Racquetpflege

Im Beitrag „Mit Videos von den Großen lernen“ haben wir bereits die wichtige Vorbildfunktion dieser Sportler für unser eigenes Tennis thematisiert. Der Umgang mit dem Schläger, auch zwischen den Ballwechseln, will geübt sein. So sind wir immer wieder erschüttert, wie leichtsinnig im Freizeitbereich bei der Entsorgung des Schlägermaterials vorgegangen wird. Hier zeigen wir einen Filmclip, wie man bei dieser Aufgabe wirklich Entspannung und Befriedigung findet, ohne die Aspekte des Arbeitschutzes zu vernachlässigen. Der zur Qualitätssicherung eingesetzte professionelle Splitterschutz muss als vorbildlich bezeichnet werden.

 

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Die einhändige Topspin-Rückhand

Die einhändige Topspin-Rückhand ist der Klassiker der modernen Schlagtechnik. Hier gibt es aber Variationsmöglichkeiten, die in Lehrbüchern üblicherweise nicht berücksichtigt werden. Ich meine besonders die Ausführung aus offener Beinstellung (s. linke Bildhälfte), die ähnlich, wie die Beidhändige gespielt wird. Neuerdings wird diese Ausführungsform auch in US-Webportalen behandelt, die neueste Fundstelle/Clip, siehe hier….

Eigentlich funktioniert sie biomechanisch gesehen, wie die Vorhand auch.
Außerdem gehe ich auf Gefühlserfahrungen der Topspin- im Vergleich zur Slice-Rückhand ein, die bei meinem Trainingspartner erfolgreich war. Die Devise „Nase-Daumen“ war somit erfunden, s.u.

Schließlich wird auch die weit nach oben ausgeführte Ausholschleife Nicolas Amagros gezeigt, der in Roland Garros 2012 damit eine ähnlich gute Waffe einsetzen konnte, wie sein Gegner Nadal mit der Beidhändigen.

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Was bedeutet Pronation beim Tennisschlag?

Den Läufern ist Pronation schon längst ein Begriff. Im Tennis hat er sich noch nicht bis in den Letzten Winkel herumgesprochen: die modernen Schläge setzten gezielt Unterarmdrehungen bei Vor- und Rückhand, aber auch beim Service ein, um hohe Schlägerkopfgeschwindigkeiten zu erzielen, siehe auch unseren Beitrag Paradigmenwechsel in den Bewegungsmustern.  

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Die moderne Vorhand

Die Vorhand ist der zuerst gelernte Schlag im Tennis. Viele meinen, man könne sie ohne Trainer lernen, weil man irgendwann den Ball schon treffen wird. Im Prinzip richtig, doch in der Regel entstehen dabei keine optimalen Schläge.

Wer sich die moderne Vorhand aneignen will, sollte sich anschauen, wie dieser Schlag aussieht, wie er funktioniert und wie man ihn sich zu eigen macht.

 

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Paradigmenwechsel in den Bewegungsmustern

Vor 20 Jahren kamen scheinbar völlig neue Bewegungsformen ans Tageslicht. Zuerst bei den US-Rappern; gemeint sind die eigentümlichen Drehbewegungen der Unterarme – dies nun auch im Tennis?  Dieses Ein- und Ausdrehen der Arme, als Pronation und Supination bezeichnet, dürften ihren Ursprung in asiatischen Kampftechniken haben, die immer stärker funktionale Äquivalente und Überschneidungen zur Tanzkultur aufweisen.
Aber ganz generell haben sich Drehbewegungen in der Tennistechnik rapide durchgesetzt. Weg vom linear angelegten Drive, hin zu gepeitschten Schlägen aus der Rotation.

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Serve and Volley – welcher Schläger für den Netzangriff?

Immer wieder wird nach speziellen Ratschlägen für die Schlägerwahl gefragt. Aber richtige Schlägerwahl ist eine Wissenschaft für sich. Und selbst sie kann diese Frage letztendlich nicht einwandfrei entscheiden.

Man muss dabei betonen, dass es heute auf Asche keine reinen Serve and Volley-Spieler mehr gibt. Auf Hartplatz aber erklimmen mitunter sehr groß gewachsene Spieler dank ihres guten ersten Aufschlags und ihres Netzspiels raketengleich die Tennisrangliste.

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Besaitungsfragen

 Ein erheblicher Anteil der Schlagenergie geht durch die Kompression (und Erwärmung) des Balles für die Ballbeschleunigung verloren.
Die Saite hingegen absorbiert nur maximal 5 % der Schlagenergie.
Je härter das Saitenbett ist, umso stärker verformt und erwärmt sich der Ball. Durch eine elastische Saite kann man somit eine höhere Ballbeschleunigung erzielen.
Modern sind heute Saiten, die besonders viel Schnitt übertragen, um die höhere Schlagenergieausbeute der weicheren Bespannung besser zu kontrollieren.

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Wie wirken sich verschiedene Ballsorten aus?

Auf dem Sektor Tennisbälle hat sich in den letzten Jahren viel getan. Früher waren die Bälle weiß. Sie wurden in Kartons angeliefert und wenn sie eine Weile im Geschäft liegen blieben, waren sie recht schlaff. Das langsamere Spiel der frühen Jahre dürfte, neben der Umstellung der Schlagstile, in erster Linie auf die Entwicklung der Balltechnologie zurückgehen, denn hier wurde erheblich Schlagenergie „verbraten“. Die damaligen Holzschläger, die dafür oft angeführt werden, sind viel weniger Schuld. Denn nur ein wesentlich geringerer Energieverlust resultiert aus dem Schlägermaterial!

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Ist der moderne Aufschlag für den Freizeitspieler zu schwer?

Einfache Tipps und Tricks sind hier gefragt.
Denn der moderne Aufschlag ist eine recht komplizierte Angelegenheit.
Erwachsene beneiden oft die Kinder, die mitunter recht schnell und mühelos alle wichtigen Komponenten des Bewegungszusammenhangs übernehmen  – durch einfaches Nachahmen. Glücklicher dran sind auch diejenigen Erwachsenen, die von Anfang an alles richtig gelernt haben.
Aber auch diese Spieler finden hier Hinweise, wie ihr klassischer Aufschlag noch verbessert werden kann. Schließlich stellen selbst Spitzenspieler ihren Aufschlag noch um.

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Zur Kybernetik des Tennisschlägers

Die Mehrzahl der hier vorgestellten technisch orientierten Beiträge befasst sich mit den physikalischen Zusammenhängen des Ballschlags.
Die biomechanisch weitergehenden Betrachtungen beziehen die muskuläre Arbeit einschließlich der neuronalen Steuerung ein (Wiemann). 
Hier werden nun kybernetische Aspekte einer optimalen Handhabung des Tennisschlägers gezeigt und am Ende des Berichts einige Kuriositäten.

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Das Kennfeld des Tennisschlägers

Es gibt wohl grundsätzlich zwei verschiedene Spielertypen, was Ihr „Arbeitsgerät“ betrifft:

Die Einen, die Ihren Schläger schon 20 Jahre spielen, mit einer Bespannung, mindestens schon fünf Jahre auf dem Buckel.

Die Anderen, die stets nach dem neuesten Modell Ausschau halten, mal kopflastige, mal grifflastige, dann wieder Großkopf- oder Midsizeschläger, mit modernsten Materialien, intelligenten Fasern oder gar mit eingebautem Chip.

Vermutlich hat dies alles mit dem Kennfeld des Schlägers zu tun. Wie kann man diese Effekte zur Verbesserung seiner Spielstärke nutzen?

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Die Bedeutung von Vorbildern und Idolen für das motorische Lernen

Gerade der junge Spieler lernt Tennis am leichtesten, wenn er die Bewegung als Ganze von einem guten Vorbild nachahmen kann. Vorbilder und Idole können Hilfe und Motor für das Lernen komplexer Bewegungsmuster sein.

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Bespannungshärte nach Spielertyp

In Racket- und Bespannerforen wird noch zu wenig zum Zusammenhang zwischen Spielklasse und geeignetem Material gesagt.

Ich behaupte nun, dass es zwei verschiedene Optima gibt, je nachdem, für welchen Leistungsbereich man Schläger und Saite optimieren will.

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Spitzenspieler und Freizeitspieler, zwei Welten?

Jedem erfahrenen Tennisspieler ist es bewusst, dass Vieles, was im Spitzentennis gilt, auf das Freizeittennis kaum zu übertragen ist. Das gilt gemeinhin für alle Sportarten, selbst, wenn es um reine Athletik geht. Der normale Sportler wird nur mit Mühe einem Marathonläufer der Spitzenklasse, zwischendrin gestartet, über 100 Meter folgen können.
Wie groß sind dann erst die Unterschiede in so komplexen Disziplinen, wie dem Tennis?

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Das Prinzip der maximalen Anfangskraft

Das Prinzip der maximalen Anfangskraft gilt grundsätzlich nur für explosiv-ballistische Aktionen. Es leitet sich von der Beobachtung ab, dass dem Muskel für eine Beschleunigungsarbeit aufgrund der Architektur der Gelenksysteme nur eine begrenzte Zeit bleibt, beschleunigend auf ein Körperteil oder den Körper einzuwirken.

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Doppeltaktik

Das Doppelspiel unterscheidet sich, wie allgemein bekannt, vom Einzel in vielen Aspekten. Ein Doppel stellt nicht die gleichen hohen Anforderungen an die Kondition, weshalb auch ältere Spitzenspieler in der Weltrangliste ganz oben mitspielen. Es gehört aber ein besonders Talent, die komplizierteren Strukturen, die sich beim Doppel ergeben können zu verstehen und zu antizipieren. Deshalb sind nicht immer die besten Einzelspieler auch die besten Doppelspieler.

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System Ball / Saitenbett

Der hohe Energieverlust durch die Verformung des Balles beim Schlag verringert die Ballbeschleunigung in erheblichem Maße. Entsprechend den Tennisregeln muss der Ball so beschaffen sein, dass 45% der Energie im/vom Ball plastisch, d.h. in Wärme, umgewandelt werden.

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Power Horse World Team Cup in Düsseldorf

Internationales Spitzentennis in unserer Region, möge es uns noch lange erhalten sein! Auch 2012 konnte der Rochus Club am Fuße des Grafenberger Waldes in Düsseldorf wieder den World Team Cup ausrichten, siehe hier...

 

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