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Tennisförderung und Stipendien

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Das System der Nachwuchsförderung setzt in Deutschland im Wesentlichen auf dem Vereinswesen auf. Hier wird der Nachwuchs durch die Trainer gesichtet und an das Bezirksjugendtraining weiter gereicht. Wie das genau funktioniert und welche wesentlichen Unterschiede es im Vergleich zu unseren Nachbarländern gibt, ist bei Bacher und Matter, Zürich 2000, eine sehr profunde Studie, nachzulesen. Es werden unterschiedliche Förderansätze u.a in der Schweiz, Deutschland und Frankreich verglichen.

 

Wer eine Spitzenkarriere für sich oder sein Kind ins Auge fasst, dem empfehle wir die Lektüre der Dissertation von Natali Schwägerl. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Problematik einer im Spitzenbereich angesiedelten Tenniskarriere, einschließlich

    • Interviews mit Aktiven und ehemals aktiven Spitzenspielern sowie die
    • Darstellung der Kosten, die privat beim Aufbau einer Karriere zu schultern sind und die
    • Förderung des Tennis in den Landesverbänden und im DTV, Darstellung und kritische Aspekte
    • Tenniscollege in USA

bietet diese sehr interessant geschriebene Dissertation von Natalie Schwägerl, Internationales Tennis als totale Institution – Eine theoretische und empirische Untersuchung im Hochleistungsbereich des Tennis. Siehe auch unseren Beitrag Mein Kind spielt Turniere.

 

Nick Bollettieri und ambitionierte Eltern + Sohn
Elterntipps finden sich
hier…

 Und nun ein paar Jahre später, übrigens mit sehr moderner Schlagtechnik und bei Paul Newcombe

 

 

College-Tennisstudium in USA
Ganz anders sind die Verhältnisse in USA. Unser traditionelle Vereinssport existiert in den USA nicht. Der amerikanische Sportbetrieb findet vielmehr fast ausschließlich an den Colleges bzw. den Unis statt

Bester Zeitpunkt für eine Bewerbung und Bewertung für Spieler mit entsprechendem Talent, ist direkt nach dem Abitur. Im Allgemeinen bewirbt man sich im Herbst um ein Studium, das im Frühjahr beginnt. Es wird dringend empfohlen, ein aussagekräftiges Video aus einem Match zu drehen und den Bewerbungsunterlagen beizufügen. Von der Spielstärke her sollte man Verbandsliganiveau, Oberliga oder 2. Bundesliga erreicht haben. Die Chancen, ein Stipendium zu bekommen, werden als gut bezeichnet.

Tennistraining im Rahmen des Tennisstipendiums
„…Natürlich läuft das Tennistraining nicht an jeder Hochschule gleich ab. Jedoch kann man generell sagen, dass pro Woche ca. 5 Trainingseinheiten à 2-3 Stunden ausschließlich auf dem Tennisplatz stattfinden und ergänzend dazu noch Training im reinen Kraft- bzw. Ausdauerbereich. Dadurch, dass die Tenniscoaches z.T. auch nach Erfolg bzw. Leistung bezahlt werden, ist das Tennistraining für deutsche Verhältnisse oft recht hart und nimmt auch deswegen eine großen Teil der Zeit an dem Collegestudium ein. Nicht selten erreichen die Tennisspieler durch das harte Training im Laufe des Collegesports eine nie dagewesene Fitness und auch Leistungsstärke, was auch schon viele Profis nach dem Studium hervorgebracht hat.

Tennissaison
Die Tennissaison beginnt – wie in Deutschland – immer im Frühjahr (Spring, Januar). Generell ist es sinnvoll, sich für Herbst (Fall, August) um ein Tennis-Stipendium zu bewerben, da ihr dann bereits während der Vorbereitungsphase im Team seid. Ihr müsst allerdings unbedingt beachten, dass die ganze Bewerbungsprozedur eine gewisse Vorlaufzeit braucht, so dass ihr euch mindestens ein dreiviertel Jahr im Voraus schätzen lassen solltet, besser früher.

Zu Saisonbeginn – also im Frühjahr – ist es ebenfalls möglich, Tennis-Stipendien zu vermitteln. Die Anzahl der Stipendien ist zwar begrenzt, jedoch stehen die Chancen im Tennis nicht schlecht, auch unmittelbar vor Saisonbeginn vermittelt zu werden.

FRAUEN: NCAA I+II: Frauen Tennis: Mai NAIA: Frauen Tennis: Mai

MÄNNER: NCAA I+II: Männer Tennis: Mai NAIA: Männer Tennis: Mai…“

Informationen und Zitate, siehe hier…

 

 

© Dr. Holger Hillmer

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