Richtiges Coaching im Clubtennis

Eigentlich ist es psychologisch ein Vorteil, einen Teamkameraden auf der Bank oder am Spielfeldrand zu wissen. Der Spieler ist nicht mehr allein, sondern ein „Hordenmitglied“  kämpft mit ihm.
Zumindest dürfte das die Interpretation seines in zig-tausend Jahren geprägten Unterbewusstseins sein. Oft aber wird dieser Vorteil teuer erkauft. Dann nämlich, wenn wohlmeinende Teammitglieder beginnen, konkretes Coaching zu versuchen.  Dabei werden oft gravierende Fehler gemacht. Wir zeigen 10 Fehler und geben 12 Tipps. Die Medenspiele sind in Sicht – Zeit, sich mit diesem wichtigen Thema etwas vertraut zu machen.

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Wie bekomme ich mehr Taktikkompetenz im Tennis?

Gastbeitrag von Andeas Ehstand
siehe neue Kommentare, weiter unten

Es gibt im Tennisbereich eine Vielzahl von Veröffentlichungen im Bereich der Tennistaktik. Deutlich wird mittlerweile, dass die Nähe zum Tennismatch ein nie zu unterschätzender Einflussfaktor ist (siehe auch unseren Beitrag von Jan Hasper). Im Folgenden wird dargestellt, wie im Breitensport anhand von reinem Matchtraining mit Zusatzaufgaben vor allem taktische Elemente natürlich und unkompliziert in das eigene Spiel integriert werden könnten. Dieser Artikel zeigt ein sehr gut funktionierendes Beispiel aus der Praxis, mit dem die Zeit auf dem Court sinnvoll genutzt werden kann.

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Wettkampflernen + Taktik

Auf die Frage, wie Tennis erlernt werden soll,  findet das Wettkampflernen ganz neue Antworten.

Denn bei der herkömmlichen alten Methode des Technikerwerb, sich auf den Bewegungsablauf zu konzentrieren, unabhängig von Sinn und Zielsetzung im Wettkampfzusammenhang, lernt man nach Auffassung des Sportwissenschaftlers Jan Hasper eher Kunststückchen. Effektiver sei es, aus dem Wettkampf heraus situativ Aufgaben zu erkennen und für sich zu definieren, auf die hin man seine Techniken einzusetzen und weiter zu entwickeln gedenkt.

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Übungsbeispiele zum Wettkampflernen

Auch wenn dieses Portal sich sehr intensiv mit Schlagstilen, Vorbildern, Videotraining und Biomechanik auseinandersetzt, soll auch die praktische Seite des Trainings nicht zu kurz kommen. All das theoretische Wissen nützt dem Spieler nichts,  wenn er sich in der Wettkampfsituation zu oft falsche Aufgaben stellt oder geübte Schläge nicht einsetzen kann.

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Veranlagung, Wahrscheinlichkeit und Spielanlage

Warum gibt es typische Grundlinienspieler und  typische  Angriffspieler?
Die Risikowahrnehmung und -Bereitschaft von Grundlinienspielern, Netzakrobaten und Stoppballspezialisten unterscheidet sich ganz enorm.

 Eine ordentliche Kompetenz am Netz ist aber wichtig und kann zwei bis drei Spielklassen ausmachen. Deshalb sollte auch der Grundlinienspieler sich mit dem riskanteren Spiel am Netz vertraut machen.

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Matchanalye – so stellt man Unforced Errors ab!

Gerade, weil es im Match oft auf einige wenige Punkte ankommt, sind vermeidbare Fehler besonders ärgerlich. Man sollte aber mit sich nicht zu hart ins Gericht gehen, denn Unforced Errors abzustellen, ist schwerer als man denkt.

Wir geben dazu wertvolle Hilfen und räumen mit dem Mythos auf, ein Unforced Error kommt, weil man nicht bei der Sache war.

Unforced Errors werden oft für Taktik und Matchanalyse herangezogen. Doch manche Fernsehkommentatoren machen es sich zu leicht: viele Unforced Errors sind eigentlich gar keine. Sie wurden durch die Spielweise des Gegners und die Logik des Tennis an sich provoziert. Die Sportwissenschaften haben sich bereits mit den Unforced Errors im Tennis befasst. Auch daraus kann man Nutzen ziehen.

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Umlernen

Das Wissen über die Effizienz neuer Bewegungsmuster nimmt ständig zu. Auch unser Portal stellt in vielen Beiträgen neue Schläge und ihre biomechanische Fundierung in den Vordergrund. Auch oder gerade Spitzenspieler stellen ihre Technik um, wie gerade am Beispiel Murrays bekannt wurde, aber auch am neuen Aufschlag Djokovics abzulesen ist. Murray: „der neue Trainer von Ferrer, der mich vorher betreut hatte, kann ihm nicht viel verraten, weil ich inzwischen fast alles umgestellt habe“ sinngemäß zit. nach Eurosport 7.6.2012; zu Djokovic siehe unseren Beitrag zum Ballwurf.

Aber lohnt sich eine Umstellung und mit welchen Schwierigkeiten muss man rechnen? 

Und vor Allem, was sind die erfolgversprechenden Tipps?

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Wie gesund ist Tennis in der Freizeit?

Tennis macht nicht nur Spaß, sondern die gesundheitlichen positiven Auswirkungen für Erwachsene und erst Recht Kinder sind unbestritten. Ein fortgeschrittener Spieler bewegt sich auf dem Platz während einer Stunde Match 3,5 Km. Selbst der lockere Freizeitspieler läuft insgesamt etwa 3,3 Km.

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Selbstorganisation und spielerisches Lernen

Ja, es gibt den Fortschritt bei den Schlagstilen und in der Trainingslehre; und es gibt auch eine Tenniskultur, die dieses Wissen für uns verfügbar macht. Will man an diesen Neuerungen teilhaben, darf man sich nicht auf die Selbstorganisation seines Organismus verlassen. Dies gilt für das Neulernen – und für das Umlernen erst recht.

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Psychotricks im Tenniswettkampf

Eine selbstbewusste – wenn auch den Gegner respektierende – Einstellung ist für den sportlichen Erfolg sehr wichtig. Diese kann man letztlich auch durch noch so raffinierte mentale Übungen nicht erzwingen. Hierauf hat Nadal kürzlich in einem Interview klar hingewiesen.

Aber man kann lernen, Selbstschädigungen seines mentalen Zustands zu vermeiden. Hier geben wir Tipps und Links um in den richtigen emotionalen Bereich zu kommen.

Desungeachtet passieren Schwankungen der Leistungsfähigkeit, die nicht absolut ausgeschaltet werden können. Mats Wilander wies in einem Fernsehinterview darauf hin, dass es letztlich immer eine Wundertüte bleibt, wie sich die eigene Form offenbart, wenn man auf den Platz geht.

 

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Splitstep an der Grundlinie und im Feld

Vorgaben zur Beinarbeit sind für den Tennisspieler ein wahrer Gräuel. Schließlich bewegt man sich auf seinen Füßen vielfältig, natürwüchsig und damit weitgehend unbewusst. Manche Tennisbücher erstaunen und verwirren Anfänger wie Fortgeschrittene mit komplizierten Schrittmustern, die man leicht mit den Unterlagen einer Tanzschule verwechselt; Paso Doble oder Mambo sind Nichts dagegen.
Wir geben hier aber keine Anleitung zum Verknoten der Beine, sondern eine verständliche und höchst wirksame Hilfe, um Schnelligkeit und Platzabdeckung des Tennisspielers dramatisch zu verbessern. Insbesondere beim Aufschlagreturn ist der Splitstep eine große Hilfe, die Zahl der Unforced Errors – auch bei leichten Aufschlägen – erheblich zu reduzieren. Das Einüben geht sehr schnell, schon nach weniger als zwei Wochen ist der Gewinn größer als eine eventuelle Anfangsirritation. Der Winter ist genau die richtige Zeit, den Splitstep zu üben.
(Kürzliche Überarbeitung des Beitrags aus Anlass eines Gesprächs mit Mannschaftskameraden).

 

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Konstruktionsfehler im Leistungsklassensystem ?

Aufruf zur Erfahrungssammlung, siehe in diesem Beitrag weiter unten!
Nach einigen Jahren der Medenspiel-Erfahrung mit dem LK-System fällt auf, dass, je nach Anzahl der in einer Medenspielsaison möglichen Matches, die Chance auf Erhalt oder Verbesserung der LK-Position unterschiedlich ist
. (Leistungsklassenordnung TVN), LKO 2011, Turniere mit LK-Relevanz ). Und inzwischen lassen sich weitere unerwünschte Effekte des bestehenden LK-Systems erkennen – siehe auch die eingegangenen Kommentare, die vielleicht eine Modifikation der LK-Ordnung nahelegen. 

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Service 263 Km/h – mit dem Rücken zum Netz

In unserem Beitrag „Wie komme ich zum Spitzenaufschlag?“ haben wir Wege aufgezeichnet, die zum Bewegungsbild der Spitzenaufschläger führen. Seit der Australier Sam (Samuel) Groth mit einem neuen Aufschlagrekord durch die Medien ging, sind einige Ergänzungen fällig.

Dabei fügt sich das Aufschlagbild des Australiers sehr gut in unsere bisherigen Betrachtungen zur biomechanischen Optimierung des Aufschlags (Range usw). Außerdem hatten wir in unseren Selbstversuchen einige Aspekte entdeckt, für die Sam Groth nun eine Bestätigung bringt.

Die älteren Tennisspieler werden sich noch an den damals als höchst eigenartig empfundenen Aufschlag John Mc Enroe´s erinnern. Uns ist er damals als proprietäre Marotte eines exzentrischen Spielers bekannt geworden, geeignet für besonders viel Schnitt und vor allem schwer lesbar, weil verdeckt ausgeführt.

Dass ein Tennisspieler mit Irokesenfrisur mit sehr ähnlichem Bewegungsbild nun Spitzenaufschläge heraushaut, ist vielleicht kein Zufall: die Suche, Wege am Rande des Mainstreams zu finden, die man einem solchen Spielertypen vielleicht unterstellen kann, hat offenbar Erfolg gehabt.

Diese Einstellung passt recht gut zu unserer Website, die ebenfalls gerne „Wahrheiten“ der Tennislehre auf den Prüfstand stellt und versucht, Mythen der Tennislehre zu identifizieren.

Nachdem nun bessere YouTubes von Sam Groth verfügbar sind, lohnt sich eine genauere Analyse des Superservice Groth`. Und natürlich haben wir wieder versucht, die Eignung dieses Bewegungsmusters für den Freizeitspieler zu testen.

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Aufschlagtraining zu Hause?

Dirty Diaper, „Schmutzige, stinkende Windeln“ ein schönes Bild zur Verbesserung des Aufschlags.
Die Frühjahrssaison naht. Noch ist Zeit, an technischen Verbesserungen zu arbeiten, die im letzten Sommer zurückgestellt wurden, um sich nicht die Matchperformance zu verderben.

Allerdings haben die meisten Spieler nur ein oder zwei Hallen-Doppelstunden pro Woche abonniert. Wird`s also wieder nichts mit technischen Verbesserungen?

Das muss nicht sein: Vieles kann man zu Hause trainieren, zum Beispiel den Aufschlag.

Mit dieser Dokumentation zum systematischen Einsatz von Trockentraining im Tennis betreten wir absolutes Neuland.

Wir zeigen, dass man auch oder besonders das Trockentraining mit Videos kontrollieren muss.

Die damit erreichten Erfolge sind drastisch, siehe auch den Abschnitt Resümee/Ausblick.

Zur Zeit haben wieder diese Tennis – Internetlehrgänge  Konjunktur, die uns wichtige Verbesserungen der Tennistechnik empfehlen.
Selbstverständlich verfolgen wir regelmäßig die Tipps der Profitrainer.

Dabei stellt sich heraus, dass wir durch unsere grundsätzliche, an Biomechanik und Sportwissenschaft orientierte Betrachtungsweise frühzeitig immer „richtig“ lagen.

Deshalb stellen diese Trainertipps für uns selten wirkliche Innovationen dar.

Aber manchmal hat schon ein origineller Begriff eine suggestive und damit  positive didaktische Wirkung. Vielleicht hilft dem Einen oder Anderen die Vorstellung einer in der Hand hochgehaltenen „Schmutzigen Windel“ weiter,  um die pronationsorientierte erste Ausschwungsphase beim Service zu verdeutlichen, wie sie Jeff Salzenstein ins Gespräch bringt.

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Aufschlaganalyse Jungen

Die Videoanalyse im Tennistraining wird immer wieder gefordert und ist im Spitzenbereich längst Usus.

Im Talentaufbau jedoch und besonders im Freizeitbereich ist eine Videoanalyse recht aufwändig. Hardware, Software und nicht zuletzt die erforderliche qualifizierte Manpower setzen dem breiten Einsatz der Videoanalyse enge Grenzen, so dass sie sehr selten praktiziert wird. Hier werden exemplarisch vier Aufschläge von Kindern durch ein Analysesystem beurteilt und zur Diskussion gestellt.

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Erfahrungen eines internationalen Turnierbespanners

Zur optimalen Bespannung haben wir auf dieser Website zahlreiche theoretischen Betrachtungen und Berechnungen ausgebreitet.
Umso interessanter ist es, aus nächster Nähe die Erfahrungen eines professionellen Turnierbespanners anzuzapfen. Mark Maslowski, ein Amerikaner mit Standort und Geschäftssitz hier in Düsseldorf,  hat mir einige Daten verraten. Auch mein Lieblingsthema, niedrige Bespannwerte, konnte er bedienen.
Mark: „Volandri spielt einen Head Prestige MP und eine Luxilon BB Original,  1,30mm. Er hat in Wimbledon mit 12 Kilo bespannt.“
Das ist nun auch für mich absoluter Niedrigrekord. Aber Achtung: Mark wies darauf hin, dass diese Werte nur funktionieren, wenn täglich neu bespannt wird!
Weitere Erfahrungen und Bespannwerte, siehe seinen Bericht über den World Team Cup 2012, weiter unten.

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Mineralwasser bei den Medenspielen evtl. problematisch

Mineralwasser fehlt das Salz. Kürzlich fand ich diesen Artikel im Ärzteblatt, der für Medenspieler, die sich in der Regel mit Mineralwasser versorgen, interessant ist.
Ich selbst habe (bei mir) festgestellt, dass eine temporäre Unterzuckerung (vor dem Spiel süß gegessen oder getrunken) sich mit einem halben Brühwürfel, einigen Scheiben Salami oder einfach Salztabletten evtl. mindern lässt. Die sonst immer empfohlene Gabe von Traubenzucker ist m.E. problematisch, da sie zu erneut starken Schwankungen des Insulinspiegels bzw. Blutzuckerspiegels führen kann. 
Achtung ich bin kein Mediziner, daher ist dies eine Laienempfehlung ohne Gewähr. Bei Problemen einen Arzt konsultieren.

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Mit Videos von den Großen lernen

In vielen Spielern keimt der Wunsch, einen Schlag mal „so  ganz richtig“ zu lernen.
Aber auch Anfänger haben ein Recht darauf, von vornherein die richtigen Schläge einzuüben, um späteres Umlernen zu vermeiden. Die Weltklassespieler messen sich mit den Besten der Welt.  Bereits von Kind an lernten sie nach jeweils geltender Trainingslehre, dem  State of the Art ihr Tennis. Wie man am besten hinter die Geheimnisse des modernen Tennis heute kommt – hier ein Einstieg.

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Vom Mythos des eingewickelten Stoppballes

Wie wirkungsvoll ein drop-shot von der Grundlinie aus eingesetzt werden kann, zeigte Martina Sanchez bei Ihrem Sieg in Rom. Auch in Roland Garros wurde sehr effektiv der Stoppball eingesetzt. Auf Rasen hat der Stoppball besondere Vorteile, weil der Ball vom Rasen nicht so hoch abspringt. Der Stoppball ist also wieder im Kommen. Im Freizeittennis und bei den Senioren erst recht, gilt das schon immer. Aber wird der Stoppball heute noch eingewickelt?

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Wie kann man den Ballwurf verbessern?

Ein immer wieder leidiges Thema beim Aufschlag ist der richtige Ballwurf. Wir haben in unserem alten Portal vor einigen Jahren auf die Untersuchungen von John Yandell verwiesen, der beobachtete, dass der Ball nicht exakt senkrecht geworfen wird. Das orientierte sich an slow-motion-Aufnahmen von Pete Sampras.
Andererseits werden die verschiedensten Techniken empfohlen, den Ball beim Hochwurf „richtig“ in der Hand zu halten, nämlich so, dass der Ball ohne Einfluss von unerwünschten „Querkräften“  senkrecht nach oben geworfen wird.
Wir legen hier drei Lösungen vor, den Hochwurf relativ unabhängig von der Timingfrage des richtigen Haltens und Loslassens des Balles überaus einfach zu optimieren. Interessant ist die Umstellung bei Djokovic, auf die wir weiter unten hinweisen.

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