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Power Horse World Team Cup in Düsseldorf

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Internationales Spitzentennis in unserer Region, möge es uns noch lange erhalten sein! Auch 2012 konnte der Rochus Club am Fuße des Grafenberger Waldes in Düsseldorf wieder den World Team Cup ausrichten, siehe hier...

 

Die Beobachtung aus nächster Nähe ermöglicht oft Einsichten, die die Analyse von zufällig im Netz verfügbaren Videos übersehen lässt.

 

Die Wild Card für die Japaner hatte ich als einen genialen Marketing Coup bezeichnet (Düsseldorf beherbergt mit 8000 Köpfen die größte japanische Gemeinde Europas). Vor Ort waren Japaner allerdings minimal vertreten. Die japanische Tennisgemeinde in NRW ist wohl nicht stark genug, um sich in den Besucherzahlen bemerkbar zu machen.

Spielplan und Ergebnisse siehe hier…

Endspiel
Mit  Radek Stepanek (26) und Thomas Berdych (7)  für Tschechien sowie Janko Tipsarevic (8) und Viktor Troicki (30) fanden zwei hochspannende Endspiel-Einzel statt. Beide gingen an Serbien.

Die Begegnung Berdych vs. Tipsarevic konnte man auch als Begegnung zweier „Körperkonzepte“ im Tennis sehen. Die hohen Kippmomente und Massenträgheiten, mit denen Berdych umgehen muss, konnte man direkt „sehen“.
Und doch sind beide Konfigurationen auf selbem Belag, eben Asche, konkurrenzfähig (die Daten siehe hier…).

Beobachtungen am Rande

  • Interessant war das Match Ryan Harrison gegen Tatsuma Ito, das der US-Amerikaner im ersten Satz durch viele Fehler von Ito dominierte, das dann aber im zweiten Satz in den Tie-Break ging. Mir fiel auf, dass Ryan Harrison eine höchstens minimal ausgeprägte Opposite-Arm-Action aufwies, obwohl er aus der Bollittieri-Schule kommt. Hier ist er allerdings erst seit einigen Jahren im Training, wohl zu spät, um an diesem Detail grundsätzlich zu arbeiten. Auch ist der Rumpf Ryan Harrisons  sichtbar muskulär derart gut ausgestattet, dass Rückenbeschwerden wegen mangelnder Opposite-Arm-Action wohl nicht zu befürchten sind.
  • Dann habe ich Spieler gesehen, die den Split-Step beim Aufschlagreturn nach vorne statt auf der Stelle hüpfen.
    Wenn man davon ausgeht, dass der Return in einer Bewegung nach vorne geschehen soll (mit Seitenkomponente, je nach Ballflugrichtung) sollte man aufpassen, dass die Bewegung nach vorne fortgeführt wird.
    Denn eigentlich müsste der Split-Step eher leicht nach rückwärts gerichtet sein, um das optimale Loading für den Sprung nach vorne nach dem Prinzip der maximalen Anfangskraft vorzubereiten. Dazu kommt, dass eine gestoppte Vorwärtsbewegung eher eine Bewegung des Körperschwerpunkts nach hinten zur Folge hat (damit der Spieler nicht vornerüber kippt.). Aber dies ist nur eine theoretische Betrachtung, da derartige Effekte in der Praxis vom Spieler ausgeglichen werden.

 

 

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