Eigentlich ist es psychologisch ein Vorteil, einen Teamkameraden auf der Bank oder am Spielfeldrand zu wissen. Der Spieler ist nicht mehr allein, sondern ein ”Hordenmitglied” kämpft mit ihm.
Zumindest dürfte das die Interpretation seines in zig-tausend Jahren geprägten Unterbewusstseins sein. Oft aber wird dieser Vorteil teuer erkauft. Dann nämlich, wenn wohlmeinende Teammitglieder beginnen, konkretes Coaching zu versuchen. Dabei werden oft gravierende Fehler gemacht. Wir zeigen 10 Fehler und geben 12 Tipps.
Richtiges Coaching im Clubtennis
Management von Verein und Tennisschule
Für den Sport in Deutschland werden schwierige Entwicklungen prognostiziert. Der deutliche Einbruch gerade beim Tennis wird wissenschaftlich untersucht. Die Clubs müssen also attraktiver werden, damit sie den modernen Gegebenheiten und Wertvorstellungen entsprechen. Hier werden Grundlagen besprochen und wertvolle Arbeitsmaterialien von vorbildlichen Clubs und Tennisschulen gezeigt.
Die Beidhändige Rückhand
Hat mein Kind Talent?
Gerade für das Tennis ist ein besonders breites Kompetenzprofil leistungsbestimmend. Dies macht einen besonderen Reiz dieser Sportart aus, nämlich dass recht unterschiedliche Begabungsprofile zum Erfolg führen können. Die Einschätzung des Potentials ist aber deshalb und angesichts der entwicklungspsychologischen Dynamik, sehr schwierig und eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Im hier verlinkten Aufsatz ist dies sehr übersichtlich dargestellt. siehe Talentdiagnostik (Tennis ab S. 17) Dort heißt es, nachdem auch interessante Beispiele zu Tenniskarrieren von Spitzenspielern beleuchtet werden, abschließend:
“…Die Talentsuche sollte als Spaß und Freude vermittelnde Veranstaltung organisiert werden, damit die Kinder sich ohne überzogenen Leistungsdruck und nicht verkrampfend präsentieren können. …” S. 20
Ausholen zur Vorhandpeitsche
Lange haben wir gezögert, einen Beitrag zum “richtigen Ausholen” bei der Vorhand zu erstellen. Die Ausholbewegung von Djokovic, die in ähnlicher Ausprägung inzwischen von vielen Spitzenspielern gespielt wird, gibt hier das Muster für unsere Beschreibung ab. Sie ist wegen ihrer Einfachheit und Klarheit in vieler Hinsicht als optimale Startposition für eine Vorhandpeitsche zu werten.
Splitstep an der Grundlinie und im Feld
Vorgaben zur Beinarbeit sind für den Tennisspieler ein wahrer Gräuel. Schließlich bewegt man sich auf seinen Füßen vielfältig, natürwüchsig und damit weitgehend unbewusst. Manche Tennisbücher erstaunen und verwirren Anfänger wie Fortgeschrittene mit komplizierten Schrittmustern, die man leicht mit den Unterlagen einer Tanzschule verwechselt; Paso Doble oder Mambo sind Nichts dagegen.
Wir geben hier aber keine Anleitung zum Verknoten der Beine, sondern eine verständliche und höchst wirksame Hilfe, um Schnelligkeit und Platzabdeckung des Tennisspielers dramatisch zu verbessern.
Matchanalyse – das verschenkte Potential!
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Doch die Mehrheit der Club- und Freizeitspieler nutzen nicht das gewaltige Potential einer ehrlichen Analyse ihres Matches – und es könnte sie soviel besser machen!
Mit diesem Gastbeitrag schlagen wir eine weitere Schneise in das unübersichtliche Gestrüpp von Taktik, Psychologie und Mental-Game.
Vieles davon ist nämlich leichter und effektiver umsetzbar, als manch technische Raffinesse. Siehe dazu auch unseren Beitrag Was wirklich sind Unforced Errors?
Emotionen außer Kontrolle?
Emotionen spielen im Sport eine große Rolle – manchmal sind sie wichtiger als die Technik! Jedes Tennismatch hinterlässt einen glücklichen Sieger und einer niedergeschlagenen Verlierer. Doch auch während des Matches können wir sowohl positive als auch negative Emotionen haben. Im Beitrag „Soll man im Match immer lächeln?“ wagten wir den Einstieg in dieses brisante Thema – mit einer leicht provokativen Frage, für die es sicherlich unterschiedliche Antworten gibt.
Gastautor Thomas Teubel ordnet für uns in die Welt der vielfältigen Emotionen im Sport. Wir haben in der Folge einen Schwerpunkt “Taktik und Matchpsychologie” aufgebaut. Eine wertvolle Hilfe für alle Tennisspieler, um auch schwierige Matchsituationen zu meistern.
Soll man im Match immer lächeln?
Es war eine Freude, Sabine Lisicki bei der Übertragung ihres Matches gegen Maria Sharapova in Melbourne zuzuschauen. Ihre Schlagtechnik deckt sich hundertprozentig mit dem, was wir hier seit Jahren als State of the Art proklamieren. Was nicht verwundert, wenn man weiß, dass ihr Vater Richard zu einem Thema der Bewegungswissenschaften promoviert hat, “Trainingsmethoden für die Entwicklung der Schlaggeschwindigkeit unter Beibehaltung der Schlagpräzision” (Quelle). Wir wollen hier aber die psychologische Seite näher beleuchten und mit Boris Becker einem weitverbreitetem Mythos in der Sportpsychologie aufräumen. Dies nützt jedem Tennisspieler, seine Matchperformance zu verbessern.
Racquetpflege
Im Beitrag “Mit Videos von den Großen lernen” haben wir bereits die wichtige Vorbildfunktion dieser Sportler für unser eigenes Tennis thematisiert. Der Umgang mit dem Schläger, auch zwischen den Ballwechseln, will geübt sein. So sind wir immer wieder erschüttert, wie leichtsinnig im Freizeitbereich bei der Entsorgung des Schlägermaterials vorgegangen wird. Hier zeigen wir einen Filmclip, wie man bei dieser Aufgabe wirklich Entspannung und Befriedigung findet, ohne die Aspekte des Arbeitschutzes zu vernachlässigen. Der zur Qualitätssicherung eingesetzte professionelle Splitterschutz muss als vorbildlich bezeichnet werden.
Zeigen die Jungstars neue Strokes?
Mit Videos von den Großen lernen
In vielen Spielern keimt der Wunsch, einen Schlag mal “so ganz richtig” zu lernen.
Aber auch Anfänger haben ein Recht darauf, von vornherein die richtigen Schläge einzuüben, um späteres Umlernen zu vermeiden. Die Weltklassespieler messen sich mit den Besten der Welt. Bereits von Kind an lernten sie nach jeweils geltender Trainingslehre, dem State of the Art ihr Tennis. Wie man am besten hinter die Geheimnisse des modernen Tennis heute kommt – hier ein Einstieg.
Die moderne Vorhand
Die Vorhand ist der zuerst gelernte Schlag im Tennis. Viele meinen, man könne sie ohne Trainer lernen, weil man irgendwann den Ball schon treffen wird. Im Prinzip richtig, doch in der Regel entstehen dabei keine optimalen Schläge.
Wer sich die moderne Vorhand aneignen will, sollte sich anschauen, wie dieser Schlag aussieht, wie er funktioniert und wie man ihn sich zu eigen macht.
Wettkampflernen + Taktik
Auf die Frage, wie Tennis erlernt werden soll, findet das Wettkampflernen ganz neue Antworten.
Denn bei der herkömmlichen alten Methode des Technikerwerb, sich auf den Bewegungsablauf zu konzentrieren, unabhängig von Sinn und Zielsetzung im Wettkampfzusammenhang, lernt man nach Auffassung des Sportwissenschaftlers Jan Hasper eher Kunststückchen. Effektiver sei es, aus dem Wettkampf heraus situativ Aufgaben zu erkennen und für sich zu definieren, auf die hin man seine Techniken einzusetzen und weiter zu entwickeln gedenkt.
Schläger richtig besaiten – DT-Wert, Fehlerverzeihung und Limitereffekt
Eine unelastische Saite weich bespannt, gibt bei geringerer Schlaghärte ein elastisches Saitenbett. Bei härteren Schlägen wird das Saitenbett jedoch automatisch zunehmend härter. Dadurch ist es leichter, die Balllänge zu kontrollieren, weil zu stark geschlagene Bälle in der Tendenz weniger stark beschleunigt werden und nicht ins Aus gehen. Dieser fehlerverzeihende Effekt, sowohl für Anfänger als auch Turnierspieler interessant, wird in der Tennisliteratur bisher nicht erwähnt.
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Paradigmenwechsel in den Bewegungsmustern
Vor 20 Jahren kamen scheinbar völlig neue Bewegungsformen ans Tageslicht. Zuerst bei den US-Rappern; gemeint sind die eigentümlichen Drehbewegungen der Unterarme - dies nun auch im Tennis? Dieses Ein- und Ausdrehen der Arme, als Pronation und Supination bezeichnet, dürften ihren Ursprung in asiatischen Kampftechniken haben, die immer stärker funktionale Äquivalente und Überschneidungen zur Tanzkultur aufweisen.
Aber ganz generell haben sich Drehbewegungen in der Tennistechnik rapide durchgesetzt. Weg vom linear angelegten Drive, hin zu gepeitschten Schlägen aus der Rotation.
Selbstorganisation und spielerisches Lernen
Ja, es gibt den Fortschritt bei den Schlagstilen und in der Trainingslehre; und es gibt auch eine Tenniskultur, die dieses Wissen für uns verfügbar macht. Will man an diesen Neuerungen teilhaben, darf man sich nicht auf die Selbstorganisation seines Organismus verlassen. Dies gilt für das Neulernen – und für das Umlernen erst recht.
Tennistalente in der Entwicklung
Es lohnt sich immer, die ganz jungen Spielerinnen und Spieler zu beobachten.
Bei den inzwischen schon Prominenten kann man forschen, ob sich das damals Gelernte und Beigebrachte auch heute noch bei den inzwischen gereiften Spielern erkennen lässt. Bei den jungen Spielern, die jetzt von großen Trainern als hoffnungsvoll eingestuft werden, ergibt sich vielleicht die Chance, Trends der Tennistechnik auf die Spur zu kommen.




