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Matchanalye – so stellt man Unforced Errors ab!

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Gerade, weil es im Match oft auf einige wenige Punkte ankommt, sind vermeidbare Fehler besonders ärgerlich. Man sollte aber mit sich nicht zu hart ins Gericht gehen, denn Unforced Errors abzustellen, ist schwerer als man denkt.

Wir geben dazu wertvolle Hilfen und räumen mit dem Mythos auf, ein Unforced Error kommt, weil man nicht bei der Sache war.

Unforced Errors werden oft für Taktik und Matchanalyse herangezogen. Doch manche Fernsehkommentatoren machen es sich zu leicht: viele Unforced Errors sind eigentlich gar keine. Sie wurden durch die Spielweise des Gegners und die Logik des Tennis an sich provoziert. Die Sportwissenschaften haben sich bereits mit den Unforced Errors im Tennis befasst. Auch daraus kann man Nutzen ziehen.

Als Unforced Error (dt. unerzwungener, vermeidbarer oder leichter Fehler) wird nach Wikipedia „… ein Schlag bezeichnet, mit dem ein Spieler den Punkt auf Grund eines eigenen Fehlers verliert, ohne dass dies durch einen Schlag des Gegners beeinflusst wurde. Kann er den Ball auf Grund eines vorhergegangenen harten, platzierten oder sonst schwer zu spielenden oder erreichenden Schlages des Gegners nicht regelgerecht retournieren, spricht man von einem Forced Error (dt. erzwungener Fehler). Die Übergänge zwischen vermeidbarem und erzwungenem Fehler können im Einzelfall fließend sein. Die Einteilung unterliegt damit häufig einem Beurteilungsspielraum des jeweiligen Statistikführenden bzw. Kommentators (engl. judgement call).“

Eine eindeutig messbare (operationale) Definition müsste also lauten „Unforced Error ist, was Kommentator oder Statistikführender als solchen ankreuzen“ (ähnlich wie „Intelligenz ist, was der Intelligenztest misst“). Wesentlich weiter hilft uns diese Definition für die Matchanalyse also nicht. Deshalb untersuchen wir das Phänomen Unforced Error etws gründlicher. Ein einfaches Formular, um die Fehler und gewonnenen Punkte aufzulisten, findet sich hier… Sie erlaubt ein grobes Raster der Fehler zu erstellen, geht aber auf den taktischen Spielverlauf nicht ein.

Unforced Error und Prozenttennis
Florian Meier erkennt im befreundeten Tennis Webblog drei Arten von Unforced Errors,

Der Ball ist…

  • im Netz
  • im Seitenaus
  • zu lang

Dem kann man natürlich leicht vorbeugen: nicht zu flach, nicht zu lang, nicht an die Linie spielen.
Dies ist das Konzept, das lange Zeit unter der Bezeichnung „Prozenttennis“ geführt wurde. Im Spitzentennis ist diese Spielweise kaum noch zu sehen und das Wort „Prozenttennis“ scheint ausgestorben zu sein. Im Freizeitbereich allerdings ist dieses taktische Konzept vermutlich noch vorherrschend. Nicht jeder hat jedoch die athletischen Voraussetzungen und/oder die Motivationslage,sich mit dieser Spielweise anzufreunden.

Unforced Error im Rahmen eines übergreifenden Taktikkonzepts
Aber wäre es überhaupt der Königsweg, das Patentrezept, um Unforced Errors zu vermeiden?

Jan Hasper hat die grundsätzlichen taktischen Zielstellungen des Tennisspiels analysiert (siehe unseren Beitrag zum Wettkampflernen, hier…)

  1. Ball länger im Spiel halten als der Gegner und eigene Fehler vermeiden; entscheidender Einflussfaktor: Sicherheit in den Schlägen
  2. Raumnot beim Gegner erzeugen; entscheidender Einflussfaktor: Genauigkeit in den Schlägen
  3. Zeitnot beim Gegner erzeugen; entscheidender Einflussfaktor: Geschwindigkeit in den Schlägen, (und wir ergänzen: Täuschen des Gegners)

Die vier Quellen für Unforced Errors
Daraus ergeben sich nun drei Quellen für Unforced Errors – plus ein Zusatzpunkt, der sich nicht direkt aus den oben genannten taktischen Grundzielen ableiten lässt:

  • Taktikelement: Ball länger im Spiel halten als der Gegner
    Fehlerquelle/Defizit: unsichere Schläge, Ungeduld, Konditionsmangel, Überheblichkeit, Übermotivation, unangepasste Risikofreude.

Man hat einen Bringer,  Schubser oder wie auch immer dieser Spielertyp „liebevoll“ genannt wird,  gegen sich. Er folgt einem bewährten taktischen Konzept, in dem der Andere  immer schlecht aussieht. Um die langen Ballwechsel abzukürzen, versucht der Gegner einen Stopp oder stürmt ans Netz, obwohl er sich dort vielleicht nicht so wohl fühlt. Der Sicherheitsspieler platziert den Ball vor die Füße, passiert (seltener, weil dieser Spielertyp meist über solche genauen Bälle nicht verfügt oder sie nicht in dieses Konzept passen) oder überlobbt.  Egal,  der Gegner wird zum Unforced Error provoziert, wenn nicht gar „gezwungen“  – eigentlich ein Widerspruch in sich.

Abhilfe: Schlagtraining, gezieltes Konditionstraining, Emotionen in die optimale Zone bringen, Klarheit über sich selbst gewinnen, Taktiktraining.

  • Taktikelement: Raumnot beim Gegner erzeugen
    Fehlerquellen/Defizit: unsichere Technik, falsche Beurteilung der Spielsituation und mangelnde Anpassung des gewählten Schlagzieles an die aktuell gegebene Situation

Auch kann ein Spieler zu Unforced Errors genötigt werden. Z.B. wenn der Gegner permanent die Rückhand umläuft und nur ein riskanter Befreiungsschlag, Rückhand, die Linie entlang, als Ausweg bleibt.
Unforced Error
?

Abhilfe: Verbesserung der Technik, viele ernste Wettkämpfe simulieren (um ein Getränk spielen), Training von Standardsituationen (z.B cross-longline, oder Stopp/Lob), Taktiktraining;

  • Taktikelement: Zeitnot beim Gegner erzeugen
    Fehlerquellen/Defizit: mangelnde Schlagtechnik, riskanter Richtungswechsel (z.B. von cross auf longline), Stören des eigenen Schlagablaufes, um verdeckt zu schlagen, spontane Eingebung, anders zu schlagen als zuvor noch geplant und vorbereitet.

Ähnlich liegen die Dinge auch in diesem dritten Fall. Um Zeitnot zu erzeugen, will der Spieler (von der Grundlinie aus) die Bälle früh nehmen (höheres Risiko, vor allem auf Asche) und hart schlagen. Beides ist mit höherem Risiko verbunden. Das Gleiche gilt für den Versuch, zu täuschen und dabei verdeckt zu schlagen.  Man verlässt dabei die üblichen Bewegungspfade (z..b. sehr spätes Umgreifen, oder extrem offene Stellung) und geht ein höheres Risiko ein. Man schaut zu lange zum Gegner, um ihn auf dem falschen Fuß zu erwischen und trifft den Ball nicht richtig.
Unforced Error?

Abhilfe: Beinarbeit verbessern (z.B Splitstep von der Grundlinie), Schlagtechnik verbessern (evtl. Umlernen), Optimierung der Racquetkonfiguration (langsamen Ball schnell machen), Wettkampflernen (bessere Antizipation), Emotionen unter Kontrolle bringen;

  • Zusatzpunkt: Andere werden in das Spiel virtuell einbezogen:
    Fehlerquelle/Defizit: man richtet sein Spiel auf Personen ein, die nicht selbst am Spiel beteiligt sind („Schlag für die Terraasse“ oder coachende Freunde usw.)

Imponiergehabe: Schlag durch die Beine, gewaltiger Schmetterball, raffinierter Überkopf-Stopp (so etwas Ähnliches ist Federer kürzlich in Melbourne passiert), riskanter Stoppball,

Überanpassung an die Erwartungen des Teams: man versucht das Spiel nach Coachinganweisungen zu gestalten, obwohl man weiß, dass man es nicht beherrscht bzw. sich unwohl fühlt. Man sieht sich aber dem freundlichen Tippgeber aber „irgendwie verpflichtet“

Dieser Zusatzpunkt scheint vom Sport selbst weit entfernt und daher für eine Matchanalyse auszublenden. Das Gegenteil ist der Fall. Diese beiden Quellen für Unforced Errors sind dem Sport  in höchstem Maße innewohnend, sie machen gewissermaßen den Sport mit aus.

Abhilfe: Klarheit über sich gewinnen, am Selbstbewusstsein arbeiten, innere Distanz zur Gruppe gewinnen, sich dem Wettkampfgedanken stellen, Emotionen in die optimale Zone bringen; Aufmerksamkeit in Richtung Umfeld enger stellen (also auf den Gegner und nicht in das Publikum richten);
Allerdings gibt es hier Grenzen. Einerseits darf wärend des Matches nicht zu viel Gedanken an die eigene Befindlichkeit aufgewandt werden. Siehe hierzu auch unsere Abschnitt „Psychologie und Tennis: Anschlussmotiv und Authentizität“, am Schluss des Beitrags.

Matchanalyse darf die Unforced Errors nicht nur zählen
Alle oben genannten Fehler passieren auch dann, wenn der vorhergehende Schlag des Gegners nicht zwingend war. Sie dürften also in der Statistik vielfach als Unforced Error gewertet werden. Von Außen ist es daher fast unmöglich, diese Fehler sachgerecht zu bewerten.

In der eigenen Matchanalyse aber kann der Spieler die einzelnen Fehler revuepassieren lassen. Er wird sich dann vor Augen führen, welche der oben genannten Ursachen für einen sogenannten Unforced Error maßgeblich waren, um taktische und weitergehende Folgerungen und Lehren für die Weiterentwicklung des eigenen Tennis zu ziehen.

Unforced Errors in den Sportwissenschaften
Die Problematik, aus Unforced Errors auf die Leistung zu schließen, hat nicht nur der Spieler im Rahmen seiner Matchanalyse. Auch der Sportwissenschaftler, der Hypothesen über den Zusammenhang von Befindlichkeit eines Spielers mit seiner abgegebenen Tennisleistung überprüfen will, würde sich gerne auf die Zähleinheit Unforced Error beziehen. Hier wenden wir uns der Dissertation von Uwe Grässer zu, der sich intensiv mit diesem Thema auseinander setzt. (Grafik: Grässer, S. 261)

So schreibt Grässer:  „In Gesprächen mit erfahrenen Tennistrainern verschiedener Schulen und Leistungsniveaus stellte sich jedoch schnell heruas, dass die Leistung eines Spielers in einem Match nicht objektiv festgestellt werden kann.“ Dies ist auch nicht durch Spielanalyse von Videoaufzeichnungen möglich.“ Es ist eben schwer, Kriterien zu finden, die unabhängig von den Reaktionen des Gegners, die Leistung abbilden. Ebenfalls ist die Tatsache, ob ein Match gewonnen oder verloren wurde, kein eindeutiges Kriterium, ob der Spieler seine beste Leistung abgegeben hat, oder nicht. „Auch ein auf Rankings basierender Index zur Leistungserfassung (wäre) problematisch. Denn der Ranglistenplatz hängt neben der Leistung von der Anzahl der durchgeführten Wettkämpfe ab.“  S.19 )

Die Befragung von Experten, wovon die Leistung eines Spielers in einem bestimmten Wettkampf abhängt, ergibt viele Kriterien, die die Leistung extern beeinflussen oder beeinträchtigen. Dies sind die von Grässer aufgezählten „Störfaktoren“, die eine Leistungsmessung erschweren:

  • Trainings- und Gesundheitsszustand des Spielers (und des Gegners)
  • Umsetzung und Erfolg der Taktik
  • Gesamtablauf des Spiels
  • Umgang mit den Fehlern (der eigenen oder denen des Gegners
  • Tagesform
  • mentale Verfassung
  • Vorgeschichte des Spielers oder Vorwissen und bereits gemachte Erfahrungen mit dem Gegner
  • Wetterlage
  • Art des Tennisplatzes (Halle oder Draußen, Sand, Gras, Teppich, Hartboden (….in Verbindung mit den jeweiligen Präferenzen der Spieler)
  • Verhalten der Zuschauer
  • Verhalten der Schiedsrichter

„Teilweise werden Leistungsschwankungen eines Spielers von den Trainern im Rahmen eines individuellen Reifungsprozesses sogar erwartet. Nach Aussagen der Trainer von Turnierspielern sind eine Reihe von Einbrüchen in der Leistung bei manchen Spielern auf dem Weg nach ganz oben sogar ein Anzeichen für notwendige Entwicklungsprozesse, die eine Person in einer solchen Sportart durchlaufen muss, un von einem guten Spieler zu einem Spitzenspieler zu werden.“  (Umstellung von Trainingskonzepten, einseitiges Krafttraining von Muskelgruppen).“ (S. 19 f)

Als Ausweg werden stattdessen Indikatoren für die Anstrengungskontrolle herangezogen, z.B.

  • fahrige überschießende Bewegungsmuster,
  • unkoordinierte Beinarbeit,
  • unrythmische Schlagtechnik,
  • unökonomische Spielweise,
  • schlechtews Timing,
  • zu nahe an den Ball laufen,
  • nicht ausreichend Zeit für Aufschlagsvorbereitung nehmen
  •  (von Trainern eingeschätzt, sowie Selbstbeurteilung- Fragebogen).

Grässer vermisst in den Fachbüchern des Tennissports eine klare Definition für Unforced Errors:  „Auch im Gespräch mit Experten dieser Sportart scheint jeder zu wissen, was damit gemeint ist, wobei die Frage nach einer genauen Definition nicht immer zu übereinstimmenden Beschreibungen führt.“
Meist werden aber Phänomene zu hoher Motivation genannt. Das Defizit ist eine zu schlechte Anstrengungskontrolle, die es dem Spieler erlaubt, seine überzogene Motivation wieder auf ein gutes Maß zurückzuschrauben. Im Tennisaltag werden aber Unforced Errors meist mit der Bemerkung „nicht richtig aufgepasst“ kommentiert. Genau das Gegenteil trifft in den meisten Fällen zu.

So kommt Grässer im Ergebnis hinsichtlich der fremd beurteilten Unforced Error szu dem Schluss:
„Entgegen der Erwartung scheint dieser Index keine Bedeutung für die Leistunsschwankungen eines Spielers im Wettkampf zu haben. Jedoch ist nicht auszuschließen, dass die fehlenden Zusammenhänge – zumindest teilweise – durch methodische Mängel verursacht wurden (siehe Kapitel 9.3)“ ( S.189)

Exkurs Psychologie und Tennis: Anschlussmotiv und Authentizität

Anschlussmotiv
 Thomas Teubel entwickelt in seiner Dissertation  das sogenannte Anschlussmotiv als eines der drei Hauptmotive sportlicher Leistung überhaupt.
Anschlussmotiv im Sport heißt, dass man Sport nicht nur betreibt,

      •  um eine bestimmte evtl. messbare Leistung zu erzielen (im Tennis, gelungener Stoppball, gestochene Rückhand, sauberer Aufschlag, raffinierter Volley-Stopp),
      •  über Jemandem als  der Stärkere dazustehen, das Spiel zu dominieren, als Sieger den Platz zu verlassen  (Machtmotiv),
      •  sondern man macht auch Sport, weil man beliebt und anerkannt sein will, in einer als wichtig erachteten   Bezugsgruppe. Man will den Anschluss an die Gruppe halten.

        Je nach Sportlerpersönlichkeiten sind diese drei Grundmotive unterschiedlich ausgeprägt.

Anerkennung in einer Community ist also eine wichtige Komponente im Motivationscocktail eines Sportlers. Beispiele dafür, dass dieses Motiv auch zu schlechten Matchergebnissen führen kann, sind oben genannt. Teubel führt dies in seiner Arbeit weiter aus und untersucht die Effekte empirisch.  Er nennt noch weitere negative Auswirkungen auf die sportliche Leistung, z.B. dass man eine Freundschaft (bzw. Teamzusammenhalt) nicht durch den Sieg nicht gefährden will usw.

Authentizität
Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass man die eigene Motivstruktur selbst nicht wesentlich verändern kann. Das, was man vorhat, sollte deshalb mit dem eigenen Ich übereinstimmen, siehe  Frank Gebert, Das bin 100-prozentig ICH (hier vor Allem Teil 3 Schranken der Persönlichkeit)

Dieses Persönlichkeitszentrum, das dem Menschen Schranken auferlegt, ihm aber auch Halt und Orientierung geben kann, schaltet und waltet weitgehend unbemerkt in den Tiefenschichten des Gehirns. Die Forscher nennen es (leider hat da jeder seinen Spezialbegriff) „unbewusstes Selbst“, „implizites Selbst“, „adaptives Unbewusstes“ oder „Extensionsgedächtnis“.

In dieser Seelenregion machen sich die „impliziten“ (unbewussten) Motive bemerkbar, das sind Bedürfnisse, die der biologischen Natur des Menschen entstammen:

„Die impliziten Motive entstehen sehr früh im Leben, sind teilweise wohl genetisch bestimmt, werden auch stark in den allerersten Lebensjahren geprägt, an die wir keine Erinnerung haben. Sie können aber noch das ganze Leben über durch Emotionen bei Erfolgen und Misserfolgen modifiziert werden.“

Dort werden, ähnlich, wie bei Teubel – dort sind es drei – vier Grundmotive aufgeführt

    • Essen und Sex.
    • Bindung: Geselligkeit, Freundschaft, Nähe zu anderen Menschen).
    • Macht: Nicht nur die offene Dominanz eines Anführers ist gemeint, sondern ganz allgemein das Streben, Einfluss zu nehmen und Dinge zu bewegen.
    • Leistung: eine angemessen schwierige Aufgabe erledigen, und zwar eigenständig, ohne fremde Vorgaben.

Es ist aber nicht so leicht, der eigenen Motivstruktur auf die Schliche zu kommen. Das „Bauchgefühl“ kann trügen. Es dürfte aber schon ein Gewinn sein, über die Frage, warum man in erster Linie Tennis spielt, gründlicher nachzudenken.

 

 

© Dr. Holger Hillmer

 

 

 

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für diese interessante und tiefgründige Betrachtung.

  2. Pingback: Unforced Errors vermeiden | Sandplatz Tennis

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