Richtiges Coaching im Clubtennis

Eigentlich ist es psychologisch ein Vorteil, einen Teamkameraden auf der Bank oder am Spielfeldrand zu wissen. Der Spieler ist nicht mehr allein, sondern ein „Hordenmitglied“  kämpft mit ihm.
Zumindest dürfte das die Interpretation seines in zig-tausend Jahren geprägten Unterbewusstseins sein. Oft aber wird dieser Vorteil teuer erkauft. Dann nämlich, wenn wohlmeinende Teammitglieder beginnen, konkretes Coaching zu versuchen.  Dabei werden oft gravierende Fehler gemacht. Wir zeigen 10 Fehler und geben 12 Tipps. Die Medenspiele sind in Sicht – Zeit, sich mit diesem wichtigen Thema etwas vertraut zu machen.

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Hat mein Kind Talent?

Gerade für das Tennis ist ein besonders breites Kompetenzprofil leistungsbestimmend. Dies macht einen besonderen Reiz dieser Sportart aus, nämlich dass recht unterschiedliche Begabungsprofile zum Erfolg führen können. Im hier verlinkten Aufsatz ist dies sehr übersichtlich dargestellt. siehe Talentdiagnostik (Tennis ab S. 17)  Dort heißt es, nachdem auch interessante Beispiele zu Tenniskarrieren von Spitzenspielern beleuchtet werden, abschließend: „…Die Talentsuche sollte als Spaß und Freude vermittelnde Veranstaltung organisiert werden, damit die Kinder sich ohne überzogenen Leistungsdruck und nicht verkrampfend präsentieren können. …“ S. 20

Bei der Beurteilung des Leistungsstandes von jungen Spielern ist Realismus gefragt. Ray Bowers hat eine Blue-Diamond Line der Profispieler und -Spielerinnen aufgezeigt, die auch für den jungen Nachwuchs als zusätzliche Orientierung über das Machbare herangezogen werden kann.

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Wie bekomme ich mehr Taktikkompetenz im Tennis?

Gastbeitrag von Andeas Ehstand
siehe neue Kommentare, weiter unten

Es gibt im Tennisbereich eine Vielzahl von Veröffentlichungen im Bereich der Tennistaktik. Deutlich wird mittlerweile, dass die Nähe zum Tennismatch ein nie zu unterschätzender Einflussfaktor ist (siehe auch unseren Beitrag von Jan Hasper). Im Folgenden wird dargestellt, wie im Breitensport anhand von reinem Matchtraining mit Zusatzaufgaben vor allem taktische Elemente natürlich und unkompliziert in das eigene Spiel integriert werden könnten. Dieser Artikel zeigt ein sehr gut funktionierendes Beispiel aus der Praxis, mit dem die Zeit auf dem Court sinnvoll genutzt werden kann.

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Wettkampflernen + Taktik

Auf die Frage, wie Tennis erlernt werden soll,  findet das Wettkampflernen ganz neue Antworten.

Denn bei der herkömmlichen alten Methode des Technikerwerb, sich auf den Bewegungsablauf zu konzentrieren, unabhängig von Sinn und Zielsetzung im Wettkampfzusammenhang, lernt man nach Auffassung des Sportwissenschaftlers Jan Hasper eher Kunststückchen. Effektiver sei es, aus dem Wettkampf heraus situativ Aufgaben zu erkennen und für sich zu definieren, auf die hin man seine Techniken einzusetzen und weiter zu entwickeln gedenkt.

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Veranlagung, Wahrscheinlichkeit und Spielanlage

Warum gibt es typische Grundlinienspieler und  typische  Angriffspieler?
Die Risikowahrnehmung und -Bereitschaft von Grundlinienspielern, Netzakrobaten und Stoppballspezialisten unterscheidet sich ganz enorm.

 Eine ordentliche Kompetenz am Netz ist aber wichtig und kann zwei bis drei Spielklassen ausmachen. Deshalb sollte auch der Grundlinienspieler sich mit dem riskanteren Spiel am Netz vertraut machen.

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Matchanalye – so stellt man Unforced Errors ab!

Gerade, weil es im Match oft auf einige wenige Punkte ankommt, sind vermeidbare Fehler besonders ärgerlich. Man sollte aber mit sich nicht zu hart ins Gericht gehen, denn Unforced Errors abzustellen, ist schwerer als man denkt.

Wir geben dazu wertvolle Hilfen und räumen mit dem Mythos auf, ein Unforced Error kommt, weil man nicht bei der Sache war.

Unforced Errors werden oft für Taktik und Matchanalyse herangezogen. Doch manche Fernsehkommentatoren machen es sich zu leicht: viele Unforced Errors sind eigentlich gar keine. Sie wurden durch die Spielweise des Gegners und die Logik des Tennis an sich provoziert. Die Sportwissenschaften haben sich bereits mit den Unforced Errors im Tennis befasst. Auch daraus kann man Nutzen ziehen.

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Umlernen

Das Wissen über die Effizienz neuer Bewegungsmuster nimmt ständig zu. Auch unser Portal stellt in vielen Beiträgen neue Schläge und ihre biomechanische Fundierung in den Vordergrund. Auch oder gerade Spitzenspieler stellen ihre Technik um, wie gerade am Beispiel Murrays bekannt wurde, aber auch am neuen Aufschlag Djokovics abzulesen ist. Murray: „der neue Trainer von Ferrer, der mich vorher betreut hatte, kann ihm nicht viel verraten, weil ich inzwischen fast alles umgestellt habe“ sinngemäß zit. nach Eurosport 7.6.2012; zu Djokovic siehe unseren Beitrag zum Ballwurf.

Aber lohnt sich eine Umstellung und mit welchen Schwierigkeiten muss man rechnen? 

Und vor Allem, was sind die erfolgversprechenden Tipps?

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Editorial


Technische Umstellung

Die Übersichtsdarstellung, die in der Desktop-Ansicht der Seite am rechten Rand angeboten wird, kann nun für Smartphonenutzer gesondert  als „Suche“ abgerufen werden. Das ist deshalb wichtig, weil die Einzelbeiträge recht willkürlich angeordnet sind.  Ein Inhaltsverzeichnis ist daher unverzichtbar und muss auch  per Smartphone sofort zugänglich sein.

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Samsung S7 und slow-motion

Kein Zoom bei Slow-Motion sowie das DisplayOverlay-Problem mit Galaxy S 7 Edge Meine Bewegungswissenschaftlichen Analysen basieren letztlich auf den Beobachtungen und Aufzeichnungen bzw. der Videoanalyse mit Smartphone Technik. Diese habe ich bisher mit dem HTC OneX durchgeführt. Trotz eingeschränkter Bildqualität war dieser Zugang „aus dem Stand“ gut machbar. Nun hatte ich mich im Wege einer Vertragsverlängerung  für das Galaxy S7 Edge … Weiterlesen

Selbstorganisation und spielerisches Lernen

Ja, es gibt den Fortschritt bei den Schlagstilen und in der Trainingslehre; und es gibt auch eine Tenniskultur, die dieses Wissen für uns verfügbar macht. Will man an diesen Neuerungen teilhaben, darf man sich nicht auf die Selbstorganisation seines Organismus verlassen. Dies gilt für das Neulernen – und für das Umlernen erst recht.

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Wie komme ich zum Spitzenaufschlag?

Um auch noch das Letzte aus seinem Aufschlag herauszuholen, wird man sich zunächst an den Spitzenspielern orientieren. Aber es existieren in der Tennisweltklasse sehr unterschiedliche Ausführungsformen. So dürfte es schwer fallen, sich von diesen Vorbildern genau die Komponenten herauszusuchen, die für den eigenen Service am besten passen. 

Ein grundlegendes Verständnis über die Bewegungszusammenhänge des Aufschlags ist daher nützlich. Wir machen einen detaillierten Vorschlag zum Erlernen eines stabilen Superaufschlags. Beitrag wurde leicht überarbeitet.

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Splitstep an der Grundlinie und im Feld

Vorgaben zur Beinarbeit sind für den Tennisspieler ein wahrer Gräuel. Schließlich bewegt man sich auf seinen Füßen vielfältig, natürwüchsig und damit weitgehend unbewusst. Manche Tennisbücher erstaunen und verwirren Anfänger wie Fortgeschrittene mit komplizierten Schrittmustern, die man leicht mit den Unterlagen einer Tanzschule verwechselt; Paso Doble oder Mambo sind Nichts dagegen.
Wir geben hier aber keine Anleitung zum Verknoten der Beine, sondern eine verständliche und höchst wirksame Hilfe, um Schnelligkeit und Platzabdeckung des Tennisspielers dramatisch zu verbessern. Insbesondere beim Aufschlagreturn ist der Splitstep eine große Hilfe, die Zahl der Unforced Errors – auch bei leichten Aufschlägen – erheblich zu reduzieren. Das Einüben geht sehr schnell, schon nach weniger als zwei Wochen ist der Gewinn größer als eine eventuelle Anfangsirritation. Der Winter ist genau die richtige Zeit, den Splitstep zu üben.
(Kürzliche Überarbeitung des Beitrags aus Anlass eines Gesprächs mit Mannschaftskameraden).

 

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Konstruktionsfehler im Leistungsklassensystem ?

Aufruf zur Erfahrungssammlung, siehe in diesem Beitrag weiter unten!
Nach einigen Jahren der Medenspiel-Erfahrung mit dem LK-System fällt auf, dass, je nach Anzahl der in einer Medenspielsaison möglichen Matches, die Chance auf Erhalt oder Verbesserung der LK-Position unterschiedlich ist
. (Leistungsklassenordnung TVN), LKO 2011, Turniere mit LK-Relevanz ). Und inzwischen lassen sich weitere unerwünschte Effekte des bestehenden LK-Systems erkennen – siehe auch die eingegangenen Kommentare, die vielleicht eine Modifikation der LK-Ordnung nahelegen. 

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Service 263 Km/h – mit dem Rücken zum Netz

In unserem Beitrag „Wie komme ich zum Spitzenaufschlag?“ haben wir Wege aufgezeichnet, die zum Bewegungsbild der Spitzenaufschläger führen. Seit der Australier Sam (Samuel) Groth mit einem neuen Aufschlagrekord durch die Medien ging, sind einige Ergänzungen fällig.

Dabei fügt sich das Aufschlagbild des Australiers sehr gut in unsere bisherigen Betrachtungen zur biomechanischen Optimierung des Aufschlags (Range usw). Außerdem hatten wir in unseren Selbstversuchen einige Aspekte entdeckt, für die Sam Groth nun eine Bestätigung bringt.

Die älteren Tennisspieler werden sich noch an den damals als höchst eigenartig empfundenen Aufschlag John Mc Enroe´s erinnern. Uns ist er damals als proprietäre Marotte eines exzentrischen Spielers bekannt geworden, geeignet für besonders viel Schnitt und vor allem schwer lesbar, weil verdeckt ausgeführt.

Dass ein Tennisspieler mit Irokesenfrisur mit sehr ähnlichem Bewegungsbild nun Spitzenaufschläge heraushaut, ist vielleicht kein Zufall: die Suche, Wege am Rande des Mainstreams zu finden, die man einem solchen Spielertypen vielleicht unterstellen kann, hat offenbar Erfolg gehabt.

Diese Einstellung passt recht gut zu unserer Website, die ebenfalls gerne „Wahrheiten“ der Tennislehre auf den Prüfstand stellt und versucht, Mythen der Tennislehre zu identifizieren.

Nachdem nun bessere YouTubes von Sam Groth verfügbar sind, lohnt sich eine genauere Analyse des Superservice Groth`. Und natürlich haben wir wieder versucht, die Eignung dieses Bewegungsmusters für den Freizeitspieler zu testen.

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Aufschlagtraining zu Hause?

Dirty Diaper, „Schmutzige, stinkende Windeln“ ein schönes Bild zur Verbesserung des Aufschlags.
Die Frühjahrssaison naht. Noch ist Zeit, an technischen Verbesserungen zu arbeiten, die im letzten Sommer zurückgestellt wurden, um sich nicht die Matchperformance zu verderben.

Allerdings haben die meisten Spieler nur ein oder zwei Hallen-Doppelstunden pro Woche abonniert. Wird`s also wieder nichts mit technischen Verbesserungen?

Das muss nicht sein: Vieles kann man zu Hause trainieren, zum Beispiel den Aufschlag.

Mit dieser Dokumentation zum systematischen Einsatz von Trockentraining im Tennis betreten wir absolutes Neuland.

Wir zeigen, dass man auch oder besonders das Trockentraining mit Videos kontrollieren muss.

Die damit erreichten Erfolge sind drastisch, siehe auch den Abschnitt Resümee/Ausblick.

Zur Zeit haben wieder diese Tennis – Internetlehrgänge  Konjunktur, die uns wichtige Verbesserungen der Tennistechnik empfehlen.
Selbstverständlich verfolgen wir regelmäßig die Tipps der Profitrainer.

Dabei stellt sich heraus, dass wir durch unsere grundsätzliche, an Biomechanik und Sportwissenschaft orientierte Betrachtungsweise frühzeitig immer „richtig“ lagen.

Deshalb stellen diese Trainertipps für uns selten wirkliche Innovationen dar.

Aber manchmal hat schon ein origineller Begriff eine suggestive und damit  positive didaktische Wirkung. Vielleicht hilft dem Einen oder Anderen die Vorstellung einer in der Hand hochgehaltenen „Schmutzigen Windel“ weiter,  um die pronationsorientierte erste Ausschwungsphase beim Service zu verdeutlichen, wie sie Jeff Salzenstein ins Gespräch bringt.

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Aufschlaganalyse Jungen

Die Videoanalyse im Tennistraining wird immer wieder gefordert und ist im Spitzenbereich längst Usus.

Im Talentaufbau jedoch und besonders im Freizeitbereich ist eine Videoanalyse recht aufwändig. Hardware, Software und nicht zuletzt die erforderliche qualifizierte Manpower setzen dem breiten Einsatz der Videoanalyse enge Grenzen, so dass sie sehr selten praktiziert wird. Hier werden exemplarisch vier Aufschläge von Kindern durch ein Analysesystem beurteilt und zur Diskussion gestellt.

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Erfahrungen eines internationalen Turnierbespanners

Zur optimalen Bespannung haben wir auf dieser Website zahlreiche theoretischen Betrachtungen und Berechnungen ausgebreitet.
Umso interessanter ist es, aus nächster Nähe die Erfahrungen eines professionellen Turnierbespanners anzuzapfen. Mark Maslowski, ein Amerikaner mit Standort und Geschäftssitz hier in Düsseldorf,  hat mir einige Daten verraten. Auch mein Lieblingsthema, niedrige Bespannwerte, konnte er bedienen.
Mark: „Volandri spielt einen Head Prestige MP und eine Luxilon BB Original,  1,30mm. Er hat in Wimbledon mit 12 Kilo bespannt.“
Das ist nun auch für mich absoluter Niedrigrekord. Aber Achtung: Mark wies darauf hin, dass diese Werte nur funktionieren, wenn täglich neu bespannt wird!
Weitere Erfahrungen und Bespannwerte, siehe seinen Bericht über den World Team Cup 2012, weiter unten.

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Muskeln + Sehnen dehnen und wiederherstellen

Bedingt durch eine als bitter empfundene achtwöchige Spielpause – „ich habe Schulter“ – beschäftigte  ich mich seit langem wieder mit dem Thema muskuläre Irritationen.
Im Beitrag zum Tennisarm gab ich meine sehr guten Erfahrungen mit bestimmten Übungen sowie einer Tennisarmmanschette zum Besten. Nun stellt sich allerdings heraus, dass meine Deutungen sich offenbar nicht mehr auf dem neuesten Stand befinden. Ich denke, dass die Antworten, die ich von kompetenter Seite einholte, auch für meinen sportwissenschaftlich interessierten Leserkreis in jeder Hinsicht interessant sein dürften.

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Schläger richtig besaiten – DT-Wert, Fehlerverzeihung und Limitereffekt

Eine unelastische Saite weich bespannt, gibt bei geringerer Schlaghärte ein elastisches Saitenbett. Bei härteren Schlägen wird das Saitenbett jedoch automatisch zunehmend härter. Dadurch ist es  leichter, die Balllänge zu kontrollieren, weil zu stark geschlagene Bälle in der Tendenz weniger stark beschleunigt werden und nicht ins Aus gehen. Dieser fehlerverzeihende Effekt, sowohl für Anfänger als auch Turnierspieler interessant, wird in der Tennisliteratur bisher nicht erwähnt. Siehe hierzu auch unseren Beitrag über die Erfahrungen eines internationalen Turnierbespanners.

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