung einer in der Hand hochgehaltenen „Schmutzigen Windel“ weiter,  um die pronationsorientierte erste Ausschwungsphase beim Service zu verdeutlichen, wie sie Jeff Salzenstein ins Gespräch bringt.

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Aufschlaganalyse Jungen

Die Videoanalyse im Tennistraining wird immer wieder gefordert und ist im Spitzenbereich längst Usus.

Im Talentaufbau jedoch und besonders im Freizeitbereich ist eine Videoanalyse recht aufwändig. Hardware, Software und nicht zuletzt die erforderliche qualifizierte Manpower setzen dem breiten Einsatz der Videoanalyse enge Grenzen, so dass sie sehr selten praktiziert wird. Hier werden exemplarisch vier Aufschläge von Kindern durch ein Analysesystem beurteilt und zur Diskussion gestellt.

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Erfahrungen eines internationalen Turnierbespanners

Zur optimalen Bespannung haben wir auf dieser Website zahlreiche theoretischen Betrachtungen und Berechnungen ausgebreitet.
Umso interessanter ist es, aus nächster Nähe die Erfahrungen eines professionellen Turnierbespanners anzuzapfen. Mark Maslowski, ein Amerikaner mit Standort und Geschäftssitz hier in Düsseldorf,  hat mir einige Daten verraten. Auch mein Lieblingsthema, niedrige Bespannwerte, konnte er bedienen.
Mark: „Volandri spielt einen Head Prestige MP und eine Luxilon BB Original,  1,30mm. Er hat in Wimbledon mit 12 Kilo bespannt.“
Das ist nun auch für mich absoluter Niedrigrekord. Aber Achtung: Mark wies darauf hin, dass diese Werte nur funktionieren, wenn täglich neu bespannt wird!
Weitere Erfahrungen und Bespannwerte, siehe seinen Bericht über den World Team Cup 2012, weiter unten.

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Mineralwasser bei den Medenspielen evtl. problematisch

Mineralwasser fehlt das Salz. Kürzlich fand ich diesen Artikel im Ärzteblatt, der für Medenspieler, die sich in der Regel mit Mineralwasser versorgen, interessant ist.
Ich selbst habe (bei mir) festgestellt, dass eine temporäre Unterzuckerung (vor dem Spiel süß gegessen oder getrunken) sich mit einem halben Brühwürfel, einigen Scheiben Salami oder einfach Salztabletten evtl. mindern lässt. Die sonst immer empfohlene Gabe von Traubenzucker ist m.E. problematisch, da sie zu erneut starken Schwankungen des Insulinspiegels bzw. Blutzuckerspiegels führen kann. 
Achtung ich bin kein Mediziner, daher ist dies eine Laienempfehlung ohne Gewähr. Bei Problemen einen Arzt konsultieren.

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ATP- und WTA- Ranking

Viele Tennisspieler verfolgen mit Spannung die Matches bzw. die Ergebnisse von Roland Garros, ein Grand Slam – Turnier.
Dabei hat man sich an die ATP- oder WTA-Einstufungen als Maßstab für die durchschnittliche Spielstärke der Spieler und Spielerinnen gewöhnt, ohne aber genau zu wissen, wie diese Rankings im Detail funktionieren. Unter diesem Link wird alles haarklein erklärt, so dass wir auf einen eigenen Beitrag verzichten können.

 

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Schnelligkeit im Tennis

Dass Tennis auch mit Schnelligkeit etwas zu tun hat, leuchtet unmittelbar ein. Aber es gibt völlig unterschiedliche Arten von Schnelligkeit und der Anteil der unter Zeitdruck gespielten Schläge – unter 20% – wird meist erheblich überschätzt.

Der lauffaulen Clubkameraden immer wieder gerne reingereichte höhnische Anfeuerungsruf „Tennis ist ein Laufsport!“ trifft den Sachverhalt nur äußerst ungenügend. Über 80% der Schläge werden aus dem Stand gespielt, was die Bedeutung des anderen Aspekts der Schnelligkeit hervorhebt: die Zuschlagschnelligkeit bzw. die Schlaghärte.

Glücklicherweise sind zur Schnelligkeit interessante sportwissenschaftliche Studien im Netz verfügbar, die wir für das Tennis nutzen wollen. Dies ist ein recht umfassender Beitrag, der nach und nach durch kleinere Auszüge für den Freizeitspieler ergänzt wird.

Rückblickend werden die meisten von uns feststellen, welche gravierenden Trainingsfehler uns beim Technik- und Schnelligkeitserwerb unterlaufen sind. Wie groß der Informationsbedarf ist und wie Trainer auch gelegentlich versuchen, „dicht zu halten“,  zeigt die fundierte Anfrage einer 15-jährigen Leichtathletin in dem Sportlerforum, in dem ich mit inzwischen weit über 500 Antworten aktiv und unterwegs bin, hier… .

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Polyrythmus

Every word we speakPolyrythmus und ungerade Rythmen sind wichtige Parameter von Musik, die in besonderem Maße einen Aufforderungscharakter zum Tanzen ausüben, oder sogar durch den Tanz mit gestaltet werden.

Sie beziehen Ihre dynamisierende Wirkung aus dem Zusammenprall ihrer Ungradzahligkeit mit unseren paarsymmetrischen Extremitäten, unseren Beinen, Armen und Händen.  

„Wenn wir gehen, ist es Rythmus, wenn wir Sprechen, ist es Rythmus“ (übersetzt).

 

 

In Mittel- und Westeuropa ist die Kompetenz, ungerade Rythmen zu rezipieren, zu schätzen und zu generieren recht schlecht ausgeprägt, anders als in den Balkanländern, der Türkei und Indien.

Besonders aber die afrikanische Volksmusik fällt durch ihre  polyrythmischen Strukturen auf, in denen die Musik im gemeinsamen Tanz und im gemeinsamen Musizieren gewissermaßen arbeitsteilig entsteht.  Siehe hierzu auch die Ausführungen der Evolution des Menschen unter besonderer Berücksichtigung der gemeinschaftlich generierten Musik, Abschnitt Music and dancing, hier….

 

„In Africa, music and dancing is mostly tied to rites, that are performed in certain social contexts, and they are exclusively aimed at social activities. 29 This is also evident in black music in America, where social relations are the main theme, while complex music and instruments are typical of non-African music. In Africa, the main instruments are drums and the human voice, while outside of Africa, there is a variety of complex instruments, dances and music, that are more aimed at entertainment, creativity and perfection. 90,000 – 100,000 years ago Neanderthals had phalange whistles. 41 of them have been found in Prolom II in the Crimea. 70,000 – 80,000 years ago there is a flute in Haua Fteah, Libya, which has been found together with Neanderthal mandibles. Finally, 40,000 years ago there is another flute in Divje Babe 30 Neanderthals are also believed to have sang. 31 Interestingly, both the phalange whistles and flutes seems to have been evolving gradually up until recent times. This seems to indicate they originated in Neanderthals, and where taken over by AMH or hybrids“

Siehe auch den Beitrag im Spiegel-Online, hier…. Bei all  diesen evolutionsgenetischen Betrachtungen ist die Gefahr eines im wissenschaftlichen Gewande wiederkehrenden Rassismus gegeben. Trotzdem ist es interessant, auch diese Begründungslinie unterschiedlicher Musikausübung im Auge zu behalten.

Ungerade Rythmen entstehen bei dieser Musikweise fast zwangsläufig.

Die Ursachen für die Mitteleuropäische Rythmusschwäche wären zu untersuchen. Neben den über tausend Jahren Lustfeindlicher Kultureinflüsse der Katholischen Kirche könnte auch die Eigenart der Sprache zu diesen Defiziten geführt haben.

Verschiedene Sprachen scheinen in unterschiedlichem Maße rythmisches Empfinden, mit Betonung auf ungeraden Mustern, zu unterstützen.

Wie schwierig die Abgrenzung der Begriffe und der rythmischen Phänomene sind, illustriert der Wiki-Beitrag hier…  (WikiProjekt_Jazz/Rhythmus)

Die folgenden Darstellungen erheben keinen wissenschaftlichen Anspruch. So sind die beispielhaft gezeigten Video-Clips keinesfalls alle „ausgezählt“. Manchmal erfolgt die Zuordnung (ungerade oder nicht) anhand des „Bauchgefühls“, das im positiven Fall der Detektion des inneren „Achterbahngefühls“ eines Foristen entspricht, der dies für eine bestimmte Brahms-Komposition berichtet hat (an deren Nachvollzug ich noch arbeite).

Die Auswahl der Clips basiert entsprechend auf subjektivem Geschmack, der sich allerdings auf jahrzehntelange persönliche Vorliebe für afrikanische und andere ursprüngliche Quellen polyrythmischer Musik abstützt. Ausgangspunkt war eine Hörfunkgsendung über afrikanische Volksmusik des SFB-Berlin, ca. 1970. Die Aufnahme ist für mich nicht mehr verfügbar, aber einige afrikanische Rythmusmuster (Module) wurden gelernt und können noch heute reproduziert werden.

Die vor einigen Jahren moderne Samba-Bewegung haben wir nur am Rande verfolgt.
Viele Aspekte der polyrythmischen Musik werden vermutlich von der Sambamusik fokussiert.

Der Bogen der hier gezogen wird, ist ziemlich weit, und manchmal sicher gewagt oder übertrieben.

Kommentare sind daher ausdrücklich erwünscht!

Urheberrechte
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