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	<title>Tennisfragen</title>
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	<description>Tenniswissen &#124; Tennisanalysen</description>
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		<title>Die einhändige Topspin-Rückhand</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 20:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die einhändige Topspin-Rückhand ist der Klassiker der modernen Schlagtechnik. Hier gibt es aber Variationsmöglichkeiten, die in Lehrbüchern üblicherweise nicht berücksichtigt werden. Ich meine besonders die Ausführung aus offener Beinstellung (s. linke Bildhälfte), die ähnlich, wie die Beidhändige gespielt wird. Eigentlich funktioniert &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/die-einhandige-topspin-ruckhand/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Federer-einhändige-Rückhand-offen-und-geschlossen.jpg"><img class="alignleft  wp-image-3623" style="margin: 5px;" title="Federer einhändige Rückhand offen und geschlossen" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Federer-einhändige-Rückhand-offen-und-geschlossen.jpg" alt="" width="265" height="137" /></a>Die einhändige Topspin-Rückhand ist der Klassiker der modernen Schlagtechnik. Hier gibt es aber Variationsmöglichkeiten, die in Lehrbüchern üblicherweise nicht berücksichtigt werden. Ich meine besonders die Ausführung aus offener Beinstellung (s. linke Bildhälfte), die ähnlich, wie die Beidhändige gespielt wird. Eigentlich funktioniert sie biomechanisch gesehen, wie die Vorhand auch. </strong></p>
<p><span id="more-3621"></span></p>
<p>Obwohl ich diesen Schlag selbst auch gerne aus offener Stellung heraus spiele, habe ich mich bisher gescheut, dies in einem eigenen Beitrag darzustellen, aus Respekt vor Roger Federer, von dem man in Videos durchgängig die Rückhand aus extrem geschlossener Beinstellung kennt: das rechte Bein steht weit in Richtung linke Ecke vor dem rechten Bein. Der Körper baut die Aufwärtsbewegung des Schlagarms gleichsam statisch auf dem rechten Bein auf. Das sieht schon sehr kraftraubend aus.</p>
<p>Das folgende Lehrvideo aus YouTube ermutigt mich nun, den Einsatz auch aus offener Stellung herauszustellen. Wobei dort diese Ausführungsform dem Aufschlagreturn vorbehalten sein soll. Allerdings wird auch als Grundlinienschlag die Topspin-Rückhand oft in dieser Weise gespielt.</p>
<p><object width="456" height="253" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/r8pZu4BdvT0?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="456" height="253" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/r8pZu4BdvT0?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Wer genauer hinsieht, wird feststellen, dass auch die erwähnte Scherenbewegung der Beine nicht in allen gezeigten Beispielen zu sehen ist.</p>
<p><strong>Minimale Opposite-Arm-Action bei der einhändigen Topspin-Rückhand<br />
</strong>Bemerkenswert ist, dass die Gegenarmbewegung (opposite-arm-action) des linken Arms bei Federer in der Zuschlagphase recht wenig ausgeprägt ist. Viele SpielerInnen der einhändigen Topspin-Rückhand (z.B. Amelie Mauresmo) drücken den Gegenarm sogar überhaupt nicht weg. Ich vermute, dass das Wegdrücken des Gegenarmes mit der gewünschten Aufwärtsbewegung der rechten Schulter in Konflikt steht. Zeichnerisch kann man sich das sehr einfach darstellen, wenn man den linken Arm in einer Ausgangsposition in sehr spitzem Winkel, also fast parallel zur Schulterachse platziert und dann die Kraft und Gegenkraft zum Wegdrücken des linken Armes wirken lässt: sie wirkt auf die linke Schulter in aufwärts- statt, wie gewünscht in abwärtsrichtung, ist also dem Aufreichten der rechten Schulter entgegengesetzt. Bei Slice sind hingegen die Verhältnisse ander. Da unterstützt das Wegdrücken des linken Armes die Vorwärtskomponente des Schlages.</p>
<p><em>Amelie Mauresmo</em></p>
<p><object width="456" height="264" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/yYlGVIvkn5s?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="456" height="264" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/yYlGVIvkn5s?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p> <em>Gustavo Kuerten</em></p>
<p><object width="461" height="257" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ABldyqDQaS8?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="461" height="257" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/ABldyqDQaS8?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
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		<title>Power Horse World Team Cup in Düsseldorf</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 15:55:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was für ein Geschenk! Internationales Spitzentennis in unserer Region! Auch dieses Jahr kann der Rochus Club am Fuße des Grafenberger Waldes in Düsseldorf , dank großzügiger Sponsoren wieder den World Team Cup ausrichten. Damit bleibt die Tennisgemeinde von Rheinland und Ruhrgebiet weiterhin &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/power-horse-world-team-cup/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was für ein Geschenk! Internationales Spitzentennis in unserer Region! Auch dieses Jahr kann der Rochus Club am Fuße des Grafenberger Waldes in Düsseldorf , dank großzügiger Sponsoren wieder den World Team Cup ausrichten.</p>
<p>Damit bleibt die Tennisgemeinde von Rheinland und Ruhrgebiet weiterhin an das Weltspitzentennis &#8220;angeschlossen&#8221;. Ich fühle mich auch persönlich betroffen, weil die Beobachtung aus nächster Nähe oft unmittlebarer Einsichten ermöglicht, als die Analyse von zufällig im Netz verfügbarer Videos.</p>
<p><a href="http://www.power-horse-world-team-cup.com/" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-3609" title="World Team Cup" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/World-Team-Cup.gif" alt="" width="470" height="350" /></a></p>
<p>Besonders freue ich mich auf den Japaner Kei <strong>Nishikori (17)</strong>, den wir in unserem Beitrag &#8220;<a title="Zeigen die Jungstars neue Strokes?" href="http://tennisfragen.de/junge-hoffnungen-im-welt-tennis/" target="_blank">Zeigen uns die Jungstars neue Strokes</a>?&#8221; vorgestellt haben.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>In Klammern die aktuellen ATP &#8211; Singles Ranglistenpositionen, abgelesen von meiner iPhone Tennis-App, Stand 07.05.2012</em></p>
<p> Kei Nishikori ist ein sogenannter Rising Star, übrigens ein Bollettieri-Schüler, wie wir der Homepage des Turniers entnehmen können. Insofern stellt die Wild Card für die Japaner nicht nur einen genialen Marketing Coup dar (Düsseldorf beherbergt mit 8000 Köpfen die größte japanische Gemeinde Europas), sondern dieses Ereignis ist auch sportlich absolut vielversprechend!</p>
<p><a href="http://www.power-horse-world-team-cup.com/de/article/500/wildcard_an_japan" target="_blank"><img class="aligncenter  wp-image-3610" title="Kei Nishikori World Team Cup" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Kei-Nishikori-World-Team-Cup.jpg" alt="" width="473" height="460" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir werden natürlich vor Allem die Begegnungen mit dem deutschen und japanischen Team besonders verfolgen.</p>
<p>Aber auch andere Mannschaften stellen interessante Spieler in die Konkurrenz.<br />
Mit  Radek <strong>Stepanek</strong> (26) und Thomas <strong>Berdych</strong> (7) (sind die Tschechen stark aufgestellt. Mardy <strong>Fish</strong> (9) und Andy <strong>Roddick</strong> (27) werden auch mehr als ein Wörtchen mitreden und auch Serbien übernimmt mit Janko <strong>Tipsarevic</strong> (8) und Viktor <strong>Troicki</strong> (30)wieder eine Favoritenrolle. Tipsarevic, der temperamentvolle Sonnenbrillenträger, in dieser Saison schon sehr erfolgreich, ist sicher auch vom Show-Gedanken  her eine Attraktion.</p>
<p>Absolute Favoriten, weil mehrmaliger Gewinner des Team-Turniers ist die deutsche Mannschaft mit die wohl erneut mit Florian <strong>Meyer</strong> (24), Philipp <strong>Kohlschreiber</strong> (25, gerade München gewonnen, gegen Cilic, 22) und Philipp <strong>Petzschner</strong> (92) antreten wird.</p>
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		<title>Die vier Elemente der Vorhandpeitsche</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 19:26:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die moderne (Topspin-) Vorhand wird nicht geführt und nicht geschwungen, sondern peitscht den Schlägerkopf mit einer Durchschnittskraft von 70 Kilopond auf eine Geschwindigkeit von 80 Km/h. Dabei wird der gesamte Armtrakt stark verwrungen.  Man spricht von der Vorhandpeitsche. Was ist &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/die-vier-elemente-der-vorhandpeitsche/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=knSK6QZQCx8" target="_blank"><img class="alignleft  wp-image-319" style="margin: 5px;" title="Vorhandpeitsche AHDH" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Vorhandpeitsche-AHDH--150x150.jpg" alt="" width="140" height="150" /></a>Die moderne (Topspin-) Vorhand wird nicht geführt und nicht geschwungen, sondern peitscht den Schlägerkopf mit einer Durchschnittskraft von 70 Kilopond auf eine Geschwindigkeit von 80 Km/h. Dabei wird der gesamte Armtrakt stark verwrungen.  Man spricht von der Vorhandpeitsche.</strong></p>
<p><strong>Was ist mit der Peitsche gemeint? Peitsche heißt, dass die Bewegung einer großen Masse durch elastische Koppelung in mehreren Stufen auf eine kleinere Masse übertragen wird und dabei &#8211; wegen der Impuls- und Energieerhaltungssätze &#8211; eine gewaltige Geschwindigkeitszunahme erfolgt. Eine Peitsche hat meist viele Elemente, so dass der Geschwindigkeitszuwachs sukzessive zunimmt und bei einer Zirkuspeitsche die Spitze auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt &#8211; der berühmte Peitschenknall.</strong></p>
<p><strong><span id="more-110"></span></strong></p>
<p>In einem sehr aktiven <a href="http://www.spicygolfforum.de/f.cfm?id=2870258&amp;r=threadview&amp;t=3659267&amp;m=16463168#16463168" target="_blank">Golfforum</a> haben wir diese Links zu sehr überzeugenden Animationen (und Berechnungen) von <a href="http://www.tutelman.com/golf/swing/golfSwingPhysics.php" target="_blank">Tutelman</a> gefunden (<a href="http://www.tutelman.com/golf/swing/golfSwingPhysics1.php#3ball">Drei-Kugel-Stoß</a>), der das Grundprinzip der Peitsche sehr anschaulich demonstriert. Schlagen eine große Kugel und eine Kleine Kugel zum elastischen Stoß aneinander, dann erreicht man bereits mit einer dazwischen geschaltete mittleren Kugel eine erheblich bessere Energieübertragung: &#8220;Remember, when we ran the animation of the large ball colliding with the small ball, how the small ball moved faster than the large ball? Although it’s not easy to tell, the small ball now moves faster than before. The intermediate ball makes the transfer of energy from the large ball to the small ball more efficient.&#8221; siehe <a href="http://www.tutelman.com/golf/swing/golfSwingPhysics.php">hier&#8230;</a></p>
<p>Die Peitsche ist also ein Mittel der besseren mechanischen Anpassung  bei der Übertragung der Bewegungsenergie eines schweren auf einen leichteren Körper. Anders, als beim einstufigen elastischen Stoß kann das Produkt von geringer Geschwindigkeit und hoher Masse bei einer Peitschenübertragung zu einer sehr hohen Geschwindigkeit bei dem (zuletzt) angestoßenen Körper mit kleiner Masse führen. Beim Tennis heißt das, dass der Schlägerkopf am Ende immer erheblich schneller sein soll als Unterarm und Hand. Ober- und Unterarm bewegen sich also nicht synchron oder gleichförmig mit dem Schläger. Dies ist eine Abkehr vom früher gelehrten geführten Schlagstil (Drive).</p>
<p><strong>Ich unterscheide bei der Vorhand vier Peitschenelemente</strong>.</p>
<p>(Die Nomenklatur, umgekehrt zur Reihenfolge der Kraftübertragung, wurde gewählt, weil das letzte Element, der starre Schläger, genau definiert ist, während der Beginn der Peitsche etwas willkürlich angesetzt wird. Siehe dazu auch noch weiter unten, Peitsche und Kraftkette.)</p>
<ul>
<li>Peitsche heißt bei der Vorhand, dass zur Beschleunigung des Schlägerkopfes zunächst die größte Masse, nämlich der untere Teil des Rumpfes beschleunigt wird.<br />
Diese Energie wird auf den Oberkörper übertragen: <strong>Peitschenelement4</strong>.</li>
<li>DieseEnergie wird elastisch über das Schultergelenk auf den Oberarm übertragen: <strong>Peitschenelement3. </strong></li>
<li>Der Oberarm zieht den Unterarm hinter sich her und überträgt die Energie<br />
auf den Unterarm: <strong>Peitschenelement2.</strong></li>
<li>Über das Handgelenk wird die Energie des Unterarms auf die Schlägermasse übertragen: <strong>Peitschenelement1.</strong></li>
</ul>
<p>(siehe Beispielsberechnung für die Peitschenelemente weiter unten)</p>
<p>Die Gelenke dienen dabei nicht nur als &#8220;Klappscharniere&#8221; sondern &#8211; teilweise &#8211; geschieht die Übertragung auch über Drehbewegungen des Oberarmes im Schultergelenk, und über Supination und Pronation des Unterarmes über das Handgelenk.</p>
<p>Da die Teilmassen in dieser Abfolge immer kleiner werden, wird bei einer solchen Bewegung die Geschwindigkeit bis zum Schlägerkopf immer größer, s.o.</p>
<p><strong>Gedanken zur Peitsche: mechanische Anpassungsprobleme in Natur und Organismus<br />
</strong>Der Name Peitsche bezieht sich auf die Kutscherpeitsche, bei der auf diese Weise die Peitschenspitze Überschallgeschwindigkeit erreicht (Peitschenknall), obwohl eine so schnelle Bewegung ansonsten vom Menschen direkt nicht erzeugt werden kann. Achtung, der Einsatz des Peitscheneffektes beim bewegten Organismus wird begleitet von anderen Effekten, die aus dem Zusammenspiel der motorischen Eigenschaften der Muskeln und der elastischen Eigenschaften der Muskeln, Sehnen, Bänder und Knorpel resultieren. Diese Effekte können fördernd aber auch bremsend auf die Peitsche einwirken. Siehe den Beitrag<a title="Elastizitäten – Erlebnisse eines Seiteneinsteigers im Reich der Biomechanik" href="http://tennisfragen.de/elastizitaten-abenteuer-eines-seiteneinsteigers-im-reich-der-biomechanik/"> Elastizitäten.</a></p>
<p>Berechnet wurde die Peitsche von Szabo mithilfe der Lagrang`schen Gleichungen, siehe hierzu die Darstellungen in Wikipedia.</p>
<p>Der von Szabo verwendete Formalapparat entzieht sich allerdings der Anschaulichkeit, wie auch in einer Festschrift für Dieter Wandschneider, &#8221; Logik Mathematik und Naturphilosophie im modernen Idealismus&#8221;, von W. Neuser und Vittorio Hösle (Hrsg.) festgestellt wird, siehe <a title="Dieter Wandschneider" href="http://books.google.de/books?id=ZZU5lzlYZOQC&amp;pg=PA60&amp;lpg=PA60&amp;dq=%22Logik+Mathematik+und+Naturphilosophie+im+modernen+Idealismus%22&amp;source=bl&amp;ots=VhJNt-eJxd&amp;sig=ghrd7inTAFAbUay1O61WAGf6e6g&amp;hl=de&amp;ei=C9jrTL2GF43ysgaY8-yNDw&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnu" target="_blank">hier.</a></p>
<p>Deshalb scheint es lohnend, die Energieübertragung durch eine einfache Simulation auf Basis der elastischen Impulskoppelung und auf vier Elemente beschränkt, nachzurechnen. Hypothese: wie andere Transformationsmöglichkeiten auch, ist die Peitsche geeignet, Energie von unterschiedlichen Energieträgern (hier: schwere bewegte Masse auf eine leichtere und daher schneller zu bewegende Masse) mit minimiertem Energieverlust zu übertragen.</p>
<p>Die Energie (Kraft und Bewegung einer beträchtlichen Masse &#8211; hier des Körpers) soll also optimal auf eine kleine Masse (hier den Ball) übertragen werden. Das ist ein sogenanntes Anpassungsproblem, das man in anderer Weise beim <strong>Transformator</strong> in der Elektrotechnik, im <strong>Horn</strong> der technischen Akustik und im <strong>Getriebe</strong> im Maschinenbau (Automobil) kennt.</p>
<p>Erinnern wir uns an den <a title="Die moderne Vorhand" href="http://tennisfragen.de/die-moderne-vorhand/" target="_blank">Ablauf der Vorhandpeitsche </a>ähnlich Djokovic, nachdem man weiß, dass man eine Vorhand spielen will&#8230;</p>
<ol>
<li>Die Vorhand sollte von Anfang an aus der senkrechten Schlägerstellung begonnen werden (siehe Bild Djokovic im Vorspann);</li>
<li>Der Schlägerkopf weist in den Himmel, der Griff weist senkrecht zum Boden, die Schlagfläche verharrt dabei rechts und parallel 20 bis 40 Zentimeter neben dem rechten Ohr; der linke Arm hat den Schläger bis hierhin mitgeführt; der richtige Griff ergibt sich aus dieser Anfangsstellung  zwangsläufig.</li>
<li>Wer es gleich schafft, kann danach den linken Arm zu einer Zeigebewegung zum Ball hin strecken, &#8230;<br />
während&#8230;</li>
<li>der Schläger durch Streckung des rechten Ellbogengelenks vom Ohr hinter die rechte Gesäßhälfte abgesenkt wird; dabei ist die Schlägerfläche eine gewisse Zeit parallel zum Boden ausgerichtet.</li>
<li>Dann <strong>zieht die Schulter</strong> durch Rotation der Hüfte und des Oberkörpers den zunächst<strong> voll gestreckten Arm, ähnlich wie einen an der Schulter befestigten Besenstiel,</strong> nach vorne, wobei das Schlägerende (Knauf) anfangs wie eine Taschenlampe zum Ball weist (Nick Bollettieri siehe Filmclips h<a href="http://www.tennisplayer.net/public/famouscoach/nick_bollet/nick_bollet_killer_forehand_part2_images/nick_bollet_killer_forehand_part2.html?format=print">ier</a>&#8230;besonders das siebte Bild links, neben der Überschrift &#8220;Follothrough&#8221;; nicht in allen Filmen ist dieses Bewegungsmuster gleich gut ausgeführt oder zu erkennen ). Siehe hierzu auchTabelle 5, Frame 45, <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Simulation-Ballschlag2.xls" target="_blank">hier&#8230;</a></li>
<li>Dies wird mit dem linken Arm (Opposite-Arm-Action) durch sein Heranziehen an den Oberkörper) unterstützt.</li>
<li>Erst nach dieser Phase, in der die Energie des Rumpfes auf Arm und Schläger übertragen wurde, wird  das Ellbogengelenk kraftvoll gebeugt und unterstützt das Heranziehen des Schlägers.</li>
<li>und im letzten Moment, schließlich, geschieht Endphase des Zuschlagen: der Schläger wird durch die Pronation des Unterarmes (also die  Einwärtsdrehung gegen den Uhrzeigersinn) 0,25 Sekunden vorher in die eigentliche Treffposition gegen den Ball geschleudert.</li>
</ol>
<p style="padding-left: 60px;">Fast alle Clubspieler nutzen übrigens die Peitsche nicht optimal, weil sie das Ellbogengelenk nicht strecken, sondern immerleicht gebeugt lassen. Dadurch bremst die Brust und Oberarmmuskulatur den Löwenanteil der von der Schulter übergebenden Energie ab. Denn das Modell der Vorhandpeitsche, so, wie unten gerechnet, <strong>setzt voraus</strong>, dass <strong>das nächst folgende Element die übertragene Energie überhaupt ohne Schädigung und ohne Bremsverluste (exentrische Muskelkräfte) überhaupt &#8220;verwerten&#8221; kann.</strong></p>
<p>Hier nun die gerechneten vier Elemente der Vorhandpeitsche</p>
<ul>
<li>Peitschenelement 4: Beckendrehung geht der Drehung der Schulterebene voraus;</li>
<li>Peitschenelement 3: Schulter zieht Oberarm (Schulter läuft dem Oberarm voraus);</li>
<li>Peitschenelement 2: Oberarm zieht Unterarm (Ellbogen läuft demUnterarm voraus);</li>
<li>Peitschenelement 1: Handgelenk zieht Schlägergriff (Handgelenk läuft dem Schlägerschwerpunkt voraus.);</li>
</ul>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/cont-d22.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-127" title="Berechnung der Impulsweitergabe bei der modernen Vorhandpeitsche" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/cont-d22.jpg" alt="" width="773" height="384" /></a></p>
<p>Bei der Vorhandpeitsche wird eine Energie- bzw. eine Impulsübergabe von dem jeweils größeren Bewegungselement (Rumpf, Glieder, Schläger, Ball) auf das jeweils kleinere ermöglicht. Die elastische Stoßübertragungskette wird für die Simulation durch vier Elemente der Massen 60 Kg, 20 Kg, 5 Kg, 300 Kg und 50 Gramm angesetzt. Die vorhandene <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Simulation-Ballschlag.xls" target="_blank">Exceltabelle </a>wird verwendet und in Tafel 7 umgesetzt. Der Übertrag der Bewegungsdaten von Stufe zu Stufe wurde Zeile für Zeile manuell vorgenommen, aus Bequemlichkeit, und um Fehlerquellen bei Formelumwandlungen in dieser groben Betrachtung auszuschließen, siehe oben.</p>
<p>Es geht hier um<br />
Peitschenelement 4 (Zeile 4) ,<br />
Peitschenelement3 (Zeile 5) ,<br />
Peitschenelement2 (Zeile 6) und<br />
Peitschenelement1 (Zeile 7), siehe Nomenklatur ganz oben.</p>
<p>Da wir die Beckenbewegung mit 15 Km/h angesetz haben, würde eine reine Addition der Geschwindigkeit lediglich diesen Betrag auf den Ball übertragen. &#8220;Schübste&#8221; man den Ball direkt mit einem am Becken befestigten Schläger an, bekäme dieser eine Geschwindigkeit von 30 Km/h. Das Becken würde sich ungebremst durch den Ballkontakt mit nahezu gleicher Geschwindigkeit weiter bewegen (siehe <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Simulation-Ballschlag.xls" target="_blank">Exceltabelle</a>, Tabelle 7, Zeile 9). Allerdings geht diese Rechnung davon aus, dass die Impulse ungebremst und ohne an Belastungsgrenzen der Körperteile zu kommen, übertragen werden können.</p>
<p><strong>Bewegungsaddition und Peitscheneffekt</strong><br />
So schön ist auch das nachfolgende Lehrvideo zum Aufschlag Andy Roddicks.Das Gleichnis mit den Raketenstufen zeigt nicht den wahren Anteil, den die Beinarbeit beim Aufschlag auf die Servicegeschwindigkeit hat. Der Gewinn aus der Impulsweiterleitung (Peitsche) ist, auch wenn man überhaupt nicht springt, ganz gewaltig.</p>
<p>Man kann das selbst nachprüfen, wenn man das Luftgeräusch bei der Trockenübung mit und ohne Beinarbeit vergleicht: mit Beinarbeit wird das lauteste Luftgeräusch schon viel früher, d.h. an dem Ort, an dem man für gewöhnlich den Ball trifft, erreicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>.<object width="340" height="233" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/pLf_MJXzBVg?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="340" height="233" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/pLf_MJXzBVg?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wichtige Relativierung und Ergänzung<br />
</strong>So erhielt ich von einem Forenfreund folgenden Hinweis (nachdem ich die von Vic Braden für die Topspin-Rückhand formulierte Metapher eines an der Schulter befestigten Besenstils auf die Vorhand übertrug)<br />
&#8220;&#8230;was den Peitscheneffekt angeht, kann man den Sportlerkörper allerdings nicht mit einem Besenstiel mit eingefügten Gelenken gleichsetzen, bei dem der Anfangsimpuls unverändert von Segment zu Segment weiter gegeben wird (=Impulserhaltung). Ich will das am Beispiel des Gliedersystems Schulter-Oberarm erläutern: Wenn die (rechte) Schlagschulter in Schlagrichtung bewegt wird, zieht sie den daran hängenden Arm zwar mit und gibt somit den Impuls an den Oberarm weiter, aber durch die Massenträgheit „will“ der Oberarm am Ort verharren und hinkt deshalb – da hier ja keine starre Gelenkverbindung vorliegt &#8211; der Bewegung hinterher. Dadurch wird der Pektoralis, insbesondere weil er schon voraktiviert ist, kurzfristig gedehnt und reagiert mit einem Dehnungreflex. Dieser <strong>vergrößert</strong> im Gegensatz zur Kutscherpeitsche den übertragenen Impuls u.U. recht bedeutend und zwar durch eine Verstärkung der Anteversions- und Innenrotationsbewegung des Oberarmes. In ähnlicher Weise verstärkt anschließend die Innenrotation des Oberarms durch Dehnungsreflex in den Pronatoren des Unterarms die Pronationsbewegung des Unterarms usw. Also: Im Gegensatz zur (mechanischen) Kutscherpeitsche kann bei der (organischen) Vorhandpeitsche im Zuge der Impulsübertragung der Impuls zunehmend vergrößert werden. Dies impliziert natürlich auch, dass <strong>gegebenenfalls</strong> – bei ungünstigem Aktivierungsniveau der beteiligten Muskeln &#8211; <strong>der Impuls</strong> durch die Zähigkeit des Gewebes <strong>gedämpft werden kann</strong> (oder, in der Terminologie des Energiesatzes, Energie verloren gehen kann&#8221;. (Persönliche Mitteilung, s.o., Hervorhebungen von mir)</p>
<p>Das schmälert jedoch nicht die Bedeutung des Peitschenmodells. Es müsste aber noch weiter &#8220;durchgerechnet werden, siehe den Abschnitt Desiderat weiter unten sowei den Beitrag <a title="Elastizitäten – Erlebnisse eines Seiteneinsteigers im Reich der Biomechanik" href="http://tennisfragen.de/elastizitaten-abenteuer-eines-seiteneinsteigers-im-reich-der-biomechanik/" target="_blank">Elastizitäten</a></p>
<p>Auch ist es durchaus denkbar, dass andere Schlagstile, als die Vorhandpeitsche, zu guten Ergebnissen führen können. Allerdings ist gegenwärtig ein Trend zur Vorhandpeitsche nicht zu übersehen.</p>
<p><strong>Resüme<br />
</strong>Es kommt heraus, was erwartet wurde, nämlich, dass in der elastischen Übertragungskette die Anfangsenergie des Rumpfes bei Zwischenschaltung kleinerer Massen eine höhere Endgeschwindigkeit des Balles erzeugt. Die Energieübertragung durch die Peitsche ermöglicht eine bessere Anpassung der Energieübertragung als die direkte Übertragung Rumpf zu Ball. Dies wurde auf Basis der Formel für den elastischen Stoß gezeigt. Die Vorhandpeitsche mit Double-Bend-Technik, die diesen Peitscheneffekt optimal nutzt, ist daher Schlagstilen mit steifem Arm überlegen, zumindest, was die energetische Seite betrifft. Die Impuls- und Energieübertragung kann durch Technikfehler bei der Ausführung der Peitsche empfindliche Einbußen erleiden (z.B. kein gestreckter Arm bei der Vorhandpeitsche)</p>
<p><strong>Ausblicke<br />
</strong>Verkürzung des Ausschwunges?<br />
siehe auch: &#8220;<a title="Wider das eherne Gesetz des maximalen Ausschwungs" href="http://tennisfragen.de/wider-das-eherne-gesetz-des-maximalen-ausschwungs/" target="_blank">Wider das eherne Gesetz zum maximalen Ausschwung</a>&#8221;</p>
<p>Denkt man die Vorhandpeitsche konsequent zu Ende, sollte eigentlich ein Großteil der Energie, die von den großen Peitschenelementen auf die Peitschenspitze (Schlägerkopf) zu übertragen ist, nach dem Ballkontakt aufgebraucht sein. Dies ist das Wesen der Peitsche, aber eine völlig ungewohnte Betrachtungsweise, da bei herkömmlichen Bewegungsstilen Arm und Schläger parallel mitgeführt werden.</p>
<p>In der Überschlagsrechnung für die Vorhandpeitsche, oben, sind in Spalte u1 die Restgeschwindigkeiten der einzelnen Teilglieder nach Impulsübergabe auf das nächste, leichtere, Peitschenglied angegeben. Der  Schläger schwingt nach einem auf 137 Km/h geschlagenen Ball noch mit 57 Km/h weiter, die Hand mit 36 Km/h und die Schulter mit 9 Km/h. Dies lässt sich abbremsen, wie Videoclips zeigen.</p>
<p>Damit verbunden war, im Gegenteil, eine möglichst dramatische Weiterführung von Arm und Schläger, der Ausschwung. Dieser Ausschwung, manchmal fast &#8220;ein mal um den Rumpf herum&#8221; galt als Ausdruck optimaler Bewegungsführung. Dies auch entsprechend der Erkenntnis, dass nur die Intention, den Schläger nach dem Ballkontakt weiter zu beschleunigen (durch den Ball durchschlagen) einen frühzeitigen Abbruch der Innervierung vermeiden könnte. Der Trainer wertete den Ausschwung als Indiz für diese optimale Innervierung. Das ist jedoch nicht immer richtig.</p>
<p><strong>Ausholbewegungen; inhärente Sicherheit<br />
</strong>Nachdem ich in den letzten Monaten Vorhand-Peitsche mit zunehmendem Erfolg einübe, erinnerte ich mich, dass ich Ähnliches in meinen (Tennis-) Anfängen bereits versucht hatte. Wegen der Ausholbewegung des Schlägerkopfes untenrum führte dieser Ansatz jedoch zu häufig unkontrollierten Schlägen und wurde damals von mir aufgegeben. Heute, bei einer Ausholbewegung, wie Djokovic sie praktiziert &#8211; die Schlägerrückseite zeigt wie das Abdeckglas eines Scheinwerfers in Richtung ankommender Ball &#8211; ist diese Fehlerhäufigkeit nicht mehr mit der Peitsche verbunden. Im Gegenteil, es entsteht bei mir der Eindruck einer quasi inhärenten Sicherheit, bei der sich Abweichungen z.T. selbst kompensieren. Sogar meine Empfindlichkeit gegenüber rutschigem Griffband ist ganz erheblich zurückgegangen, vor allem, seit ich den Schläger im rechten Winkel greife &#8211; anders z.B., wie es meistens in den Erläuterungen zum Western- bzw. Easterngriff abgebildet ist. Bei Spielern wie Sam Querrey (USA) und Jeremy Chardy (FR) konnte ich kürzlich selbst feststellen, dass mit dieser Bewegungsform auch schwierigste Aufgaben gemeistert werden: z.B. flacher ankommender Slice nahe T-Linie mit vollem Speed longline geschlagen.</p>
<p><strong>Verändert die Peitsche die athletischen Voraussetzungen des Tennisspielers?<br />
</strong>Im Zusammenhang mit der zunehmenden Bedeutung der maximalen Anfangskraft und deren Umsetzung nach dem Peitschenprinzip ist nicht allein ein Überdenken überkommener Vorstellungen zum Ausschwung fällig, sondern auch die früher publizierten Aussagen zur Konstitution des idealen Tennisspielers aus biomechanischer Sicht sind vermutlich zu revidieren. Der eher leichte Konstitutionstyp bekommt verstärkt Konkurrenz durch den sehr kräftigen Typ, weil der mit der Peitsche nun bessere Möglichkeiten hat, seine enorme Anfangskraft sinnvoll auf den Tennisschläger zu übertragen. Im Beitrag &#8220;Wider das eherne Gesetz zum maximalen Ausschwung&#8221; ist dies am Schlagstil Nadals beispielhaft gezeigt.</p>
<p><strong>Desiderat zum Peitschenmodell<br />
Biomechanische Grenzen der Impulsübertragung<br />
</strong>So plausibel das Peitschenmodell für die Vorhand ist, es fehlt eine biomechanische Betrachtung des Energieflusses vom schweren zum leichten Körper. So müsste bei der Vorstellung, dass statt des Oberarmes ein am Schultergelenk befestigter Besenstil den Impuls des Rumpfes aufzunehmen hätte, berechnet werden, welche Kräfte an dieser Verbindungsstelle aufgenommen und übertragen werden können (Freischneiden). Auch der Einfluss schlechter Technik die die übertragene Energie gleich wieder in die exentrische Muskelarbeit überführt und damit wegbremst, muss genauer betrachtet werden.<br />
Wie gesagt, es hängt sicherlich auch von den in den verschiedenen Bewegungsphasen aktuellen Geometrien ab, ob als limitierende Faktoren die exzentrische Maximalkraft der Muskulatur oder die Stabilität des elastischen aber festen Gelenks, mit seinen Bändern und Knorpeln wirksam werden.</p>
<p>Während man beim Schultergelenk noch erwartet, dass die gesamte kinetische Energie des Rumpfes auf den Oberarm übertragen werden kann (gestreckter Arm vorausgesetzt), fällt dies beim Ellbogengelenk und im Handgelenk schon schwerer. Noch gravierender dürfte dieses Problem beim Aufschlag mit extremer Pronation sein, die durch maximales Loading (hier also Supination) vorbereitet wird. Auch Schulterverletzungen sind wohl nicht ohne Grund bei Spitzenspielern recht häufig anzutreffen, weil sich in den betroffenen Muskeln und Bändern die hohen Übertragungskräfte des Energieflusses vom Rumpf auf die Schulter bzw. den Oberarm konzentrieren.</p>
<p>Siehe hierzu die Beiträge <a title="Elastizitäten – Erlebnisse eines Seiteneinsteigers im Reich der Biomechanik" href="http://tennisfragen.de/elastizitaten-abenteuer-eines-seiteneinsteigers-im-reich-der-biomechanik/" target="_blank">Elastizitäten</a>, <a title="Muskelmodelle für die Vorhandsimulation" href="http://tennisfragen.de/muskelmodelle-fur-die-vorhandsimulation-2/" target="_blank">Muskelmodelle </a>und <a title="Kräfte und Beschleunigungen im Tennis" href="http://tennisfragen.de/krafte-und-beschleunigungen-im-tennis/" target="_blank">Kräfte und Beschleunigungen</a>, besonders unter dem Aspekt Teilkörpermechanik.</p>
<p><strong>Ist das neue Tennis revolutionär?<br />
</strong>Viele Aspekte der modernen Vorhand scheinen revolutionär. In Wahrheit hat es aber Alles schon einmal gegeben, wenn auch vielleicht nicht in dieser Kombination. So sagt John Yandell, an der  Yale-University studierter Bewegungswissenschaftler, Tennisleher und -Analysist, in San Francisco beheimatet<br />
&#8220;I think it&#8217;s much more prevalent now, but I&#8217;ve got a piece of video of <strong>Bill Tilden</strong> turning his hand over and finishing with his racket pointing at the side fence and slightly down, and this was filmed in the 1920s,&#8230;..I think that anything a gifted tennis player can do in the year 2006 has been done by gifted tennis players before. It&#8217;s hard to say how much it was done and how much when because there is so little historical film to look at, but every shot in the modern game that is hit, I can point to one or multiple examples in the limited amount of film we have&#8230;.&#8221;  I could show you <strong>Rod Laver</strong> finishing a forehand in the WCT Final against <strong>Ken Rosewall</strong> in the 1970s where his left hand is over near his right shorts pocket. There&#8217;s a bit of a myth that modern tennis is something completely new and so-called classical tennis is sometimes set up as a straw man to be knocked down. However, the one thing that definitely has changed is the extremity of the grips and the amount of topspin.&#8221; , <a href="http://www.nytimes.com/2006/06/25/sports/25iht-rwtechnic.2045821.html" target="_blank">Quelle</a></p>
<p>Zur konservativen Griffhaltung und den besonderen Fähigkeiten Federers, damit trotzdem die Wiper-Vorhand zu schlagen, siehe <a href="http://www.nytimes.com/2006/06/25/sports/25iht-rwtechnic.2045821.html?pagewanted=2" target="_blank">hier&#8230;</a> Wobei es bemerkenswert ist, dass sich mit Federer und Nadal noch zwei Spitzenspieler halten, die keine double-bend-Vorhand spielen, sondern mit durchgedrücktem Arm (Ellbogengelenk) spielen.</p>
<p><strong>Kuriosität<br />
</strong>Eine kleine Kuriosität sei hier noch vorgestellt.  Die Vorhandpeitsche weitergedacht, hat Prof. Don R. Mueller, ein Schläger der selbst als Peitsche ausgebildet ist. Zum Selbstbau nach YouTube-Anleitung; auf das Bild klicken.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=knSK6QZQCx8" target="_blank"><img class="wp-image-1719 aligncenter" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="cont d1" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/cont-d1.jpg" alt="" width="396" height="290" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wiper-Slice Rückhand</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 16:28:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Rückhand Slice orientiert sich in der Tennisliteratur bisher im Großen und Ganzen an der &#8220;klassischen&#8221; Bewegungsausführung von Federer und Haas. Schaut man sich aber in seinem Club mal genauer um, entdeckt man, dass dieser wichtige Schlag durchaus unterschiedlich ausgeführt werden kann. &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/wiper-slice-ruckhand/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=MMiQ97Zrl_k&amp;feature=related"><img class="alignleft  wp-image-536" style="margin: 5px;" title="Djokovic Wiper Slice Rückhand" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Djokovic-Wiper-Slice-Rückhand4-150x150.jpg" alt="" width="140" height="139" /></a></p>
<p><strong>Der Rückhand Slice orientiert sich in der Tennisliteratur bisher im Großen und Ganzen an der &#8220;klassischen&#8221; Bewegungsausführung von Federer und Haas. Schaut man sich aber in seinem Club mal genauer um, entdeckt man, dass dieser wichtige Schlag durchaus unterschiedlich ausgeführt werden kann. Umso erstaunlicher ist es, dass nun auch jüngere Spitzenspieler das machen, was viele Clubspieler schon vorher für sich entdeckten, ich nenne es die Wiper-Slice Rückhand.</strong></p>
<p><span id="more-528"></span></p>
<p>Federer schneidet den Ball wie mit einem Messer, mit kaum sichtbarer Torsion des Unterarmes. Ähnlich sieht auch der Rückhand Slice von Tommy Haas aus. Beide gelten als klassische Rückhandtechniker.</p>
<p>Aber, hier gezeigt, und gut sichtbar bei Djokovic (auf das Titelbild klicken!), wird der Slice, mit ausgeprägter Unterarmdrehung (Supination) gespielt. Mit Fug und Recht kann man von einer Wiper-Slice-Backhand sprechen (siehe den Clip bei 0.00 bis 0.06),l analog zur Scheibenwischer- bzw. Wiper Vorhand. Der Zusatz &#8220;Wiper&#8221;, als Scheibenwischerbewegung, ist für die Vorhand allgemein eingeführt. Unsere Verwendung für die Slice-Rückhand stellt somit keine willkürliche Wortbildung dar.</p>
<p>Ähnliches sah man auch schon in Filmclips von Kürten und Philipoussi, die ich hier aus Copyright-Gründen nicht zeigen kann. Das Beispiel Kürten hatte mich darauf gebracht, diesem Bewegungsattribut nachzuforschen (Supination bei der Slice-Rückhand; zur Supination, siehe unseren entsprechenden <a title="Was bedeutet Pronation beim Tennisschlag?" href="http://tennisfragen.de/was-bedeutet-pronation-bei-den-tennisschlagen/" target="_blank">Beitrag</a> ).<br />
Die Wiper-Slice-Rückhand ist leicht zu erkennen: die Schlagfläche zeigt beim Ende der Ausholbewegung mit der Rückseite der Schlagfläche parallel zum Boden.</p>
<p>In der Literatur gibt es nirgends Hinweise auf die Bedeutung der Unterarmsupination für die Slice Rückhand!  Dazu kommt, dass selbst unsere Protagonisten (Djokovic) selbst in Lehrvideos diesen wiper-slice einfach ignorieren, siehe unseren Beitrag <a title="Mit Videos von den Großen lernen" href="http://tennisfragen.de/mit-videos-von-den-grosen-lernen/" target="_blank">Mit Videos von den Großen lernen</a>.</p>
<p><strong>Für Rückhand-Top-Spin-Spieler ideal<br />
</strong>Für mein eigenes Spiel bedeutet diese Rückhandausführung des Slice geradezu eine Offenbarung. Nach langjährigen frustierenden Trainingsbemühungen, auch mit einem hoch spielenden aber  älteren &#8220;Slice-Trainer&#8221;, sehe ich endlich Land. Es ist eine Schlagstilvariante, mit der ich mich sehr schnell vertraut machte.<br />
Möglicherweise hängt das mit meiner einhändigen Topspinrückhand (mit recht extremem Griff ) zusammen. Hierdurch habe ich mich an einen Treffpunkt weit vor dem Körper gewöhnt. Der &#8220;Wiperslice&#8221; rückt den Treffpunkt ebenfalls etwas noch vorne. Außerdem unterstützt er eine höhere Kopfgeschwindigkeit, analog zur gepeitschten Vorhand.</p>
<table width="50%" border="1">
<tbody>
<tr>
<td width="201"><object width="200" height="150" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/SFThz9QDYGo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="200" height="150" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/SFThz9QDYGo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></td>
<td width="202"><object width="200" height="150" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/th61bR7lzFE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="200" height="150" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/th61bR7lzFE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Rückhand Slice Djokovic<br />
starke Pronation/Supination, wie im Clip unter dem Titelbild des Beitrags.</td>
<td width="202">Rückhand Slice Unterweisung, der Trainer weiß vermutlich selber nicht genau, was er da macht.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table width="50%" border="1">
<tbody>
<tr>
<td> <object width="200" height="150" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/eb2mpB8te7k&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="200" height="150" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/eb2mpB8te7k&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></td>
<td> <object width="200" height="150" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/M1a_-94peLE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="200" height="150" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/M1a_-94peLE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></td>
</tr>
<tr>
<td>Rückhand Slice Unterweisung Supination wird sichtbar</td>
<td>Rückhand Slice Federer<br />
fast ohne Pronation/Supination</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Bewegungsmuster aus der  &#8220;Tennis-Antike&#8221;</strong><br />
An anderer Stelle habe ich mal darauf hingewiesen, dass die Analyse der Strokes dazu dienen soll, Trends herauszuarbeiten, im Sinne eines kulturellen Forschritts der Entwicklung der Tennistechnik. Allerdings ist, wenn man sehr weit zurückblickt, festzustellen, dass Elemente der modernen Tennistechnik bereits bei den frühmodernen Spielern zu beobachten sind. Meist sind das aber nur Elemente, seltener ganze Bewegungsabläufe für einen kompletten Stroke. Ähnlich, wie man einen alten Anzug nicht einfach 20 Jahre im Schrank hängen lassen kann, in der Hoffnung, dass die Mode mal wiederkommt &#8211; was nie passiert, weil sich irgend ein Detail prägnant vom wiederentdeckten Stil abhebt: Revers, Taschen, Knöpfe, Muster und vor allem Farbton &#8211; so ist es meist auch bei den Tennisschlägen. Auch früher gab es schon ausgeprägte Pronation und Supination des Unterarmes, aber die Kombination mit Körpereinsatz und Beinarbeit. Vor allem die Ausholbewegungen, meist untenrum, hatten dann doch völlig andere Schläge zur Folge. Und zwar mit massiven Auswirkungen auf Ballbeschleunigung und Spin.</p>
<p>Im Bezahlportal tennisplayer.com sind die Spieler der 30-er, 50-er 60-er und 70-er Jahre bereits seit über 10 Jahren dokumentiert. Heute bekommt man einige Clips auch auf YouTube zu sehen&#8230;</p>
<p>Siehe hier Ken Rosewell vs. Tony Roche<br />
z.B. 0.01.7 &#8211; 0.003.7 Rosewell holt untenrum aus. Der Schläger zeigt zu Beginn parallel zum Boden wird dann aber in die Ausgangsstellung gebracht, von der aus auch Federer und Haas den Schnitt her holen. Die Ausschwungbewegung hat, bezogen auf die Unterarmtorsion, genau den entgegengesetzten Drehsinn wie im Beispiel Djokovic, oben, nämlich anfangs eine Supination<em> mit dem Uhrzeigersinn und danach ohne nennenswerte Torsion.</em> Mein Trainingspartner hat sich übrigens die Bewegung der modernen einhändigen Topspinrückhand abgeschaut abgeschaut, spielt aber einen Slice damit. Dies hat zur Folge, dass er mit dieser Bewegung nur einen Ball sehr flach annehmen kann, also meist hinten am Zaun. Für einen Angriffsspieler wie ihn ist das kontraproduktiv, muss also geändert werden.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=lJubuKDN7Fk" target="_blank"><img class="aligncenter  wp-image-3602" title="Rosewell Slice" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Rosewell-Slice.jpg" alt="" width="411" height="270" /></a> </p>
<p>Aus besagtem Tennisportal habe ich auf meinem alten HTC XDAIIi noch Clips gespeichert. Hier einige Notizen, wobei aber zu beachten ist, dass die Spieler sehr variabel geschlagen haben und das Filmmaterial sehr begrenzt ist. Leider kann ich aus urheberrechtlichen Gründen die Clips hier nicht bereitstellen, sondern ich muss auf das Portal tennisplayer.net von John Yandell verweisen.</p>
<p><strong>Jack Kramer</strong><br />
Rückhand-Slice flach ausgeholt. Nicht sehr ausgeprägte Abwärtsbewegung des Schlägerkopfs beim Schlag.</p>
<p><strong>Bill Tilden</strong>,<br />
Rückhandslice sehr ähnlich Djokovic: obenrum ausgeholt, Schläger dann parallel zum Boden gestellt;<br />
Vorhand recht modern, opposite-arm-action in Ansätzen vorhanden. Vorhand-Slice untenrum ausgeholt.</p>
<p><strong>Rod Laver</strong><br />
Rückhand-Slice untenrum ausgeholt. Schläger wird aus halbhoher Position nach vorne gebracht. Jedenfalls deutliche und energische Vertikalkomponente der Flugbahn des Schlägerkopfes. Vorhand untenrum ausgeholt, aber trotzdem starke Aufwärtskomponente der Schlägerkopfbewegung. Moderner Aufschlag.</p>
<p><strong>Don Budge</strong><br />
Rückhand-Slice: leicht obenrum bis flach-gerade ausgeholt, bringt Schlägerfläche extrem in die Parallelstellung (zum Boden) Vorhand gerade, eher untenrum ausgeholt. Kurzer Rückschwung. Sehr moderner Service</p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
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		<title>Schnelligkeit im Tennis</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 16:54:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass Tennis auch mit Schnelligkeit etwas zu tun hat, leuchtet unmittelbar ein. Aber es gibt völlig unterschiedliche Arten von Schnelligkeit und der Anteil der unter Zeitdruck gespielten Schläge &#8211; unter 20% &#8211; wird meist erheblich überschätzt. Der lauffaulen Clubkameraden immer &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/schnelligkeit-4/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Judo.jpg"><img class="alignleft  wp-image-3147" style="margin: 5px;" title="Judo" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Judo.jpg" alt="" width="140" height="142" /></a>Dass Tennis auch mit Schnelligkeit etwas zu tun hat, leuchtet unmittelbar ein. Aber es gibt völlig unterschiedliche Arten von Schnelligkeit und der Anteil der unter Zeitdruck gespielten Schläge &#8211; unter 20% &#8211; wird meist erheblich überschätzt.</strong></p>
<p><strong>Der lauffaulen Clubkameraden immer wieder gerne reingereichte höhnische Anfeuerungsruf &#8220;Tennis ist ein Laufsport!&#8221; trifft den Sachverhalt nur äußerst ungenügend. Über 80% der Schläge werden aus dem Stand gespielt, was die Bedeutung des anderen Aspekts der Schnelligkeit hervorhebt: die Zuschlagschnelligkeit bzw. die Schlaghärte.</strong></p>
<p><strong>Glücklicherweise sind zur Schnelligkeit interessante sportwissenschaftliche Studien im Netz verfügbar, die wir für das Tennis nutzen wollen. Dies ist ein recht umfassender Beitrag, der nach und nach durch kleinere Auszüge für den Freizeitspieler ergänzt wird. </strong></p>
<p><strong>Rückblickend werden die meisten von uns feststellen, welche gravierenden Trainingsfehler uns beim Technik- und Schnelligkeitserwerb unterlaufen sind. Wie groß der Informationsbedarf ist und wie Trainer auch gelegentlich versuchen, &#8220;dicht zu halten&#8221;,  zeigt die fundierte Anfrage einer 15-jährigen Leichtathletin in dem Sportlerforum, in dem ich mit inzwischen weit über 500 Antworten aktiv und unterwegs bin, <a href="http://www.sportlerfrage.net/frage/krafttraining---zu-viel-fuer-mich#answer211106" target="_blank">hier&#8230; </a>.</strong></p>
<p><span id="more-3270"></span></p>
<p>Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer spielen im Tennis eine immer größere Rolle. Schnelligkeit nimmt nicht nur auf der Seite des Reagierens im Rückschlagspiel Tennis zu, sondern auch auf der aktiven Seite, der Schlaghärte, die aus der Zuschlaggeschwindigkeit resultiert.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Das Spiel wird schneller, &#8230;.</span></p>
<ul>
<li>aufgrund angepassten <strong>Trainingsmethoden</strong> für Kraft, Schnelligkeit und Technik;</li>
<li>wegen der <strong>modernen Schlagtechnik</strong> selbst, die biomechanisch trotz erhöhter Ballbeschleunigung eine gewisse<strong> inhärente Sicherheit</strong> mit großer Fehlerfreiheit bieten. Dies ist notwendigte, weil die schnell ausgeführten Bewegungen mit einer Dauer im Bereich 0,2 bis 0,4 Sekunden während der Ausführung nicht mehr korrigiert werden können;</li>
<li>auch die durch Topspin möglich gewordenen höheren Ballgeschwindigkeiten; diese wiederum gepaart mit den modernen Schlagstilen und besserem Schlägermaterial. (<strong><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Dissertation_von_Sven_Pieper_2006.pdf" target="_blank">Sven Piper </a></strong>S. 69 &#8211; <em>wir haben in den weiteren Verweisen keinen erneuten Link eingefügt. Wer im Einzelnen den Seitennachweisen nachgehen möchte, sollte die PDF`s der Dissertationen geladen lassen. </em>) erhöhen das Tempo;</li>
<li>Durch extreme Griffhaltungen können die Bälle bereits an der Grundlienie im Aufsteigen oder in höherem Treffpunkt hart zurückgeschlagen werden. Dies verkürzt ebenfalls die Flugdauer des Balles;</li>
<li>Diese Position, eng an der Grundlinie, ermöglicht es wiederum, <strong>steilere Winkel</strong> zu spielen, was die Raum- und Zeitnot des Gegners erhöht, aber auch die des Spielers selbst (sich selbst abschießen);</li>
<li>Die Anforderungen an die Spieler sind in den letzten Jahren unter dem Stichwort &#8220;Powertennis&#8221; erheblich gestiegen. Flugdauern und daher Reaktionszeiten von 0,4 bis 0,7 Sekunden lassen sich nur durch <strong>gute Antizipation</strong> bewältigen. Hierzu bedarf es geschulter visueller Kompetenzen des periphären Sehens und <strong>routinierter Deutung der Körpersprache</strong> des Gegners.(Piper S. 71);</li>
</ul>
<p>Diese Entwicklungen reichen bereits weit in den Freizeitbereich hinein. Deshalb verdient das Thema Schnelligkeit im Tennis unsere besondere Beachtung.</p>
<p>&#8220;Die Schnelligkeit ist eine der am wenigsten erforschten konditionellen Fähigkeiten. Und es gibt gleichzeitig keine Fähigkeit, zu welcher derart viele kontroverse Standpunkte existieren.&#8221; ( <strong><a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=tilo%20gold%20dissertation&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CCcQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fdeposit.d-nb.de%2Fcgi-bin%2Fdokserv%3Fidn%3D975676865%26dok_var%3Dd1%26dok_ext%3Dpdf%26filename%3D975676865.pdf&amp;ei=7SpST8HJMcel0QWX5PjkCw&amp;usg=AFQjCNHSbsq9AN9RxPaUJTOAHWcsj0dhyg" target="_blank">Tilo Gold</a> </strong>S. 14 &#8211; <em>wir haben in den weiteren Verweisen keinen erneuten Link eingefügt. Wer im Einzelnen den Seitennachweisen nachgehen möchte, sollte die PDF`s der Dissertationen geladen lassen. </em>).<br />
Wir müssen uns also nicht grämen, dieses Thema erst so spät zu berücksichtigen. Siehe zum Thema meinen Übersichtsbeitrag als Gast im Tennis Weblog <a href="http://www.tennis-weblog.de/grundlagen/schnelligkeit-im-tennis/" target="_blank">hier&#8230;</a></p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Christina-McHale.jpg"><img class="alignleft  wp-image-3558" style="margin: 5px;" title="Christina McHale" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Christina-McHale.jpg" alt="" width="311" height="316" /></a></p>
<p>Auch bezüglich des Spannungsverhältnisses von Kraft- und Schnelligkeitstraining im Tennis gibt es durchaus Trainingskonzepte, bei denen dem Krafttraining des Oberkörpers ein höheren Stellenwert eingeräumt wird, als es die nachfolgenden Darstellungen nahelegen. Siehe dazu den Beitrag über Christina McHale, ein US- Rising-Star im neuen <a href="http://tennis15-30.com/issues/2012/04/15/" target="_blank"><em>Portal Tennis 15/30</em></a><em>, die Seite zeigen wir hier im Auszug, weil es keinen direkten Link dazu gibt und auch die Navigation zwar sehr stylish, aber etwas gewöhnungsbedürftig ist.</em></p>
<p>Wie schnell Krafttraining aber nach hinten losgehen kann, wurde mir kürzlich in einem Gespräch mit einer sehr jungen Bundesligaspielerin deutlich. Unumwunden beklagte sie, dass ihr extremes Krafttraining in einer bekannten spanischen Tennisschule sie deutlich langsamer statt schneller gemacht hätte. Das sollte Allen eine Warnung sein und deshalb sollten die Regeln und Grundsätze, die wir hier im weiteren entwickeln, möglichst beachtet werden.</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Vanessa-Herrmann2.jpg"><img class="alignleft  wp-image-3570" style="margin: 5px;" title="Vanessa Herrmann2" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Vanessa-Herrmann2.jpg" alt="" width="311" height="169" /></a>Die Schnelligkeit im Tennis betrifft drei wichtige Aspekte:</p>
<ul>
<ul>
<li>Reaktion und Antizipation,</li>
<li>muskuläre Schnelligkeitsleistungen beim Schlagen</li>
<li>und in der Fortbewegung<em>siehe nebenstehende Grafik</em></li>
</ul>
</ul>
<p>Da beim Tennis die Fortbewegung im Sprung, Lauf, Abstoppen, Richtungswechsel vorkommt , und wir bei den Schlägen Aufschlag, Vorhand, Rückhand (ein- oder beidhändig) unterscheiden, sind auch die Beanspruchungen der Muskulatur bezüglich der Schnelligkeitsleistungen sehr unterschiedlich.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Wir haben es dabei mit Begriffen zu tun, wie Maximalkraft, Stützzeit, Schnellkraft, Explosivkraft, Startkraft, Schnellkraftleistung, isometrische Maximalkraft, Stützdauer, Ermüdungswiderstand, Kraftunabhängigkeit, um nur die Häufigsten zu nennen. Die Kräfte werden durch Innverationsmuster aktiviert und wiederum von einer kompliziert aufgebauten Muskulatur abgegeben, die, genetisch individuell vorgegeben, auf der Basis in ihrer Struktur verschiedener Fasertypen arbeitet.</em></p>
<p>Siehe hierzu exemplarisch Tilo Gold, S. 210 ff. Wir können hier nur jeweils gelegentlich auf diese Details eingehen, zumal die Abgrenzungen bzw. die Bezüge zu verschiedenen Schnelligkeitsaspekten recht kompliziert sind und auch in verschiedenen Studien abweichend behandelt werden.</p>
<p>Interessant ist jedenfalls, dass die Schnelligkeit von Person zu Person gravierend unterschiedlich ist. In standardisierten Zugversuchen, bei denen die <strong>Zugkraft auf das Körpergewicht individuell angepasst</strong> wurde, differierte die Dauer für einen standardisierten Vorgang von 0,089 Sec. bis 0,626 Sec., also das siebenfache! Dabei waren es sämtlich (27) geübte Sportler (Judo, Bezirksklasse bis Bundesliga).</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Bei den besten 20 von ihnen wurden allerdings ähnlich gute Werte gemessen, wie beim Testbesten. Die letzten fünf wurden dann für den speziellen Zweck der Untersuchung zu &#8220;Ausreißern&#8221; deklariert (z.T. wegen längerer <strong>Trainingspausen</strong>). In der derart bereinigten Tabelle ist aber immer noch ein Faktor 2 festzustellen. (Tilo Gold S. 223).</em></p>
<p>In diesem Zusammenhang ist es sehr interessant, dass die <strong>Schnelligkei</strong>t keinen großen Einfluss auf die <strong>Leistungsklasse </strong>des Sportlers &#8211; hier Judo &#8211; hat, und auch die Gewichtsklasse übte in einer Untersuchung keinen großen Einfluss auf die Schnelligkeit aus, auch wenn die Experten dies anders eingeschätzt hatten.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Diese Ergebnisse könnten ein Hinweis dafür sein, dass eine größere Schnelligkeit, zumindest in der Zugbewegung, im Judo keinen entscheidenden Vorteil darstellt, um erfolgreicher zu sein. Auch spielt die Schnelligkeit keine größere Rolle in den unteren Gewichtsklassen gegenüber den höheren Gewichtsklassen. Demgegenüber stehen jedoch zahlreiche <strong>Expertenurteile, die die Schnelligkeit als einen wesentlichen Voraussetzungscharakter zum Erreichen von Spitzenleistungen</strong> im Judo beschreiben. In dieser Hinsicht müssten weitere Untersuchungen angestellt werden, welche die anderen schnellen Aktionen im Judo, z. B. den Platzwechsel untersuchen.&#8221; (Tilo Gold, S. 260)</em></p>
<p>Ähnliches gilt auch für das Tennis anzunehmen, da hier ebenfalls andere Fähigkeiten die Leistungsklasse stark beeinflussen, insbesonder Antizipation und Taktik, Technik sowie mentale Kompetenz.</p>
<p>Wir werden, um Hinweise zu finden, in welcher Weise der Einzelne Spieler seine Performance verbessern kann, alle drei Faktoren behandeln, Laufschnelligkeit, Schlagschnelligkeit sowie Sehen, Antizipation, Reaktion.</p>
<p><strong>Laufschnelligkeit<br />
</strong><span style="text-decoration: underline;">Welche Rolle spielt die Laufschnelligkeit im Tennis?<br />
</span>Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff der Schnelligkeit im Tennis meist mit der Laufschnelligkeit gleichgesetzt (Tennis ist ein Laufsport). Entsprechend hoch werten auch befragte Trainer und Profis die Bedeutung der Laufschnelligkeit im Tennis, nämlich zu 64%.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Laufwege, Zeitdruck<br />
</span>Auf Sandplätzen wird ungefähr jeder fünfte Schlag unter mehr oder weniger großem Zeitdruck gespielt. Insgesamt erfolgen 80% der Schläge aus der ruhigen Schlagposition. Lediglich jeder zehnte Ball wird aus vollem Lauf gespielt oder trotz maximaler Anstrengung knapp verfehlt. In 75% dieser Zeitdrucksituationen überwiegen seitliche Läufe an der Grundlinie <em>(das Verhältnis der Laufleistung zur Vor- bzw. Rückhand ist dabei 3:2).</em> Die Spieler laufen an der Grundlinie unter einer Zeitdrucksituation eine Distanz von durchschnittlich vier bis fünf Metern und beim Lauf zum Netzt etwa acht Meter. (Sven Piper S. 74)</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" title="Piper Laufwege Fehler und Spielsituationen" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Piper-Laufwege-Fehler-und-Spielsituationen.jpg" alt="" width="250" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sven Piper, Diss Laufwege&#8230;S. 75, Tab. 8 Auszug. Siehe die ausfürlichen Definitionen der Schlagsituationen S. 126)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> Fehler bei Laufsituationen, Sven Piper, S. 144</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Piper-Fehlerquoten-in-Zeitdrucksituationen.jpg"><img class="alignleft" style="margin: 5px;" title="Piper Fehlerquoten in Zeitdrucksituationen" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Piper-Fehlerquoten-in-Zeitdrucksituationen.jpg" alt="" width="401" height="300" /></a></p>
<p>Definitionen:</p>
<p>1.) Schlag aus ruhiger Schlagposition, Stand: Der Spieler bewegt sich nach abgeschlossenem Split-Step mit maximal zwei oder beliebig vielen Schritten in einem Radius von 70cm in die Schlagposition, um den Ball mit einer Körperschwerpunktverlagerung in der Ebene der Schlagrichtung zu schlagen.</p>
<p>2.) Schlag im Lauf ohne Zeitrduck: wie oben, .. mit mehr als zwei Schritten in die Schlagposition, &#8230;. weiter wie oben.</p>
<p>3.) Zeitdrucksituationen: Der Spieler handelt unter Zeitdruck, &#8230; wie oben..mit mehr als zwei Schritten in die Schlagpositon bewegt und der Körperschwerpunkt des Spielers vor dem Schlag zum Schlag über die Schlagrichtung hinausgeht (siehe weiter Tabelle 16, S. 126).</p>
<p>Im Bereich der Laufschnelligkeit ist insbesondere die <strong>Beschleunigungsleistung</strong> primär wichtig. Deshalb spiegeln die Statistiken über die reinen Laufstrecken nur begrenzt wider, was der Spitzenspieler heute läuferisch leisten muss.</p>
<p>Dennoch liegt das Besondere der Laufschnelligkeit im Tennis darin, dass es niemals genügt, einen Punkt zu errreichen, sondern aus dieser Situation <strong>einen für den Gegner unangenehmen Ball</strong> zu schlagen. Entsprechend schwer ist es für den Trainingswissenschaftler, Schnelligkeit zu messen, um z.B. den Erfolg und die Eignung bestimmter Trainingsmethoden zu bestimmen. <em>.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em><em>Nach Sven Piper ( S. 162) muss man feststellen, &#8220;&#8230;dass ein Schnelligkeitstest, der das Prädikat &#8220;tennisspezifisch&#8221; verdient, zur Zeit nicht existiert&#8221;. Er hat in seiner Dissertation zu diesem Zweck eine besondere Messmethode entwickelt, die diesem Ziel einen großen Schritt näher kommt Darüber hinaus wertete Piper d</em></em><em>ie Ergebnisse von Matches des Arag-Turniers in Düsseldorf mithilfe der Auswertungssoftware SIM Scout aus. Eine ausfürliche Darstellung würde den Rahmen dieses Portals sprengen. sie findet sich bei Sven Piper ab S. 129</em>)</p>
<p>Aus oben skizziertem Beanspruchungsbild können die Anforderungen an das Training abgeleitet werden.</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Piper-Ferrauti-Leistungssteuerung-im-Tennis.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-3197" title="Piper Ferrauti Leistungssteuerung im Tennis" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Piper-Ferrauti-Leistungssteuerung-im-Tennis.jpg" alt="" width="450" height="194" /></a></p>
<p><em>Quelle: Sven Piper S. 78</em></p>
<p>Dies ist eine idealtypische Beschreibung. Wie wir weiter unten im Zusammenhang mit der neuromuskulären Schnelligkeit mit Aspekten der Technik zeigen werden, sind die einzelnen Performance-Faktoren miteinander stark vernetzt, so dass eine rein additiv-analytische Zusammenstellung des Trainings einzelner Fähigkeiten in der Trainingspraxis an enge Grenzen stößt.</p>
<p>Dies gilt auch schon für die Diagnostik: So &#8220;&#8230;erweist sich besonder im Sportspiel die Leistungsdiagnose als schwierig. Dann nach Meinung von STEINHÖFER stellen sich die Fragen, ob man alle im Anforderungsprofil genannten Einzelkomponenten gesonder überprüfen muss, ob enentuell ein Blick auf die komplexe Spielleistung empfehlenswerter ist oder ob man nich auf beide Informationsquellen angewiesen ist, will man das Sportspieltrainintg angemessen steuern&#8221; s Sven Piper S. 79</p>
<p>Sven Piper misst die Laufschnelligkeit auf der Basis verschiedener definierter Laufwege in Tennisplatzdimensionen und die anschließende Schlagqualität mithilfe eines Ballpendels, das elektronisch Richtung und Schlaghärte misst und registriert.</p>
<p><em>Testaufbau auf dem Platz, Sven Piper S. 192. Die gelben Kugeln stellen Ballpendel dar, die nach vorgeschriebenen Laufwegen zu schlagen sind. Messfühler registrieren Schlaghärte und -Richtung.</em></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Piper Ballpendelsprint" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Piper-Ballpendelsprint.jpg" alt="" width="499" height="284" /></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Training der Laufschnelligkeit<br />
</span>Sven Piper hat Trainer und Profis gefragt, sie sie die Laufschnelligkeit trainieren.<br />
Die untenstehende Tabelle zeigt die Gewichtung der angewandten Trainingsmaßnahmen. Laufübungen mit Richtungswechsel nehmen mit einigem Abstand, zu 35% den größten Raum ein. Zur Hälfte mit zur Hälfte ohne Schläger. Gefolgt von Linearen Laufübungen und Sprungübungen.</p>
<p><em>Training der Laufschnelligkeit nach Auskunft befragter Trainer und Profis,<br />
</em>Sven Piper S. 153</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Piper-Training-der-Laufschnelligkeit-II.jpg"><img class="aligncenter" title="Piper Training der Laufschnelligkeit II" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Piper-Training-der-Laufschnelligkeit-II.jpg" alt="" width="464" height="347" /></a></p>
<p>Terminierung des Laufschnelligkeitstrainings nach Aussagen der befragten Trainer und Profis, <em>Sven Piper S. 154.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Siehe hierzu auch weitere Darstellungen über die Plazierung des Trainings im <strong>Jahresablauf</strong> (Piper Tab. 40) sowie <strong>vor wichtigen Turnieren</strong>, Piper, Tab. 42, sowie danach,<strong> wer das Training</strong> vornimmt, Tab. 44, S. 156 sowie den <strong>Einsatzzweck</strong> (Entwicklungkontrolle 40%, Kaderzusammensetzung 4%, Talentprognose 16%, Trainingssteuerung 40%; Tab. 46, Piper S. 157)</em></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Piper-Terminierung-des-Laufschnelligkeitstrainings.jpg"><img class="aligncenter" title="Piper Terminierung des Laufschnelligkeitstrainings" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Piper-Terminierung-des-Laufschnelligkeitstrainings.jpg" alt="" width="465" height="191" /></a></p>
<p>Wie in etwa die Makroplanung eines Techniktrainings aussieht, illustriert die &#8220;Versuchsanordnung&#8221; von Schöllhorn, Aufschlagtraining.</p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>&#8230; um die Effektivität des differentiellen Lernens vs. des herkommlichen Übungsmodells (funktionales Lernen wobei Knotenpunkte und einzel-Bewegungsmodule kombiniert werden) beim Aufschlag festzustellen. Dabei hat das differenzielle Lernen Vorteile beim Behalten des Erlernten, das funktionale Training harmoniert besser mit anschließenden mentalen Übungen, siehe <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Motorik-Schoellhorn-differentielles-Lernen-tennis2008.pdf" target="_blank">hier&#8230;</a></em></p>
<p style="text-align: center; padding-left: 60px;"><strong>Makroplanung eines Techniktrainings, Aufschlag, Zielgenauigkeit</strong></p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/schoellhorn-Versuchsdesign-Aufschlag.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-3248" title="schoellhorn Versuchsdesign Aufschlag" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/schoellhorn-Versuchsdesign-Aufschlag.jpg" alt="" width="468" height="200" /></a></p>
<p>Quelle <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Motorik-Schoellhorn-differentielles-Lernen-tennis2008.pdf" target="_blank">Schöllhorn</a>, siehe zum funktionalen Lernen <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Motorik-Schoenborn-Bewegungslernen.pdf" target="_blank">Schönborn</a></p>
<p>Sven Piper untersuchte in seiner Dissertation insbesondere den Einfluss von Sprungübungen auf die Laufschnelligkeit bzw. die Erhöhung der Laufschnelligkeit durch Kräftigung des unteren Rumpfbereiches und der unteren Extremitäten Dabei ergab sich ein durchaus zwiespältiges Bild</p>
<ul>
<li><strong></strong>Bei <strong>Männern,</strong>insbesondere Jugendlichen unter 18 erwies sich die Erhöhung der Maximalkraft durch verschiedene Sprungübungen als sehr wirkungsvoll.</li>
<li>Bei den <strong>Damen</strong> hingegen konnte die Laufschnelligkeit durch diese Übungen zur Maximalkraft nicht erhöht werden. (Sven Piper S. 255)</li>
</ul>
<p>Dies werten wir als Bestätigung der Annahme, dass <strong>koordinative Fähigkeiten</strong> für die Laufschnelligkeit wichtiger sind, als die reine Maximalkraft.</p>
<ul>
<li>Auch Versuche, die Aufschlaghärte durch Schnellkrafttraining zu erhöhen, haben sich  als nicht besonders beeindruckend erwiesen. In der Magisterarbeit von <a href="http://othes.univie.ac.at/5112/1/2009-05-07_9806229.pdf" target="_blank">Anton Witz </a>(2009) wird der Aufschlag aus biomechanischer Sicht beschrieben, um ein Schnellkrafttraining möglichst zielgenau ansetzen zu können. Die erreichten Aufschlaggeschwindigkeiten der Testpersonen mit Schnellkrafttraining gegenüber der Kontrollgruppe, die ihr Aufschlaggtraining ohne diese Zusatzübungen absolvierten, sind doch recht gering  (ca. 5% schneller).<br />
<em>Der Unterschied erwies sich zwar durchgehend, als statistisch signifikant. Gemessen aber an den Streuungen der Aufschlaggeschwindigkeit im Freizeit, wie auch im Spitzentennis, erscheint die Ausbeute etwas mager. (siehe Anton Witz, S. 76).</em></li>
</ul>
<p>Ähnlich lauten auch die Ergebnisse über schnelle neuromuskuläre Innervationsmuster von Tilo Gold, die sich auf azyklische wie zyklische Bewegungen beziehen, siehe den nachfolgenden Abschnitt.</p>
<p><strong>Überlegungen zur Schnelligkeit mit besonderer Berücksichtigung der kurzen sehr schnellen azyklischen Bewegungen</strong>.</p>
<p>Sven Piper erfasst die Einflussgrößen für Schnelligkeit in folgender Darstellung<br />
<em>(Sven Piper, S. 48</em>)</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Piper-Einflussgrößen-auf-Schnelligkeit-nach-Grosser.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-3199" title="Piper Einflussgrößen auf Schnelligkeit nach Grosser" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Piper-Einflussgrößen-auf-Schnelligkeit-nach-Grosser.jpg" alt="" width="481" height="375" /></a></p>
<p>Schnelligkeit ist in den Sportwissenschaften ein durchaus uneinheitlich verwendetes Phänomen, sihe die Darstellung bei Tilo Gold, S. 17</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Gold-Definitionen-von-Schnelligkeit.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-3233" title="Gold Definitionen von Schnelligkeit" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Gold-Definitionen-von-Schnelligkeit.jpg" alt="" width="492" height="138" /></a></p>
<p>Mit Tilo Gold (S. 22) unterscheiden wir vier Konzepte von Schnelligkeit:</p>
<ol>
<li>Zum biomechanischen Ansatz zählen sie die Einordnung der Schnelligkeit indas <strong>Schnellkraft-Konzept</strong>. Hier wird die Schnelligkeit zwar nicht als motorische Grundeigenschaft beschrieben, es wird ihr jedoch ein konditionelldeterminierter Charakter unterstellt und zwar manifestiert dieser sich alsspezifische Fähigkeit in Form der Startkraft bei der Überwindung von geringen Widerständen. Paten für diesen Ansatz sind die Arbeiten von Bührle &amp; Schmidtbleicher (1983).</li>
<li>Aus trainingswissenschaftlicher Perspektive, auf der Grundlage der Ergebnisse von Weigelt (1997) und Thienes (1998), wird die Schnelligkeit als<strong> Fähigkeit zur Koordination unter Zeitdruck</strong> in geschlossenen oder offenen Bedingungen beschrieben. Auch dort ist die Schnelligkeit keine motorische Grundeigenschaft, sondern wird den Leistungsvoraussetzungen Technik/Koordination zugeordnet.</li>
<li>Als dritten Ansatz beschreiben Hohmann et al. (2002, S. 90) das Konzept der anatomisch-physiologischen Sichtweise der <strong>elementaren</strong> und <strong>komplexen Schnelligkeit</strong>. Hierbei sind elementare Schnelligkeitsfähigkeiten durch Zeitprogramme bestimmt. Zeitprogramme sind durch die zeitlich abgestimmten neuromuskulären Impulsfolgen des Muskeleinsatzes bei einer bestimmten Bewegung charakterisiert (vgl. Bauersfeld &amp; Voss, 1992). Aufgrund der kurzen Dauer dieser schnellen Bewegungen sind diese aus informationstheoretischen Überlegungen (vgl. Küchler, 1983) <strong>nicht bewusst korrigierbar</strong> und gelten daher als <strong>programmgesteuert</strong>. Als Vertreter dieser Position sind Bauersfeld &amp; Voss (1992), Grosser (1991) und Verchoschanskij (1996) zu nennen.</li>
<li>Der vierte Ansatz hat einen klassischen, <strong>pragmatischen Ansatz</strong> und stammt aus der <strong>Trainingslehre.</strong> Die Schnelligkeit wird hierbei in die</li>
</ol>
<ul>
<ul>
<li><strong>Reaktionsschnelligkeit,</strong> die</li>
<li><strong>azyklische Schnelligkeit</strong> und die</li>
<li><strong>zyklische Bewegungsschnelligkeit</strong>eingeteilt.&#8221;</li>
</ul>
</ul>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Letztere ist die in der Literatur zur Trainingslehre am häufigsten aufgegriffene Klassifizerung. Sie erklärt aber bestimmte Zusammenhänge nicht und führt bisher über gewisse Übungsabläufe und -Konzeptionen nicht hinaus</em>.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Tilo Gold, der sich besonders mit den schnellen Bewegungen im Kampfsport befasst, den dritten Ansatz. Aufgrund bestimmter Einwände vermeidet er den Begriff der Programmsteuerung und spricht stattdessen von <strong>schnellen neuromuskulären Innervationsmustern.</strong> Diese sind so schnell, dass sie in der Regel ohne Feedback-Prozesse ablaufen müssen. Als Zeitrahmen nennt er <strong>200 Millisekunden</strong>, es gibt aber auch Argumente, von 400 und mehr Millisekunden auszugehen. Diese Betrachtungsweise ist auch für die modernen Tennischläge anzuwenden, wie wir im Folgenden zeigen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Kann man Tennisschläge zu den schnellen neuromuskulären Innervationsmustern zählen?</strong></p>
<p><strong>200 Millisekunden</strong>, diese entsprechen in unserer Analyse der Vorhand Djokovic`s fünf Frameschritten ( siehe Tabelle 5, <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Simulation-Ballschlag2.xls" target="_blank">Simulation Ballschlag</a>), und zwar bei der Vorhand von Frame 0044 ,linkes Bild, bis Frame 0049. rechtes Bild, unten.</p>
<p style="text-align: center;"><em>0,2 Sekunden-Ausschnitt der Vorhand Djokovic</em></p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Frame-0044.jpg"><img class="alignleft  wp-image-3160" style="margin: 5px;" title="Frame 0044" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Frame-0044.jpg" alt="" width="114" height="139" /></a><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Frame-0049.jpg"><img class="alignright  wp-image-3161" style="margin: 5px;" title="Frame 0049" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Frame-0049.jpg" alt="" width="128" height="121" /></a>Wir können deshalb davon ausgehen, dass die Betrachtungen von Tilo Gold zu schnellen Bewegungen auch für die nervomuskuläre Betrachtung <a title="Die vier Elemente der Vorhandpeitsche" href="http://tennisfragen.de/die-vier-elemente-der-vorhandpeitsche/" target="_blank">der modernen Vorhandpeitsche</a> hilfreich sind. Die schnellen Armzüge der jüngeren Spieler und Spielerinnengeneration sind in der Anfangsphase (also vor Frame 0049) noch schneller, so dass der gesamte Zyklus, ab Ausholphase in dieses Zeitintervall fällt. Uns fallen spontan Julia Görges, Andy Murray und Mikhail Kukuschkin ein, um nur drei Beispiele zu nennen. Die Videoclips geben einen guten Eindruck im Vergleich mit einem Wurf im Judo, s.u.</p>
<p><object width="454" height="237" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ahvrDbMnV1M?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="454" height="237" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/ahvrDbMnV1M?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Murray vs. Kukushkin </p>
<p><object width="455" height="234" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/C1i98m1cqHs?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="455" height="234" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/C1i98m1cqHs?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Julia Görges vs. Agnieszka Radwanska</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Eine &#8220;Zeitmessung&#8221; der Vorhand von Kukushkin mit Hilfe der iPhone App SpeedUp TV ergibt für die gesamte Schleife, gerechnet von der steilen Ausholstellung bis zum Ausschwung ungefähr <strong>200 Millisekunden</strong> (von 1.41.9 -1.42.1 siehe Clip <a href="http://www.youtube.com/watch?v=deV2cCa4Lvo" target="_blank">hier&#8230;</a> bzw. von 0.12.7 &#8211; 0.12.9 im Clip Kukushkin vs. Nadal, oben). Wir befinden uns hier also eindeutig im Bereich der schnellen Bewegungen, bei denen <strong>keine Fehlerkorrektur mehr möglich</strong> ist (open loop, neuromuskuläre Innervationsmuster nach Tilo Gold).</em></p>
<p><em><object width="454" height="231" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/1VqLKbHXkA0?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="454" height="231" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/1VqLKbHXkA0?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></em></p>
<p><em></em> Hiroshi Katanishi</p>
<p>Mit der Fokussierung auf die neuromuskulären Innervationsmuster relativieren wir gleichzeitig unsere bisherigen wesentliche kraftdynamisch geprägten Betrachtungen und Berechnungen zu den <a title="Muskelmodelle für die Vorhandsimulation" href="http://tennisfragen.de/muskelmodelle-fur-die-vorhandsimulation-2/" target="_blank">Muskelmodellen für die Vorhandsimulation</a>: bei herkömmlicher Ausführung der Vorhandpeitsche oder des Service bremsen in vielen Fällen neuromuskuläre Prozesse die maximal erreichbaren Beschleunigungen die sich aus dem Bewegungsmodell Wiemann ergeben, aber erst recht, die, welche sich aus den Peitscheneffekten ergeben könnten, aus.</p>
<p>Im Demonstrationsmodell <a href="http://www.biowiss-sport.de/schlagmodell.xls" target="_blank">Wiemann </a>wird bei Überstreichen des gesamten Schulterwinkels von 80 Grad eine Zeit von ungefähr 0,2 Sekunden beansprucht, sowohl mit dem leichten, als auch mit dem schweren Schläger</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>(siehe dort Ergebnistabelle unter der zweiten Grafik. Eingesetzt wurde eine Maximalkraft von 800 N und eine Anfangskraft von 200 N). </em></p>
<p>Dieser Wert, der ohnehin einem Muskelmodell ohne bremsende Fehlerkorrekturen entstammt, dürfte auch gleichzeitig den biomechanisch kleinsten erreichbaren Grenzwert markieren.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Da während dieses Ablaufs (Schulterwinkel), andere teilweise gegenläufige Bewegungen aus der Peitsche &#8220;gegen die Schulter&#8221; wirken, ist der leichte Schläger im Effekt nicht so leicht, wie es das Muskelmodell Wiemann annimmt</em>.</p>
<p><em>Insofern ist auch der Bewegungswiderstand vergleichbar mit der des Armzugs im Judo.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Damit ist auch der Vorteil des schwereren Schlägers nach der HILLschen Beziehung wohl zumindest relativiert. (Wenn man neuromuskuläre Schnelligkeit zusammen mit den Aspekten der Schnellkraft behandelt, spricht man von komplexen Schnelligkeitsformen, Tilo Gold, S. 54). </em></p>
<p style="text-align: left; padding-left: 60px;"><strong>Die Vorhände dieser modernen Spieler, wie z.B. Kukushkin sind die Bestätigung für unsere Annahme, dass die Schlagausführung bzw. die Technik notwendigerweise von vornherein darauf verzichten muss, noch Fehlerkorrekturen während des Schlagablaufs vornehmen zu können.</strong></p>
<p>Dies ist sinnvoll nur möglich, wenn&#8230;</p>
<ul>
<li>die Technik bzw. die Bewegungsbahnen biomechanisch so gestaltet wurden, dass Korrekturen im Schlagablauf auch nicht mehr notwendig sind. Wir haben das an anderer Stelle als inhärente Sicherheit bezeichnet.</li>
<li>die Technik in dieser Weise geübt wird und das Schnelligkeitstraining auf diese Zusammenhänge Bezug nimmt.</li>
</ul>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Gleichzeitig hätten wir damit auch eine Erklärung für den Widerstand älterer Spieler (mit konservativeren Schlagstilen) gegen den Gebrauch eines leichten Schlägers, weil hohe Ballbeschleunigungen gerade beim leichten Schläger eher durch ausgeprägte Peitsche und hohe Aktionsgewschwindigkeit zu erzielen sind.</em></p>
<p><em>Wenn dann in der herkömmlichen Konfiguration (schwerer Schläger, andere Bewegungsbahnen) vielleicht im Freizeittennis oder bei Ausnahmetalenten, wie Federer noch Korrekturen in beschränktem Rahmen <strong>während des Schlages</strong> möglich waren, sind diese bei der neuen Technik nur noch in der Vorbereitungsphase der Schlagausführung denkbar.</em></p>
<p>Dies hat auch Auswirkungen auf die <strong>mentale Einstellung</strong> des Spielers, bzw. der Spielerin, da anfangs ein Kontrollverlust empfunden werden dürfte, bis sich ein neues Vertrauen einstellt. Dies kann, auf kritische Matchsituationen bezogen, durchaus einige Monate und länger dauern. Ansonsten wäre die <strong>Vorhand blockiert</strong>, ein Problem, das in US-Trainingblogs öfter angesprochen wird.</p>
<p><strong>Schnelle Technik ist ein scheues Reh!<br />
</strong><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #888888; text-decoration: underline;"><span style="color: #000000; text-decoration: underline;">Folgerungen für das Training der Schlagschnelligkeit im Tennis</span><br />
</span></span>Schnelligkeit und Technik stehen im Training zueinander in einem sehr sensiblen Verhältnis. Vor allem die präzise Technikauführung, also die Muster, Engramme oder Programme &#8211; im Zentralen Nervensystem gespeichert &#8211; sind &#8220;ein scheues Reh&#8221;.</p>
<p>Macht man im Training etwas falsch, verschwinden diese Programme, werden ungenau ausgewaschen oder der Sportler verliert seinen Zugriff darauf. Deshalb wird man tunlichst versuchen, die gegebenen Gefährdungen zu umschiffen. Diese zählt Weigelt (1997, S. 75), nach Tilo Gold, S. 177) auf:</p>
<p>1. Da Schnelligkeitsleistungen an spezifische Bewegungstechniken gebunden sind, führt <strong>die Erhöhung der Ausführungsgeschwindigkeit zu technischen Instabilitäten</strong>.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Diese technischen Instabilitäten können dem Erwerb präziser Technik zunichte machen.</em></p>
<p>2. Die wiederholte Ausführung von Bewegungen mit gleicher Geschwindigkeit führt andererseits zu <strong>Stereotypenbildung</strong> <em>(Bewegungsabweichungen können nicht mehr bewältigt werden) </em>und kann zur Stagnation beim Taining der dynamischen Parameter führen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Andererseits ist ein Einschleifprozess notwendig. Zwischen den Anforderungen des differentiellen Lernens an Variation der Übungsparameter und dem Einschleifen einer präzisen Technik besteht also ein Spannungsverhältnis</em>.</p>
<p>3. Zur Erhöhung der Ausführungsgeschwindigkeit ist eine hohe Erregbarkeit des Nervensystems Voraussetzung, wird diese Erregung durch <strong>intensive Körperübungen</strong> erhöht oder aufrechterhalten, besteht jedoch die Gefahr einer <strong>schnellen Ermüdung</strong>, welche wiederum einen Geschwindigkeitsabfall mit sich bringt.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Nicht nur das, sondern der Lernprozess für präzise Technik wird gestört</em>.</p>
<p>Es wird deutlich, das es großer Sensibilität und tiefgehender Kenntnisse bedarf, diese Problempunkte zu beachten bzw. gute Kompromisse zu finden.</p>
<p>Dies betrifft vor allem die</p>
<ul>
<ul>
<li>Auswahl der Methode und der</li>
<li>Übungen sowie</li>
<li>die Gestaltung der Pausen.</li>
</ul>
</ul>
<p style="padding-left: 60px;"><em><span style="text-decoration: underline;">Pausen:</span> es &#8220;&#8230; müssen die biologischen Bedingungen berücksichtigt werden. Im Allgemeinen wird im Training der Schnellkraft eine Pausenlänge von mehr als drei Minuten angegeben. In diesem Zeitraum haben sich sowohl die Neurotransmitter als auch in jedem Falle die ATP-Speicher wieder aufgefüllt (vgl. z. B. Zatsiorskij, 1996, S. 233 ff, zit. nach Tilo Gold, S. 217</em>)</p>
<p><strong>Erfahrene Spieler &#8211; und vermutlich die Trainingsfleißigsten am allermeisten, werden rückblickend sicherlich feststellen, welche Todsünden des Schnelligkeits- und Techniktrainings ihr Training bestimmt haben</strong>.</p>
<p>Wie uns die auführliche Literaturanalyse der Sport- und Trainingswissenschaften von Tilo Gold zeigt, gibt es durchaus zu einzelnen Punkten unterschiedliche Empfehlungen und Hinweise der einbezogenen Autoren. Wir haben die uns wichtig erscheinenden Punkte aus der Dissertation weiter unten herausgezogen,</p>
<p>Generell stellen wir mit Tilo Gold (S. 157) fest</p>
<p>&#8220;&#8230; Es gilt als überholt zu glauben, man könne die einzelnen Leistungsvoraussetzungen isoliert trainieren. <strong>Konditionstraining</strong> galt in der klassischen Trainingslehre als Optimierung von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, und Beweglichkeit. <strong>Techniktraining</strong> stand unter dem Aspekt der Optimierung sportartspezifischer Bewegungsabläufe, das <strong>Taktiktraining</strong> schließlich bezog sich auf die Optimierung eigener Entscheidungen zwischen Handlungsalternativen unter Berücksichtigung des gegnerischen Verhaltens (vgl. Nitsch &amp; Neumaier, 1997, S. 44).</p>
<p>Heute gilt es, die einzelnen Fähigkeiten und Fertigkeiten, quasi interdisziplinär, gemeinsam zu trainieren. Gerade in Bezug zu Technik- und Schnelligkeitstraining ist eine Verzahnung der beiden Komplexe notwendig&#8221;</p>
<p>Schnelligkeit ist untrennbar an die sportliche Technik gebunden (Tilo Gold S. 55).</p>
<p><em>FITTsche Gesetz: Bewegungszeiten nehmen mit der Schwierigkeit der Aufgabe zu (Tilo Gold S. 101).</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Schnelligkeit angeboren</span>?<br />
Nach Auffassung einiger Autoren, kann Schnelligkeit gelernt werden (Tilo Gold, S. 51)</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Schnelle Bewegungen sind auf kürzestmögliche Zugriffszeiten auf die entsprechenden neuronalen Programme angewiesen. Diese Fähigkeit kann gelernt werden. Schnelligkeit ist nach ihrer Auffassung nicht nur genetisch determiniert, sondern kann durch neuromuskuläre Anpassungseffekte gelernt und gesteigert werden.&#8221;</p>
<p>Die genetische Seite darf jedoch nicht übersehen werden. So finden wir bei Sven Piper den Ausspruch, &#8220;Sprinter werden geboren, Ausdauersportler werden trainiert&#8221;.</p>
<p>Trainiert werden kann das Zusammenspiel der Agonisten und Antagonisten sowie die Synchronisation der einzusetzenden Muskelfasern (intramuskuläre Koordination, die eine Kraftzunahme ermöglichen, ohne sichtbaren Muskelzuwachs. (Tilo Gold S.54).</p>
<p>&#8220;Als konditionelle Basis der Schnelligkeit einzelner Bewegungen (azyklische Schnelligkeit) gilt die Schnellkraftfähigkeit.</p>
<p><strong>Limitiert wird die Schnelligkeit</strong> nach Harre (1979, S. 174) durch die</p>
<ul>
<li>Beweglichkeit der Nervenprozesse,</li>
<li>die Schnellkraftleistung,</li>
<li>die Dehnbarkeit,</li>
<li>die Elastizität der Muskulatur und der</li>
<li>Entspannungsfähigkeit der Muskeln,</li>
<li>die Qualität der sportlichen Technik sowie</li>
<li>die Willensstoßkraft und</li>
<li>biochemische Mechanismen.<em>Quelle: Tilo Gold, S. 56, neu umbrochen von tennisfragen.de</em></li>
</ul>
<p>Der Autor beschreibt, dass hohe Bewegungsgeschwindigkeiten nur bei schnellstem Wechsel zwischen Erregung und Hemmung und den entsprechenden Regelmechanismen im Nerv-Muskel-System in Verbindung mit einem optimierten Krafteinsatz erreicht werden können.&#8221;</p>
<p><strong>Reaktionsschnelligkeit</strong><span style="text-decoration: underline;"><br />
</span>Beziehen wir uns auf die Reaktionsschnelligkeit allein, kommen wir in die Themenbereiche Antizipation, Reaktion ,Taktik, Sehen, die wir weiter unten behandeln.</p>
<p>Im Bereich der neuromuskulären Modellierung stoßen wir auf das HICKsche Gesetz, s. Tilo Gold S. 100)</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Das Hick´sche Gesetz besagt, dass die Reaktionszeit mit Verdoppelung der Alternativenzahl um einen relativ konstanten Betrag zunimmt&#8221; (vgl. Hick, 1952).&#8221;</p>
<p><strong>Zusammenspiel von Bewegungsmodulen</strong> Tilo Gold S. 102</p>
<p>&#8220;Nach der Auffassung einiger Vertreter von ökologisch orientierten Aktionstheorien, wie Turvey (1977), Kugler et al. (1980) und Reed (1982) <strong>kontrollieren höhere Zentren des ZNS nicht einzelne Muskeln</strong>, sondern heterarchische, selbstorganisierte, aufgabenspezifische, invariante Kopplungen synergistisch arbeitender Muskeln. Diese Aktionssysteme werden vielfach auch als koordinative Strukturen beschrieben und realisieren bei ihrer Aktivierung die motorischen Handlungen.&#8221;</p>
<p>Dieser Erklärungsansatz, auch wenn Tilo Gold dem nicht 1:1 folgt, würde gut auf die im Beitrag <a title="Die Opposite-Arm-Action" href="http://tennisfragen.de/die-opposite-arm-action/" target="_blank">&#8220;Opposite-Arm-Action</a>&#8221; beschriebene Triggerung des Schlagarms durch vorausgehendes Heranziehen des Gegenarms erklären.</p>
<p><strong>Lernen und Behalten<br />
</strong><span style="text-decoration: underline;">Lernen und Behalten: grundsätzlich<br />
</span>Zum Lernvorgang (Tilo Gold S. 116), neu umbrochen von tennisfragen.de</p>
<p>&#8220;Hinsichtlich der Behaltensprozesse werden in den Kognitionswissenschaften vier Phasen unterschieden.</p>
<ul>
<li>Die erste Phase wird gemeinhin als</li>
<ul>
<li>Input-,</li>
<li>Vorgabe-,</li>
<li>Einprägungs-,</li>
<li>Aufnahme-, Perzeptions-,</li>
<li>Akquisitions- oder</li>
<li>Lernphase</li>
</ul>
</ul>
<p style="padding-left: 30px;">beschrieben. Sie ist charakterisiert durch die Darbietung und Bewusstmachung des zu erlernenden Materials. Nach Kuhn (1984, S. 35) muss der Optimierung dieser Phase besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, da die hier gemachten Fehler sich auf die anderen Phasen auswirken.</p>
<ul>
<li>In der zweiten Phase (Speicher- oder Behaltensphase) wird das aufgenommene Material verarbeitet und für bestimmte oder unbestimmte Zeit im Gedächtnis aufbewahrt. Für den Übergang vom KZG ins LZG wird die Engrammbildung und &#8211; fixierung verantwortlich gemacht (vgl. Kuhn, 1984, S. 35).</li>
<li>In der Abruf-, Erinnerungs- oder Retrievalphase können die Informationen entweder aus dem KZG oder LZG abgerufen werden.</li>
<li>In der vierten Phase schließlich wird das Erinnerte aktualisiert</li>
<ul>
<li>Output-,</li>
<li>Handlungs-</li>
<li>Reaktivierungs-,</li>
<li>Realisierungs- oder</li>
<li>Reproduktionsphase.</li>
</ul>
</ul>
<p>Wenn Informationen in das KZG aufgenommen werden, wird dieser Zyklus nur einmal durchlaufen, lediglich bei der Konsolidierung in das LZG müssen die Phasen mehrfach durchlaufen werden. Dies dient der Fixierung der Engramme. Als <strong>wichtigste</strong> Momente bezeichnet Kuhn (1984, S. 36) die <strong>Phasen 3 und 4,</strong> da hier der Großteil der informationsverarbeitenden Prozesse abläuft.&#8221;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Lernen und Behalten praktisch: nicht ermüdet trainieren </span>(<em>Tilo Gold S. 118 f).<br />
</em>&#8220;Bewegungen werden hierarchisch organisiert. Sie basieren auf der Grundlage verschiedener Schleifen, die auf verschiedenen anatomischen Ebenen ineinander greifen und gleichzeitig wirksam werden. Weineck (1994, S. 575) erklärt unter Hinzunahme dieser Theorie, dass Lernen die Herausbildung und Fixierung solcher <strong>Schleifen</strong> bedeute. Grimm &amp; Nasher (1978, S. 75) gehen von einer <strong>zeitlichen Vergänglichkeit dieser Schleifen</strong> aus. Nachdem die Schleifen den gewünschten Output, z. B. eine bestimmte Bewegung, erbracht haben, verschwindet die Schleife wieder. Die von ihr verwendeten Neuronen sind nun für die Eingliederung in neue Funktionssysteme erneut verfügbar.</p>
<p>Die Schleifen weisen ähnliche Charakteristika wie die oben vorgestellten Engramme auf. Die reverbierenden Kreise sind ähnlich wie die dynamischen Engramme auf eine <strong>Konsolidierungsphase</strong> angewiesen, sie müssen <strong>„eingeschliffen“</strong> werden, damit sie fixiert werden bzw. in statische Engramme übergehen. Dies wird auch durch die Ausführungen von Cratty (1975, S. 400) unterstützt, der im Zusammenhang mit Lernprozessen erklärt, <strong>dass sinkende Aufmerksamkeit und Konzentration zur Anlage von ungenauen Bewegungsschleifen führen, die dann die zuvor angelegten „guten Schleifen“ verdrängen können.&#8221;</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Leistungsrückgang bei Ermüdung<br />
</span>Die Innervationsmuster selbst ermüden nicht, allerdings, so Tilo Gold S. 139</p>
<p>&#8220;Zu den Leistungsrückfällen kommt es jedoch dadurch, dass das zeitliche Impulsmuster auf einen Muskel trifft, der bereits eine Ermüdungsaufstockung erfahren hat und nicht mehr das <strong>nötige energetische Potential</strong> aufweist, um das <strong>Impulsmuster verarbeiten</strong> zu können. Schließlich wirken diese elementaren Leistungsvoraussetzungen erst komplex mit anderen Leistungsfaktoren und werden dadurch sichtbar. Damit kann der Leistungsabfall primär auf die energetische Beanspruchung zurückgeführt werden (vgl. Bauersfeld &amp; Voss, 1992, S. 39).&#8221;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Bestes Alter für Entwicklung der Schnelligkeit<br />
</span>Hier gibt es sehr widersprüchliche Angaben. Auch wenn überwiegend die Zeit bis zur Pubertät als günstigste Phase für den Ausbau der Schnelligkeit angesehen wird, kommen andere Studien zum Ergebnis, dass noch bis zum Alter von 20 Jahren ein Zugewinn möglich ist. Wobei nicht klar ist, inwieweit dies dem Kraftzuwachs geschuldet ist. In komplexen Sportarten, wie z.B. Tennis, in dem die Antizipationsleistung mit steigender Erfahrung ständig zunimmt, ist die Trainierbarkeit der Schnelligkeit &#8211; und sei es, dass einem Abbau physiologisch bedingter Reaktionszeiten einhalt geboten wird &#8211; unseres Erachtens grundsätzlich möglich und auch besonders wichtig.</p>
<p><strong>Krafttraining und Schnelligkeitstraining<br />
</strong><span style="text-decoration: underline;">Spezielle Trainingsreize führen zu speziellen Effekten<br />
</span>&#8220;Das Qualitätsgesetz besagt, dass spezielle Reize zu speziellen Effekten führen (vgl. Frey &amp; Hildenbrandt, 1994, S. 58, zit. nach Tilo Gold, S. 148 ).</p>
<p>Auf die vorliegende Thematik bezogen heißt das in Anlehnung an Verchoschanskij (1995, S. 65), dass ein Training mit geringer Geschwindigkeit im wesentlichen die Kraft bei geringen Bewegungsgeschwindigkeiten steigert, aber <strong>keinen bedeutenden Einfluss auf den Kraftzuwachs bei hohen Geschwindigkeiten</strong> hat.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Dieses Prinzip gilt auch umgekehrt. Sale (1994, S. 255) bezeichnet dies auch als das Phänomen der Schnelligkeitsspezifität im Krafttraining. Begründet wird dieses durch spezifische Trainingseffekte in der Muskulatur durch eine Steigerung der Verkürzungsgeschwindigkeit und durch neurale Adaptationsmechanismen. Angenommen wird auch, dass schnellkräftige Bewegungen einer unterschiedlichen entralnervösen Steuerung im Vergleich zu langsamen Kontraktionen unterliegen. &#8230;. Martin et al. (1991, S. 131) beschreiben, dass eine hohe Startgeschwindigkeit nicht wangsläufig auch eine hohe Endgeschwindigkeit mit sich bringt. Das bedeutet, ass beide Komponenten gemeinsam trainiert werden sollten, also auch der Ziel- oder Wettkampfbewegung entsprechen müssen. &#8230;Aus diesem Grund muss das koordinative Prinzip der strukturellen Übereinstimmung zur Wettkampfbewegung stets berücksichtigt werden.&#8221;</em></p>
<p>Muskelleistungsschwelle s. Tilo Gold S. 155</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Muskelleistungsschwelle.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-3180" title="Muskelleistungsschwelle" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Muskelleistungsschwelle.jpg" alt="" width="377" height="298" /></a></p>
<p>Die Muskelleistungsschwelle liegt bei 60% bis 70% der Maximalkraft=optimaler Bereich für Muskeltraining.</p>
<p><strong>Was sind wettkampfähnliche Trainingsreize</strong>?<br />
Zur Frage der Übertragbarkeit des Muskeltrainings für den Wettkampf müssen folgende Fragen bzw. Kriterien geprüft werden (S. Tilo Gold S. 156)</p>
<ol>
<li>Welche Muskeln/Muskelschlingen sind am Kraftverlauf beteiligt?</li>
<li>In welchen Arbeits-(Gelenk)winkeln werden die Muskelgruppen tätig?</li>
<li>In welcher Stärke erfolgt die Kraftentwicklung, und in welche Ric htung müssen die von den einzelnen Muskeln wirkenden Teilimpulse wirken?</li>
<li>Aus welchen Muskelkontraktionsformen (exzentrisch, konzentrisch, isometrisch) setzt sich der Bewegungsablauf zusammen?</li>
<li>Welche Anzahl und Dauer (Frequenz) haben die Einzelkraftstöße?</li>
</ol>
<p>Diese Kriterien dürften in den seltensten Fällen erfüllt sein, so daß im Anschluss an die Übungen eine &#8220;<strong>Utilisierung</strong>&#8221; durchgeführt wird, mit Wettkampfnahen Belastungen, die den Trainingserfolg auf die Wettkampftechniken übertragen.</p>
<p>Das <strong>rekoordinative Training</strong>, nach einem Lauftraining nach Krafttraining, erfüllt eine ähnliche Funktion.</p>
<p>Aus diesem Grunde werden für die Plazierung der Trainingseinheiten (Kondition und Kraft bzw. Technik) folgende Empfehlungen gegeben:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Ebenso geht das hintereinanderschalten von Krafttrainings- und Techniktrainingszyklen in die gleiche Richtung Tilo Gold S. 157)</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Pampus (1995, S. 79) beschreibt das Prinzip in anschaulicher Weise. Parallel zum umfangsorientierten Krafttraining wird im ersten Trainingsabschnitt ein Technikerwerbstraining mit geringer Intensität durchgeführt. Es dient dem Einschleifen störungsresistenter Verschaltungen im Gedächtnis zur Automatisierung der Bewegung. Daneben findet außerdem das technische Ergänzungstraining seinen Platz mit Koordinations- und Imitationsübungen. Der zweite Trainingsabschnitt ist dadurch charakterisiert, dass unter erhöhter Kraftleistungsfähigkeit die Technik durch bewegungsintensives Technikerwerbstraining vervollkommnet wird. Das verbesserte Schnellkraftniveau muss im Technikanwendungstraining in wettkampfnaher Form angewandt werden. Der Umfang des Krafttrainings wird in diesem Zyklus reduziert, während die Intensität gesteigert wird.&#8221;</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Optimale Trainingsvorraussetzungen schaffen<br />
</span>Beim Techniktraining ist darauf zu achten, dass durch optimale Umweltbedingungen bei der Bahnung der Bewegung möglichst Fehler vermieden werden. Um aber die Schnelligkeit zu erhöhen, darf der <strong>Grenzbereich der koordinativen Kompetenz nicht überschritten</strong> werden. (Grenzfrequenzphänomen). Tilo Gold S. 160)</p>
<p>Die <strong>kontrollierte Schnelligkeit liegt bei etwa 90%</strong> der maximalen Schnelligkeit.</p>
<p>Ein Genauigkeitstraining muss immer auch mit einem Schnelligkeitstraining kombiniert werden.</p>
<p>Tilo Gold S. 163 f)&#8221;Das optimale Zusammenwirken von schnellem neuromuskulären Innervationsmuster (als0 dem Aspekt der Schnelligkeit) und anderer Leistungsvoraussetzungen kann <strong>nur durch die Wettkampfübung</strong> erreicht werden. Hierbei müssen die Prognosegeschwindigkeiten gesichert werden, was maximale Intensitäten voraussetzt.&#8221;</p>
<p>Die Trainingsschritte (für Judo entwickelt), zeigt Tilo Gold hier (S. 165)</p>
<p>Tabelle 5: Der Lernverlauf einer Kampfhandlung (mod. nach Lehmann, 1997, S. 13)</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/motorische-Lernphasen.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-3181" title="motorische Lernphasen" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/motorische-Lernphasen.jpg" alt="" width="471" height="323" /></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Technik, Schnelligkeit und Motivation<br />
</span>Jeder hat es sicher schon bei sich erfahren, ein Training mit Unlustgefühlen bringt für Technik und Schnelligkeit garnichts. Im Gegenteil.</p>
<p>Ein <strong>Motivationsverlust im Training</strong> führt zu einem allmählichen Abbau der Leistungs- und Lernbereitschaf. (Tilo Gold S. 166 &#8220;Neumaier (1997, S. 184)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Ausdauer und Kondition: Plazierung</span></p>
<p>Diese wurden bisher immer allein an der energetischen Regeneration ausgerichtet.</p>
<p>In Wirklichkeit sind aber die Zusammenhänge sehr komplex. So kann ein kurzes Maximalkrafttraining die Motivation für ein anschließendes Schnelligkeitstrainig erhöhen. Die neuromuskuläre Leistungsbereitschaft wird erhöht und von den Übenden auch subjektiv so empfunden. Hohe konditionelle Belastungen können anschließend bessere Schnelligkeitsleistungen hervorrufen. Allerdings sind diese Erkenntnisse physiologisch nicht untermauert und müssen sensibel gehandhabt werden.</p>
<p>Über die <strong>Platzierung des Techniktrainings</strong> gibt es verschiedene Ansichten</p>
<p>Tilo Gold S. 169) &#8220;Dies hat Konsequenzen für die Platzierung eines Schnelligkeitstrainings innerhalb einer Trainingseinheit. Ermüdende Vorbelastungen reduzieren die Effektivität des Trainings durch mögliche Synapsenfehlprogrammierungen. Jegliche Nachbelastungen dagegen sind der Konsolidierung der kreisenden Erregungen (dynamischen Engramme) abträglich. Denn jede andere Tätigkeit stört nach einem Schnelligkeitstraining die Verfestigung der dynamischen Engramme, es kann sogar dazu kommen, dass sie erlöschen (vgl. Martin, 1991, S. 73). Hutton, Stevens &amp; Stevens (1972) beschreiben eine Konsolidierungstheorie, die besagt, dass plötzliche, starke Stimuli die Ausbildung einer Gedächtnisspur stören können und damit dem Lernerfolg abträglich sind. Aus diesem Grund, folgert Neumaier (1997, S. 219), sollte ein Technik- oder Schnelligkeitstraining eher den abschließenden Teil einer Trainingseinheit darstellen.&#8221;</p>
<p>Allerdings stören die Ausbildun und Reifung der Bewegungsengramme (Programme) nur Bewegungen, die den realisierten Bewegungen ähnlich sind.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Lernen und Behalten praktisch: vier Stunden Pause machen <em>(</em></span><em>Tilo Gold S. 117)</em><br />
Auch nach der Beendigung einer motorischen Lernaufgabe sind im ZNS noch Erregungen vorhanden. Diese dienen der Konsolidierung der dynamischen Engramme in die statischen oder strukturellen Engramme, die schließlich eine hohe Stabilität aufweisen. Das bedeutet, dass in der Trainingspause nach wie vor Aktivitäten zumindest auf der neuromuskulären Ebene stattfinden. Häufig wurde nun sogar beobachtet, dass der <strong>Sportler nach dieser Pause viel bessere Bewegungsresultate</strong> erzielt. Auch zeigen Erfahrungen aus der Praxis, dass Sportler nach einer Verletzungspause häufig gleich gute oder sogar bessere Leistungen zeigten als diejenigen, die durchtrainierten. Solche Erscheinungen werden mit dem Begriff <strong>Reminiszenz</strong> belegt und haben etwas mit dem zeitlichen Verfestigen von Lerninhalten zu tun. Von Reminiszenz wird im allgemeinen dann gesprochen, wenn nach einer Pause, in der kein weiteres Lernen erfolgte, eine Leistungssteigerung eintritt. Weigelt (1997) fand in seinen Untersuchungen zur Bewegungsschnelligkeit eine <strong>optimale Pausendauer von vier Stunden</strong></p>
<p><strong>Modell für ein Schnelligkeitstraining (</strong><em>Tilo Gold S. 186)</em></p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Tilo-Gold-Trainingsplan-Tab-7.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-3185" title="Tilo Gold Trainingsplan Tab 7" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Tilo-Gold-Trainingsplan-Tab-7.jpg" alt="" width="466" height="154" /></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Training mit erleichterten Bedingungen (</span>Tilo Gold S. 187)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Tilo-Gold-erleichterte-Bedingungen.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-3186" title="Tilo Gold erleichterte Bedingungen" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Tilo-Gold-erleichterte-Bedingungen.jpg" alt="" width="450" height="151" /></a></span></p>
<p>Achtung!! mindestens 60% der Wiederholungen müssen von der Ausführung her korrekt sein.</p>
<p>Dabei ist zu berücksichtigen, dass sowohl das Training mit erschwerten als auch mit erleichterten Bedingungen für die Stabilisierung der Innervationsmuster ungünstig sein kann. Deshalb sind immer wieder in ausreichendem Maße Bewegungen mit Wettkampfcharakteristik anzuschließen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Laufschnelligkeit, zyklische Bewegungen<br />
</span>In den Bereich der Laufschnelligkeit fällt die Annahme, dass für hohe Bewegungsfrequenzen von einem internen Schrittmacher ausgegangen wird. (Tilo Gold S. 118).</p>
<p><strong>Reaktionsschnelligkeit, Antizipation, Sehen<br />
</strong>Auch wenn, wie Sven Piper ausweist<strong>, </strong>nur 20% der Bälle unter Zeitnot geschlagen werden, so ist dies aber nur möglich, weil die Spieler sich auf den nächsten Ball optimal vorbereiten. Der Ball ist nur 0,6 bis 0,9 Sekunden auf dem Platz unterwegs. Die Schlagausführung selbst dauert 0,2 bis 0,8 Sekunden da bleibt theoretisch für Reaktion und Lauf kaum noch Luft. Das trotzdem nur 20% der Bälle unter Zeitdruck gespielt werden, wird durch folgende Handlungen erreicht.</p>
<ul>
<li>Optimale Vorbereitung nach dem eigenen Schlag (zur Mitte zurücklaufen, den Schläger wieder in Vorbereitungsstellung bringen)</li>
<li>Split-Step, um mit optimaler Anfangskraft in die richtige Richtung zu starten</li>
<li>Antizipation, Auswertung der Körpersprache des Gegners um die Reaktionszeit zu verringern, siehe Sven Piper S. 40. (Die Nervenleitgeschwindigkeit ist genetisch festgelegt und nicht trainierbar, Sven Piper S. 51))</li>
<li>Umschalten können, d.h. eine zweite Alternative bereithalten können (<a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/volleyball_wahrnehmung.pdf" target="_blank">Mike Böhnisch</a>, S. 6)</li>
<li>Die richtige Reaktion eingeübt haben</li>
<ul>
<li>z.B. sehen es kommt ein Lob: nicht weiter schauen, wie tief er kommt, sondern sofort nach hinten starten, weiter beobachten und gegebenenfalls wieder zwei Schritte nach vorne.</li>
<li>z.B. man erkennt einen Stop, sofort nach Vorne und nicht schauen, ob er auch gelingt</li>
<li>und Alternative bereithalten, falls aus dem Stop ein tiefer Slice wird.</li>
</ul>
</ul>
<p>Eine große Rolle spielt dabei das periphäre Sehen, das es während des eigenen Schlages erlaubt, auch die Laufbewegung und möglichst die Schlagvorbereitung des Gegners zu registrieren.</p>
<p>Dabei könne durchaus Ballgeschwindigkeiten vorkommen, nicht nur beim Volley, bei denen das Auge nicht mehr schnell genug akkomodieren kann. Man muss also auch mit einem unscharfen Bild handlungsfähig bleiben</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/Mike-Böhnisch-scharfes-Sehen.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-3289" title="Mike Böhnisch scharfes Sehen" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/Mike-Böhnisch-scharfes-Sehen.jpg" alt="" width="500" height="286" /></a></p>
<p>Der Erläuterungstext ist auf das Volleyballspiel bezogen, bei dem wegen der kürzeren Räume sehr hohe Anforderungen an Antizpation und Reaktion gestellt werden. Allerdings ist beim Tennis der Ball kürzer und über eine etwas längere Strecke unterwegs. die kritische Grenze dürfte da eher erreicht sein.<br />
Zusätzlich ist durch die Mannschaftssituation eine besonders schnelle Wahrnehmung in Bezug auf das periphere Sehen gegeben. Im Doppel sind aber, mit Abstrichen, ähnliche Anforderungen wirksam.</p>
<p>Dies sind die Reaktions- und Bewegungszeiten</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/Mike-Böhnisch-Bewegungszeiten.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-3290" title="Mike Böhnisch Bewegungszeiten" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/Mike-Böhnisch-Bewegungszeiten.jpg" alt="" width="482" height="212" /></a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die erhöhte Reaktionszeit, je nach Auswahlalternativen, hatten wir bereits oben erwähnt (HICKsche Gesetz, s. Tilo Gold S. 100).  Zu beachten bitten wir die Sprungzeiten, die nicht zu vernachlässigen sind. Deshalb muss der Splitstep ein kurzer Sprung, der eher in die Tiefe geht sein und kein Känguruh-mäßiger Hochsprung, wie man immer wieder sieht</em>.</p>
<p>Auch das Auge kann man schulen: &#8220;Die Diagnosemerkmale einer Bewegung lassen sich demnach nur bei einer guten Blickmdotorik lesen.&#8221; s. <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/volleyball_wahrnehmung.pdf" target="_blank">Mike Böhnisch </a>S. 11</p>
<p><object width="451" height="229" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/lQ8Yu55mEb8?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="451" height="229" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/lQ8Yu55mEb8?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Hier das Ganze noch mal mit einem von der US Air-Force finanziertem Projekt.<br />
Wir denken, dass ein solche apparativer Aufwand nicht erforderlich ist und  empfehlen stattdessen, im Straßenverkehr blitzschnell die Kennzeichen der ankommenden und wegfahrenden Autos auf beiden Straßenseiten zu lesen. Das ist ein sehr gutes Training für dynamisches Sehen, auch oder gerade unmittelbar vor einem bevorstehenden Match.</p>
<p> <object width="453" height="242" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/F3adJ_rnglM?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="453" height="242" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/F3adJ_rnglM?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
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		<title>Richtiges Coaching im Clubtennis</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Apr 2012 18:01:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich ist es psychologisch ein Vorteil, einen Teamkameraden auf der Bank oder am Spielfeldrand zu wissen. Der Spieler ist nicht mehr allein, sondern ein &#8221;Hordenmitglied&#8221;  kämpft mit ihm. Zumindest dürfte das die Interpretation seines in zig-tausend Jahren geprägten Unterbewusstseins sein. Oft &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/coaching-im-clubtennis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=_7sAmB-4HxY" target="_blank"><img class="alignleft  wp-image-2981" style="margin: 5px;" title="coaching 2" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/coaching-2-266x300.jpg" alt="" width="136" height="160" /></a>Eigentlich ist es psychologisch ein Vorteil, einen Teamkameraden auf der Bank oder am Spielfeldrand zu wissen. Der Spieler ist nicht mehr allein, sondern ein &#8221;Hordenmitglied&#8221;  kämpft mit ihm.<br />
Zumindest dürfte das die Interpretation seines in zig-tausend Jahren geprägten Unterbewusstseins sein. Oft aber wird dieser Vorteil teuer erkauft. Dann nämlich, wenn wohlmeinende Teammitglieder beginnen, konkretes Coaching zu versuchen.  Dabei werden oft gravierende Fehler gemacht. Wir zeigen 10 Fehler und geben 12 Tipps. Die Medenspiele sind in Sicht &#8211; Zeit, sich mit diesem wichtigen Thema etwas vertraut zu machen.</strong></p>
<p><span id="more-983"></span>Bis zu den Medenspielen ist es nicht mehr allzulange hin, eine gute Gelegenheit, die Erfahrungen aus den letzten Jahre Revue passieren zu lassen. Immer wieder beeindruckend ist oft die Art und Weise, wie dilettantisch in  Bezirks- bis Verbandsliga die Kameraden und Kameradinnen gecoacht werden. Dabei kann richtiges Coaching über Auf- und Abstieg der Mannschaft entscheiden.</p>
<p><strong>Ein Coaching bedingt eine kleine Matchanalyse<br />
</strong>Ein Coaching sollte eigentlich auf der Basis einer vorübergehenden Matchanalyse geschehen, die alle relevanten Zusammenhänge und die bisher zu beobachtenden Abläufe einbezieht und vor dem Hintergrund des zu coachenden Spielers bewertet. Da ein Matchgeschehen oft eine Interaktion, also ein Wechselspiel verschiedener taktischer Versuche beider Spieler erkennen lässt, erfordert dies eine kontinuierliche Spielbeobachtung, möglichst schon vom ersten Einschlagen an.</p>
<p><em>Siehe hierzu unsere Beiträge zum Mental Game und zur Matchanalyse </em></p>
<ul>
<ul>
<li><em><a title="Matchanalyse – das verschenkte Potential!" href="http://tennisfragen.de/matchanalyse-das-verschenkte-potental/" target="_blank">Matchanalyse das verschenkte Potential, </a></em></li>
<li><em><a title="Emotionen außer Kontrolle?" href="http://tennisfragen.de/emotionen-unter-kontrolle/" target="_blank">Emotionen außer Kontrolle</a>, </em></li>
<li><em><a title="Matchanalye – wie stellt man Unforced Errors ab?" href="http://tennisfragen.de/was-sind-wirklich-unforced-errors/" target="_blank">Matchanalyse &#8211; wie stellt man Unforced Errors ab? </a> und </em></li>
<li><a title="Soll man im Match immer lächeln?" href="http://tennisfragen.de/soll-man-im-match-immer-lacheln/" target="_blank">Soll man im Match immer lächeln?. </a></li>
<li><a title="Psychotricks im Tenniswettkampf" href="http://tennisfragen.de/psychotricks-im-tenniswettkampf/">Psychotricks im Wettkampf</a></li>
</ul>
</ul>
<p><strong><a href="http://www.nordhessentennis.de/Tennis%20-%20Boulevard/Witzeseite/tenniswitze%20-%20Kopie%20%282%29.htm" target="_blank"><img class="aligncenter  wp-image-3056" title="coaching3" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/coaching3.jpg" alt="" width="486" height="84" /></a></strong></p>
<p><strong>Zehn Typische Coachingfehler</strong></p>
<p><strong><br />
</strong><em>Siehe auch Tipps für das Coaching, weiter unten</em>.</p>
<ul>
<li>Am schlimmsten sind technische Hinweise zur Schlagausführung. Dies ist die beste Möglichkeit, den Kameraden oder die Kameradin vom Spielgeschehen abzulenken.</li>
<li>Coaching nach viel zu kurzer und bruchstückhafter Beobachtung. Meistens wurden die empfohlenen Alternativen vom Spieler schon längst probiert, haben sich aber als nicht gängig erwiesen<br />
<em>(z.B. &#8220;hoch auf die Rückhand spielen&#8221;, aber der Gegner hat dies Bälle, egal, ob kurz oder lang. problemlos zurückgeschmettert, selbst von der Grundlinie aus). Und die Rückhand umläuft er mit Kondition und Penetranz.</em></li>
<li>&#8220;Schön&#8221; sind auch taktische Hinweise, die das Repertoire und die Vorlieben des Ratgebenden selbst, nicht aber die des gecoachten Spielers berücksichtigen<br />
<em>(Flugballspieler raten zum Netzangriff, Defensivspieler zum Ballhalten usw., Stoppballspieler zum Stopp usw., klassisch ausgebildete Spieler raten dazu den Ball immer lang zu halten, auch wenn die Stärke des Gecoachten vergiftete Schnittbälle sind, weil er es garnicht anders kann.</em></li>
<li>Negativ-rückblickende Hinweise unter dem Vorwurf, &#8220;Du hättest schon 40:15 führen können&#8221;</li>
<li>Taktische Hinweise, die zu einer Änderung der Spielweise aufrufen, obwohl der Spieler bisher sehr erfolgreich im Match steht.<br />
<em>Z.B., haben wir erlebt, dass einem übergewichtigen Spieler, der bei großer Hitze mit riskantem Spiel 6:1, 5:2 führte geraten wurde  &#8221;jetzt nur noch Ball halten&#8221;. Es war eine Katastrophe. Der Gecoachte ging geschlagen vom Platz, was nach diesem gutgemeinten aber falschen  Ratschlag zu erwarten war.</em></li>
<li>Auch Spannung abbauende Hinweise nach dem Schema &#8220;Nur noch zwei Punkte zum Satzgewinn&#8221; können den Matcherfolg gefähren.</li>
<li>Dinge thematisieren, die mit dem Match eigentlich nichts zu tun haben,<br />
<em>z.B. schon mal die Doppelaufstellung nach dem gerade laufenden Einzel erörtern,  auf rückwirkende familiäre Verpflichtung (Abifeier der Tochter) hinweisen oder diese zur Disposition stellen.</em></li>
<li>Auch nicht so schön, wenn sich Coaches nach ein oder zwei Fehlern vom  Spieler abwenden, weil Hopfen und Malz verloren ist. Das registrieren die Spieler natürlich. Es fehlen dann nur noch die Geier in den Baumwipfeln.</li>
<li>Viele Coaches lassen sich überhaupt erst bei erfolgversprechendem Matchverlauf blicken, beugen sich in der Spielpause gewichtig zum Spieler herunter, um sich später mit dem erwarteten Erfolg schmücken zu können. Da die Einflussnahme in diesem Fall nicht nötig war, kann auch dieses Verhalten dem Spieler eher schaden.</li>
<li>Und dann kennen wir auch die Situation, in denen zwei oder drei Teamkameraden auf den Spieler einsprechen und sich dabei überbieten, unterschiedliche Ratschläge zu geben.</li>
</ul>
<p><strong>Nicht ungefiltert quasseln<br />
</strong>Alles dies haben wir oft erlebt oder beobachtet. Viele Mannschaftskameraden sagen oft das, was Ihnen gerade in den Kopf kommt &#8211; ohne Filter und Reflektion, was ihr Hinweis beim Spieler auslösen könnte.</p>
<p>Nun sollte der Spieler zwar Manns/Frau genug sein, sich gegen derartige Hilfen abzuschotten. Oft aber ist er selbst in einer schwierigen psychischen Situation, wenn es nicht so gut läuft. Aber selbst wenn es gut laufen sollte, ist er nach einem Coaching-Hinweis nicht nur sich selbst und der Mannschaft in einer Ergebnisverantwortung &#8211; nein, er muss nun auch,  als soziales Gruppenwesen, seine Gutwilligkeit und Dankbarkeit unter Beweis stellen und zeigen, dass er es wenigstens versucht, dem offenbar gut gemeinten Rat des Freundes gerecht zu werden. Manchmal ein sehr schwieriger Konflik, gerade für die eher Gutmütigen.</p>
<p>Gelegentlich gibt es in einer Mannschaft auch interne Rivalitäten, die dazu führen können, dass die Niederlage mehr gewünscht wird als ein Sieg des Kameraden. Ein hämisches Grinsen kann dies dem Spieler signalisieren.</p>
<p>Sehr erfahrene Teamkameraden, halten sich mit konkreten Tipps meist bewusst zurück. Sie beschränken sich in der Regel darauf, den Spieler mental zu unterstützen, und höchstens auf eine als sicher erkannte Schwäche des Gegner hinzuweisen (z.B. wenn die Vorhand schwächer ist, als die Rückhand).</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Eigentlich ist Coaching also gar nicht so schwer. Für die nachstehende Zusammenstellung haben wir auch Anregungen  von coachingbay.com verwendet, eine Seite, die leider nicht mehr im Netz aktiv ist. Wir konnten sie noch im  <a href="http://web.archive.org/web/20081227022736/http://coachingbay.com/tennis.html" target="_blank">Archiv </a>ausbuddeln.</em></p>
<p><strong>Die zwölf Tipps für das Coaching<br />
</strong><em>Siehe auch typische Coachingfehler, weiter oben<br />
Ein <strong>Handout</strong> (PDF)  für Mannschaftsführer, erstellt von Clemens Purkop auf Basis dieses Beitrags kann <a href="http://www.tc-burgsinn.de/Formulare/TCB_Coaching.pdf" target="_blank">hier</a> herunter geladen werden)</em></p>
<ul>
<li>Stimme vor dem Match ab, wer als &#8220;verantwortlicher Coach&#8221;  Tipps geben soll</li>
<li>Halte vom Spieler alle Einflüsse entfernt, die nichts mit dem Match zu tun haben</li>
<li>Verfolge das Spiel möglichst schon von Beginn an, am besten bereits beim Einschlagen</li>
<li>Die Anwesenheit und der Beistand durch positive Ausstrahlung ist das Wichtigste was man für den Spieler tun kann. Denke daran, kein Coaching ist besser als eine gutgemeinte aber unglückliche Ansprache.<br />
<em><br />
Wenn Dir die nachfolgenden Punkte Schwierigkeiten bereiten, halte dich mit dem Coaching besser zurück.</em></li>
<li>Kritisiere keine Fehler, aber lobe gute Spielzüge und Schläge.</li>
<li>Versuche bei schlechtem Spielverlauf nicht, eine radikale Änderung zu bewirken. Empfiehl nur minimale Veränderungen, ähnlich vorsichtig, wie Kurskorrekturen für ein großes Schiff auf hoher See.<br />
Sachliche Hinweise <strong>können</strong> bei Problemen hilfreich sein: Deine Bälle kommen nur bis zur T-Linie, Zeit zwischen erstem und zweitem Aufschlag etwas kurz, zum Return des zweiten Aufschlags vielleicht einen Schritt mehr ins Feld gehen, oder beim ersten Aufschlag einen halben Schritt weiter hinten annehmen.</li>
<li>Gib keine Anweisungen, sondern erinnere den Spieler eher an Optionen, an die er vielleicht gerade nicht gedacht hat &#8211; jedoch nicht zu früh und Alle auf einmal. Dies auch nicht in forderndem Ton: der Spieler soll frei sein, die Umsetzung zu erwägen oder nicht.</li>
<li>Gib keine technischen Hinweise zur Schlagausführung des Spielers, auch wenn es schwer fällt. Dies ist höchstens dann vorsichtig möglich, wenn man gerade gemeinsam an einer Umstellung gearbeitet hat. Dann muss aber ein Stichwort reichen.</li>
<li>Gehe sensibel auf die mentale Verfassung ein. Wenn sich ein Spieler aufregt, versuche nicht, ihn durch Gesten niederzuhalten, wie man es immer wieder sieht. Das bewirkt eher das Gegenteil. Mache ihn aber darauf aufmerksam, sich für den zweiten Aufschlag mehr Zeit zu nehmen, wenn er hektisch ist.</li>
<li>Ein kleiner Scherz kann bisweilen eine Verkrampfung lösen. Das geht aber nur, wenn er nicht abwertend ist und man auf gleicher Wellenläge funkt.</li>
<li>Lass Dich Deine Besorgnis über den Matchverlauf nicht spüren, sondern zeige Vertrauen in die Stärke des Spielers</li>
<li>Erinnere den Spieler bei scheinbar hoffnungslosem Spielstand, dass nichts verloren ist. Jeder hat schon mal trotz Satzrückstand, 0:5 und 15:40 einen Sieg eingefahren. Auch 10 Punkte in Folge sind aus einem hohen Rückstand heraus möglich.</li>
<li>Hilf dem Spieler dabei, seine Zone der optimalen emotionalen Konfiguration zu finden.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
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		<title>Wie komme ich zum Spitzenaufschlag?</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 13:36:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um auch noch das Letzte aus seinem Aufschlag herauszuholen, wird man sich zunächst an den Spitzenspielern orientieren. Aber es existieren in der Tennisweltklasse sehr unterschiedliche Ausführungsformen. So dürfte es schwer fallen, sich von diesen Vorbildern genau die Komponenten herauszusuchen, die für den &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/wie-komme-ich-zum-spitzenaufschlag/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/cont.h9.jpg"><img class="alignleft  wp-image-924" style="margin: 5px;" title="Schönes Aufschlagbild" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/cont.h9-280x300.jpg" alt="" width="140" height="167" /></a>Um auch noch das Letzte aus seinem Aufschlag herauszuholen, wird man sich zunächst an den Spitzenspielern orientieren. Aber es existieren in der Tennisweltklasse sehr unterschiedliche Ausführungsformen. So dürfte es schwer fallen, sich von diesen Vorbildern genau die Komponenten herauszusuchen, die für den eigenen Service am besten passen. </strong></p>
<p><strong>Ein grundlegendes Verständnis über die Bewegungszusammenhänge des Aufschlags ist daher nützlich. Wir machen einen detaillierten Vorschlag zum Erlernen eines stabilen Superaufschlags.</strong></p>
<p><span id="more-478"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aufschlag und Return sind die wichtigsten Schläge im Tennis, auf manchen Belägen sogar die (fast) einzigen, die überhaupt zum Tragen kommen. Dies gilt für den Freizeitspieler vielleicht nicht in gleichem Maße, aber gerade in Turnieren ist der Druck, der von einem guten Aufschlag ausgeht, oft matchentscheidend. Es lohnt sich also, sich mit diesem Schlag intensiver auseinander zu setzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-487" title="Schlaghäufigkeit nach Schönborn" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Schlaghäufigkeit-nach-Schönborn-300x111.jpg" alt="" width="384" height="135" /></p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Schönborn-Schleudern.jpg"><img class="alignleft  wp-image-3282" style="margin: 8px;" title="Schönborn Schleudern" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Schönborn-Schleudern.jpg" alt="" width="270" height="221" /></a></p>
<p>Im Beitrag &#8220;<a title="Ist der moderne Aufschlag für den Freizeitspieler zu schwer?" href="http://tennisfragen.de/ist-der-moderne-aufschlag-fur-den-freizeitspieler-zu-schwer/" target="_blank">Ist der moderne Aufschlag für den Freizeitspieler zu schwer?</a>&#8221; haben wir bereits einige Grundprobleme der Biomechanik und Erbmotorik angesprochen, die die Weltklassespieler in unterschiedlicher Weise für sich gelöst haben (zur <strong>Erbmotorik</strong> siehe auch den Artikel von<a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Motorik-Schoenborn-Bewegungslernen.pdf" target="_blank"> Schönborn,</a> Auszug, links, in dem allerdings die Bewegungsanlage &#8221;Fangen&#8221; vergessen wurde, die gerade beim Aufschlag mit der Aufgabe &#8220;Schlagen&#8221;  in Konflikt steht. Außerdem muss der geschleuderte Schläger festgehalten werden. Und für die Pronation des Unterams gibt es auch keine erbmotorische Entsprechung, jedenfalls nicht, wenn man einen Steinwurf als Vorbild nimmt.</p>
<p>Der folgende Clip zeigt nun, wie Roddick sein Superservice aufbaut.</p>
<p><object width="436" height="257" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/pLf_MJXzBVg?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="436" height="257" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/pLf_MJXzBVg?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p><em>Roddick Service, 1,00.6-1,10.7</em></p>
<p>Obwohl Roddicks Service sich durch den früh angewinkelten Unterarm vom Service der meisten Kollegen unterscheidet, ist diese Darstellung doch geeignet, die Grundkriterien für einen Spitzenaufschlag &#8211; und das gilt im Grunde für jeden Spieler - aufzuzeigen. Es sind dies..</p>
<ul>
<li>Die Range, also das maximale Weit-Weg-Gehen des Schlägerkopfes vom Treffpunkt; hierzu sind unter anderem auch die eingesetzten Hebelverhältnisse, die Neigung des Beckens und die Schulterkippe wichtig</li>
<li>Die Impulsübertragung im Sinne einer Peitsche, ausgehend von der Aufwärtsbewegung der Hüfte;</li>
<li>Das Prinzip der maximalen Anfangskraft, durch Gegenbewegungen.  Z.B. von Unterarm mit Schläger gegen die hochsteigende rechte Schulter bzw. den hochsteigenden und -kippenden Oberkörper;</li>
<li>Die maximale Ausnutzung der Pronation (aus entsprechend aufgebauter Vorspannung ) des Unterarmes, die den Schläger anschließend nach rechts außen schwingen lässt;</li>
<li>Und natürlich Timing, Timing, Timing.</li>
</ul>
<p><strong>Warum also beim Service in die Knie gehen?</strong><br />
Mit dem Armtrakt allein können höchsten 600 Watt aufgebracht werden, der Körper ist beim Aufschlag aber mit 4000 Watt mechanischer Energie beteiligt, <a href="http://othes.univie.ac.at/5112/1/2009-05-07_9806229.pdf">siehe Mag. Arbeit von Anton Witz,  hier</a>&#8230;S. 21</p>
<p>Einen von Roddick recht verschiedenen Weg, hohe Anfangskraft in der Schulter aufzubauen, sieht man bei Milos Raonic, der einen sehr großen Bogen mit Unterarm und Schläger ausführt. Der Schläger reicht weit bis unter das Gesäß (Range).</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=8viiN2x_VPk" target="_blank"><img class="alignleft  wp-image-2862" style="margin: 5px;" title="Bartolie Service" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Bartolie-Service1.jpg" alt="" width="89" height="141" /></a><br />
Auch bei Marion Bartoli wird der Schlägerkopf in der Ausholphase mit gestrecktem waagerechten Arm weit nach hinten, in Richtung Zaun, geführt (siehe auch Filmclip weiter unten).<br />
<object width="452" height="276" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/zkgZOvm7ySA?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="452" height="276" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/zkgZOvm7ySA?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object><br />
<em>Milos Raonic, 0,45.7-1,15.1</em><br />
<object width="449" height="266" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/QYFgHooyVKM?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="449" height="266" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/QYFgHooyVKM?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object><br />
<em>Marin Cilic, 0,00.0-0,22.3</em></p>
<p>Wenn man selbst an seinem Aufschlag grundlegend arbeitet, stellt man fest, dass man auch kleinste Details, die man früher für reine Ritualisierungen gehalten hat, ausprobieren sollte. Meistens haben sie nämlich wichtige Funktionen.</p>
<p>Sehr eindrucksvoll ist der Aufschlag von Marin Cilic. Linke Fußspitze zu Beginn extrem angehoben, das Becken kommt relativ spät nach vorne (wodurch sich dann sehr deutlich die sog. Bogenspannung des Oberkörpers aufbaut), der Schläger wird recht eng am Rücken entlanggeschert. Darauf achten: der rechte Oberarm bzw. Ellenbogen wird anfangs etwas mit dem linken Oberarm nach oben mitgeführt, legt sich dann aber wieder mehr an den Rumpf an, um den Schlägerkopf möglichst weit nach Unten zu bringen. Das spätere Anlegen des Oberarmes könnte Vorteile für den Aufbau einer Gegenbewegung bringen, erzeugt aber etwas Unruhe in der Bewegung. Ein Extrembeispiel für diese Eigenart sehen wir bei Nicole Vaidisowa. Siehe auch den ähnlichen Aufschlag von Julia Görges <a href="https://www.gotennis.de/media/view/key/2a1e6256839059bee208e9720317c73b">hier&#8230;</a> (hier ahnt man, wie hoch Görges den Ball werfen muss) oder von Agnieszka Radwanska <a href="https://www.gotennis.de/media/view/key/020df94924495164005b795d04f6eceb">hier&#8230;</a> Auffällig übrigens, dass Radwanska den Ball mit dem Wurfarm im Rechten Winkel zur Grundlinie hochwirft.<br />
<object width="456" height="296" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/-fg2X_oRJmE?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="456" height="296" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/-fg2X_oRJmE?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object><br />
<em>Nicole Vaidisova, 0,00.0-0.00.8</em></p>
<p>Hier noch eine Variante von Thomas Berdych. Die Fußspitze wird angehoben, das Becken wird aber nicht weit nach vorne geschoben, die Aufwärtsbewegung des Rumpfes hat eher Fahrstuhlcharakter (weshalb wohl auch die Füße bei der Aufwärtsbewegung eng beieinander stehen), die Ausholschleife des Schlägers ist sehr groß, d.h., der Schlägerkopf wird anfangs recht gerade nach hinten gerichtet, so dass er trotz tiefen Ellenbogens von weit von hinten in den Rücken hineinscheren kann. Ausgeprägte Oberarmpronation in der Letzten Phase vor dem Ballschlag.<br />
Übrigens zieht er auf manchen Clips den linken Fuß in der Ballwurfphase heran, auf einigen Clips, auch hier, macht er es nicht, sondern steht schon zu Beginn sehr eng.<br />
<object width="453" height="283" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/g8KGvmJOR-g?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="453" height="283" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/g8KGvmJOR-g?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object><br />
<em>Thomas Berdych, 0,00.0-0,17.0</em></p>
<p><strong>Pronation</strong><br />
Zum Thema Pronation gibt es inzwischen sehr viele Informationen im Netz (siehe auch unseren gesonderten Beitrag zur  <a title="Was bedeutet Pronation beim Tennisschlag?" href="http://tennisfragen.de/was-bedeutet-pronation-bei-den-tennisschlagen/" target="_blank">Pronation</a>.) Einen Aspekt muss man dabei hervorheben, der meist nicht genannt wird, es ist die richtige Griffhaltung. Nein, nicht die Frage des Kontinentalgriffes, sondern die axiale Ausrichtung im Verhältnis Schlägerlängsachse und Unterarmlängsachse</p>
<p>Wenn die Pronation in eine (Unterstützung der) Schlagbewegung gehen soll, ist der Schläger so zu halten, dass Unterarmachse und Schlägerlängstachse einen rechten Winkel bilden!  Und zwar in dem Moment, in dem die Pronation maximal eingesetzt wird. Das gleiche Phänomen haben wir übrigens auch bei der Vorhand. Bei der Vorhand kann man diesen Winkel relativ gut einstellen und kontrollieren, beim Aufschlag ist das schon schwieriger, weil man mit dem Schläger vor dem Pronationseinsatz etliche andere Bewegungsteilaufgaben zu erfüllen hat.  Bilden Schläger und Unterarm eine Längsachse &#8211; dies gilt <strong>in der Tendenz</strong> auch für alle anderen Winkel zwischen 180 und 90 Grad &#8211; bewirkt die Pronation lediglich eine Verstellung der Schlägerfläche, d.h. der Ball wird woanders hingelenkt statt stärker beschleunigt.</p>
<p>Bei eigenen Versuchen habe ich festgestellt, dass es sehr schwer ist, einerseits die Pronation maximal vorzubereiten (nämlich durch maximale Supination, indem der Schlägerkopf seitlich hinter dem Rücken weit nach außen gebracht wird) und trotzdem den Schläger flach und tief hinter den Rücken zu scheren, scheren bzw. bis unter das Gesäß abzusenken.</p>
<p>Beide Bewegungsziele scheinen sich gegenseitig etwas zu behindern. Möglicherweise ist dies eine Erklärung für die starken Abweichungen der Spitzenspieler in Bezug auf die Stellung des Schlägers, wenn er hinter den Rücken gebracht wird.</p>
<p><object width="457" height="284" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/4DpptgXq5j4?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="457" height="284" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/4DpptgXq5j4?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object><br />
<em>Pronation beim Aufschlag</em></p>
<p><strong>Ballwurf (Toss)<br />
</strong><em>Siehe auch unseren Beijtrag, <a title="Wie kann man den Ballwurf verbessern?" href="http://tennisfragen.de/wie-kann-man-den-ballwurf-verbessern/" target="_blank">Wie kann man den Ballwurf verbessern?</a></em><br />
Der Ballwurf leitet gewissermaßen den Aufschlag ein. Die Position des Balles im Treffpunkt ist für die Effektivität des Aufschlags mitentscheidend. Vor Jahren wurde nachgewiesen, dass z.B. bei Sampras der Ballwurf keinesfalls senkrecht erfolgt, sondern er beschreibt eine Parabel, die eher links vor den Füßen des Spielers landet (wenn er nicht vorher geschlagen wurde, natürlich).</p>
<p>Allerdings gibt es heute sehr verschiedene Ballwürfe. In den meisten Fällen wird der Ball in der Weise hochgeworfen oder hochgetragen, dass der Arm dabei parallel zur Grundlinie bewegt wird. Es gibt aber auch Ballwürfe, seltener, bei denen der Wurfarm senkrecht zur Grundlinie ausgerichtet ist. Der m.E. beste Clip hierzu ist nachfolgend gezeigt. Zur Höhe des Ballwurfs gibt es unterschiedliche Auffassungen und unterschiedliche &#8220;Vorbilder&#8221; der Spitzenspieler. Siehe hierzu den sehr kritischen Aufsatz von Vic Braden, den ich aus dem Webarchiv ausbuddeln konnte, <a href="http://web.archive.org/web/20050311014732/http://www.vicbraden.com/vics1.html" target="_blank">&#8220;Myth: toss the ball high&#8230;&#8221;</a> Interessant ist dabei sein Statement, dass auch das Lernen nach best practice keine Garantie für das wirklich beste Bewegungsmodell ist, weil eben auch die Spitzenleute nicht so einfach ein einmal gelerntes Muster aufgeben : &#8220;To be sure, the majority of the players use the high toss because that’s the way they’ve been taught&#8221;. Genau deshalb empfehlen wir als Vorbilder besonders den Spitzen<strong>nachwuchs</strong>, weil deren Erwerbsphase des motorischen Grundgerüstes einfach weniger weit zurück liegt.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>(Ebenso interessant ist in diesem Zusammenhang die Diskrepanz beim Rückhand-Slice, wie wir sie einerseits im Beitrag <a title="Wiper-Slice Rückhand" href="http://tennisfragen.de/wiper-slice-ruckhand/" target="_blank">wiper-slice-Rückhand </a> am Beispiel Djokovic gezeigt haben und der Slice-Rückhand, wie sie Djokovic dann in seiner Lehrstunde demonstriert, siehe unseren Beitrag <a title="Mit Videos von den Großen lernen" href="http://tennisfragen.de/mit-videos-von-den-grosen-lernen/" target="_blank">Mit Videos von den Großen lernen.</a></em> )</p>
<p>Es gibt einen konversativ wirkenden Effekt, dass Trainer und selbst Spitzenspieler Richtigkeitsvorstellungen weitertragen, die mit dem eigenen Bewegungsablauf nicht übereinstimmen. Dies kann man vielfach beobachten.</p>
<p><object width="454" height="284" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/inpebVSacJw?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="454" height="284" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/inpebVSacJw?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p><strong>Timing<br />
</strong>Zum zeitlichen Ablauf von Ballwurf und Zurücknehmen des Schlägers gibt es sehr individuelle Unterschiede bei den Spitzenspielern. Djokovic separiert Ballwurf und Zurücknehmen des Schlägers plus in die Knie gehen sehr deutlich. Das hat den Vorteil, dass der Hochwurf aus einer mehr statischen Körperhaltung geschieht und der erbmotorische Widerspruch, Hochwurf/in die Hocke gehen, nicht stört. Es  kostet die Separation aber Zeit gegenüber einer integrierten Bewegung, wie sie Ivan Dodig zeigt, s.u.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>(0,004 -0,008. hier bewährt sich die iPhone App SpeedUp TV, bei der ich slow-motion, beliebig programmierbare Schleife bookmarken, und Zoom einstellen kann, siehe auch  <a title="Mit Videos von den Großen lernen" href="http://tennisfragen.de/mit-videos-von-den-grosen-lernen/" target="_blank">hier&#8230;</a></em> )</p>
<p>Ein Vorteil ist, dass der Ball nicht so hoch geworfen werden muss (bei Wind ungünstig).  Dodig wirft den Ball aus einer Kippbewegung heraus. Das Becken schiebt sich dabei quasi &#8220;unter der Schulter&#8221; nach vorne und bleibt mit gebeugten Knien gleich unten. Mit diesem Ansatz habe ich bei meinen eigenen Übungen zur Zeit die besten Erfahrungen gemacht.<br />
Bei dem eher fahrstuhlmäßigen Absenken des Körpers, ähnlich Berdych, brauche ich 50 Übungsaufschläge, bis sich meine Hüfte soweit lockert, dass ein vernünftige Bogenspannung und ein wirksames Zurücknehmen des Schlägers, weit weg vom Ball, zustande kommt.<br />
Aber, wie sagen meine Tenniskameraden hier in Düsseldorf?  &#8221;Jeder Jeck ist anders&#8221;. Auf dem Portal <a href="http://www.optimumtennis.net/tennis-serve-motion.htm" target="_blank">Optimum Tennis </a>findet sich jüngst eine vergleichende Betrachtung der derzeitigen Spitzenaufschläge. Leider kranken diese Artikel von Bezahlportalen regelmäßig daran, dass die öffentlich gestellten Beiträge nur Teaser sind, die neugierig machen sollen. Ob dann auch in den erworbenen E-Books konkretere Hilfen gegeben werden, können wir nicht beurteilen. Im genannten Beitrag wird u.a. der Aufschlag von Lubicic gezeigt, der dem von Dodig recht ähnlich ist, mit Ausnahme des Heranziehens des hinteren Fußes bei Lubicic. Zur sogenannten abgekürzten Aufschlagbewegung von Roddick und Anderen wird ebenfalls Stellung genommen.</p>
<p><object width="454" height="263" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/0Z8oUedyikM?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="454" height="263" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/0Z8oUedyikM?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p><strong>Ritualisierungen<br />
</strong>Fast alle Spitzenspieler folgen bestimmten Abläufen beim Service. Dabei gehen kleine Bewegungsmuster voran, die allgemein als Marotten oder Ritualisierungen bezeichnet werden. Nachdem ich Jahrzehnte versucht habe, meinen eigenen Aufschlag zu erfinden- allerdings nach ebenso erfolglosem Trainerbemühen &#8211; , imitiere ich jetzt demutsvoll das, was ich in Videos sehen kann.</p>
<p><em>Service Bartoli, Wippen im rechten Knie</em></p>
<p><object width="455" height="253" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/8viiN2x_VPk?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="455" height="253" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/8viiN2x_VPk?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Dabei ist mir aufgefallen, dass einige Ritualisierungen durchaus höchst funktional sind. Sie sind in den folgenden Vorschlag zum Erwerb eines stabilen Aufschlags z.T. verwertet.</p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>(siehe auch die Tipps in unserem Beitrag <a title="Ist der moderne Aufschlag für den Freizeitspieler zu schwer?" href="http://tennisfragen.de/ist-der-moderne-aufschlag-fur-den-freizeitspieler-zu-schwer/" target="_blank">Ist der moderne Aufschlag für den Freizeitspieler zu schwer?</a></em> )</p>
<p><strong>Vorschlag zum Erwerb eines stabilen Aufschlags</strong></p>
<ol>
<li>Kopf und Oberkörper sind weit nach vorne gebeugt. Wippen auf dem linken Fuß, im linken Knie gebeugt.<br />
<em>Bewirkt:  innere Orientierung wird nach vorne geeicht bzw. die Range eines &#8220;inneren Schritts&#8221; wird dadurch vergrößert. Dies habe ich kürzlich, nachdem ich es bei Bartoli ( siehe Clip oben) gesehen habe, umgesetzt. Erstaunliche deutlicher Effekt, bei Lernaufwand fast Null; weil diese Vorbereitung gehörigen Abstand zur eigentlichen Aufschlagbewegung hat</em>.<br />
<em>Dass das nicht eine individuelle Marotte von Bartholi (und mir) ist, darauf bin ich jetzt gerade gestoßen, nachdem ich das Streaming eines ChallengerTurniers in Sao Paulo, 24.04.2012 mit Ivo Minar, ein Tscheche, gesehen habe. Der wippt nun auch länger auf dem linken Knie. Mein Versuch, dafür auch in YouTube Belege zu finden, scheiterte vorerst, weil in den <a href="http://www.youtube.com/watch?v=_m-ipzTAsgA" target="_blank">älteren Clips </a>diese &#8220;Vorbereitung&#8221; bei ihm noch nicht vorkommt. Offenbar ist auch er davon überzeugt, dass dies eine Verbesserung oder Stabilisierung des eigentlichen Bewegungsablaufes bewirkt. Siehe aber <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ml1B7m2Tsm4" target="_blank">diesen Clip aus Melbourne 2012</a>, bei 1.36<br />
</em></li>
<li>Tippen mit der rechten Fußspitze an einen Punkt rechts hinter dem Körper bzw. neben die Ferse des rechten Fußes. Der ganze Körper balanciert dabei weiterhin auf dem linken Fußballen.<br />
<em>Das Gleichgewichtssystem wird damit angeregt und justiert. Der rechte Fuß muss bei der anschließenden Rückverlagerung des Körpers diesen hauptsächlich tragen</em>.</li>
<li>Der Körper wird langsam auf die rechte Ferse verlagert</li>
<li>Dabei wird die linken Fußspitze vor dem Ballwurf angehoben. <em>Hier sollte die Bewegung etwas innehalten (Phasentrennung) weil sonst oft der Ballwurf schon in der Bewegung nach hinten vorgenommen wird, was die Führungsstrecke des Ballwurfs verschlechtert und die Schulterkippe ab</em>gekürzt <em>wird.</em><br />
Bewirkt, dass sich reflektorisch das Becken nach vorne bewegt und die Schulter in eine steile Kippe kommt, die für das anschließende Herausziehen des Schlägers aus der Gesäßgegend die besten Voraussetzungen schafft.</li>
<ol>
<ol>
<li>Ball Auftippen: klappt bei mir nicht. Die nicht exakt zurückspringenden Bälle kosten mich Konzentration statt mich zu fokussieren.</li>
<li>Mehrmaliges Auf- und Abschwenken des linken Wurfarmes. So, als wenn man eine Wurfbewegung vorab simuliert.<br />
Funktioniert bei mir auch nicht, da es mich irritiert. Manche Spitzenspieler tun es, andere nicht.</li>
</ol>
</ol>
<li>Stattdessen den Arm mit dem Ball aus eher ruhender Position vom linken oder rechten Oberschenkel (sicherheitshalber Antippen, als Kontrolle) starten, und zwar mit der folgenden Kippbewegung (Becken nach vorne, rechte Schulter senkt sich ausgeprägt) zum Wurf nach oben tragen. Vom linken Oberschenkel kommend, geht der Ball mehr nach links (gut für Vorhandgriff und  starken Pronationseinsatz), vom rechten Oberschenkel geht der Ball mehr nach rechts (gut für ausgeprägten Rückhandgriff und Slice-Aufschlag).</li>
<ol>
<ol>
<li>Heranziehen des rechten Fußes in der Einleitung der Schlagphase. (eigentlich schon mehr als ein Ritual). Manche Spieler machen es immer, andere manchmal (z.B. Berdych) andere überhaupt nicht (Federer). Es hängt wohl manchmal auch mit der Fußanfangsposition zusammen: eng beieinander oder eine Schrittweite auseinander.<br />
Bei Trockenübungen mache ich manchmal den Schritt (Vorteil, eine Rumpdrehung des Körpers in Richtung Frontalstellung ist möglich, gut für maximalen Pronationseinsatz des Schlagarmes), auf dem Platz aber nie. Da bin ich froh, dass die Füße möglichst lange auf dem Boden bleiben (wg. Fußfehlers).</li>
</ol>
</ol>
<li>Mit dem Ballwurf beginnt die Ausholbewegung des Schlagarms. Er kann weit nach hinten zum Zaun geführt werden (Bartoli) oder früh gebeugt den Schläger über die Schulter führen (Roddick).<br />
Wichtig ist besonders, dass die aus der Schulterkippe wieder hochschnellende Schulter auf das erhöhte &#8220;Gewicht&#8221; (Trägheit) des vorher nach unten geführten Schlagarms+Schläger trifft.</li>
<li>Wegen der Pronation wird der Schläger aus der Schleife zunächst rechts seitlich außerhalb des Rückens Körper geschwungen (maximale Supination bzw. Loading) zum Schlag mit Pronation.</li>
<li>Nach dem Ballkontakt und Ausschwung neben das rechte Bein pendeln Arm und Schläger erst in der allerletzten Phase  in Richtung linker Körperseite (bei manchen Serve &amp; Volley-Spielern bleibt der Arm rechts, z.b. Boris Becker).</li>
</ol>
<p>Nach Versuchen mit einem Tennisfreund empfehle ich besonders, die Phase ( 1-2 ) und die Phase (3-5 ) deutlich voneinander zu trennen und nicht zu verschmelzen. Sonst besteht die Gefahr, dass die Schulterkippe nicht ausgeprägt wird oder sich zu früh wieder nivelliert.</p>
<p>Viele Spieler haben auch Schwierigkeiten, den Ellbogen gut zu beugen. Dies sieht man auch im Spitzentennis oft. Jeder Grad zusätzlicher Streckungswinkel erhöht aber die Range und sollte bei richtigem Timing die erreichte Schlägerkopfgeschwindigkeit steigern.</p>
<p><strong>Tipps, wie man das Training gestalten soll<br />
</strong>(siehe dazu unsere Beiträge zum <a title="Umlernen" href="http://tennisfragen.de/umlernen/" target="_blank">Umlernen</a> und, besonder, zur <a title="Schnelligkeit im Tennis" href="http://tennisfragen.de/schnelligkeit-4/" target="_blank">Schnelligkeit</a>, aus denen wir die Tipps abgeleitet haben. Dort finden sich auch Zeitpläne und Muster für entsprechendes Techniktraining)</p>
<ol>
<li>Immer nur trainieren, wenn man sich wohlfühlt und motiviert ist.</li>
<li>Pausen einlegen, damit die Muskulatur sich erholen kann. Also nicht mit ermüdeter Muskulatur trainieren, das macht den vorhergehenden Lernvorgang zunichte</li>
<li>Qualität geht vor Quantität. Deshalb lieber weniger, dafür aber konzentrierter trainieren.</li>
<li>Längere Pausen, z.B. durch kleine Verletzungen oder Reizungen schaden nicht dem Lernvorgang. Im Gegenteil, oft sitzt die neue Technik nach 2 Wochen Pause besser, als wenn man weitertrainiert hätte.</li>
<li>Es ist gut, wenn man Jemanden findet, mit dem man die wichtigsten Knotenpunkte des Aufschlags, s. o. abstimmt und der bereit und in der Lage ist, einen beim Training zu korrigieren. Diese Art der Beschäftigung mit der Aufschlagbewegung kommt übrigens dem &#8220;Korrektor&#8221; selbst zugute, wie nachgewiesen wurde.<br />
<em>Eine sehr interessante Studie untersucht übrigens die Strategien von Trainern und Vergleichspersonen, Aufschläge live zu beobachten und zu analysieren. Siehe <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Beurteilung-von-Aufschlagbewegungen-DTB.pdf">hier&#8230;</a></em></li>
<li>Auch wenn es schwer nachzuvollziehen ist: oft ist es einfacher, eine Bewegung völlig neu aufzubauen (z.B durch Ritualisierungen, s.o.) als nur ein paar Details zu ändern. Im letzteren Fall werden bevorzugt die alten nervomuskulären Innervatiosnmuster angestoßen, die man loswerden wollte</li>
<li>Mit sich selbst Geduld üben.</li>
</ol>
<p><span style="text-decoration: underline;">Trainingsplan in Anlehnung an Schöllhorn</span><strong><br />
</strong><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/schoellhorn-Versuchsdesign-Aufschlag.jpg"><img class=" wp-image-3248 alignleft" style="margin: 5px;" title="schoellhorn Versuchsdesign Aufschlag" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/schoellhorn-Versuchsdesign-Aufschlag.jpg" alt="" width="197" height="81" /></a>Eine Trainingseinheit (TE) umfasst 90 Aufschläge. Nach jeweils 15 Aufschlägen 3 Minuten Pause.<br />
Das Training sollte 6 Wochen a`2 TE/Woche durchgeführt werden. Dies sind 1080 Aufschläge. Danach sollten zwei Wochen Pause eingelegt werden. Siehe hierzu die nebenstehende Darstellung.</p>
<p><strong>Timingverbesserung versus Schnellkrafttraining<br />
</strong><span style="text-decoration: underline;">Timing<br />
</span>Der zeitliche Ablauf der Bewegungen der beteiligten Körpersegmente ist absolut wichtig. Er sollte dem Schema der Peitsche folgen: der Aufschlag wird von den schwereren Körperteilen aufgebaut, die Impulse werden dann sukzessive an das nächste Glied der Impulskette weitergegeben. Die zeigt folgende Grafik <a href="http://othes.univie.ac.at/5112/1/2009-05-07_9806229.pdf" target="_blank">Quelle </a>S. 24</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Aufbau-der-Schlägergeschwindigkeit-beim-Service.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-2864" title="Aufbau der Schlägergeschwindigkeit beim Service" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Aufbau-der-Schlägergeschwindigkeit-beim-Service.jpg" alt="" width="472" height="348" /></a></p>
<p>In der Tendenz ist hier zu sehen, das Schulter, Ellenbogen, Hand und Schläger jeweils in dieser Reihenfolge ihre maximale Geschwindigkeit erreichen und den damit verbunden Impuls weitergeben.</p>
<p>Der hier gezeigte Aufschlag scheint allerdings nicht ganz optimal, denn es ist nicht einzusehen, weshalb die Schlägergeschwindigkeit vor dem Treffen (Impact, gestrickelte Senkrechte) seine Geschwindigkeit vermindert.</p>
<p>Schwer zu deuten ist auch die Beschleunigung der (rechten?) Schulter bei 0,5 sec. Hier gibt es in den von uns gezeigten Videos (siehe Roddick, weiter oben) Unterschiede bezüglich der Nutzung des Peitscheneffekts. Das Maximum bei 0,55 sec. würde bedeuten, dass die Schulter das Teilsystem Arm-Hand-Schläger noch weiter trägt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Schnellkrafttraining<br />
</span>In der hier zitierten Magisterarbeit von <a href="http://othes.univie.ac.at/5112/1/2009-05-07_9806229.pdf" target="_blank">Anton Witz </a>(2009) wird der Aufschlag aus biomechanischer Sicht beschrieben, um den Effekt eines Schnellkrafttrainings auf die Aufschlaggüte zu untersuchen. Aus den enthaltenen Fotos sowie der Beschreibung kann man vermuten, dass die Unterarmpronation nur wenig ausgeprägt ist. Die obige Grafik stammt aus dem Jahre 1994, in der die Pronation in den Lehrbüchern noch nicht die Bedeutung hatte, wie heute.<br />
Auch in den von Witz als Vorlage herangezogenen Wurftechniken spielt die Unterarmpronation auch eine höchstens untergeordnete Rolle.</p>
<p>Bemerkenswert wenn auch nicht ganz unerwartet ist das Untersuchungsergebnis, dass die erreichten Aufschlaggeschwindigkeiten der Testpersonen mit Schnellkrafttraining gegenüber der Kontrollgruppe, die ihr Aufschlaggtraining ohne diese Zusatzübungen absolvierten, doch recht gering sind (ca. 5% mehr).<br />
Der Unterschied erwies sich zwar durchgehend, also statistisch signifikant. Gemessen aber an den Streuungen der Aufschlaggeschwindigkeit im Freizeit, wie auch im Spitzentennis, erscheint die Ausbeute etwas mager. (siehe Anton Witz, S. 76). Dies deckt sich auch mit den Untersuchungen von Tilo Gold (Schnelle neuromuskuläre Innverationsmuster) und Sven Piper, Laufschnelligkeit im Tennis, siehe unseren Beitrag <a title="Schnelligkeit" href="http://tennisfragen.de/schnelligkeit" target="_blank">Schnelligkeit im Tennis.</a></p>
<p>Wie sensibel die nervomuskulären Muster sind, zeigt jüngst das Beispiel von Petkovic, die nach ihrer Rückenverletzung einen unsicheren Aufschlag hat. Techniktraining bei Ermüdung oder gar bei Verletzung kann sehr viel kaputt machen, darauf muss immer wieder hingewiesen werden. Für Spieler, die es gewohnt sind, die Zähne zusammen zu beißen und weiter zu &#8220;arbeiten&#8221; eine hohe Anforderung an Einsicht und Selbstbeherrschung.</p>
<p><strong>Ballbeschleunigung ist beim Service nicht Alles<br />
</strong>Dass höchste Ballbeschleunigung nicht immer das Ziel ist zeigt dieses Beispiel von Federer sehr überzeugend. Aber auch hier ist eine große Schlägerkopfgeschwindigkeit Voraussetzung, um damit den Spin zu erzeugen.</p>
<p><object width="454" height="259" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/mM1P2ej4YtY?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="454" height="259" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/mM1P2ej4YtY?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p><strong>Feed-Back einbauen<br />
</strong>Es stellt sich heraus, dass Spieler beim Service die Härte Ihres Aufschlags selbst nicht gut einschätzen können. Deshalb empfiehlt es sich, eine Radarkanone aufzustellen, die unmittelbar die erzielte Aufschlaggeschwindigkeit meldet (siehe <a href="http://journals.lww.com/acsm-msse/Abstract/2012/04000/The_Need_and_Benefit_of_Augmented_Feedback_on.24.aspx" target="_blank">hier&#8230;.)</a>.<br />
Ein anderer Weg ist es, den Bereich zwischen Grundlinie und Zaun durch Markierungen so einzurichten, dass der Spieler den Punkt der zweiten Landung des Balles besser beobachten und einschätzen kann. Wegen  der perspektivischen Verzerrung werden die Abstände in dieser Entfernung nicht mehr richtig eingeschätzt.<br />
Wenn die Aufschlaghärte groß genug ist, kann auch die Einschlaghöhe im Zaun oder in der Tennishallenwand als Maßstab genutzt werden.</p>
<p>Da bei diesen Verfahren die Schlägerenergie, die in Schnitt umgesetzt wird, nicht erfasst wird, schlagen wir vor, in das Saitenbett eine Spielzeugsirene (normalerweise durch Hineinblasen zum Tönen gebracht) einzuklemmen, die durch ihr Geräusch die Schlägergeschwindigkeit selbst erkennen lässt. Wir haben es noch nicht getestet, denken aber, dass es funktionieren müsste.</p>
<p>Ebenfalls in die Kategorie Feed-Back gehört die Markierung von Zielflächen im Aufschlagfeld, weil dabei der Sollwert besser definiert ist.</p>
<p>Irgendwann wird es dafür sicher digitale Lösungen, im Schläger eingebaut oder angeklemmt, geben.</p>
<p>Weitere Tipps siehe auch in unserem Beitrag <a title="Ist der moderne Aufschlag für den Freizeitspieler zu schwer?" href="http://tennisfragen.de/ist-der-moderne-aufschlag-fur-den-freizeitspieler-zu-schwer/" target="_blank">Ist der moderne Aufschlag für den Freizeitspieler zu schwer?</a></p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
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		<title>Wie kann man den Ballwurf verbessern?</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2012 19:20:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein immer wieder leidiges Thema beim Aufschlag ist der richtige Ballwurf. Wir haben in unserem alten Portal vor einigen Jahren auf die Untersuchungen von John Yandell verwiesen, der beobachtete, dass der Ball nicht exakt senkrecht geworfen wird. Das orientierte sich an &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/wie-kann-man-den-ballwurf-verbessern/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Roddick-APAS.jpg"><img class="alignleft  wp-image-3486" style="margin: 5px;" title="Roddick APAS" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Roddick-APAS.jpg" alt="" width="138" height="175" /></a>Ein immer wieder leidiges Thema beim Aufschlag ist der richtige Ballwurf. Wir haben in unserem alten Portal vor einigen Jahren auf die <a href="http://tennisfragen.de/tennisfragen/Wissen/cont%20Mythen%20des%20Service.html" target="_blank">Untersuchungen</a> von John Yandell verwiesen, der beobachtete, dass der Ball nicht exakt senkrecht geworfen wird. Das orientierte sich an slow-motion-Aufnahmen von Pete Sampras. <br />
Andererseits werden die verschiedensten Techniken empfohlen, den Ball beim Hochwurf &#8220;richtig&#8221; in der Hand zu halten, nämlich so, dass der Ball ohne Einfluss von unerwünschten &#8220;Querkräften&#8221;  senkrecht nach oben geworfen wird.<br />
Wir legen hier drei Lösungen vor, den Hochwurf relativ unabhängig von der Timingfrage, dem richtigen Halten und Loslassen überaus einfach zu optimieren.</strong></p>
<p><span id="more-3485"></span></p>
<p>Nach dieser Idee, den Ball beim Hochwurf nur auf die Fingerspitzen oder die Fingerwurzeln aufzulegen, verlässt er von alleine die Hand, wenn der Kreisbogen des gestreckten Wurfarmes etwas Schulterhöhe erreicht hat. Hier sind wir aber wieder einem Mythos auf der Spur, dem allerdings fast die ganze Tenniswelt aufsitzt. Es gibt besssere Möglichkeiten, wie wir zeigen.</p>
<p>Das oben genannte Bemühen führt nämlich zu großen Problemen, weil der Ball, meist aus Oberschenkelhöhe auf die Kreisbahn gezwungen wird. Er gehorcht dann der Fliehkraft und wird frühzeitig vom Handteller (Fingerspitzen, Fingerwurzeln usw.) weggeschleudert, wenn er nicht doch irgendwie festgehalten wird.</p>
<p>Dies hat zur Folge, dass der Ball im richtigen Moment freigegeben werden muss. Das Timing des Loslassens entscheidet dann über die Richtung des Ballwurfs. Eine sehr kritische Angelegenheit.</p>
<p>Welche Möglichkeiten gibt es, dieses grundsätzliche Problem zu entschärfen?</p>
<ol>
<li>Der Arm startet bereits aus einer fast waagerechten Position und endet nicht wesentlich darüber. Für einen ausreichenden Hochwurf reichen die Beschleunigungskräfte in der Regel aus. Der relevante Kreisbogen ist einer senkrechten Bewegungsbahn sehr ähnlich (Beispiel Djokovic).</li>
<li>Der Kreisbogen des gestreckten Arms wird in Schulterhöhe &#8220;gerade gebogen&#8221;, indem die Schulter, an der der Arm angelenkt wird, sich nach vorne bewegt. Das setzt eine entsprechende Bewegung des Körpers während des Wurfs voraus. Beispiel Ivanovic und Dodig.</li>
<li>Der Kreisbogen wird nicht nur durch die Schulterbewegung zu einer Senkrechten aufgebogen, sondern der Arm ist von Anfang an etwas im Ellbogengelenk gebeugt und streckt sich in der &#8220;kritischen Loslass-Phase, in der  der Ball von der Hand freigelassen wird. Es entsteht damit eine längere &#8220;Führungsstrecke&#8221; von ca. 20 bis 30 Zentimetern, bei der das Timing des Loslassens nur noch über die Wurfhöhe, nicht aber über die Wurfrichtung entscheidet. Dieses Muster sieht man bei Gilles Simon, und extrem bei Andy Roddick und in schwacher Ausprägung bei einigen anderen Spitzenspielern, bei denen der Arm anfangs entspannt und ganz leicht gebeugt ist.</li>
</ol>
<p>Bei Lösungen 2 und 3 entsteht einen Führungsstrecke, die dem Zeitpunkt des Loslassens eine größere Toleranz einräumt. So logisch Punkt3 aus kinematisch-physikalisch-technischer Sicht auch ist, weshalb sieht man diese Art des Ballwurfs so selten? Möglicherweise, weil Generationen von Trainern den Ballwurf in herkömmlicher Weise vermitteln. Wir denken, dass dies eines der Mythen der Trainingslehre sein könnte, die mindestens zu hinterfragen sind. Wer zielt ein Papierkügelchen in den Papierkorb mit völlig versteiftem Arm? Gelenkendstellungen gelten in der Biomechanik ohnehin als meist unerwünscht, weil die Regelungsmöglichkeiten hierbei reduziert sind.</p>
<p>Mein Trainingsfreund und ich haben es ausprobiert und erlebten dabei, dass nunmehr das Hochtragen des Balles und die Bewegung des ganzen Armes in die sogenannte Trophy-Position angstfreier möglich ist, wenn der Arm durch vorher leichtes Anwinkeln und spätere Streckung dem Ball in der entscheidenden Phase diese kleine Führungsstrecke ermöglicht. Dies gilt in ähnlicher Weise auch, wenn Lösung 2 umgesetzt wird.<br />
<em>Siehe auch unseren Beitrag, <a title="Wie komme ich zum Spitzenaufschlag?" href="http://tennisfragen.de/wie-komme-ich-zum-spitzenaufschlag/" target="_blank">Wie komme ich zum Spitzenaufschlag?</a></em></p>
<p><strong>Beispiele<br />
</strong><span style="text-decoration: underline;">Keine ausgeprägte Führungsstrecke sondern Einschränkung des Kreissektors</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><object width="465" height="224" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/aVL4XQiWeWY?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="465" height="224" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/aVL4XQiWeWY?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></span></p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Führungsstrecke-Ballwurf-Djokovic.png"><img class="alignleft  wp-image-3573" style="margin: 5px;" title="Führungsstrecke Ballwurf Djokovic" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Führungsstrecke-Ballwurf-Djokovic.png" alt="" width="159" height="252" /></a>Novak Djokovic löst die Aufgabe, indem er den Wurf recht hoch (Hüfthöhe) beginnt, er den Ball mit den Fingerspitzen hochträgt. Da er Ballwurf und die weiteren Aufschlagbewegungen weitghend separiert, braucht er hierfür mehr Zeit, die er sich durch einen sehr hohen Ballwurf  verschafft. Mit dem Ballwurf ist zwar eine Streckung des Körpers aus der Rumpfbeuge verbunden, diese führt aber nicht nach vorne und unterstützt daher nicht die Führungsstrecke nach Modell 2.<em> (Die weiter unten gezeigten Photomontagen geben den Start der Wurfbewegung nicht wider, weil dort die Führungsstrecke gezeigt werden soll. Bei Jankovic z.B. beginnt der Ballwurf ungefähr in Kniehöhe).</em></p>
<p><em>(Der schwarze Bildrand ist kein Zeichen der Trauer, sondern ein Effekt der Nachjustierung der Bildebenen (anhand des Schriftzuges) der wackelnden slow-motion-Aufnahme. Den gleichzeitig mit dem Wurfarm hochgeführte Schlagarm haben wir hier gelöscht bzw. unkenntlich gemacht.)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Führungsstrecke wird durch Nach-Vorne-Bewegung der Wurfarmschulter erzeugt</span></p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Jelena Jankovic</span></em>, gleich zu Beginn der Aufschlag in Großaufnahme. Der Bewegungsablauf gefällt mir sehr gut, da Hochwurf und In-die-Knie-Gehen integriert und nicht separiert sind.</p>
<p><object width="461" height="233" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/n9WJG4EDe7g?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="461" height="233" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/n9WJG4EDe7g?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p> <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Ballwurf-Jankovic-Führungsstrecke.jpg"><img class=" wp-image-3512 alignleft" style="margin: 5px;" title="Ballwurf Jankovic Führungsstrecke" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Ballwurf-Jankovic-Führungsstrecke.jpg" alt="" width="161" height="260" /></a></p>
<p>Die Führungsstrecke ist sogar eher etwas vom Kopf weg gerichtet (<em>siehe &#8220;Schatten&#8221; der reinkopierten Phase bei der Trennung von Ball und Hand</em>). Die Gefahr, dass das Aufrichten in die berühmte Trophy-Position den Ball über den Kopf plazieren könnte ist also überhaupt nicht gegeben.</p>
<p>Genau die Angst vor dieser Gefahr dürfte aber der Grund für die meisten Tennisspieler sein, dass sie die für die Schulterkippe so wichtige Trophy-Position nicht voll erreichen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Jankovic-Führungsstrecke-mit-Kreis.png"><img class="alignleft  wp-image-3541" style="margin: 5px;" title="Jankovic Führungsstrecke mit Kreis" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Jankovic-Führungsstrecke-mit-Kreis.png" alt="" width="159" height="246" /></a></p>
<p>Hier ist zum Vergleich der Arm als Radius für die Wurfbahn ohne weitere Körperbewegung eingeblendet.<br />
Die  Problematik des Ballwurfs aus dem Stand (zeitkritisches Loslassen) wird her recht deutlich.</p>
<p><strong>Achtung:</strong> wenn man den Effekt der erweiterten Führungsstrecke nutzt, wie von uns vorgeschlagen, macht es nicht viel Sinn, den Ballwurf stamm stehend trocken zu üben, da bei der realen Aufschlagbewegung ein anderer Wurf zustande kommt. Wenn man trocken üben will, dann immer mit der Bewegung inklusive Gewichtsverlagung vom hinteren Fuß und Nachvorne-Bringen des Gewichts (Becken), auf den vorderen Fuß, wie bei Jankovic, Djokovic, Dodic, Sampras und viele Andere.!</p>
<p>Bei Versuchen mit meinem Trainingsfreund sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass trotz vieler Varinaten beim Aufschlag es wohl für die Stabilität des Service am wichtigsten ist, dass der Ballwurf aus der Gewichtsverlagerung von hinten nach vorne kommt. Dann ist es auch nicht mehr eine Frage des Mutes, die extreme Trophy-Position einzunehmen, weil der Aufschläger dann nicht mehr Gefahr läuft, dass der Ball irgendwo nur noch durch hektisches Nachlaufen erreichbar verschwindet. Auch das ängstliche nur halbhoch Werfen hört dann auf. Man beobachte mal auf den vielen YouTube-Clips, wie hoch die Spitzenspieler heute werfen. Dies ist eine Folge der möglichst extensiven Ausnutzung einer maximalen Range, d.h. Entfernung des Schlägerkopfes am Boden der Schleife bis zum Treffpunkt (siehe <a title="Wie komme ich zum Spitzenaufschlag?" href="http://tennisfragen.de/wie-komme-ich-zum-spitzenaufschlag/" target="_blank">Wie komme ich zum Spitzenaufschlag, </a>Roddick, außerdem unseren Beitrag Muskelmodelle für die Vorhandsimulation, in der gezeigt wird, dass, physikalisch gesehen, die abzugebene maximale Beschleunigunsarbeit durch die Leistung der Muskulatur bestimmt ist (bzw. HILLsche Beziehung im Muskelmodell).</p>
<p>Deshalb haben sich vermutlich Aufschlagstile, die zeitweise modern waren und durch sehr kurze und schnelle Bewegungen sowie niedrigen Ballwurf gekennzeichnet waren, nicht durchsetzen können.</p>
<p>Recht ähnlich ist übrigens die ausgeprägte Rumpfbewegung während des Ballwurfs von <span style="text-decoration: underline;">Pete Sampras</span></p>
<p><object width="454" height="228" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/QqC3k_k0Fa4?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="454" height="228" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/QqC3k_k0Fa4?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Eigentlich verwenden wir keine &#8220;historischen&#8221; Spielerpersönlichkeiten um Technik zu demonstrieren</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em> Allerdings gehören auch ältere Bewegungsstile in den &#8220;Genpool&#8221; möglicher Bewegungsabläufe. Auch wollen wir nicht einem unreflektierten linearen Fortschrittsgedanken frönen, auch wenn das Portal intensiv nach neuen Stilen sucht.</em><br />
<em>Die Ähnlichkeit mit Dodig und Jankovic ist immerhin verblüffend</em>.</p>
<p>Sampras zeigt auch Aufschläge, die dann ziemlich anders aufgebaut sind. Man beachte die Beinarbeit im übernächsten Clip, die eher an Sam Stosur erinnert: ein Einleitungsschrittchen mit dem linken Fuß, parallel zur Grundlinie.</p>
<p>Auch hier ist aber eine Führungsstrecke ab Bauchnabel bis fast zur Trophy-Position zu sehen, siehe als Orientierung den senkrechten Stab von der letzten Null des Expo 2000 Schriftzugs ausgehend. Eine Erklärung oder Deutung für diese Beinarbeit ist mir nicht bekannt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Führungsstrecke wird auch durch lockeren, leicht gebeugten oder deutlich angewinkelten Wurfarm in der letzten Phase des Ballwurfs erzeugt.</span></p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Aranxta Rus</span></em><br />
Führungsstrecke ist der Pfahl im Hintergrund</p>
<p><object width="459" height="229" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/tC-L9jM4lBQ?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="459" height="229" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/tC-L9jM4lBQ?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Pete Sampras</span></em>, hier hat er mal den Wurfarm locker, insgesamt gute Führungsstrecke in der letzten Phase des Ballwurfs</p>
<p><object width="464" height="228" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/g2FJJb9gyMk?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="464" height="228" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/g2FJJb9gyMk?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Trainerin  Fullswingtennis</span></em>: Arm leicht gebeugt bei 1.56. Der seitliche Tenniszaun kann zur Orientierung herangezogen werden. Beachte den Zeitpunkt, wenn Ball und Wurfhand die Querstrebe des Zaunes erreicht: Der Arm ist <strong>deutlich gebeugt</strong> und streckt sich danach. In slow-motion, bei mir auf der iPhone-App SpeedUp TV (siehe unseren Beitrag <a title="Mit Videos von den Großen lernen" href="http://tennisfragen.de/mit-videos-von-den-grosen-lernen/" target="_blank">Mit Videos von den Großen lernen</a>, ist das sehr schön zu sehen.</p>
<p><object width="463" height="232" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/7WYPioDix1I?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="463" height="232" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/7WYPioDix1I?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Ballwurf-Führungsstrecke-Tennisschule.jpg"><img class="alignleft  wp-image-3513" style="margin: 5px;" title="Ballwurf Führungsstrecke Tennisschule" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Ballwurf-Führungsstrecke-Tennisschule.jpg" alt="" width="198" height="304" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>In diesem Beispiel ist die Führungsstrecke recht genau senkrecht. Trotz &#8220;mitarbeitendem&#8221; Wurfarm im Sinne einer Streckung, ist die Führungsstecke weniger vom Kopf weg orientiert, als bei Jankovic. Dies liegt daran, dass die Beckenbewegung (und die linke Schulter)  noch vorne deutlich weniger ausgeprägt ist, als bei Letzterer. Die kann die Armstreckung nicht voll ausgleichen.</p>
<p> <br />
<em><span style="text-decoration: underline;">Timea Babos</span></em> (siehe <a title="Hat mein Kind Talent?" href="http://tennisfragen.de/hat-mein-kind-talent/" target="_blank">Hat mein Kind Talent</a>?), gegen Metea Mezak,<br />
(ich hoffe, ich habe die Damen nicht vertauscht) &#8211; bei 043,3<br />
<a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Ballwurf-Timea-Babos.png"><img class="alignleft  wp-image-3537" style="margin: 5px;" title="Ballwurf Timea Babos" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Ballwurf-Timea-Babos.png" alt="" width="198" height="252" /></a></p>
<p>Auch hier braucht man beim Abspielen die Möglichkeit, in Einzelbilder aufzulösen und möglichst die Vergrößerung. Es sind die Einzelbilder von SpeedUp TV (Sceen-Shots) mit Gimp übereinandergelegt. Dann ist klar zu sehen, dass der Arm im mittleren Bereich der Wurfphase gebeugt ist und sich erst in der letzten Phase, wenn der Ball die Hand verlässt, streckt. Also auch hier wird die Führungsstrecke<strong> auch</strong> durch die spätere Armstreckung bewirkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><object width="458" height="220" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/yjBGtTBmw5g?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="458" height="220" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/yjBGtTBmw5g?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=kqSKBBxO3qU&amp;feature=player_detailpage#t=66s" target="_blank"><img class="size-full wp-image-3486 alignleft" style="margin: 5px;" title="Roddick APAS" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Roddick-APAS.jpg" alt="" width="283" height="393" /></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><em>Andy Roddick</em>,</span><br />
Arm <strong>stark gebeugt</strong>, er streckt ihn aber nicht besonders, um eine Führungsstrecke zu erzeugen. Dies ist vermutlich nicht nötig, weil seine Schulter gut nach vorne kommt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Ich würde mich freuen, Erfahrungen mit dieser Wurfart in den Kommentaren zu lesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Hat mein Kind Talent?</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 15:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gerade für das Tennis ist ein besonders breites Kompetenzprofil leistungsbestimmend. Dies macht einen besonderen Reiz dieser Sportart aus, nämlich dass recht unterschiedliche Begabungsprofile zum Erfolg führen können. Im hier verlinkten Aufsatz ist dies sehr übersichtlich dargestellt. siehe Talentdiagnostik (Tennis ab &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/hat-mein-kind-talent/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=TGqkr8-FD4A" target="_blank"><img class="alignleft  wp-image-3026" style="margin: 5px;" title="talent 4 Jahre" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/talent-4-Jahre.jpg" alt="" width="140" height="171" /></a>Gerade für das Tennis ist ein besonders breites Kompetenzprofil leistungsbestimmend. Dies macht einen besonderen Reiz dieser Sportart aus, nämlich dass recht unterschiedliche Begabungsprofile zum Erfolg führen können. Im hier verlinkten Aufsatz ist dies sehr übersichtlich dargestellt. siehe<a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/TALENTDIAGNOSTIK.pdf"> Talentdiagnostik (Tennis ab S. 17)</a>  Dort heißt es, nachdem auch interessante Beispiele zu Tenniskarrieren von Spitzenspielern beleuchtet werden, abschließend: </strong><strong>&#8220;&#8230;Die Talentsuche sollte als Spaß und Freude vermittelnde Veranstaltung organisiert werden, damit die Kinder sich ohne überzogenen Leistungsdruck und nicht verkrampfend präsentieren können. &#8230;&#8221; S. 20</strong></p>
<p><strong>Bei der Beurteilung des Leistungsstandes von jungen Spielern ist Realismus gefragt. Ray Bowers hat eine Blue-Diamond Line der Profispieler und -Spielerinnen aufgezeigt, die auch für den jungen Nachwuchs als zusätzliche Orientierung über das Machbare herangezogen werden kann.</strong></p>
<p><span id="more-284"></span></p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Leistungsdeterminanten-beim-Tennis.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-286" title="Leistungsdeterminanten beim Tennis" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Leistungsdeterminanten-beim-Tennis.jpg" alt="" width="479" height="360" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Thema Talentsuche stellt sich eigentlich nur für den höheren Leistungsbereich. Im mittleren Leistungsbereich kann jedes Kind, das gesund und motiviert ist, also Spaß hat und früh genug anfängt, sagen wir mal mit 7 Jahren, als junger Erwachsener z.B. Bezirksklasse B erreichen.</p>
<p>Oft fragen auch 10 bis 12-Jährige, ob sie noch Profi werden können (siehe eine solche Anfrage in einem Sportlerforum <a href="http://www.gutefrage.net/frage/kann-ich-noch-profi-tennisspielerin-werden-wie" target="_blank">sowie die hilfreichen Antworten aus der Praxis</a>). Siehe zum &#8220;Profizirkus&#8221; auch unseren Beitrag <a title="Mein Kind spielt Turniere" href="http://tennisfragen.de/mein-kind-spielt-turniere/" target="_blank">Mein Kind spielt Turniere</a> und die dort verlinkte Dissertation von Schwaegerl.</p>
<p>Ray Bowers von <a href="http://www.tennisserver.com/lines/lines.html" target="_blank">tennisserver.com </a>hat für die absoluten Spitzenspieler der Vergangenheit untersucht, wie sich die Karriere in den ersten Jahren gestaltete.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Herren</span></p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Karriere-von-Tennisprofis.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-3498" title="Karriere von Tennisprofis" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Karriere-von-Tennisprofis.jpg" alt="" width="449" height="409" /></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Damen</span></p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Karriere-von-weiblichen-Tennisprofis.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-3499" title="Karriere von weiblichen Tennisprofis" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Karriere-von-weiblichen-Tennisprofis.jpg" alt="" width="434" height="412" /></a></p>
<p>Es zeigt sich, dass die jungen Damen fast zwei Jahre früher im internationalen Tennis sichtbar werden, weshalb wir ja auch für die Entdeckung neuer Schlagstile und Techniken schon von Anfang an empfehlen, besonders diesbezüglich die Damen zu beobachten (siehe <a title="Mit Videos von den Großen lernen" href="http://tennisfragen.de/mit-videos-von-den-grosen-lernen/" target="_blank">Mit Videos von den Großen lernen</a>).</p>
<p>Die Liste der Rising Stars bei den Damen sieht bei <a href="http://www.tennisserver.com/lines/lines.html" target="_blank">Ray Bowers </a>folgendermaßen aus:</p>
<ol>
<li>Petra Kvitova, Tschechien, 22. J</li>
<li>Sabine Lisicki, Deutschland, 22. J</li>
<li>Christina McHale, USA, knapp unter 20 J</li>
<li>Mona Barthel, Deutschland, 21 1/2 J</li>
<li>Sloane Stephens, USA,  knapp unter 19 J</li>
<li>Timea Babos, Ungarn, 18 3/4 J</li>
<li>Laura Robson, Australien/England, gerade 18 J geworden</li>
</ol>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Die Kommentare haben wir unter <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/Ray-Bowers-Watch-List-female.pdf" target="_blank">diesem Link </a>gesichert, falls der obige Link nicht mehr zu dem Artikel führen sollte.</em></p>
<p>Alle diese Spielerinnen sind erfüllen die Anforderungen der Blue-Diamond Line nach Ray Bowers.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Entwicklung des Kindes: Talentaufbau in frühesten Jahren.<br />
</strong>Siehe auch diese schematische Darstellung zur Entwicklung der koordinativen Leistungen von <a href="http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4378/pdf/DissEndfassung.pdf" target="_blank">Jens Dirk Thieß</a>,</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Gerade das Bewegungstalent der Kinder ist extrem abhängig von der frühzeitigen Schulung. Der Mensch wird motorisch weitgehend unentwickelt geboren. Er schläft im ersten Vierteljahr seines Lebens etwa 70-80% des Tages. In den Zeiten des Wachseins sind hauptsächlich ungerichtete Massenbewegungen zu beobachten. Das sind ungeordnete Bewegungen ohne Zielbezogenheit. Die Aneignung erster koordinativer Fähigkeiten beginnt ab dem 4. Lebensmonat: gezieltes Greifen, aufrechte Haltung, selbstständige Fortbewegung. </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Erste Werfversuche können gegen Ende des ersten Lebensjahres in Form des Wegwerfens beobachtet werden. Bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres erfolgen dann schließlich beidhändige Schockwürfe ohne nennenswerte Einbeziehung des Rumpfes im Sinne von isolierten Armbewegungen. </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Ab dem 4. Lebensjahr werden Bewegungskombinationen durchgeführt. In diesem Alter wird ein bemerkenswerter Niveauanstieg in nahezu allen koordinativen Fähigkeiten beobachtet; Roth und Winter kennzeichnen ihn als einen weitgehend linearen Anstieg (Roth &amp; Winter, 2002). Dieser im Vergleich zu den vorhergehenden Lebensabschnitten jetzt rasche Niveauanstieg ist als Folge der „Lebenstätigkeit“ zu werten (Leontjew, 1982). </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Vierjähriger beim Training, 15 Std. die Woche <br />
<object width="427" height="216" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/TGqkr8-FD4A?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="427" height="216" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/TGqkr8-FD4A?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em></em><em>Charakteristisch ist besonders das ausgeprägte Spiel-, Bewegungs- und Betätigungsbedürfnis der Kinder. Umfangreiche Untersuchungen zur Ontogenese der koordinativen Fähigkeiten wurden durch Hirtz durchgeführt. Er ordnet die weitere Altersentwicklung wie folgt ein: </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die intensivste Entwicklungsphase der koordinativen Fähigkeiten liegt zwischen dem 7. und 11. Lebensjahr. Im frühen Erwachsenenalter erreichen sie ihren Höhepunkt (Hirtz, 1981 und Schielke, 1989).</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Sarah, 8 Jahre alt <object width="424" height="225" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/-L7q-bFA3vY?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="424" height="225" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/-L7q-bFA3vY?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em></em><em>Laut Winter setzt die Ausprägung koordinativer Fähigkeiten eine nachhaltige Koordinationsschulung voraus (Winter, 1981). Die Rolle einer konsequenten Schulung der koordinativen Fähigkeiten unterstreicht ein breit angelegter Feldversuch von Hirtz: </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em><strong>11jährige Schüler erzielten nach einem intensivierten Koordinationstraining Leistungen, die über denen 15-16jähriger Schüler der Grundgesamtheit ohne intensiviertes Koordinationstraining lagen</strong>. <strong>Es kam praktisch zu einer Verdoppelung des „Normalzuwachses</strong>“. </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Zehnjähriger Tennisspieler, Korea<object width="419" height="218" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/6OpFohTgzY8?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="419" height="218" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/6OpFohTgzY8?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Derartige Steigerungen sind in späteren Entwicklungsphasen mit den gleichen Mitteln nicht mehr zu erreichen (Hirtz, 1981). Auch Meyners (1985) betont, dass spätere Mängel nicht anlagebedingt zu erklären, sondern eher als Produkt fehlender Förderung im Kindesalter zu interpretieren seien. Die frühzeitige Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten sei für den später zu ereichenden Höchstgrad entscheidend (Meyners, 1985). Auch andere Autoren betonen die Bedeutung einer frühen Schulung der koordinativen Fähigkeiten (Jonath, 1988; Samac, 1998).</em> Quelle <a href="http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4378/pdf/DissEndfassung.pdf" target="_blank">Diss Jens Dirk Thieß</a>, Homosexualität und Ballweitwurf, S. 15 f</p>
<p>Für den Spitzenbereich sollte man mit drei oder vier Jahren beginnen, oder noch früher. In diesem Alter haben auch Nadal und Federer mit Tennis angefangen.</p>
<p><strong>Achtung, Trainer und Vereinsfunktionäre haben ihre eigenen Interessen.</strong><br />
Sicher, man muss schon den Fachleuten vertrauen, wenn man nicht selbst ein sehr guter Tennisexperte ist. Aber eine gesunde Skepsis ist angebracht. Im Tennis ist das vielleicht weniger ausgeprägt, aber es ist bekannt, dass im deutschen Vereinswesen der Trainerergeiz oder die Ziele eines Vereins in Richtung Leistungsförderung durchaus nicht immer mit den Wünschen der Eltern übereinstimmen müssen und sich dann in gewisser Weise verselbstständigen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table width="34%" border="1">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="203"><object width="200" height="150" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/5xSTxdWQuBI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="200" height="150" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/5xSTxdWQuBI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></td>
<td valign="top"><object width="200" height="150" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/veVNsAnrc3U&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="200" height="150" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/veVNsAnrc3U&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="203">Nick Bollettieri mit guter Videounterstützung (Federer invers)</td>
<td valign="top">Nick Bollettieri und ambitionierte Eltern + Sohn</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Management von Verein und Tennisschule</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 18:21:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für den Sport in Deutschland werden schwierige Entwicklungen prognostiziert. Der deutliche Einbruch gerade beim Tennis wird wissenschaftlich untersucht. Die Clubs müssen also attraktiver werden, damit sie den modernen Gegebenheiten und Wertvorstellungen entsprechen. Eine Ahnung zum Image der Sportarten bekommt man &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/vereinsmanagement/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/VereinsmanagementTennisSport.pdf" target="_blank"><img class="alignleft  wp-image-1103" style="margin: 5px;" title="Professionelle Außendarstellung" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Professionelle-Außendarstellung.jpg" alt="" width="140" height="193" /></a><strong> </strong></p>
<p><strong>Für den Sport in Deutschland werden schwierige Entwicklungen <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Marketingprognose-Sport-und-Gesellschaft.pdf" target="_blank">prognostiziert</a>. Der deutliche Einbruch gerade beim Tennis wird wissenschaftlich <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Platzquote-bilanzierung-tennis.pdf" target="_blank">untersucht.</a> Die Clubs müssen also <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=marktstudie%20tennis%20m%C3%BCnster%20&amp;source=web&amp;cd=4&amp;ved=0CGEQFjAD&amp;url=http%3A%2F%2Fdigbib.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fvolltexte%2Fdocuments%2F1081138&amp;ei=Q1-oTsXSB7GM4gSwkenbDw&amp;usg=AFQjCNEpp-4kXq0L_lenbbPJfz_LnpX-vQ" target="_blank">attraktiver</a> werden, damit sie den modernen Gegebenheiten und Wertvorstellungen entsprechen. Eine Ahnung zum Image der Sportarten bekommt man auf diesem <a href="http://www.maedchen.de/forum/sport-fitness/6501-vorurteile-eurer-sportart-gegenueber-25.html" target="_blank">Mädchenportal</a>.</strong></p>
<p>In unserem Beitrag werden Grundlagen besprochen und wertvolle Arbeitsmaterialien von vorbildlichen Clubs und Tennisschulen gezeigt.</p>
<p><strong></strong><span id="more-3404"></span> <strong>Gemeinnützigkeit und Mitwirkung<br />
</strong>Tennis wird in Deutschland &#8211; noch &#8211; vorwiegend durch gemeinnützige Vereine organisiert, in denen die Mitwirkung der Mitglieder nach demokratischen Prinzipien vorgesehen ist. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich und muss von der Mitgliederversammlung entlastet werden.</p>
<p>Das stellt gelegentlich erhöhte und ungewohnte Anforderungen an die ehrenamtlich aktiven Mitglieder, auf die diese vorbereitet sein sollten<strong>. </strong></p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Worek-was-ist-ein-Verein.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-2301" title="Worek was ist ein Verein" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Worek-was-ist-ein-Verein.jpg" alt="" width="430" height="121" /></a></p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Heinemann/Horch nach <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=marktstudie%20tennis%20m%C3%BCnster%20&amp;source=web&amp;cd=4&amp;ved=0CGEQFjAD&amp;url=http%3A%2F%2Fdigbib.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fvolltexte%2Fdocuments%2F1081138&amp;ei=Q1-oTsXSB7GM4gSwkenbDw&amp;usg=AFQjCNEpp-4kXq0L_lenbbPJfz_LnpX-vQ" target="_blank">Worek, </a>S. 29.</em></p>
<p>Daniela Worek legt mit Ihrer Dissertation nicht nur eine Marktanalyse vor, sondern zeigt auch interessante generelle sportsoziologische und sportpsychologische Aspekte, die dem im Tennisclub Engagierten viele wertvolle Einblicke ermöglichen. Eine Dissertation ist als allgemeine Informationsquelle nicht in jeder Hinsicht optimal. Ich empfehle aber, im Inhaltsverzeichnis zu stöbern und interessante Abschnitte zu lesen. Die Arbeit ist mir erst bekannt geworden, nachdem mein Portalbeitrag verfasst wurde. Einige Daten habe ich jetzt als Belege übernommen und ausgewiesen.</p>
<p>Die Satzung und gegebenenfalls die Geschäftsordnung legt die Aufgaben für die einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Vorstandsmitglied wird man allein durch Wahl in der Mitgliederversammlung. Besondere formale Qualifikationen müssen nicht nachgewiesen werden. Da die Arbeit ehrenamtlich geleistet wird, ist eine Aufwandsentschädigung meist nicht vorgesehen. Die Gemeinnützigkeit hat für den Club große steuerliche Vorteile. Die Bedingungen, siehe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinn%C3%BCtzigkeit">hier&#8230;</a></p>
<p>Wesentliches Kriterium ist, neben der Förderung von gemeinnützigen Zwecken, der Grundsatz, &#8220;der Zweck muss selbstlos, ausschließlich und unmittelbar verfolgt werden.&#8221;</p>
<p><strong>Mitwirkung und Transparenz, auch im Jugendbereich<br />
</strong>Nach modernem Verständnis wird dies durch demokratische Strukturen und Abläufe, zu der auch ausreichende Transparenz gehört, gewährleistet. Ein kürzlich verschickter <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Bewerbungsbogen-RWE-Wettbwerb-2011-1-.doc">Bewerbungsbogen </a>für einen Wettbewerb unter Sportvereinen mit Jugendbereich illustriert sehr prägnant, was heute unter Mitwirkung und Transparenz zu verstehen ist.</p>
<p>Auszug aus Bewerbungsbogen RWE &#8220;Junges Engagement im Sportverein&#8221;</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Junges-Engagement-Fragebogenauszug.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-2176" title="Junges Engagement Fragebogenauszug" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Junges-Engagement-Fragebogenauszug.jpg" alt="" width="463" height="410" /></a></p>
<p>In vielen Vereinen ist dies leider noch Zukunftsmusik. Angesichts der Tatsache, dass z.B. Kinder und Jugendliche mit erheblichen Mitteln gefördert werden, sollte eine einwandfreie demokratische Struktur des Jugendbereichs im obigen Sinne selbstverständlich sein. Außerdem fördern Mitwirkung und Transparenz die Motivation und das Verantwortungsgefühl der Kinder und Eltern.</p>
<p><strong>Unterschiedliche Logik Wirtschaftsbetrieb/ehrenamtlicher Verein<br />
</strong>Wie eingangs schon erwähnt, ist ein Verein eine Non-Profit-Organisation. Sie gehorcht deshalb nicht der gleichen Logik wie ein auf Gewinnerzielung ausgerichteter Betrieb, auch wenn die Zahlen am Ende &#8220;stimmen&#8221; müssen. Im Verein gilt Vieles nicht, was die übrige Berufswelt ausmacht. Zum Beispiel gibt es in der Regel im kleinen Verein keine Angestellten, die materiell motiviert sind oder im Zweifel entlassen werden können. Den Hauptteil der Geschäftsstellentätigkeit üben Ehrenamtliche aus. Per Anordnungen lassen sich diese Aufgaben nicht anstoßen. Abstimmung und Motivation sind besonders gefragt. Denjenigen, die ihre berufliche Sozialisation in einem Wirtschaftsbetrieb erlebten &#8211; und das sind die Meisten &#8211; ist diese Situation ungewohnt, ungeachtet der modernen Managmentlehre für die Wirtschaft, in denen ähnliche Motivationskünste proklamiert werden.</p>
<p><strong>Arbeiten von Club und Trainern organisieren und transparent machen<br />
</strong>Gute Organisation ist das halbe Leben, sagt man. Eine vorbildliche Darstellung hierzu habe ich beim <a href="http://www.tc-burgsinn.de/Formulare.html" target="_blank">TC 1970 Burgsinn e.V</a>. gefunden, siehe <a href="http://www.tc-burgsinn.de/Geschichte/TCB_Aufgabenverteilung.pdf" target="_blank">hier&#8230;.</a> Diesem Webauftritt kann man viele weitere nützliche Anregungen und Arbeitshilfen für eine optimale Vereinsführung entnehmen. Alles was das Vereinsleben betrifft, ist knapp, effizient, übersichtlich und mit direktem Zugriff dargestellt. Und alles tip top a Jour. Transparenter kann man einen Club vermutlich nicht führen.</p>
<p>Die Mitglieder haben so die Möglichkeit, sich jederzeit selbst ein Bild über Strukturen und Abläufe in ihrem Club zu machen. Und die ehrenamtlich und hauptamtlich in die Vereinsführung und -Mitarbeit Eingebundenen können sich kurzfristig einarbeiten.</p>
<p><strong>Sitzungsorganisation professionell<br />
</strong>Auch oder gerade weil ein gemeinnütziger Verein andere Zielsetzungen hat als ein Unternehmen, muss er professionell geführt werden. Das konsequente Einhalten formaler Abläufe, wie regelmäßige Sitzungstermine, rechtzeitige Einladungen mit Tagesordnungen, zeitnahe Versendung der Ergebnisniederschriften/Protokolle, Verabschiedung der Niederschriften und Nachhalten der Aufgaben (-Erledigung) ist Mindestvorraussetzung für eine funktionierende Vereinsorganisation. Dies gilt für die Mitgliederversammlungen, soll aber auch für die Vorstandssitzungen so gemacht werden. Siehe hierzu die Formulare des obengenannten Clubs, <a href="http://www.tc-burgsinn.de/Formulare.html" target="_blank">TC 1970 Burgsinn e.V</a>.</p>
<p><strong>Wirtschaftliche Steuerung/Controlling<br />
</strong>Wirtschaftliche Steuerungsinstrumente, wie eine weitreichende Jahres-Liquiditätsplanung, sind unabdingbar, um nicht böse überrascht zu werden.</p>
<p><strong>Organisationsziele überprüfen<br />
</strong>Von Zeit zu Zeit sind auch die grundlegenden Ziele des Vereins auf den Prüfstand zu stellen, um eine Ausrichtung auf neue Entwicklungen zu ermöglichen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die Chance, allerdings, einem Verein völlig neues Geschäftsfelder zu verschaffen, sind in der Praxis überraschend gering. In jahrzehntelanger beruflicher Erfahrung in einem überregionalen Großverein habe ich gelernt, dass es nur selten gelingt, ganz neue Aktivitäten und Geschäftsfelder zu (er-) finden.</em></p>
<p><strong>Besonders sind folgende Punkte zu beachten,</strong><em> siehe auch <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/VereinsmanagementTennisSport.pdf" target="_blank">Vereinsmanagement Tennis Sport </a>und <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Konzept-einer-Vereinstennisschule.pdf" target="_blank">Konzept-einer-Vereinstennisschule</a></em></p>
<p><strong>Verabsolutierung sportlicher Ziele vermeiden<br />
</strong>In paradoxer Weise ist die Verselbstständigung sportlicher Ziele dem Hauptorganisationsziel des Vereins, zu überleben, oft im Wege. Diese aus dem Wettkampfgedanken unmittelbar abgeleitete &#8220;motorische Kraft&#8221; bzw. Motivation, konfligiert nicht selten mit der Grundtatsache, dass sportliche Leistung vermutlich eher der Gauß-Kurve folgt, also normal verteilt ist. Mit anderen Worten, es gibt eine kleine Leistungselite, einige wenige völlig Talentfreie und eine große Mehrheit, die das Zeug dazu hat, erfolgreich in einem Club Turniere zu bestehen. Auf die Vereinspolitik bezogen, heißt das, viele Mitglieder wird man aus dem Bereich mittlerer Spielstärke akquirieren können und einige wenige Mitglieder, die ganz Oben mitmischen können. <em>Siehe auch weiter unten zur Platzkapazität</em>.</p>
<p>Somit <strong>kann</strong> die Zielsetzung, den Verein auf sportliches Spitzenniveau zu bringen, den Club schnell von der wichtigsten Zielgruppe, der breiten Masse der Clubspieler entfernen.</p>
<p>Sportliche Ziele dürfen deshalb nicht verabsolutiert werden, sondern müssen an den Bedürfnissen der Mehrheit der Mitglieder gemessen werden.</p>
<p>Das schließt nicht aus, dass ein Club auch Spielern der oberen Klassen ein Zuhause bietet, denn diese fungieren als Anreiz und Vorbild für den Nachwuchs (siehe hierzu aber den Beitrag &#8220;<a title="Hat mein Kind Talent?" href="http://tennisfragen.de/hat-mein-kind-talent/" target="_blank">Hat mein Kind Talent</a>&#8220;, in dem die Voraussetzungen bei Club und Tennistalent hinsichtlich Trainingsmöglichkeiten bzw die Zeitbudgets für das Kind/ den Jugendlichen dargestellt sind).</p>
<p>Besonders anfällig für eine überzogene Sportorientierung sind insbesondere Sportwart, Jugendwart und Trainer. Aber auch der Vorsitzende und evtl. Sponsoren legen besondern Wert auf den sportlichen Ruf &#8220;ihres&#8221; Clubs. Nicht jeder kleine Club aber kann die ambitionierten Voraussetzungen erfüllen, z.B. weil die Platzkapazitäten nicht ausreichen, um für eine hohe Spielklasse angemessen zu trainieren. Eine besonders sensible Austarierung von sportlichem Ehrgeiz und realistischer Marktorientierung ist deshalb angezeigt.</p>
<p><strong>Die Zielgruppen im Auge behalten</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Konzept-einer-Vereinstennisschule.pdf"><img class="wp-image-465 alignleft" style="margin: 5px; border: black 2px solid;" title="Konzept Vereinstennisschule Startbild" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Konzept-Vereinstennisschule-Startbild-300x181.jpg" alt="" width="293" height="176" /></a></strong></p>
<p><em>(<a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Konzept-einer-Vereinstennisschule.pdf">Siehe auch Bewerbung zur Ausschschreibung des VDT/DTB zur Tennisschule des Jahres</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Im Einzelnen sind folgende Zielgruppen mit ihren spezifischen Anforderungen zu berücksichtigen:</p>
<ul>
<li>Mitglieder insgesamtSportliches und geselliges Zusammenleben wird für alle Gruppen im Club möglich gemacht bzw. gefördert.</li>
<li>Kinder</li>
<ul>
<li><em><em>(<a href="http://www.10is.de/index.htm" target="_blank">Tennischule Grenzach </a>reichhaltige Angebote für Kinder &#8211; und lebendige Präsentation auf der Homepage.<br />
</em></em>Achtung, Lautstärke vor dem Start des Clips stark absenken!)</li>
</ul>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 30px;"><object width="286" height="224" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Z_PSibGZ19o?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="286" height="224" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/Z_PSibGZ19o?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Kinder können im Club bzw. in den dafür bereitgestellten Bereichen spielen und erhalten Anreize und Unterstützung, sich dem Tennis hinzuwenden. Sie haben ausreichende Mitwirkungsmöglichkeiten und die Auswahlverfahren, um in eine Förderung zu kommen sind transparent und demokratisch.</p>
<ul>
<li>Jugendliche; Jugendliche erhalten die Chance, ihre Identität aufzubauen und eine sportliche Grundeinstellung zu erlangen, nämlich, sich im Sport zu messen und zu lernen, dass Drogen jeder Art für ein erfülltes Leben eher hinderlich sind (Sportbund, UNESCO). Wer möchte, erhält die Möglichkeit zum Beispiel durch einen Übungsleiterschein, sich im Tennis weiter zu qualifizieren.</li>
<li>Junge Erwachsene; Junge Erwachsene werden ermuntert, trotz hoher Belastungen in Studium und in den ersten Berufsjahren, im Tennissport, aber auch im Fitnessbereich (Laufen und andere Fitnesssportarten) einen Ausgleich zu finden.</li>
<li>Erwachsene mit kleinen Kindern; &#8230;haben im Club die Möglichkeit, in einem gleichfalls für sie und für ihre Kinder geeigneten Milieu zusammen zu kommen und Teile Ihrer Freizeit zu verbringen.</li>
<li>Erwachsene, „Mittelalter“; Erwachsene mit größeren Kindern können ihre Kinder in die Obhut der Trainer übergeben. Wenn die Kinder größer sind, können sie darauf vertrauen, dass diese im Club gut aufgehoben sind. Sie haben Mitwirkungsmöglichkeiten und sind über alle wichtigen Vorgänge ausreichend informiert.</li>
<li>Ältere Spieler<a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Senioren2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-847" style="margin: 5px;" title="Senioren2" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Senioren2-150x150.jpg" alt="" width="162" height="160" /></a>; Der Tennissport bietet aufgrund seiner Komplexität und der Relevanz ganz unterschiedlicher einzusetzender Fähigkeiten auch für ältere Spieler Anregungen, das Interesse an diesem Sport zu erhalten. In einem Tennisverein mit entsprechender Sportkultur ist das Zusammenleben und –Spielen über eine sehr weite Alterspanne hinweg möglich und attraktiv. Dieser Aspekt wird oft übersehen, obwohl die Veränderungen in der Altersstruktur unserer Bevölkerung sowie der damit einhergehende Wandel im Konsum- und Sportverhalten dieser Gruppe eine stärkere Beachtung nahe legen.</li>
</ul>
<blockquote style="margin-right: 0px;" dir="ltr"><p><em>So schreibt Daniela Worek in ihrer <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=marktstudie%20tennis%20m%C3%BCnster%20&amp;source=web&amp;cd=4&amp;ved=0CGEQFjAD&amp;url=http%3A%2F%2Fdigbib.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fvolltexte%2Fdocuments%2F1081138&amp;ei=Q1-oTsXSB7GM4gSwkenbDw&amp;usg=AFQjCNEpp-4kXq0L_lenbbPJfz_LnpX-vQ" target="_blank">Dissertation,</a> S. 22, &#8220;Da Tennis im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten bis ins hohe Alter gespielt werden kann, hat das Seniorentennis im DTB einen hohen Stellenwert. Im internationalen Vergleich können deutsche Senioren immer wieder mit beachtlichen Erfolgen auf sich aufmerksam machen. Das spiegelt sich auch in der Statistik des DOSBs wider. Mit <strong>209.977 Mitgliedern</strong>, die älter als 60 Jahre sind, belegt der DTB auch in der Klasse der über Sechzigjährigen, nach den Turn- und Schützenvereinen, einen Spitzenplatz</em>&#8220;</p></blockquote>
<ul>
<li>Passive Mitglieder; Ehemals Aktive treffen sich im Klub und können Anteil am Vereinsleben nehmen. Durch Skat- und Bridgetische bleiben sie auch im Club weiter aktiv. Auch diejenigen, die nicht mehr Tennis spielen können, werden somit eingebunden, so gut es geht (z.B. Kommunizieren tennissportlicher Ereignissen im Tennisverein und im globalen Tennisbereich, z.B. durch regelmäßige E-Mail Infos). Andere Angebote können hier ergänzend hinzu treten (Programm TV, Billard, Kicker, Computerecke usw.)</li>
</ul>
<p> <strong>Organisationsziele mit den realen Möglichkeiten abgleichen</strong></p>
<p><strong>Platzkapazitäten<br />
</strong>In einer Analyse des Sportstättenangebots und der Sportsstättennachfrage für den Tennissport in Münster</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>( Forschungsstelle &#8220;Kommunale Sportentwicklungsplanung&#8221; der Bergischen Universität Wuppertal vom November 2007, Autoren sind Horst Hübner und Thorsten Kleine)</em></p>
<p>finden wir eine Fülle von vereinsrelevanten Daten, die nicht nur für Münster interessant sind. So zeigt die Übersicht Vereinsmitglieder pro Außenplatz, was für eine Auslastung normalerweise &#8211; in Städten &#8211; üblich ist.</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Münster-studie-Vereinsmitglieder-pro-Außenplatz.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-2287" title="Münster studie Vereinsmitglieder pro Außenplatz" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Münster-studie-Vereinsmitglieder-pro-Außenplatz.jpg" alt="" width="476" height="256" /></a></p>
<p><em>Nähere Angaben, siehe die oben verlinkte Studie, S. 11</em></p>
<p>Diese Zahlen stellen sich nicht dramatisch anders dar, wenn man nur die Vereinsplätze zählt, <em>siehe die verlinkte Studie.</em></p>
<p>Jedoch sind sie Ausdruck für den Rückgang des Tennisbooms, denn ab 1970 kamen im Bereich des DTB relativ gleichbleibend ungefähr 46 Mitglieder auf einen Tennisplatz. In den Städten dürfte diese Quote &#8211; für den Spieler &#8211; noch ungünstiger gewesen sein.</p>
<p>Dabei wäre aber unbedingt noch zu berücksichtigen, dass in früheren Zeiten der Anteil der nichtspielenden sogenannten Passiven Mitglieder erheblich größer war, als heute. Dies ist ein Parameter, der bei der Beurteilung der aktuellen Beleglage nicht vergessen werden darf! Die gefühlte Platzkapazität aus alten Zeiten wäre dann mit einem Korrekturfaktor zu erhöhen.</p>
<p>Darüber hinaus haben sich vermutlich die Bedingungen für eine im Tagesablauf zeitliche ausgeglichene Platzbelegung verschlechtert.</p>
<ul>
<li>Wieder länger werdende reale Arbeitszeiten,</li>
<li>höherer Anteil der berufstätigen Frauen und</li>
<li>erst später am Nachmittag einsetzende Freizeit der Kinder und Jugendlichen erhöhen den Bedarfsdruck auf die Platzanlage.</li>
<li>Dazu kommt ein höheres Trainingsaufkommen der Kinder und Jugendlichen.</li>
</ul>
<p>Insgesamt dürfte damit der kapazitätserhöhende Effekt der Einführung der Sommerzeit mehr als aufgebraucht sein. Um so stärker muss der Club daher die Kapazitätsfrage im Auge behalten und durch intelligentes<strong> Platzmanagement</strong> Maßnahmen zur Entzerrung treffen.</p>
<ul>
<li>hochwertige Pflege der Plätze (Wasser läuft schnell ab)</li>
<li>Platzpflege in Zeiten vornehmen, in denen nicht gespielt wird</li>
<li>Spielordnung, die eine optimale und gerechte Zuteilung der Plätze unterstützt</li>
<li>Transparenz für die Spieler zur je aktuelle Platzbelegung, damit sie kurzfristig ihre Spielverabredungen optimieren können, etwa durch&#8230;</li>
<ul>
<li>Internet-Platzbelegungssysteme,</li>
<li>Web-Cam,</li>
<li>Rundmails per Info,</li>
<ul>
<li>wenn Plätze wegen Reparatur gesperrt werden müssen,</li>
<li>langfristige Übersicht über Turniere und Forderungspiele,</li>
<li>Feriencamps usw.</li>
</ul>
<li>Soziale Netzwerke?</li>
</ul>
<li>Ausgleich der Interessen von Kindern und Jugendlichen, Tennisschule, Mannschaftstraining und freiem Spiel.</li>
</ul>
<p>Es gibt in meinen Augen kaum etwas dem Verein abträglicheres, wenn Mitglieder gegen 20:00 nach der Arbeit in den Club kommen und frustriert -ungespielt- wieder abziehen. Auch bei angespannter Platzkapazität lässt sich dies vermeiden.</p>
<p>Ich behaupte, dass durch Einsatz der oben genannten Maßnahmen, s.o, die &#8220;<strong>gefühlte Platzkapazität</strong>&#8221; ungefähr um 50% bis 100% erhöht werden kann. Einige Maßnahmen sind nicht kostenlos zu bekommen, andere erfordern &#8220;nur&#8221; Engagement und guten Willen.</p>
<p>Die Münster Studie erlaubt keine Aussagen über diesen Effekt bzw. die <strong>gefühlte Platzkapazität</strong>. Es fehlen dazu die Ausgangsdaten, z.b. der Anteil der passiven Mitglieder oder die Spielhäufigkeit Stunden/Woche für den durchschnittlichen Spieler.</p>
<p>Für Deutschland insgesamt werden für den Tennisspieler etwa 70 Matches pro Jahr beziffert, siehe <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=marktstudie%20tennis%20m%C3%BCnster%20&amp;source=web&amp;cd=4&amp;ved=0CGEQFjAD&amp;url=http%3A%2F%2Fdigbib.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fvolltexte%2Fdocuments%2F1081138&amp;ei=Q1-oTsXSB7GM4gSwkenbDw&amp;usg=AFQjCNEpp-4kXq0L_lenbbPJfz_LnpX-vQ" target="_blank">Daniele Worek</a>, s. 28. Wer aber seinen eigenen Club mit den Münsteraner Verhältnissen vergleichen will, kann sich anhand der folgenden Aufstellung recht gut herantasten. Etwas, indem man mal davon ausgeht, dass die durchschnittliche Mannschaftsstärke bei 10 liegt und dass vermutlich 80 % der aktiv spielenden Mitglieder in einer Mannschaft gemeldet sind.</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Münster-Mannschaften.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-2294" title="Münster Mannschaften" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Münster-Mannschaften.jpg" alt="" width="459" height="254" /></a></p>
<p><strong>Bespielbarkeit der Plätze und Platzpflege<br />
</strong>Die Kultur eines Tennisclubs zeigt sich nicht zuletzt am Zustand der Plätze. Zu späte Saisoneröffnung (wann können sich die Aktiven auf die Medenspiele vorbereiten?), zu lange noch zu weich, später ewiges Warten, bis die Pfützen abgelaufen sind, und im Sommer und Spätsommer dann ausgehärtete Plätze, auf denen eine rutschige grobsandige Schicht unverbunden aufliegt. Wir meinen, nicht die Anzahl der Plätze allein ist entscheidend für die Spielmöglichkeiten der Clubmitglieder, sondern vielmehr die Qualität und effektive Dauer der Bespielbarkeit, saisonal bzw. im Tagesablauf nach Regeneinwirkung oder nach der Platzpflege. Es gibt Systeme und Clubs, die bekommen das gut hin, und andere, bei denen diese Mängel ein Dauerthema sind. Oft zeigt sich erst nach einigen Jahren, wenn an den Platzkosten zu sehr gespart wird</p>
<p><strong>Sportliche Ziele<br />
</strong>Natürlich müssen die sportlichen Ambitionen des Clubs auf diese aktuelle Platzauslastung bzw. Kapazität hin, abgestimmt sein. Denn eine hohe Spielklasse für viele Mannschaften bedarf hoher Trainingsleistungen, wenn die Spielklasse gehalten werden soll. Ein starker Jugendbereich fördert Zielkonflikte zutage. Eine hohe Anzahl Kinder und Jugendliche erzeugen hohes Aufkommen für die Tennisschule/Trainer, was gewünscht ist, weil gute Trainer zu den Clubs gehen, die viel Training nachfragen. Gleichzeitig aber schrumpft die verbleibende Platzkapazität für die übrigen, voll zahlenden Mitglieder.</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Münster-Erwachsene-und-Jugendiche.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-2289" title="Münster Erwachsene und Jugendiche" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Münster-Erwachsene-und-Jugendiche.jpg" alt="" width="455" height="395" /></a></p>
<p><em>Quelle: Münster Studie, s.o.</em></p>
<p><strong>Marketing &#8211; die Vereinskultur bewahren, ausbauen und kommunizieren<br />
</strong>Nur ein Verein mit lebendiger auch die Breite berücksichtigender sportlicher Kultur bietet einen fruchtbaren Boden für Training und sportorientierte Events. Reger Sport- und Trainingsbetrieb fördern den Ruf des Clubs im lokalen Umfeld. Sie beflügeln den Umsatz der Club-Gastronomie und ermöglichen auch dort ein hochwertigeres Angebot und besseren Service. Dass dies wiederum günstige Rückwirkungen auf die Vereinskultur hat, liegt auf der Hand.</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Jugend-feiert-Draußen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-838" style="margin: 5px;" title="Jugend feiert Draußen" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Jugend-feiert-Draußen-300x234.jpg" alt="" width="319" height="239" /></a></p>
<p>Auch Clubfestivitäten können die Mitgliederbindung erhöhen und den Verein damit stabilisieren.</p>
<p>Siehe hierzu Daniela Worek, <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=marktstudie%20tennis%20m%C3%BCnster%20&amp;source=web&amp;cd=4&amp;ved=0CGEQFjAD&amp;url=http%3A%2F%2Fdigbib.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fvolltexte%2Fdocuments%2F1081138&amp;ei=Q1-oTsXSB7GM4gSwkenbDw&amp;usg=AFQjCNEpp-4kXq0L_lenbbPJfz_LnpX-vQ" target="_blank">„Determinanten des Drop-outs im Tennis – Eine empirische Studie, Diss. Univ. Karlsruhe (TH), Frankfurt a.M, 2009 </a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen!<br />
</strong>Die professonelle marketingorientierte Führung eines Clubs &#8211; dies gilt gleichermaßen für die Tennisschule &#8211; bedarf personeller Ressourcen, die die Angebote und ihre Darstellung ständig a jour halten. Mir ist in diesem Zusammenhang die Tennisschule Grenzach ins Auge gefallen, die einen breiten Fächer an Angeboten für alle Zielgruppen darbietet, ähnlich, wie es die Bewerbung der Tennisschule Boris Franke, weiter oben, fordert, siehe <a href="http://www.10is.de/index.htm" target="_blank">hier&#8230;</a> Eine umfassende Studie zum Vereinsmarketing im Internet findet sich in dieser <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Sportmarketing-Internet.pdf" target="_blank">Dissertation</a> von Bernd Fischel, &#8220;E-Sportbusiness: Online-Marketing und -Managemen für Sportvereine&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Tennisschule-Grenzach.jpg"><img class="wp-image-2155 aligncenter" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="Tennisschule Grenzach" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Tennisschule-Grenzach.jpg" alt="" width="444" height="294" /></a></p>
<p>Kommt nämlich der Vereins erstmal ins &#8220;Rutschen&#8221;, geht die Spirale schnell in den Keller: schlechte Jugendarbeit spricht sich &#8211; in den umliegenden Schulen, die ja ein &#8220;Gedächtnis&#8221; haben &#8211; zuerst herum. Die einseitige Rekrutierung von Mannschaftsspielern von außen, ohne gleichzeitige Förderung des eigenen Nachwuchses, frustriert die Jugendlichen und deren Eltern. Das Trainingsaufkommen reduziert sich, die Trainer orientieren sich woanders hin, die Clubgaststätte hält weniger Angebote bereit. Die Stimmung sinkt generell. Das Fließgleichgewicht zwischen Aus- und Eintritten verschiebt sich nach unten. Die Mittel werden knapp. Erhaltungsinvestitionen und Schönheitsreparaturen werden eingespart, usw. Der Club geht &#8220;den Bach runter&#8221;.</p>
<p><strong>Maßnahmen zur Sportkultur<br />
</strong>Folgenden Ansätze können die Vereinsmitglieder in sportlicher Hinsicht aktivieren und die Trainingsnachfrage stimulieren (einige Elemente haben sich bereits in einigen Vereinen bewährt) .</p>
<ul>
<li>Noch nicht in eine Mannschaft integrierte Mitglieder werden durch Freundschaftsturniere „aufgebaut“.</li>
<li>Abgemeldete Mannschaften werden nach Möglichkeit „wieder belebt“.</li>
<li>Ranglistenturniere innerhalb oder auch zwischen den Mannschaften gleicher Alterskategorie werden mindestens einmal im Jahr angeboten.</li>
<li>Das „Forderungswesens“ wird wiederbelebt. Wenn es Forderungen gibt, sollten diese per Email den Mitgliedern mitgeteilt werden. Dies kann durchaus zu beachtlichen Zuschauerzahlen führen (allerdings haben hier die Leistungsklassen LK zu einer erheblichen Entwertung clubinterner Ranglistenaktivitäten geführt, weil nunmehr die Mannschaftsaufstellungen von den Ergebnissen unberührt bleiben.)</li>
<li>Die Jahres-Clubturniere (Jugendliche und Erwachsene) werden ebenfalls per E-Mail announziert und begleitet. Dies stärkt das Clubleben und schließlich auch den Umsatz der Club-Gastwirtschaft. Es regt im besten Fall einen gesunden sportlichen Ehrgeiz an und führte zur erhöhten Trainingsnachfrage. Leider gilt das oben Gesagte bezüglich der Auswirkungen der LK-Klassen auch hier.</li>
<li>Förderungspolitik bei Kindern und Jugendlichen: diejenigen Kinder werden verstärkt gefördert, die eine (zusätzliche) Trainerstunde pro Woche gebucht haben.</li>
</ul>
<p><strong>Mitgliederzufriedenheit<br />
</strong>Eigentlich sollten die Mitwirkungsmöglichkeiten der Mitglieder in den satzungsgemäßen Gremien automatisch für Zufriedenheit mit der Vereinspolitik sorgen. Bei unzureichender Teilnahme an den Mitgliederversammlungen werden Unzufriedenheitspotentiale aber möglicherweise nicht rechtzeitig erkannt.</p>
<p>Die Entwicklung des sportlichen und kulturellen Bereichs des Vereins tiefergehend zu hinterfragen, wäre daher wünschenswert. Etwa, indem einige Meßgrößen der Zufriedenheit in das Berichtswesen der Mitgliederversammlungen aufgenommen werden.</p>
<p>Folgende &#8220;<strong>Messgrößen</strong>&#8221; wären denkbar.</p>
<ul>
<li><strong><strong>positiv</strong></strong> Anzahl der &#8230;Mitglieder, die in einer Mannschaft aufgestellt sind.</li>
<li>Mitglieder, auch Nicht- Mannschaftsmitglieder, die mindestens dreimal im Jahr in eine Turniersituation erlebt haben..</li>
<li>Mitglieder, die für den Mannschaftsport reaktiviert werden konnten.</li>
<li>Mitglieder, die neu für den Mannschaftsport gewonnen werden konnten.</li>
<li>Mitglieder, die aufgrund der Spielklasse für den Club gewonnen werden konnten.Teilnehmer an den geselligen und/oder sportlichen Events des Vereins.</li>
<li><strong><strong>negativ</strong></strong> Anzahl der …Mitglieder, die neuerdings keine Mannschaft mehr haben</li>
<li>Austritte wegen ungenügenden Einsatzes in der Mannschaft</li>
<li>Austritte, weil die Gegner bzw. die Mannschaftskameraden zu schwach spielen.</li>
<li>Austritte, weil die Spielklasse einen zu geringen Rang hat (Prestige)</li>
<li>Austritte, weil nach deren Wahrnehmung im Verein nicht genügend adäquate Gegner zur Verfügung gestanden haben.</li>
</ul>
<p>Verbesserungsfähig ist in den meisten Tennisvereinen in der Regel auch die systematische Kontrolle der weichen Erfolgsfaktoren. Neben den Informationen über Neumitglieder bzw. Austritte, sollte gelegentlich das „Wohlfühlklima“ im Verein sondiert werden, durch&#8230;.</p>
<ul>
<li>Die Befragung von ausgetretenen Mitgliedern</li>
<li>Die aufmerksame Beobachtung der Beteiligung an Mitgliederversammlungen,</li>
<li>Das Engagement in ehrenamtlichen Funktionen (z.B. Vergnügungsausschuss).</li>
</ul>
<p>Allerdings riskiert man damit, dass negative Stimmungen durch die Befragung erst in das Bewusstsein der Mitglieder treten.</p>
<p><strong>Repräsentation des Clubs im Vorstand<br />
</strong>Besser als jede Befragung ist es, wenn die Ehrenamtlichen ihr Ohr nahe genug an den Clubmitgliedern haben. Das ist gewährleistet, wenn der Vorstand möglichst viele Gruppen im Club repräsentiert.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Holger-Siegerehrung-2011.jpg"><img class="wp-image-3015 aligncenter" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="Holger Siegerehrung 2011" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Holger-Siegerehrung-2011.jpg" alt="" width="469" height="270" /></a></p>
<p>Eine Monokultur, z.B. nur aus einer einzigen Mannschaft, birgt die Gefahr, dass nur ein Alters- oder Leistungsbereich im Fokus liegt. Trotz vielleicht höherer &#8220;Schlagkraft&#8221;, kann sich in solcher Konfiguration leicht die berühmte Wagenburg-Mentalität herausbilden. Dem Club wäre das abträglich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Editorial</title>
		<link>http://tennisfragen.de/editorial/</link>
		<comments>http://tennisfragen.de/editorial/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 18:25:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neu]]></category>

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		<description><![CDATA[Tennisspielen ohne Fehler wäre ein Traum. Immerhin, umso besser der Spieler, desto erfolgreicher findet er Lösungen, um Fehler und ihre Quellen zu erkennen und auszumerzen.  Das Rüstzeug dazu tragen wir hier zusammen, weil es im deutschsprachigen Netz schwer ist, auf einen &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/editorial/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong><img class="alignleft" style="margin: 10px 20px;" title="Logo Tennis2" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Logo-Tennis2.jpg" alt="" width="129" height="182" /></strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Tennisspielen ohne Fehler wäre ein Traum.<br />
Immerhin, umso besser der Spieler, desto erfolgreicher findet er Lösungen, um Fehler und ihre Quellen zu erkennen und <a href="http://webtennisdrills.com/joomla/component/content/article/52-tips/454-if-you-cant-deal-with-frustration-you-cannot-play-tennis.html" target="_blank">auszumerzen</a>.</strong></p>
<p style="text-align: left;"> <strong>Das Rüstzeug dazu tragen wir hier zusammen, weil es im deutschsprachigen Netz schwer ist, auf einen Blick und kostenfrei die neuesten Entwicklungen im Tennissport kennenzulernen. Eine Bestätigung – garantiert nicht bestellt – siehe <a href="http://www.nupo.de/liste-guter-sportseiten-1000231461.html" target="_blank">hier</a>.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Manches hat die Community regelrecht <a title="Hat die Community verschlafen" href="http://tennisfragen.de/schlagwort/verschlafen/" target="_blank">verschlafen</a> und es sind auch noch viele <a href="http://tennisfragen.de/schlagwort/mythen/" target="_blank">Mythen</a> unterwegs, die einer Verbesserung des eigenen Tennis im Wege stehen. Durch aufmerksame Beobachtung der jungen Spieler, “Tracking” vieler US-Portale und die Analyse wissenschaftlicher Literatur fördern wir verborgenes Wissen und Tricks zutage, die die großen Trainer ungerne weitergeben. </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Hier untersuchen wir Schlagtechnik, Taktik und die mentale Seite des Spiels. Lernen, Umlernen, Trainingtipps und Materialoptimierung sind nur einige der behandelten Fragen. </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong></strong><strong>Mit den unter ”Themen” und “Anwender” gezeigten Kriterien kann sich jeder seine gewünschte Artikelübersicht abrufen. Die Schlagwortwolke darunter ermöglicht den direkten Zugriff auf Artikel mit diesen Schlüsselbegriffen – alles mit nur einem Klick.<br />
Siehe Spalte ganz rechts.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Unser Portal erfüllt wichtige Funktionen in der Deutsche Tenniscommunity. Die stetige Zunahme des Besuchs unser interessierten Tennisgemeinde zeigt dies klar. </strong><strong>Wir bitten Sie dabei, auch die Werbespalte zu beachten. Damit helfen Sie uns, unsere Kosten zu finanzieren.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/E-Book-optimum-Tennis1.jpg"><img class="alignleft  wp-image-3218" style="margin: 15px;" title="E-Book  optimum Tennis" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/E-Book-optimum-Tennis1.jpg" alt="" width="140" height="54" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Diesen Weg wollen wir vermeiden, s. Auszug nebenstehend:<br />
<em>E-Book, Tennistechnik, von Optimum Tennis, kostenpflichtig, $34<br />
Zur Problematik der Online-Werbung siehe auch <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,826671,00.html" target="_blank">hier</a>&#8230; sowie das angehängte Forum <a href="http://forum.spiegel.de/f22/affiliate-betrug-tricksereien-im-schmuddelweb-58370.html" target="_blank">hier&#8230;.</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p> <span id="more-3346"></span></p>
<p><strong>Dies ist nämlich die Situation:</strong></p>
<ul>
<li>viele Webangebote sind nur noch gegen Entgeld zu haben.</li>
<ul>
<li><em>Ein Beispiel ist die Homepage von Vic Braden, früher reich an Infos und Tipps, heute fast nur noch Verkaufsportal seiner Bücher (vgl.<a href="http://web.archive.org/web/20050308103822/http://www.vicbraden.com/vics.html" target="_blank"> alt… </a>bzw. <a href="http://web.archive.org/web/20050311014732/http://www.vicbraden.com/vics1.html" target="_blank">archive… </a>und <a href="http://www.vicbraden.com" target="_blank">neu… </a>).</em></li>
</ul>
<li>es gibt vermehrt Bezahlportale, die nur für Mitglieder zugänglich sind. Und andere, deren Texte nicht viel mehr sind als Teaser, um digitale Bücher zu verkaufen.</li>
<li>unsere deutschen Tennis-Websites sind oft nicht unabhängig und verlassen nie ausgetretene ( Tennis-) Pfade, weil…</li>
<ul>
<li>sie Niemandem weh tun wollen.</li>
<li>vielleicht der Drang und die Kompetenz fehlen, Neues zu entdecken.</li>
<li>es sein mag, dass die Besten ihre kleinen und großen Trainingsgeheimnisse nicht gerne offenbaren (sind sie doch einer der Grundbausteine ihrer beruflichen Existenz).</li>
</ul>
<li>Selbst im Wissenschaftsbereich verschwinden neuerdings zunehmend interessante Texte aus dem Netz,</li>
<ul>
<li>sind sie so schnell veraltet, das es unverantwortlich wäre, sie im Netz zu belassen?</li>
<li>ist es, damit man die Bücher kaufen muss?<em>Das wäre für den Internetnutzer ärgerlich. </em>Sind denn die Lehraufgaben des wissenschaftlichen Personals unserer Universitäten mit der staatlichen Beamtenbesoldung nicht bereits abgegolten?</li>
</ul>
</ul>
<p>Wir stoßen hier auf eine Problematik, die zunehmend und zu Recht in den Fokus der politischen Diskussion gelangt, siehe z.B. das Programm der <a href="https://wiki.piratenpartei.de/Programm" target="_blank">Piratenpartei</a>.</p>
<p>Unser Portal basiert auf einer Fülle fremder Quellen, oft Dissertationen. Nicht alles Material konnte schon in Beiträgen dieses Portals ausführlicher dargestellt werden. Die verwendeten Quellen sind aber so verlinkt, dass jeder Interessierte einen Hinweis erhält, um sich dieser wissenschaftlichen Fundstellen bequem bedienen zu können.</p>
<p><strong>Die Nase im Wind haben</strong></p>
<p>-<a href="http://www.akademienunion.de/newsletter/2008-02/termine/akavorlham/" target="_blank">Nichts ist praktischer als eine gute Theorie</a>-</p>
<p>Aus entwickeltem Verständnis für die Grundlagen des Tennis, bilden wir Hypothesen und suchen dazu nicht nach Beweisen, aber nach Beispielen, Meinungen und Analysen in der Tenniscommunity (z.B. zu opposite-arm-action, wiper-slice-Rückhand, moderner Stoppball, Vorhandpeitsche, kürzerer Ausschwung, offene Stellung bei der Rückhand aber auch zur optimalen mentalen Vorbereitung, bis hin zum modernen Vereinsmarketing).</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Ohne das Internet wären diese Informationen mit vertretbarem Aufwand nicht zu bekommen. Das ist der Unterschied zu früheren Zeiten, als man seine Informationen nur direkt von Insidern bekam – und rasch selbst zum Insider wurde, der sich bei der Informationsweitergabe zurückhält. Als vorbildlich habe ich aber die Fernsehkommentare von Günter Bosch in Erinnerung, der einem Millionenpublikum liebevoll seinen Bobele erklärte und dabei Einblick in die große Tenniswelt gewährte.</em></p>
<p>Nicht immer kann man sofort sagen, ob das Neue besser ist. Interessante neu entdeckte Bewegungsmuster z.B. sollten aber zumindest als sportliche Option, sozusagen als Erweiterung unseres “Bewegungs-Genpools”, identifiziert, dokumentiert und diskutiert werden.</p>
<p><strong>Die Erkenntnisquellen</strong></p>
<ul>
<li>
<div>Beobachtet werden vornehmlich ganz junge Spielerinnen und Spieler der Weltspitzengruppe, die man überall auf YouTube oder anderen Portalen findet. Da die Damen im allgemeinen in jüngeren Jahren ins Rampenlicht treten, als die Herren, hat man hier eher die Chance, ganz neue Entwicklungen zu entdecken.</div>
</li>
<li>
<div>Ausgewertet werden diejenigen Portale in USA, die sich auf die Analyse neuester Entwicklungen spezialisiert haben; das ist ein wenig “Spionage auf den Tenniscamps dieser Welt”.</div>
</li>
<li>
<div>Dazu sind wir bereit, uns gelegentlich “ungeschützt” aus dem Fenster zu lehnen. Das geht nicht anders. Wenn ein Trend gesichert ist, ist es wahrscheinlich kein Trend mehr. Das einzige Mittel, um nicht zu weit daneben zu liegen, ist die intensive Beschäftigung mit den Grundlagen.</div>
</li>
<li>
<div>eigene Berechnungen und Sachklärungen, um für moderne Bewegungsmuster und Strokes plausible Begründungen abzuleiten.</div>
</li>
<li>
<div>ausgiebige Selbstversuche zu den modernen Schlägen und zur Wissenschaft des motorischen Umlernen.Man könnte sagen “<strong>Vieles nur kopiert, aber alles ausprobiert</strong>“</div>
</li>
<li>
<div>Information aus der Tenniscomunity (Internet), wiss. Arbeiten (z.B. Dissertationen) und eine funktionierende Diskussion, damit man das Wissen, die Erfahrungen und Meinungen von Trainern, Sportwissenschaftlern, Schlägerbespannern und -Tunern, Eltern, Sportfunktionären sowie von Tennisspielern einbezieht.</div>
</li>
<ul>
<li>
<div>Dies wird zum einen durch die aktive Mitarbeit in Sportlerforen gewährleistet…</div>
</li>
<li>
<div>zum anderen durch den Austausch mittels der in unserem neuen Webauftritt möglichen Kommentarfunktion.</div>
</li>
</ul>
</ul>
<p><strong>Benutzung – Themen</strong></p>
<p>Zu den wichtigsten Themen haben wir für jeden Anwendertypus die passenden Inhalte. Diese werden fortlaufend ergänzt: Trends und Tipps, Informationen und Analysen – eben alles, was unser Tennis voranbringt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Was kann man hier anklicken?</strong></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Aktualisiert / Bearbeitungsstand</strong></p>
<p>Wer die Seite regelmäßig besucht, will auf einen Blick sehen, welche Beiträge neu sind oder jüngst überarbeitet wurden (Zeitraum etwas 10 Tage). Beiträge die intern noch in Diskussion stehen, sind gleichermaßen markiert.</p>
<p><em>Da im Zuge der technischen Umstellung generell alle Artikel aktualisiert wurden, gelten im Moment für die Einordnung unter “jüngst bearbeitet” verschärfte Maßstäbe</em>.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Anwender</strong></p>
<p>Vom Schüler oder dem erwachsenen Anfänger, über den typischen Turnierspieler bis zum sportwissenschaftlich interessierten Trainer und Studierenden – alle sollen hier Interessantes finden.</p>
<p>Deshalb gehen wir in den Beiträgen auf den unterschiedlichen Informationsbedarf und die spezifischen Vorraussetzungen jeder Lesergruppe ein.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Themen</strong></p>
<p>Neue Schläge (Strokes), Erkenntnisse zum optimalen Schläger, Hinweise, wie man dieses moderne Tennis lernen kann und wie man es in sein Spiel einbaut, Taktik, wozu braucht man einen Tennisclub? Dies sind einige der Themenfelder.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Schlagworte</strong></p>
<p>Genauso funktionieren auch die Schlagworte. Ein Schlagwort angeklickt, und alle Beiträge dazu erscheinen in gleicher Form wie oben.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Suchfunktion</strong></p>
<p>Zu guter Letzt steht eine sehr nützliche und spontan reagierende Suchfunktion zur Verfügung, die ebenfalls die gewohnte Ansicht für die gefundenen Artikel generiert.</p>
<p><strong>Muss man um Tennis so viele Worte machen?</strong></p>
<p>Nein, muss man nicht, denn diese Website ist so aufgebaut, dass man auch ohne wissenschaftlichen Anspruch viel für das eigene Tennis oder das seiner Kinder mitnehmen kann. Einfach auf die passende Anwenderkategorie klicken <em>(die Beiträge für diese Nutzergruppe werden in den nächsten Wochen noch weiter ausgebaut).</em></p>
<p>Wer sein Verständnis von Tennis über das übliche Maß vertiefen will, z.B. als Berufsspieler, Trainer oder Sportwissenschaftler, oder wer auch nur besonders neugierig ist, bekommt hier die Chance, tiefer zu bohren und sich ein umfassendes Bild zu machen, denn…</p>
<p><strong>“Wer nur von Tennis etwas versteht, versteht auch von Tennis nichts” </strong></p>
<p>(der berühmte Spruch Rockefellers zur Wirtschaftskompetenz, leicht umgemünzt)</p>
<p>Jeder Tennisspieler, der nicht stehen bleiben will, ist offen für Neues. Bei Profis, Trainern und Sportwissenschaftlern ist es ein Muss. Diesen Besuchern etwas zu bieten, ist der bisherige Schwerpunkt dieser Website.</p>
<p><strong>Darum geht es…</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Was sind die Schläge (Strokes) der Zukunft?</strong></p>
<p>Was ist nur eine Mode, was hat Bestand? Ohne das Verständnis für biomechanische Zusammenhänge kann man das nicht entscheiden. Das Prinzip der maximalen Anfangskraft und der Impulsübertragung, etwa bei der Vorhandpeitsche, beim Service oder beim Split-Step, ist für das eigene Tennis oder das Training Anderer als Hintergrundwissen sehr hilfreich. Auch eher marginale, aber aufregende Themen, wie das Atmen und Stöhnen im Tennis wird dadurch mit einemmal verständlich und enttabuisiert.</p>
<p>Die Übertragbarkeit von Bewegungsformen, Strokes und die Schlägerwahl aus dem Spitzentennis auf den “normalen” Clubspieler sollte man in etwa einschätzen können, um aus Vorbildern und Idolen wirklich Nutzen zu ziehen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Anfänger und Kinder aber auch gute Spieler und leistungsstarke Kader sollen davor bewahrt werden, sich Fehlstellungen bei der Bewegungsausführung anzueignen, bzw. können diese in angemessenem Rahmen korrigieren</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Welches Material ist für mich richtig?</strong></p>
<p>Der Zusammenhang von Schlagstil und Schlägerwahl und die physikalischen und biomechanische Untersuchungen dazu, geben Orientierung für Schläger-, Saitenwahl und Bespannhärte. Damit vermeiden wir blindes oder gar fehlgeleitetes Herumprobieren (Schlägertuning) und kommen stattdessen zu zielgerichteter Optimierung unseres “Arbeitsgerätes”.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Lohnt sich Umlernen und wie geht man dabei vor?</strong></p>
<p>Videokontrolle und Lehrfilme erleichtern das motorische Lernen. Aber dies geht am besten, wenn ein Verständnis für das Zusammenspiel zwischen biomechanischen Grundschemata, selbstorganisatorischer Aneignung und Optimierung gelegt ist. Erwerbs- und Erbmotorik, kulturelle und historische Einflüsse bestimmen die jeweils aktuellen “Richtigkeitsvorstellungen”, wie Tennis auszusehen hat. Die Entrümpelung überholter Traditionen, Mythen und Normen, die Beseitigung von Denkblockaden und Tabus schaffen für jeden die Voraussetzungen, Sackgassen und Irrwege zu vermeiden.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Welche Trainingsmethode ist für mich, meine Kinder oder meine Schüler am geeignetsten?</strong></p>
<p>Die Trainingslehre der Sportwissenschaften hält verschiedene Ansätze bereit. Wettkampflernen, Selbstorganisation und Differentielles Lernen geben die Grundlagen, das Training zu verbessern bzw. optimaler zu gestalten. Das gilt sowohl für das Training in Eigenregie als auch für das klassische Tennislernen beim Trainer. Ansätze wie Play&amp;Stay sind Strategien der internationalen Verbände, den Tennissport für neue Zielgruppen attraktiver zu machen. Dabei gibt es keine Scheu auch mal die Wettkampfregeln für bestimmte Spielergruppen zu ändern.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Woran erkennt man Tennispotential?</strong></p>
<p>Eltern, Trainer und Vereinsverantwortliche wollen wissen, bei wem eine besondere Förderung angezeigt ist. Entwicklungspsychologische Zusammenhänge geben den Hintergrund zu Verhaltensempfehlungen für Tenniseltern, Mannschaftsbetreuer, Trainer, den Verein oder Bezirk.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Welche Möglichkeiten hat man in Deutschland und im Ausland, sich fördern zu lassen?</strong></p>
<p>Das Wissen über die Mechanismen der Tennis-Leistungsauslese in Deutschland und in anderen Ländern ermöglicht es, die Vorteile für mich oder mein Kind optimal zu nutzen, sei es für die Förderung im Vereins, im Bezirk oder im internationalen Maßstab. Hierzu gibt es umfangreiche Arbeiten.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Was kann der Verein für mich tun, was kann ich für den Verein tun?</strong></p>
<p>Sich auf Vereinsebene sicher zu bewegen, ist für Eltern, Freizeitspieler, Trainer und Vereinsfunktionäre wichtig. Es kann nicht schaden, sich schon vorher mal ein wenig schlau zu machen, was auf einen zu kommt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Soll ich meinen Schläger schwerer machen?</title>
		<link>http://tennisfragen.de/soll-ich-meinen-schlager-schwerer-machen/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Mar 2012 17:54:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
				<category><![CDATA[Besucherkommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Biomechanik]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Bälle schneller und länger zu machen, ohne sich ansonsten umzustellen, was will man mehr? Schlägertuning wäre ein Weg. Das Tunen mit Gewichten im Schlägerkopf wird oft empfohlen und von Vielen praktiziert, um den &#8220;Hammereffekt&#8221; des Schlägers auszubauen. Dazu gibt es &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/soll-ich-meinen-schlager-schwerer-machen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/cont-S1.jpg"><img class="alignleft  wp-image-616" style="margin: 5px;" title="Völkl DX1" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/cont-S1-150x150.jpg" alt="" width="140" height="148" /></a>Die Bälle schneller und länger zu machen, ohne sich ansonsten umzustellen, was will man mehr? Schlägertuning wäre ein Weg. Das Tunen mit Gewichten im Schlägerkopf wird oft empfohlen und von Vielen praktiziert, um den &#8220;Hammereffekt&#8221; des Schlägers auszubauen. Dazu gibt es auch in der angelsächsichen Literatur zahlreiche Abhandlungen und Berechnungen, meist von Physikern. </strong><br />
<strong>Und Berichte über Zusatzgewichte am Schläger berühmter Spieler, z.B. <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Federer-Schlaegertick.pdf">Federers Schlägertick</a>, scheinen das zu untermauern.</strong></p>
<p><span id="more-606"></span></p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Die Grunddaten der Tennischläger (PDf-Download) finden wir in <a href="http://www.tc-burgsinn.de/Training/TCB_Tennisschlaegerinfo.pdf" target="_blank">dieser Erläuterung</a>, eine Tennisschlägerinfo des TV Burgsinn, mit dem wir guten Kontakt pflegen. Zur Frage des evtl. längeren Schlägergriffs für Beidhänder, siehe diesen Thread in <a href="http://www.gutefrage.net/frage/grifflaenge-bei-tennisschlaegern" target="_blank">gutefrage.net </a></em></p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Eine Übersicht  etlicher derzeit im Handel erhältlicher Schläger eines bekannten Tennisversands, siehe <a href="http://www.tennis-peters.de/$WS/tennis-peters/websale7_shop-tennis-peters/benutzer/templates/ws-customer/global/pdf/racketinfo.pdf" target="_blank">hier&#8230;.</a></em></p>
<p>Neulich hatte ich wieder mal den Impuls, etwas am Schläger zu tun. Aber konnte es eigentlich vernünftig sein, einen sehr leichten Schläger zu kaufen um ihn dann doch schwerer zu machen? Da ich das schon öfter mal versucht hatte, aber nie besser wurde, wollte ich es diesmal  gründlicher überdenken. Viele erfahrene Spieler im Club benutzen eher schwerere Schläger. Ist es doch das Gewicht, was den Ball schnell macht, oder deren Kraft, Schlagstil und Erfahrung?</p>
<p>Eine simple Berechnung über die Energieübertragung vom Schläger auf den Ball förderte erst mal Überraschendes zutage: ein schwerer Schläger überträgt einen geringeren Anteil seiner Bewegungsenergie auf den Ball, und zwar fast 15% - das ist im Sport eine ganze Menge!</p>
<p>Ein schwerer Schläger macht den Ball also, entgegen eines weitverbreiteten <a href="http://tennisfragen.de/schlagwort/mythen/" target="_blank">Mythos</a>,  erst mal keinesfalls schneller, sondern langsamer. Zwar wohnt dem schweren Schläger bei gleicher Geschwindigkeit ein größerer Impuls und eine größere kinetische Energie inne. Diese musste der Spieler aber auch vorher hineinstecken. Mit gleichem Kraft- und Energieaufwand beschleunigt man den schweren Schläger entsprechend langsamer.</p>
<p>Diesen Effekt haben wir in unsere Berechnung grob einbezogen. Die <strong>Kraft</strong>, die längst der Beschleunigungsstrecke vom Spieler eingebracht wird, wurde sowohl beim leichten, als auch beim schweren Schlägers als gleich angesetzt. Siehe die Excel-Tabelle <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Simulation-Ballschlag.xls" target="_blank">hier&#8230;</a> bzw. den Beitrag &#8221;<a title="Muskelmodelle für die Vorhandsimulation" href="http://tennisfragen.de/muskelmodelle-fur-die-vorhandsimulation-2/" target="_blank">Muskelmodelle&#8230;&#8221;</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Allerdings ergeben sich nun auf der Energieaufbringungsseite, also beim Spieler, einige Komplikationen, die in dem einen oder anderen Fall den Energiegewinn des leichten Schlägers zunichte machen können</em></p>
<ul>
<ul>
<li>Bei der <strong>beidhändigen Rückhand </strong>müssen zwei Arme mitbeschleunigt werden. Hier dürfte ein allzu leichter Schläger Nachteile bringen.</li>
<li>Auch bei der Vorhand ist ein <strong>sehr kräftiger Arm</strong> wegen seines potentiell größeren Krafteintrages (Kraftstoß) eher mit einem schwereren Schläger besser bedient. Zudem dürfte dieser Arm auch entsprechend <strong>schwerer</strong> sein, was beim leichteren Schläger buchstäblich stärker ins Gewicht fällt.</li>
<li>Bei <strong>konservativeren Schlagstilen</strong>, z.B. dem Drive, wird die Armmasse <strong>synchron</strong> zum Schläger auf etwas die gleiche Geschwindigkeit beschleunigt. Das macht die Relation &#8220;Beschleunigungarbeit für das Nutzgewicht (Schläger) zu Beschleunigungsarbeit für das  Gesamtgewicht (einschließlich Arm und Schulter)&#8221; ungünstiger. Bei der Vorhandpeitsche, hingegen, wird der Schlägerkopf auf eine erheblich höhere Geschwindigkeit gebracht, als der Armtrakt, <a title="Die vier Elemente der Vorhandpeitsche" href="http://tennisfragen.de/die-vier-elemente-der-vorhandpeitsche/" target="_blank">s. hier&#8230;. </a> Das Armgewicht spielt dann eine kleinere Rolle. Der Vorteil eines leichteren Schlägers kommt hier stärker zum Tragen.</li>
<li>Was eher für den schwereren Schläger spricht: ein <strong>Muskel kann nicht beliebig schnell</strong> arbeiten und gibt bei schnellen Bewegungen eine geringere Kraft ab (HILLsche Beziehung). Dies hat Wiemann, siehe weiter unten, in seinem Rechenmodell im Detail für einen leichten und einen schweren Schläger berechnet, siehe unseren Beitrag <a title="Muskelmodelle für die Vorhandsimulation" href="http://tennisfragen.de/muskelmodelle-fur-die-vorhandsimulation-2/" target="_blank">Muskelmodelle für den Vorhandschlag</a>.<a href="http://www.biowiss-sport.de/schlagmodell.xls"> </a> Beim leichteren Schläger kommt man bei bestimmten Voraussetzungen eher in den Bereich einer maximalen Verkürzungsgeschwindigkeit der Muskulatur, ab dem er keine volle Kraft mehr abgeben kann, als beim Schwereren.</li>
<li>Nicht untersucht wurden hier die Verhältnisse von <strong>Schlägern mit Überlänge</strong>. Neben den paar Zentimetern größerer Reichweite haben diese Schläger ein anderes Verhältnis von Swingweight zu Schlägermasse. Kurz gesagt, der Schläger hat eine längere Übersetzung. Mit einem längeren Schläger wird die Muskelarbeit daher bei gleichem Swingweight und leichterem Schlägerkopf langsamer (Hillsche Beziehung) und kann diesen Nachteil des leichteren Schlägers ausgleichen. Deshalb beschleunigen diese Schläger besser einen langsamen Ball.<br />
Die maximale Länge des Schlägers wurde (deshalb?) seit einigen Jahren vom Reglement reduziert.</p>
<blockquote style="margin-right: 0px;" dir="ltr"><p><em>Ich spielte selbst noch Schläger mit &#8211; nach heutiger Situation &#8211; extremer Überlänge. Die Umstellung auf kürzere Schläger ist danach ziemlich schwierig: Ein langer Schläger hat im Kopf weniger Masse, um das Swingweight im Rahmen zu halten. Wenn man also einen Ball nahe am Boden gerade noch so herauskratzt, der Schlägerkopf also keine große Geschwindigkeit hat, kommt viel weniger Balllänge heraus, als bei einem kürzeren Schläger mit entsprechendem (gleiches Swingweight) schwereren Schlägerkopf.<br />
Genau genommen, verändert sich bei diesem Schläger Alles am Spielverhalten</em></p></blockquote>
</li>
</ul>
</ul>
<p><strong>Wir stellen also fest</strong></p>
<ul>
<li>Aus der Physik des Elastischen Stoßes und unter bestimmten Annahmen, erzeugt der Leichte Schläger bei einem nicht extrem ankommenden Ball höhere Ballbeschleunigung. Dies gilt verstärkt für einen Spieler mit eher geringerem Armgewicht. Siehe hierzu auch den australischen Physiker R. Cross <strong><a href="http://www.physics.usyd.edu.au/~cross/TENNIS%20MOVIES.htm" target="_blank">You should not use a heavy racquet if you have a light arm</a></strong></li>
<li>Der schwerere Schläger gibt bei schnell ankommenden Bällen den Ball schneller wieder zurück. Spielt man in einer Spielklasse, in der schnell gespielt wird, ist dies ein Vorteil.</li>
<li>Ballbeschleunigung ist natürlich nicht alles. Manchmal ist sie sogar unerwünscht, Ein schwererer Schläger &#8220;reflektiert&#8221; zwar &#8211; ähnlich der Ballwand &#8211; den Ball etwas besser, als der Leichtere. Das ist aber nicht immer erwünscht: z.B. beim Volley, wenn man eine schnellen Ball parieren muss, oder beim Stoppball, wenn der Ball kurz werden soll und viel Schnitt gegeben wird. Dies gilt generell auch für alle Spin-Bälle, da bei gleicher Energie der Schlägerkopf eine höhere Geschwindigkeit hat. Bei Bedarf  kann davon also mehr für den Spin eingesetzt werden, als bei einem schwereren Schläger, weil die zur Balloberfläche tangentiale Relativbewegung größer ist.</li>
<li>Wenn der Spieler beim Trockenschlag spürt, dass der leichtere Schläger bei seiner Standardvorhand <strong>nicht</strong> deutlich schneller beschleunigt (Luftgeräusch des Saitenbettes), als den Schwerere, dann ist er (der leichte Schläger) für diesen Spieler eher zu leicht.</li>
<li>Ein leichterer Schläger <strong>&#8220;erzieht&#8221;</strong> den Spieler dazu, die Schläge mit mehr Peitscheneinsatz weiter zu entwickeln, weil &#8220;sonst Nichts rauskommt&#8221;. Ein schwerer Schläger veranlasst den Spieler eher dazu, sich dem klassischen geführten Drive zu nähern, bzw. dabei zu bleiben. <em>(Siehe unseren Beitrag<a title="Umlernen" href="http://tennisfragen.de/umlernen/" target="_blank"> Umlernen</a>).</em></li>
<li>Ob ein leichterer oder ein schwererer Schläger <strong>mehr Spin</strong> erzeugt, ist nicht ausgemacht. Der leichtere Schläger wird bei der Peitsche auf eine höhere Geschwindigkeit beschleunigt und diese kann auch in Spin umgesetzt werden. Der schwerere Schläger wird meist härter bespannt <em>(härtere Bespannung kostet aber mehr Kraft/Energie</em>) Der Ball wird stärker deformiert und die Spinkomponente des Schlägerkopfes wird dadurch besser übertragen. Dieser Effekt kann aber durch profilierte Saiten kompensiert werden. (<em>Siehe hierzu unseren Beitrag <a title="Besaitungsfragen" href="http://tennisfragen.de/besaitungsfragen/" target="_blank">Besaitungsfragen.</a>)</em></li>
</ul>
<p><strong>Schlägertuning professionell </strong><br />
Wer also zum Schluss gekommen ist, sich seinen Schläger schwerer zu machen, sollte sich vorher möglichst informieren, an welchen Stellen des Schlägers Zusatzgewichte angebracht werden.<br />
Zwar kann man durch Zusatzgewichte in der Spitze des Schlägerkopfes oder an den Flanken des Saitenbettes in Höhe des Sweetspots zum Ausprobieren Gewichte anbringen um grundsätzlich den Effekt einer Beschwerung zu fühlen. Aber wenn man den Schlagkomfort erhalten will, empfiehlt es sich, vorher entsprechende Anleitungen und Berechnungen zu studieren, damit nicht unvorhergesehene Nebeneffekte, vor allem Vibrationen,  auftreten.<br />
Siehe hierzu den Artikel vom &#8220;Papst&#8221; des Schlägertunings &#8220;<a href="http://www.physics.usyd.edu.au/~cross/customising.pdf" target="_blank">Customising a tennis raquet by adding weights</a>&#8220;.<br />
Wer ein iPhone besitzt, kann sich mit den Apps &#8220;swingTool&#8221; und &#8220;racquetTune&#8221;  helfen lassen. swingTool misst das Swingweigth und racquetTune rechnet aus, wo man welches Gewicht zu befestigen hat.</p>
<p>Für das Ausprobieren auf dem Platz habe ich immer Lötdraht bzw. Lötzinn aus dem Elektronikzubehör verwendet, dass man bequem auf- und abwickeln kann. Für die saubere Montage gibt es im Tennishandel selbstklebende Gewichtspads.</p>
<p>Es gibt auf dem Markt natürlich auch Dienstleister, die den Schläger gerne für Sie tunen. Diese tummeln sich zuhauf im <a href="http://www.Saitenforum.de">www.Saitenforum.de</a> ,  hier einfach mal reinschauen. Allerdings gibt es kaum Möglichkeiten, den Schläger nachträglich leichter zu machen. Deshalb tendieren Schlägertuner eher dazu, die Vorteile des schwereren Schlägers zu hervorzuheben.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Eine schöne Einführung zum Thema richtiger Schläger finden wir in <a href="http://www.tc-burgsinn.de/Training/TCB_Tennisschlaegerinfo.pdf" target="_blank">dieser Erläuterung </a>zum Download, eine Tennisschlägerinfo des TV Burgsinn, mit dem wir einen guten Kontakt pflegen. </em></p>
<p>Eine <strong>Übersicht über die Grunddaten</strong> etlicher derzeit im Handel erhältlicher Schläger eines bekannten Tennisversands, findet sich <a href="http://www.tennis-peters.de/$WS/tennis-peters/websale7_shop-tennis-peters/benutzer/templates/ws-customer/global/pdf/racketinfo.pdf" target="_blank">hier&#8230;.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
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		<title>Der Tennisarm</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 16:24:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Trotz ständig weiterentwickelten Schläger- und Saitenmaterials ist der Tennisarm nicht ausgestorben. Da es sich hierbei um einen gesundheitlichen Überlastungsschaden handelt, ist als Erster der Arzt gefragt. Insoweit, als man durch geeignete Schlagtechnik und das optimale Tennisequipment präventiv oder heilungsbeschleunigend aktiv werden kann, &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/der-tennisarm/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/tennisevolution.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-3329" title="tennisevolution" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/tennisevolution.jpg" alt="" width="589" height="156" /></a>Trotz ständig weiterentwickelten Schläger- und Saitenmaterials ist der Tennisarm nicht ausgestorben. Da es sich hierbei um einen gesundheitlichen Überlastungsschaden handelt, ist als Erster der Arzt gefragt. </strong><br />
<strong>Insoweit, als man durch geeignete Schlagtechnik und das optimale Tennisequipment präventiv oder heilungsbeschleunigend aktiv werden kann, können Erfahrungen von anderen Spielern und ein Grundverständnis der biomechanischen Zusammenhänge eine große Hilfe sein. </strong></p>
<p><span id="more-1331"></span></p>
<p>In Wikipedia findet sich ein kurzer<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tennisarm"> Beitrag </a>zum Tennisarm (Epicondylitis), in dem die Formen des Tennisarmes (Strecker- bzw. Beuger des Handgelenks) unterschieden werden. Auch eine ganze Palette von Therapiemöglichkeiten, bis zur Operation, werden erwähnt. Ein Tennisarm kann auch durch andere Belastungen als Tennis erzeugt werden, z.B. durch Verkrampfung (Stricken, Mausarm) oder durch zu hohe Belastung im Kraftsport (siehe Forum <a href="http://www.gutefrage.net/frage/tennisarm--tennisellenbogen" target="_blank">hjer </a>) oder durch schwere Arbeit.</p>
<p>Die Ursachenanalyse allerdings, kann den Tennisspieler nicht befriedigen. Falsche Technik, aber welche? Und was ist ein armschonender Schläger?</p>
<p><strong>Entlastung der Haltekräfte</strong><br />
<span style="text-decoration: underline;">Griff</span><br />
Ein falscher Griff kann die Muskulatur in einen ungünstigen Arbeitsbereich verlegen. Der Griff kann zu groß oder zu klein sein.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Griffband</span><br />
Das Griffband sollte immer guten Grip haben (Overgrip-Band). Denn eine rutschige Griffoberfläche erfordert enorm größere Haltekräfte.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Ergonomisch geformter Griff</span><br />
Siehe dazu auch das Firmen-Angebot eines ergonomisch geformten Schlägergriffs im Beitrag &#8220;<a title="Zur Kybernetik des Tennisschlägers" href="http://tennisfragen.de/zur-kybernetik-des-tennisschlagers/" target="_blank">Kybernetik&#8230;.&#8221;</a> Probleme könnte es beim Griffwechsel im Spiel geben. Auf jeden Fall dürfte es eine längere Eingewöhnungszeit brauchen.<br />
Ebenfalls die Haltekräfte reduzieren kann man mit einer Wulst am Griffende, weil bei der modernen Killervorhand die Hand/Schlägergriff-Verbindung vornehmlich auf Zug, axial zur Schlägerlängstachse belastet wird.. Dies wurde vor einiger Zeit in einer Großeinstellung im Fernsehen gezeigt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Besserer Schlagstil</span><br />
Durch eine Schlagtechnik nach Muster von Djokovic werden Richtungsgebung und Topspingenerierung quasi entkoppelt. Es entstehen dabei auch weniger Kräfte, die den Schläger aus der Hand ziehen wollen. Diesen Effekt habe ich selbst deutlich bei meiner Umstellung bemerkt, so dass ich nun seltener das Overgrip wechseln muss. Was professionelle Bewegungsausführung bedeuten kann, zeigt untenstehende Grafik für den Golfsport (<a href="http://deposit.d-nb.de/cgi-bin/dokserv?idn=988457067&amp;dok_var=d1&amp;dok_ext=pdf&amp;filename=988457067.pdf" target="_blank">Lehner,</a> S. 180).</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Golfverletzungen-Profis-Amateure-Lehner.jpg"><img class="size-full wp-image-1351 aligncenter" title="Golfverletzungen Profis Amateure Lehner" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Golfverletzungen-Profis-Amateure-Lehner.jpg" alt="" width="451" height="193" /></a></p>
<p>Bezüglich des zeitlichen Verlaufs der Haltekräfte des Schläger bei der Vorhand findet man sehr unterschiedliche Ansichten.<br />
Es sind noch immer<strong> irreleitende</strong> Ratschläge (Mythen) zur Festhaltestärke während der Vorhand unterwegs,</p>
<ul>
<li>im Ballkontakt den Schläger besonders festzuhalten. Dies würde einen Tennisarm begünstigen.</li>
<li>Auch Anweisungen, den Schläger mit extremem Ausschwung durch den Ball zu ziehen, können den Tennisarm begünstigen, wenn man deshalb den Schläger zu lange zu fest greift.</li>
</ul>
<p>In Wahrheit nämlich stellt eher der Schulterzug, der den in axialer Richtung gegen den Ball weisenden Schläger (Schlägerknauf wie eine Taschenlampe zum Ball richten) nach vorne zieht, den höchsten Krafteintrag bei der Vorhand dar (siehe die Animation von <a href="http://www.tennisplayer.net/public/famouscoach/nick_bollet/nick_bollet_killer_forehand_part2_images/nick_bollet_killer_forehand_part2.html?format=print" target="_blank">Bolettieri</a>   bzw. unseren Beitrag  <a title="Die moderne Vorhand" href="http://tennisfragen.de/die-moderne-vorhand/" target="_blank">Die moderne Vorhand</a>).  <br />
 In dieser Phase ist der Schläger am weitesten vom Balltreffpunkt entfernt. Im Balltreffpunkt aber muss der Schläger nur minimal gehalten werden, was in Zusammenhang mit einem ausgeprägten Vorhandgriff die Muskeln während des Ballschocks <strong>extrem entlastet</strong>.</p>
<p>Siehe übrigens die beiden YouTube Clips zum Tennisarm von Jeff Salzenstein, <a href="http://www.jeffsalzensteintennis.com/has-your-elbow-ever-hurt-part-1/" target="_blank">hier&#8230; </a>und <a href="http://www.jeffsalzensteintennis.com/has-your-elbow-ever-hurt-part-2/" target="_blank">hier&#8230;. </a>Derselbse Salzenstein übrigens, der leider einen extremen Ausschwung fordert (siehe unseren Beitrag <a title="Wider das eherne Gesetz des maximalen Ausschwungs" href="http://tennisfragen.de/wider-das-eherne-gesetz-des-maximalen-ausschwungs/" target="_blank">Wider das eherne Gesetz des maximalen Ausschwungs</a>)</p>
<p><strong></strong> <span style="text-decoration: underline;">Extremere Griffhaltung bei Vor- und (einhändiger) Rückhand</span><br />
Dadurch wird der Schock bei Ballberührung in eine Phase bzw.einen Arbeitsbereich der Muskulatur gelegt, in der sie ihre Arbeit schon weitestgehend verrichtet hat.</p>
<p><strong>Muskel vorbereiten<br />
</strong><span style="text-decoration: underline;">Dehnen mithilfe des Antagonisten</span><strong><br />
</strong>Bezüglich der Dehnübungen, die man auch unterwegs gelegentlich wiederholen kann, empfehle ich, nicht gegen einen äußeren Widerstand zu dehnen, sondern diese Dehnung vom jeweiligen Antagonisten vornehmen &#8220;zu lassen&#8221;.  Dabei wird im Rückenmark eine reflektorische Anspannung des zu dehnenden Muskels vermieden. <em>(Diese Information stammt aus dem Buch eines Orthopädie-Professors, vor 20 Jahren gelesen, Titel und Name leider vergessen. Wer es weiß, bitte im Kommentar ergänzen. Danke!)</em></p>
<p><strong>Schwingungen</strong><br />
Mir fehlt im eingangs genannten Wikipedia-Artikel ein Hinweis auf Schwingungen. In einem kleinen Buch Sportmedizin für Medizinstudenten von Prof. Schrader (seinerzeit Sportlinik Damp) las ich dazu (ca. 1980) den Hinweis, dass der Tennisarm zuerst bei schwedischen Waldarbeitern entdeckt worden sei, die in der Kälte und mit Motorsägen arbeiteten. Also Schwingungen plus Kälte. Damit ist jedoch noch keineswegs geklärt, wie die Schwingungen beschaffen sein müssen, um den Tennisarm zu provozieren. Sind die Impulsspitzen des Griffes entscheidend (schwerer Griff, grifflastiger Schläger) oder die Amplitude der Auslenkung, die beim leichten Griff größer ist? Sind es die Belastungsreize, die vom mittig getroffenen Ball (Sweet-Spot) durchschnittlich ausgehen oder die wenigen Mishits, die den Schläger stark erschüttern?</p>
<p>Zum Thema Vibration und Tennisarm haben wir diese Arbeit gefunden:<br />
Med Sci Sports Exerc. 1992 Oct;24(10):1134-40. Transfer of tennis racket vibrations onto the human forearm. Hennig EM, Rosenbaum D, Milani TL. Biomechanics Laboratory, University of Essen, Federal Republic of Germany.</p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Abstract: &#8220;One of several factors suspected in the development of lateral epicondylitis, often referred to as tennis elbow, is the <strong>impact-induced vibration</strong> of the racket-and-arm system at ball contact. Using two miniature accelerometers at the wrist and the elbow of 24 tennis players, the effects of 23 different tennis racket constructions were evaluated in a simulated backhand stroke situation. The influences of body weight, skill level, and tennis racket construction onto the magnitude of vibrations at wrist and elbow were investigated. Amplitudes, integrals, and fourier components were used to characterize arm vibration. More than fourfold reductions in acceleration amplitude and integral were found between wrist and elbow. Off-center as compared with center ball impacts resulted in approximately three times increased acceleration values. Between subjects, body weight as well as skill level were found to influence arm vibration. Compared with proficient players, a group of less skilled subjects demonstrated increased vibration loads on the arm. Between different racket constructions, almost threefold differences in acceleration values could be observed. Increased racket head size as well as a higher resonance frequency of the racket were found to reduce arm vibration. The vibration at the arm after ball impact showed a strong inverse relationship (r = -0.88) with the resonance frequency of tennis rackets.</em></p>
<p>Insoweit, als Vibrationen ursächlich für einen Tennisarm sind, sind Maßnahmen zu deren Reduzierung am Schläger sinnvoll. Dies ist der Ansatz einer Dissertation von Felix Dörfler, &#8220;Wirksamkeit eines vibrationsdämpfenden Systems in Tennisschlägern bei der akuten und chronischen Epikondylitis humeri radialis.&#8221; München, Universität, Diss., 2009 , die aber online z.Z. nicht verfügbar ist</p>
<p>Möglicherweise spielt auch die Frequenz der Schwingung eine Rolle.<br />
Vielleich entstehen Resonanzen oder stehende Wellen, deren Schwingungsbauch, je nach Saitenhärte und weiteren Schlägerbedingungen, auf kritische Punkte im Arm treffen. Hypothesen&#8230;</p>
<ul>
<li>eine hartes Saitenbett (kürzere Impulse) würde dabei mehr die näher am Schläger entfernten Armsegmente (Handgelenk) belasten (kurzwellig),</li>
<li>eine weicheres Saitenbett mehr die entfernteren Segmente (Ellenbogen bis Schulter) erreichen (langwellig),</li>
</ul>
<p> &#8230;man könnte dann gewissermaßen von einem &#8220;Durchstimmen&#8221; des Armes sprechen. Siehe hierzu auch die Arbeiten von Cross und Brody, angesprochen in unserem Beitrag &#8220;<a title="Zur Physik des Saitenbettes" href="http://tennisfragen.de/zur-physik-des-saitenbettes/" target="_blank">Zur Physik des Saitenbettess</a>&#8221;<br />
Immerhin werden die Schwingungsverhältnisse beim Zusammenspiel Sehnen und Muskeln heute z.B. im Bereich der Achillessehne als wichtig akzeptiert. Siehe den sehr lesenswerten <a href="http://orthopaedie-unfallchirurgie.universimed.com/artikel/die-biomechanik-der-achillessehne" target="_blank">Aufsatz von C. Rosso</a> , der in unserem <a title="Elastizitäten – Erlebnisse eines Seiteneinsteigers im Reich der Biomechanik" href="http://tennisfragen.de/elastizitaten-abenteuer-eines-seiteneinsteigers-im-reich-der-biomechanik/" target="_blank">Beitrag zur Elastizität </a>vorgestellt und kommentiert wird.</p>
<p><strong>Schwingungen bedämpfen</strong><br />
<span style="text-decoration: underline;"><em>Am Schläger<br />
</em></span>Durch konstruktive Maßnahmen können die <strong>Schwingungen des Schlägers</strong> reduziert werden.</p>
<ul>
<li>Massenverteilung über die Schlägerlänge</li>
<li>Materialeigenschaften</li>
</ul>
<p style="padding-left: 30px;">Bedämpfung durch &#8230;.</p>
<ul>
<li>Microchip und entsprechende Fasern</li>
<li>Fasern, die bei Schock ihre Steifigkeit verändern</li>
<li>Kügelchen in Rahmenkammern (Schwingungstilger aus den Militärjets)</li>
<li>Gummi-Zwischenlage zwischen Schlägerherz und Schlägerrahmen</li>
<li>weiche &#8220;Aufhängung&#8221; oder Lagerung der Griffschalen</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">Am Muskel</span><br />
Und es können die Schwingungen an den Sehnenansätzen bzw. vom Muskelbauch her gedämpft werden. Die Schwingungen werden dann durch <strong>Bandagen</strong> bedämpft.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Ich habe mit Bandagen Erfolg gehabt, die eine kleine Zusatzmasse mit einem Klettverschlussband elastisch gegen den Muskelbauch drückt (&#8220;Patent&#8221; Hillmer <img src='http://tennisfragen.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> . </em><br />
<em>Als Zusatzmasse benutzte ich zwei zylindrische Gerätebatterien, deren Länge der Breite des Bandes entsprachen und die man mit der linken Hand, wenn man gerade die Gelegenheit hatte,  in Richtung des Unterarmumfanges unter dem Band und über den Muskelbauch hin und her rollen konnte. Das ist sehr angenehm und die Vorrichtung konnte man sogar Nachts anlassen, weil die zweite Batterie, gegenüber der ersten plaziert, verhinderte, dass das Blut abgeschnürt wurde</em>.<br />
<em>Mit dieser Bandage bin ich meinen Tennisarm endlich losgeworden</em>.</p>
<p>Es gibt aber inzwischen im Handel sehr raffinierte Bandagen fertig zu kaufen.</p>
<p><strong>Schwinungen reduzieren</strong><br />
Meine eigenen Versuche, durch Anbringung eines Schwingungstilgers am Schlägerende (eingeklebte Metallbolzenschraube am Ende des Griffes) eine Besserung zu erzielen waren nicht erfolgreich. Zwar entstand der subjektive Eindruck, dass der Schläger weniger schwingt, der Tennisarm wurde dadurch aber nicht besser (&#8230; und manchmal kam ich natürlich bei der einhändigen Rückhand meinem rechten Oberschenkel schmerzhaft ins Gehege).</p>
<p>Inwieweit Schwingungstilger im Schlägerrahmen (Bleikügelchen in kleinen Kammern), intelligente Fasern oder Chip-gesteuerte Fasern einen Vorteil für den Tennisarm bringen, ist schwer zu sagen. Zwei Schläger mit Bleikügelchen hatte ich jeweils längerfristig in Gebrauch. Sie machten weniger Vibrationen, das ist klar. Allerdings litt dabei die Rückmeldung für einen sauber getroffenen Schlag (siehe unseren Beitrag zur <a title="Zur Kybernetik des Tennisschlägers" href="http://tennisfragen.de/zur-kybernetik-des-tennisschlagers/" target="_blank">Kybernetik des Tennisschlägers</a>) und es kam öfter zu Mishits.</p>
<p>Ob eine Erhöhung des Schlägergewichts Vorteile für bzw. gegen den Tennisarm bringt ist ebenfalls nicht ausgemacht. Der schwerere Schläger erfordert höhere Haltekräfte und belastet daher die Sehnenansätze stärker. Wegen der schlechteren Energieübertragung auf den Ball müssen höhere Beschleunigungsarbeiten aufgewandt werden. Siehe <a title="Muskelmodelle für die Vorhandsimulation" href="http://tennisfragen.de/muskelmodelle-fur-die-vorhandsimulation-2/" target="_blank">Muskelmodelle für die Vorhandsimulation</a>.</p>
<p><strong>Exkurs Teilelastischer Stoß<br />
</strong>Das genaue Zusammenwirken von Schwingungseigenleben des Schlägers mit &#8220;Resonanzangeboten&#8221; des Armes ist nicht bekannt ist.<br />
Die einfachen Betrachtungen über den elastischen Stoß, die für die Ballbeschleunigung wertvoll sind, sagen nichts aus, über den Komfort oder die Belastung des Armes durch die Schläger-/Saitenbettkonfiguration.<br />
Die Physik des teilelastischen Stoßes, die das Zusammenspiel der genannten Konfigurationen berücksichtigt, erfordert einen mathematischen Aufwand, den ich nicht leisten kann. Bei ersten Recherchen im Google stoße ich auf Vorlesungskripte der Mechanik III und hätte mich im Weiteren mit schwingungstheoretischen Betrachtungen bis hin zur Simulation mit Mehrkörpersystemen zu befassen (siehe auch Lehner in unserem Beitrag <a title="Muskelmodelle für die Vorhandsimulation" href="http://tennisfragen.de/muskelmodelle-fur-die-vorhandsimulation-2/" target="_blank">Muskelmodelle.</a> </p>
<p><a href="http://wwwex.physik.uni-ulm.de/lehre/krm-2007-2008/krm-2007-2008.pdf" target="_blank"><img title="Schwingungen Ulm" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Schwingungen-Ulm.jpg" alt="" width="438" height="63" /></a><br />
Ulm S. 245, s.u.</p>
<p>Einige Fundstellen sind untenstehend aufgeführt:</p>
<ul>
<li>TU-Berlin, Mechanik II/ <a href="http://mechanik.tu-berlin.de/popov/mechanik2_ss07/skript/Vorlesung%2010_1_meII.pdf" target="_blank">Vorlesung 10 Prof. Popov </a>Teilelastischer Stoß,</li>
<li>ifm.maschinenbau.<a href="http://www.ifm.maschinenbau.uni-kassel.de/~lsch/zuTM3_WS067/V13.pdf" target="_blank">uni-kassel Vorlesung WS 2009. </a>Hier werden die Zeitabläufe der Restitutionsphase thematisiert, sowie hier..mit Beispielen von Stoßzahlen.</li>
<li>UNI-Ulm, Physik, Vorlesungsskript Klassische und relativistische Mechanik, Othmar Marti, S. 263 <a href="http://wwwex.physik.uni-ulm.de/lehre/krm-2007-2008/krm-2007-2008.pdf" target="_blank">Schwingungsgleichungen</a> </li>
<li>Hier ein Bespiel, das auch zeigt, wie schnell man sich verrechnen <a href="http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=20262" target="_blank">kann&#8230; </a>Gut wenn man Jemanden findet, der dann korrigiert.</li>
<li>Sehr interessant ist, dass Entwickler von Videospielen sich mit solchen kinetischen Fragen beschäftigen. Hier eine besonders interessante Betrachtung zum <a href="http://www.systemdesign.ch/index.php?title=Hüpfender_Tennisball" target="_blank">hüpfenden Tennisball</a>.</li>
<li>UNI-Bremen, Mechanik. Hier wird der zeitliche Vorgang schön beschrieben, aber auch von einer feststehenden <a href="http://www.mechanik.uni-bremen.de/tmwing/22_Widerstandskraefe_Impulssatz_Stoss.pdf" target="_blank">Stoßzahl Ball/Tennisschläger </a>ausgegangen.</li>
<li>Dissertation UNI Stuttgart,<a href="http://deposit.d-nb.de/cgi-bin/dokserv?idn=985141123&amp;dok_var=d1&amp;dok_ext=pdf&amp;filename=985141123.pdf" target="_blank"> Saeed Ibrahimi</a>, hier scheint unser Problem wohl berücksichtigt, aber wer wagt sich da heran &#8211; nur für Tennis. Hier läuft es auf die Berechnung von Zahnrädern hin. Allerdings sollten die Computermodelle auch für unser Problem einsetzbar sein, siehe auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mehrkörpersimulation" target="_blank">Wikipedia, Mehrkörpersimulation</a>.<a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/cont-W1.jpg"><img title="cont W1" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/cont-W1.jpg" alt="" width="421" height="153" /></a></li>
</ul>
<p>Diese Fragen spielen nicht nur beim Zusammenspiel Schläger/Ball, sondern vermutlich noch stärker bei der Impulsweiterleitung in den Grundschlägen bzw. beim Aufschlag eine Rolle (Vorhandpeitsche, Service)</p>
<p><strong>Erörterungen zu den biomechanischen Grundlagen<br />
</strong>Untersuchungen zum Tennsarm scheinen zeitlich weiter zurückzuliegen (siehe Universität Duisburg/Essen, <a href="http://www.uni-due.de/~qpd800/ALLREF.enl" target="_blank">Prof. E.M Henning </a>).</p>
<p>Eine <a href="http://deposit.d-nb.de/cgi-bin/dokserv?idn=988457067&amp;dok_var=d1&amp;dok_ext=pdf&amp;filename=988457067.pdf" target="_blank">neuere Dissertation </a>bezieht sich auf den Golfarm, der physiologisch ähnlich gelagert ist. Die Druckverläufe am Golfschlägergriff wurden bei verschiedenen Spielstärken gemessen. Wie zu erwarten war, liegen hier Schwinungen an.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/cont-h5.jpg"><img class="size-full wp-image-1335 aligncenter" title="Tennisarm" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/cont-h5.jpg" alt="" width="487" height="257" /></a>Die vom Autor Dr. Stefan Lehner angesetzte Simulation schenkt der Untersuchung der Schwingungen keine Bedeutung, wenn ich das nebenstehende Bild richtig interpretiere.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/cont-h6.jpg"><img class="size-full wp-image-1336 aligncenter" title="Golf 1" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/cont-h6.jpg" alt="" width="452" height="253" /></a></p>
<p>Es würde mich sehr interessieren, welche Schwingungsamplituden an kritischen Sehnenansatzpunkten beim Durchfahren eines relevanten Schwingungsbereiches zu messen sind. Eine rein rechnerische Lösung (Seilschwingungen) dürfte hingegen wegen der Komplexitäten schwer zu bewerkstelligen sein, zumal sicher auch Torsions- und Transversalschwingungen kombiniert auftreten.</p>
<p style="text-align: center;"> <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/cont-h7.jpg"><img class="size-full wp-image-1337 aligncenter" title="Golf 2" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/cont-h7.jpg" alt="" width="472" height="337" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eher in diese Richtung geht die Experimentalstudie von Walther M, Kirschner, S. Koenig A, Barthel T, Gohlke F aus Würzburg, auf die mich ein Forenfreund hingewiesen hat:</p>
<p><em>J Shoulder Elbow Surg. 2002 May-Jun;11(3):265-70. Biomechanical evaluation of braces used for the treatment of epicondylitis. Walther M, Kirschner S, Koenig A, Barthel T, Gohlke F. Department of Orthopedic Surgery, University of Wuerzburg, Germany.</em></p>
<p>Sie zeigt, dass 46% der Spitzenbelastung und immer noch 42% der Belastungssumme über die Zeit durch eine optimal angebrachte Tennisarmmanschette reduziert werden kann. Allerdings erstaunt mich, dass durch die Manschette in allen Fällen nicht nur die Kraftspitzen, sondern auch die Zeitintegrale reduziert sind.</p>
<p>Dies hängt auch mit dem Druck zusammen, den die Manschette bauartbedingt einbringen kann. siehe:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Schauss S, Helwig U, Karpf M, Plitz W. Department für Orthopädie und chirurgische Orthopädie, Landeskrankenhaus Villach, Osterreich. Effectiveness of epicondylitis bandages from the biomechanical viewpoint&#8211;an experimental study, in Z Orthop Ihre Grenzgeb. 2000 Nov-Dec;138(6):492-5.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Abstract: &#8220;During extension of the elbow joint (test measurement) and extension of the wrist (control measurement), maximal bandage pressure is desired on the extensor group of the forearm, especially of the M. extensor carpl radialis brevis (ECRB). Do the various commercial epicondylitis bandages produce a mechanical effect on the extensor group of the forearm and how do the maximal pressures of these bandages behave in direct comparison? Are the pressures produced clinically relevant? METHODS: Eleven different epicondylitis bandage constructions were examined for their biomechanical effects. The exerted pressure was measured continously during the above-mentioned movements. A fist-closing strength of ca. 30 N was maintained for the necessary pre-stressing of the forearm muscles. RESULTS: Strap-type bandages were the only bandages to produce adequately high pressures. Bands applied at pressures which approach those of the straps led to obstruction in bloodflow. Stocking designs showed no effect in respect to our study. CONCLUSION: Bandages which apply pressure to relieve the tendon insertion of the extensor muscles must, from a technical standpoint, be of a strap construction in order to build up adequate pressures to be effective&#8221;.</em></p>
<p>Meine Hypothese, dass der Zug am Sehnen/Muskelansatz durch eine Manschette nicht reduziert wird, speist sich aus eigener Erfahrung und Empfindung, sowie aus der Überlegung, dass letztlich die Haltekraft in der Hand durch den Zug der Sehnen aufgebracht werden muss, auch wenn man den Muskelbauch durch eine Manschette an seiner Verkürzung hindert. Die Haltekraft sollte proportional dem Zug der beteiligten Handsehnen sein und dieser Zug wirkt auch am Knochen des Ellenbogens. Trifft dieses zu, würde es im Umkehrschluss naheliegen, dass der Spieler nunmehr den Schläger weniger stark fest hält.</p>
<p>Dazu hält mir mein Forenfreund entgegen:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;&#8230;Allerdings habe ich mich bisher nicht mit diesem Thema befasst und war bisher der Meinung, dass die Ursachen der Epicondylitis eher im muskulären Bereich zu suchen seien, weil ja die Ursprungsstellen der Hand- und Fingerstreckmuskeln betroffen sind – etwa nach der Hypothese: derjenige, der den Schläger zu fest anfasst (mit den Fingerbeugemuskeln), muss, um ein gleichzeitiges Beugen des Handgelenkes zu unterbinden, gleichzeitig die Strecker des Handgelenkes (und der Finger) mit innervieren&#8230;.&#8221;</p>
<p>Inwieweit dieses Zusammenspiel durch eine Manschette beeinträchtigt wird, und letztlich mit welchen Auswirkungen, kann ich nicht übersehen.</p>
<p>Zur Frage, ob man von Sehnen- oder Muskelansatz sprechen sollte, schreibt mir meine Forenfreund:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Kurz zum Thema Muskel/Sehnenansatz (da fühl ich mich absolut zu Hause): Im Grunde wird die Verbindung zwischen Muskelfaser und Knochen stets durch Collagenfibrillen hergestellt, die sich in Gänze außerhalb der Muskelfaser in der Faserhülle befinden. Da macht es keinen Unterschied, ob die Collagenfibrillen der Faserhülle direkt in das Knochengewebe einwachsen oder ob sie vorher zu einem „Zopf“, den man dann „Sehne“ nennt, zusammengefasst werden. D.h., eine Sehne ist im Grunde nichts anderes als die zu einem Strang zusammengeschnürte Muskelfaserhülle, vergleichbar mit einem an den Enden aufgezwirbelten Bonbonpapier, wobei das Bonbon die Muskelfaser symbolisiert. Frage ist, wie kommt die im Bonbon (=Muskelfaser) erzeugte Kraft auf die Hülle? Da gibt es zwei Wege: 1. Von den insbesondere endständigen Z-Scheiben der Myofibrillen über die kurzen Fibrillen Talin und Vinculin innerhalb der Muskelfasermembran zu dem in die Membran eingebauten Alpa- und Beta-Integrin, von dort zum außerhalb der Membran liegenden Fibronectin, das dann am extrazellulären Kollagen anhaftet. 2. (der mechanisch wohl bedeutendere Weg): Vom endständigen Aktin über Dystrophin, dystrophinassoziierte transmembrane Proteine und (extrazellulär) Laminin und Kollagen. Du brauchst dir also bei der Bewertung der Epicondylitis hinsichtlich Muskel/Sehnenansatz keine Sorgen zu machen. Da besteht aus meiner Sicht kein Unterschied.&#8221;</p>
<p>Deutlich wird im Übrigen, dass die Ursachen der Epicondylitis nicht genau bekannt sind.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Siehe J Shoulder Elbow Surg. 2002 May-Jun;11(3):265-70. Biomechanical evaluation of braces used for the treatment of epicondylitis. Walther M, Kirschner, S. Koenig A, Barthel T, Gohlke F , (Hervorhebung von mir):</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Abstract: &#8220;The purpose of the study was to investigate the biomechanical effects of different types of braces that are used in the treatment of patients with epicondylitis radialis. Vibration and acceleration of the forearm and the elbow were measured with sensors taped to defined anatomic points on the skin surface. The impact-induced vibration of the racket-arm system was analyzed while the subjects were playing tennis. Different designed brace systems were investigated with respect to acceleration amplitudes and acceleration integrals. Clasp-based brace systems showed a slight reduction of acceleration amplitudes (-6%) and acceleration integrals (-8%). Braces with pads at the lateral epicondyle reduced acceleration amplitudes by 20% and acceleration integrals by 22%. Braces with pads placed at the forearm showed the highest reduction of acceleration amplitudes (-46%) and acceleration integrals (-42%). Overload of the wrist extensors, which is considered to be a major pathogenic factor in lateral epicondylitis, can be reduced by braces. There is a significant difference in the effects among different biomechanical principles of braces&#8221;</em></p>
<p>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
<p>.</p>
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		<title>Zeigen die Jungstars neue Strokes?</title>
		<link>http://tennisfragen.de/junge-hoffnungen-im-welt-tennis/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 21:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; Bei der Analyse neuer Schlagstile orientieren wir uns natürlich am Spitzennachwuchs (best practice).  Ein US Tennisportal führt eine Liste der erfolgversprechendsten  &#8221;Rising Stars&#8221;. Bei Vorhand, beidhändiger Rückhand und beim Service sieht man Ungewohntes. Neue Trends? Beachte die neuen Kommentare am Schluss des Beitrags! &#160; &#160; In &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/junge-hoffnungen-im-welt-tennis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/NIkishori.jpg"><img class="alignleft  wp-image-2443" style="margin: 5px;" title="NIkishori" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/NIkishori.jpg" alt="" width="140" height="176" /></a>Bei der Analyse neuer Schlagstile orientieren wir uns natürlich am Spitzennachwuchs (best practice). <br />
Ein US Tennisportal führt eine Liste der erfolgversprechendsten  &#8221;Rising Stars&#8221;.<br />
Bei Vorhand, beidhändiger Rückhand und beim Service sieht man Ungewohntes. Neue Trends?</strong></p>
<p><span style="color: #688097;"><em><strong>Beachte die neuen Kommentare am Schluss des Beitrags!</strong></em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-2427"></span><strong></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In unserem Beitrag <a title="Tennistalente in der Entwicklung" href="http://tennisfragen.de/tennistalente-in-der-entwicklung/" target="_blank">Tennistalente in der Entwicklung </a>zeigen wir Tennis von Kindern und Jugendlichen, um Vorstellunge zu entwickeln, was uns in den nächsten Jahren erwartet. Das Portal <a href="http://www.tennisserver.com/lines/lines.html" target="_blank">tennisserver.com </a>stellt nun für 2011 die &#8220;Top Male Risers&#8221; von 2011 heraus. Dabei wird das Ranking Ende 2010, das von 2011 und ein daraus gebildeter Aufstiegsquotient angegeben. Die letzte Zahl gibt also an, wie steil die Tenniskarriere sich bei jedem Spieler in 2011 gestaltete. Ray Bowers von tennisserver.com setzt sich intensiv mit den Karriereverläufen von Spitzenspielern auseinander (The Blue-Diamond Path to Glory) und trifft damit ein Themenfeld, das jahrzehntelang auch in meinem beruflichen Fokus lag (Beruf und Karriere von Ingenieuren). In unserem Beitrag <a title="Tennistalente in der Entwicklung" href="http://tennisfragen.de/tennistalente-in-der-entwicklung/" target="_blank">Tennistalente in der Entwicklung </a>haben wir die Daten Ray Bowers ausgebreitet.</p>
<p>Auf die grandiose Karriere von Milos Raonic haben wir an anderer Stelle schon hingewiesen (<a title="Wie komme ich zum Spitzenaufschlag?" href="http://tennisfragen.de/wie-komme-ich-zum-spitzenaufschlag/" target="_blank">Wie komme ich zum Spitzenaufschlag</a>).<br />
Aber es gibt einen Spieler, der noch etwas rasaner nach Oben kam, Bernard Tomic.</p>
<p>Dies ist die Liste von tennisserver.com</p>
<ol>
<li>Bernard Tomic, Nr. 208, Nr. 41, Quotient: 5.07</li>
<li>Milos Raonic, Nr. 156, Nr. 31, Quotient: 5.03</li>
<li>Cedrik-Marcel Stebe, Nr. 322, Nr. 81, Quotient: 3.97</li>
<li>Janko Tipsarevic, Nr. 33, Nr. 9, Quotient: 3.67</li>
<li>Alex Bogomolov, Nr. 97, Nr. 34, Quotient:2.85</li>
<li>Alex Dolgopolov, Nr. 40, Nr. 16, Quotient: 2.50</li>
<li>Ivan Dodig, Nr. 86, Nr. 36, Quotient: 2.39</li>
<li>Kei Nishikori, Nr. 56, Nr. 25, Quotient: 2.24</li>
<li>Vasek Pospisil, Nr. 279, Nr. 121, Quotient: 2.23</li>
<li>Ryan Harrison, Nr. 170, Nr. 79, Quotient: 2.15</li>
</ol>
<p>Außerdem gibt uns tennis-server eine Watch List &#8220;predicted risers&#8221;, also derjenigen Spieler, die <strong>vermutlich</strong> in 2012 die deutlichste Karriere hinlegen werden (<a href="http://www.tennisserver.com/lines/lines.html" target="_blank">Quelle)</a> . Die Film-Clips dazu haben wir ebenfalls zugeordnet <em>(soweit möglich,in  slow-motion oder HD)</em></p>
<p>Die komplette Watch-List mit den Clips zeigen wir im Anschluss an die hier vorangestellte Analyse Neue Strokes.</p>
<p><strong>Neue Strokes</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Unsere Analyse der Schlagstile im Hinblick auf Innovationen und Trends werden im Laufe der Zeit ergänzt.</em></p>
<p><strong>Aufschläge</strong><br />
Bei Dodig und Raonic fallen uns zwei Aspekte der Aufschlagtechnik auf.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Ivan Dodig<br />
</span><br />
<object width="454" height="263" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/0Z8oUedyikM?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="454" height="263" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/0Z8oUedyikM?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Ivan Dodig hat eine extreme Beckenbewegung, wie sie von Ivaniesevic wohl Einigen noch in Erinnerung ist (im Gegensatz etwa zu Berdych, der den Körper mehr in einer  Art &#8220;Fahrstuhlbewegung&#8221; nach unten absenkt).  Die Vor- und Nachteile und Varianten im Timing haben wir im Beitrag <a title="Wie komme ich zum Spitzenaufschlag?" href="http://tennisfragen.de/wie-komme-ich-zum-spitzenaufschlag/" target="_blank">Wie komme ich zum Spitzenaufschlag</a> beschrieben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000; text-decoration: underline;">Milos Raonic</span></span> fällt durch eine sehr tief bis unter das Gesäß reichende Ausholschleife auf, wie sie z.B. bei Federer nie so zu sehen ist.</p>
<p><object width="448" height="208" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/zkgZOvm7ySA?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="448" height="208" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/zkgZOvm7ySA?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object><br />
Milos Raonic, 0,45.7-1,15.1</p>
<p><strong>Vorhände<br />
</strong>Interessant ist die Vorhand von <span style="text-decoration: underline;">Jack Sock</span>, 19 J . Er spielt sie mit starker Unterarmpronation und kurzem Ausschwung. Dies ist in der Tendenz übrigens auch bei Janko Tipsarevic zu sehen. Dies scheint z.T. auch  dem schnellen Hartplatz geschuldet, der nicht die Zeit für langes Ausschwingen gewährt. (siehe dazu unseren Beitrag <a title="Wider das eherne Gesetz des maximalen Ausschwungs" href="http://tennisfragen.de/wider-das-eherne-gesetz-des-maximalen-ausschwungs/" target="_blank">Wider das eherne Gesetz des maximalen Aufschwungs</a>).</p>
<p><object width="456" height="264" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/5_CuVxyyOR4?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="456" height="264" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/5_CuVxyyOR4?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object><br />
<em>Vor- und Rückhand Jack Sock</em></p>
<p><strong>Rückhände</strong><br />
 <span style="text-decoration: underline;">Jack Sock hat </span>bei der (beidhändigen) Rückhand eine sehr ausgeprägte Schleifenbewegung obenrum.<br />
Dies scheint sich bei den Jungen immer stärker durchzusetzten, siehe auch Nikishori. Umso verblüffender ist es, dass  <span style="text-decoration: underline;">Bernard Tomic</span> bei der beidhändigen Rückhand Topspin genau für das Gegenteil steht.</p>
<p><object width="458" height="208" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ayu7R6p4Tsw?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="458" height="208" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/ayu7R6p4Tsw?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object><br />
<em>Bernard Tomic, Backhand beidhändig Topspin</em></p>
<p>Würde man die Vorhand derart als Pendelbewegung &#8220;untenrum&#8221; spielen, wie er die Rückhand, wäre es eine Sensation und biomechanisch kaum nachzuvollziehen, weil sich bei der modernen Vorhand die kraftvollere Pronation durchgesetzt hat, die mit der Ausholbewegung obenrum vorbereitet wird. (siehe unseren Beitrag <a title="Was bedeutet Pronation beim Tennisschlag?" href="http://tennisfragen.de/was-bedeutet-pronation-bei-den-tennisschlagen/" target="_blank">Was bedeutet Pronation beim Tennisschlag?</a>)</p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Bei der beidhändigen Rückhand liegen die Dinge aber anders, als bei der Vorhand. Denn aus biomechanischer Sicht wissen wir, dass der Pendel-Rückschwung untenrum bei der Rückhand ein Loading herstellt,  dass im Anschluss eher eine Pronation für den Schlag selbst ermöglicht (wobei wir das komplizierte Zusammenwirken beider Arme mal ausklammern). Diese Zusammenhänge habe wir in unserem Beitrag <a title="Vom Mythos des eingewickelten Stoppballes" href="http://tennisfragen.de/vom-mythos-des-eingewickelten-stoppballes/" target="_blank">Vom Mythos des eingewickelten Stoppballs</a> eingehend erläutert. Zum Begriff <a title="Was bedeutet Pronation beim Tennisschlag?" href="http://tennisfragen.de/was-bedeutet-pronation-bei-den-tennisschlagen/" target="_blank">Pronation und Supination beimTennis</a>, siehe unseren hier verlinkten Beitrag. Wir haben dort herausgestellt, dass Pronation und Supination bei einem Ellbogenwinkel größer 90 Grad meist mit einer Drehung des Oberarmes einhergeht. </em></p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich bei der beidhändigen Rückhand von Tomic (eine Besonderheit, die beispielsweise dem Trainer <a href="http://www.onlinetennisinstruction.com/bernard-tomic.html" target="_blank">Florian Meier </a>keiner Erwähnung Wert ist) auf den ersten Blick eine erfolgversprechende neue (alte)  Bewegungsvariante andeutet, auch wenn sie einem klaren Trend zuwiderliefe. Denn gerade bei den jüngeren Spitzenspielern wird die beidhändige Rückhand obenrum ausgeholt und mit immer ausgeprägterem Winkel zwischen Schlägerlängstachse und den Armachsen (nahe bei 90 Grad) gespielt. Dies kann man sehr schön auch bei Murray beobachten, der im Match der Australian Open gegen Djokovic m.E. die bessere, stärker gepeitschte Rückhand hatte. Djokovic führt seine Rückhand-Ausholbewegung übrigens nicht einheitlich steil oben rum aus, sondern manchmal mit der Schlägerlängstachse parallel zum Boden. Sind dies vielleicht motorische &#8220;Überbleibsel&#8221; eines älteren Stils, oder passt er die Ausholbewegung an verschiedene Situationen an?</em></p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Überhaupt fällt auf</em><em>, dass bei sehr vielen Spielern der beidhändigen Rückhand die Aushol- und Loadingphase  (noch?) sehr oft sehr flach praktiziert, wenn auch nicht gerade untenrum ausgeholt, wird. Die Übergänge sind fließend.</em></p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Dies ist bei der einhändigen Rückhand nicht in dem Maße der Fall. Die einhändige Topspin-Rückhand wird in der Regel heute obenrum ausgeholt.Ein  Grund könnte sein, dass  die hohe Ausholschleife &#8211; neben den biomechanischen Effekten &#8211; den Vorteil hat, vom Gegner nicht so früh und  im Ansatz vom Slice unterschieden werden zu können. Denn der Slice kommt ja immer aus einer hohen Position des Schlägerkopfes &#8211; der Rückhandtopspin dann ebenfalls.</em></p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Bei Tomic gelangt der Schlägerkopf , trotz der Ausholbewegung, wie ein Pendel untenrum, ebenfalls in ene hohe Ausholposition. Das macht eine biomechanische Interpretation komplizierter. Es ist zu vermuten, dass diese Ausholbewegung mehr Unruhe in den Aufbau des Schlages (Loading) bringt.</em></p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Etwa in der Abfolge: </em></p>
<ol style="padding-left: 30px;">
<ol>
<ol>
<li>
<div style="padding-left: 30px;"><em>(Tomic, erste Phase, Ausholen untenrum) <span style="text-decoration: underline;">Vorloading</span>=leichte Supination, </em></div>
</li>
<li>
<div style="padding-left: 30px;"><em> (Sock-Schleife obenrum, bzw. zweite Phase Tomic) <span style="text-decoration: underline;">Loading</span>=Pronation, </em></div>
</li>
<li>
<div style="padding-left: 30px;"><em><span style="text-decoration: underline;">Schlag</span>=Supination.</em></div>
</li>
</ol>
</ol>
</ol>
<p style="padding-left: 60px;"><em>So etwa wurden in der Anfangszeit des Topspin auch die Vorhände gespielt. Dieser Schlagstil ist etwas zeitaufwändiger und störanfälliger als die moderne Vorhand, aber wie gesagt, es hat auf Asche lange Zeit funktioniert. Bei Freizeitspielern, die das heute noch so praktizieren, stellt man oft fest, dass ihnen bei kürzeren Bällen, die sie ins Halbfeld locken, das komplizierte Timing missglückt. Sie haben dann keine Zeit mehr, den etwas komplizierteren Zyklus, bei der Vorhand: Pronation, Supination, Pronation so zu timen, dass sie mit der Pronation schlagen können. Statt aus der Pronation schlagen sie aus der Supination &#8211; der Ball geht mangels Topspin schneller ins Aus.</em></p>
<p>Tomic kommt mit diesem Zyklus bei der Beidhändigen gut zurecht.  Bei der Beidhändigen sind die Bewegungen ja kürzer und kraftvoller als bei einhändigen Schlägen. Dieser Effekt könnte ausreichen, um einen vermuteten prinzipbedingten Nachteil in Kauf zu nehmen.<br />
Für die einhändige Rückhand scheint mir diese Ausholbewegung untenrum wegen des komplizierten Pronation/Supinationszyklus s.o. , nicht optimal. Vergleicht man beide Clips, drängt sich der Eindruck auf, dass Tomic die Bälle nach dem Auftippen länger fliegen lässt, bzw. später nimmt, als Sock. Dies wäre im Sinne des oben bemerkten verständlich bzw. folgerichtig.</p>
<p><strong>Wir stellen also  fest, dass bei den Jungen zur Zeit zwei absolut entgegengesetzt angelegte Ausholbewegungen der beidhändigen Rückhand gespielt werden! Das ist bemerkenswert und sagt uns, dass mit Überraschungen immer zu rechnen ist</strong>.</p>
<p>Der guten Ordnung halber, erinnern wir an dieser Stelle daran, dass</p>
<ol>
<li>die Strokes nicht allein die Spielstärke eines Tennisspielers ausmachen. (<em>Die anderen Faktoren lassen sich aber nicht aus der Analyse kurzer Filmschnipsel ableiten. Eine gewisse biomechanische Tendenz dieses Portals resultiert auch auf der gegebenen Datenlage.)</em></li>
<li>selbst eine Analyse allein der Schlagstile müsste auf einer repräsentativen &#8221;Fallzahl&#8221; aufbauen, zumal die Spieler auf Hartplatz oder Asche ihre Schläge umstellen. Deshalb können wir hier nur den &#8220;Genpool&#8221; der gangbaren Strokes dokumentieren und in Einzelfällen diese Schläge kommentieren.</li>
</ol>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Ich habe schon Clips von Übungssequenzen Djokovic`s auf Hartplatz gesehen, bei denen dieser für die Vorhand so flach ausgeholt hat, dass man vom guten Glauben abfallen könnte &#8211; weil diese im Gegensatz zu dem Bild einer Vorhand stehen, das Djokovic geradezu geprägt hat</em>.</p>
<p>Bei der Interpretation und Analyse der hier vorgestellten Spieler darf nicht unerwähnt bleiben, dass diese &#8220;jungen Talente&#8221; eigentlich für eine Vorschau im Hinblick auf zukünftige Schlagstile schon <strong>etwas alt</strong> sind.<br />
Die ersten Clips von Djokovic und Cilic habe ich im Bezahlportal tennisplayer.net verfolgt, als diese noch 16 Jahre jung waren. </p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Aber auch junges Alter gibt nicht die Gewähr, das neueste Schlagstile &#8220;geboten&#8221; werden. In den ersten Clips, die ich vor zwei Jahren von Ryan Harrison als Jugendlichem, gezeigt habe (es war ein Werbe-Clip mit Nick Bollittieri + Familie Harrison) , war sein Schlagstil schon 100% festgelegt. Der Vater,  wie es hieß, ebenfalls Profi, ähnelte bis zur Frisur Jimmy Connors und die Schläge waren ebenfalls extrem flach, durch Hartplatztennis geprägt.</em></p>
<p><strong>Hier nun die vollständige &#8220;Watch-List&#8221;<br />
</strong><em>Einige Clips wurden oben schon gezeigt, um dort für die wichtigsten Kommentare direkt sichtbar zu sein</em><strong>.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>(Nur Übertragung aus dem englischen Text nur auszugsweise sinngemäß und ohne Gewähr  <a href="http://www.tennisserver.com/lines/lines.html" target="_blank">&#8220;Tennis Server Player Of The Year 2011&#8243;</a> von  <strong>Ray Bowers</strong> des Portals Tennis-Server.com).</em></p>
<p><strong>Jack Sock, 19 Jahre <br />
</strong>Jack Sock, Nebraska, war der erste männliche U.S. Open Juniors-Gewinner seit Andy Roddick in 2000. Hat dann gegen Roddick in den U.S. Open 2011 gegen Roddick klar verloren.</p>
<p> <object width="456" height="264" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/5_CuVxyyOR4?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="456" height="264" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/5_CuVxyyOR4?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p><strong>Kei Nishikori, 21 Jahre<br />
</strong>Aufgewachsen ist er in Japan, hat aber seit dem 14. Lebensjahr in Florida trainiert. Er ist bei den U.S. Open 2008 bis in die vierte Runde gekommen (schlug dabei Ferrer) und kam dadurch in die Top 100. Auf diese Position hat er sich in 2011 zurückgekämpft. Er erreichte das Semifinale in Shanhai und gewann in Kuala Lumpur gegen Berdych und gegen Djokovic in Basel, allerdings als Djokovic Schulterprobleme hatte.</p>
<p><object width="455" height="219" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Do3-geZv9WQ?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="455" height="219" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/Do3-geZv9WQ?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p><strong></strong> <br />
<strong>Cedrik-Marcel Stebe, 21 Jahre<br />
</strong>Linkshänder, Tennis-Server.com sagt ihm für 2012 Rankingplatz 47 voraus.</p>
<p><object width="455" height="220" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/DW3Hh0U7jT0?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="455" height="220" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/DW3Hh0U7jT0?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Martin Klizan, 22 Jahre<br />
</strong>Martin Klizan aus der Slovakischen Republik hat zwei Davis-Cup Matches gegen die Ukraine gewonnen. Im folgenden Clip gegen Belucci als Verlierer nur am Netz zu sehen. Aber die Vorhand des Linkshänders Belucci ist auch sehr schön.</p>
<p>Martin Klizan vs. Thomaz Belucci<br />
<object width="456" height="193" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/9J0E5nclhRk?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="456" height="193" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/9J0E5nclhRk?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Martin Klizan vs. Joao Sousa<br />
Davis Cup 2011 Slovakische Republik gegen Portugal<br />
<object width="453" height="193" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/60JYITEYJOM?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="453" height="193" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/60JYITEYJOM?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p><strong>Matthew Ebden, 23 Jahre<br />
</strong>Ist in Süd Afrika geboren, ging dann in Australien zur Schule und spielt auch für Australien. Er hat in 2011 die Top 100  erreicht. Er ist in 2011 an Ferrer (Tokio) und an Murray (Shanghai) gescheitert. Er ist ein sehr guter Doppelspieler</p>
<p><object width="458" height="231" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Ud7c9sfgx5c?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="458" height="231" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/Ud7c9sfgx5c?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vasek Pospisil, 21 Jahre<br />
</strong>Er erreichte 2011 die letzten 64. In Valencia schlug er Isner. Er ist besonders stark auf Harplätzen. Gemeinsam mit Milos Raonic wird er Canada im Davis Cup eine eine gute Mannschaft gewährleisten.</p>
<p><object width="456" height="202" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/1dIqtwDBihs?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="456" height="202" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/1dIqtwDBihs?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p><strong>Benoit Paire, 22 Jahre</strong> (Videos nicht verfügbar)<br />
Kommt aus Avignon, gewann Turniere in Salzburg, Brasov (Rumänien). Er ist Sandplatzspieler.</p>
<p><strong>Alex Bogomolov</strong> vs. Schüttler</p>
<p><object width="457" height="203" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/sRqWQefR6FQ?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="457" height="203" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/sRqWQefR6FQ?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Alex Dolgopolov<br />
</strong><br />
<object width="459" height="198" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/18010fq6JR4?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="459" height="198" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/18010fq6JR4?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p> <br />
<strong>Ryan Harrison</strong></p>
<p><object width="458" height="209" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/PgenJTDYSAw?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="458" height="209" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/PgenJTDYSAw?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p> <br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Film-Clip-Hinweise und Ergänzungen zur Liste der Top Male Riser</strong></p>
<ol>
<li>Bernard Tomic, siehe Filmclip unten</li>
<li>Milos Raonic, Filmclip siehe unseren Beitrag Spitzenaufschlag, sowie Filmclip unten</li>
<li>Cedrik-Marcel Stebe, siehe Filmclip oben</li>
<li>Janko Tipsarevic, siehe Filmclip unten</li>
<li>Alex Bogomolov, siehe Filmclip oben</li>
<li>Alex Dolgopolov, siehe Filmclip oben</li>
<li>Ivan Dodig, siehe Filmclip ganz oben, sowie unseren Beitrag Spitzenaufschlag</li>
<li>Kei Nishikori, siehe Filmclip oben</li>
<li>Vasek Pospisil, siehe Filmclip oben</li>
<li>Ryan Harrison, siehe Filmclip oben und unseren Beitrag Junge Talente</li>
</ol>
<p><strong>Bernard Tomic</strong></p>
<p>Bernhard Tomic Vorhand</p>
<p><object width="457" height="224" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Y6Q4G54yURY?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="457" height="224" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/Y6Q4G54yURY?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Bernhard Tomic Backhand Slice</p>
<p><object width="458" height="243" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/5NUi5GxCfIo?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="458" height="243" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/5NUi5GxCfIo?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object><br />
Bernhard Tomic Backhand beidhändig Topspin</p>
<p><object width="458" height="208" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ayu7R6p4Tsw?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="458" height="208" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/ayu7R6p4Tsw?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p> <br />
<strong>Milos Raonic</strong></p>
<p><object width="458" height="245" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/vdxo2t0X8v8?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="458" height="245" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/vdxo2t0X8v8?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><br />
Janko Tipsarevic</strong></p>
<p><object width="458" height="224" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/13N2TOH7Kwg?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="458" height="224" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/13N2TOH7Kwg?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ergänzung angesichts der Australian Open 2012<br />
</strong>Nicht mehr zu übersehen ist der 1987 geborene Kasacke Mikhail Kukushkin, (mit 1,83 Meter für heutige Verhältnisse klein und mit 72 Kg leicht, stand in der <a href="http://www.atpworldtour.com/Rankings/Singles.aspx?d=17.01.2011&amp;r=1&amp;c=KAZ" target="_blank">ATP Rangliste </a>an 92. Stelle vor Andreas Beck, vor einem Jahr allerdings auf Rang 63), der nun in der dritten Runde auch Monfils geschlagen hat (er trifft nun auf Andy Murray gegen den er in Brisbaine verloren hat). Hier ist ein Ausschnitt mit beeindruckenden Ballwechseln von Beiden.<br />
.</p>
<p><em>Mikhail Kukushkin schlägt Gael Monfils, Australian Open 2012</em><br />
<object width="455" height="217" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/PxQpPtb9cvc?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="455" height="217" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/PxQpPtb9cvc?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Die Schlaghärte Kukushkins kann man schlecht schätzen, die Schlägerkopfgeschwindigkeit scheint wegen des relativ leichten Schlägers hoch. In den ersten beiden Sätzen gegen Troicki sah es aus, als ob er den Serben vom Platz fegt.</p>
<p>Hier nun Ausschnitte aus dem Match gegen Murray in Brisbane, bei dem Kukushkin bei best of three einen Satz gewann.</p>
<p>Andy Murray schlägt Mikhail Kukushkin in Brisbane 2012<br />
<object width="455" height="239" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/vmt351mazHU?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="455" height="239" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/vmt351mazHU?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
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		<title>Langsamen Ball schnell machen</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 11:57:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biomechanik]]></category>
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		<category><![CDATA[Erwachsene Anfänger]]></category>
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		<category><![CDATA[Schlagtechnik verstehen]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Ballwand zeigt es uns, ein schneller Ball kommt schnell wieder zurück. Wieweit lässt sich diese Ballwanderfahrung auch auf unseren Schläger übertragen und was muss ich tun, um einen langsamen Ball schnell zu machen? &#160; Es gibt einen großen Unterschied &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/langsamen-ball-schnell-machen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Ballwand zeigt es uns, ein schneller Ball kommt schnell wieder zurück. Wieweit lässt sich diese Ballwanderfahrung auch auf unseren Schläger übertragen und was muss ich tun, um einen langsamen Ball schnell zu machen?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-394"></span></p>
<p>Es gibt einen großen Unterschied zwischen Wand und Schläger</p>
<ul>
<li>Die Masse der Ballwand geht gegen Unendlich aber der Schläger hat nur die sechsfache Masse des Balles. Immerhin, ein schnell ankommender Ball erzeugt schon aufgrund der Reflexion am Schläger eine etwas bessere Beschleunigung.</li>
<li>Bei einem langsam ankommenden Ball muss man besonders viel unternehmen, um ihn schnell zu machen! Der Schläger muss also möglichst schnell bewegt werden.</li>
</ul>
<p>Allerdings wird auf einen langsamen Ball unwillkürlich meist mit einer langsamen Schlagbewegung geantwortet. Das wird man im Spitzentennis, außer bei einem Stopp,  so gut wie nie erleben. Langsame Bälle werden dort unbarmherzig schnell gemacht und bringen meistens den Punkt.</p>
<p>Der Normalo schlägt aber nur den schnell ankommenden Ball schnell &#8211; weil er unter Zeitdruck ist. Eine einfache Erklärung, jenseits der Physik. Wer es besser weiß, möge mich korrigieren!</p>
<table width="35%" border="1">
<tbody>
<tr>
<td width="208"><object width="213" height="162" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/pQhz8ijLCzc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="213" height="162" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/pQhz8ijLCzc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></td>
<td> <object width="219" height="164" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/QkdfX2EywbQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="219" height="164" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/QkdfX2EywbQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></td>
</tr>
<tr>
<td width="208">Vorhand: Bewegung verzögern, ganze Schleife wird sehr bewusst spät angesetzt: langsamen Ball schnell machen.</td>
<td>Vorhand: eher sehr frühe Ausholbewegung und Beschleunigung aus dem Schlägerstillstand. Geht auch, ist aber biomechanisch die zweitbeste Lösung.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für die langsame Schlagausführuns gibt noch einen zweiten Grund, den Trainer. Der versucht meist, den Ball stilvoll in beinahe Zeitlupe zu spielen, damit der Schüler genau sehen soll, wie der Schlag funktioniert.</p>
<p>Der Schüler nimmt also die verlangsamte und &#8220;abgespeckte&#8221; Bewegung des Trainers als Vorbild und Ideal auf . Er hat den Eindruck, es wäre ein Vorteil und er würde es gut machen und belohnt, wenn er es schafft, auch so ruhig zu spielen.<br />
Spätestens im Match, wenn der Gegner mit dem langsamen Ball macht, was er will, wird er umdenken müssen. Solange er aber mit Gegnern spielt, die mit langsamen Bällen ebenfalls Probleme haben, kann es sogar ein Vorteil sein.</p>
<p>Die meisten Trainer aber, die ja oft in höheren Spielklassen unterwegs sind, klagen darüber, dass sie sich im Wettkamp erheblich umstellen müssen (das hat allerdings auch noch andere Gründe).</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Frame0048verwringung.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-395" style="margin: 5px;" title="Frame0048Verwringung" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Frame0048verwringung-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Paradoxe ist: die modernen Schläge kann man nicht richtig in &#8220;Zeitlupe spielen&#8221;. Die elastische Vorspannung der beteiligten Muskeln, Sehnen Knorpel und Bänder wird bei langsamer Schlagausführung nicht erzeugt oder geht zu früh wieder verloren (zur Elastizität, siehe <a title="Elastizitäten – Erlebnisse eines Seiteneinsteigers im Reich der Biomechanik" href="http://tennisfragen.de/elastizitaten-abenteuer-eines-seiteneinsteigers-im-reich-der-biomechanik/" target="_blank">hier&#8230;, </a>zur Vorhandpeitsche, siehe<a title="Ausholen zur Vorhandpeitsche" href="http://tennisfragen.de/ausholen-zur-vorhandpeitsche/" target="_blank"> hier.</a>.. und <a title="Die vier Elemente der Vorhandpeitsche" href="http://tennisfragen.de/die-vier-elemente-der-vorhandpeitsche/" target="_blank">hier..</a>.).<br />
Man versuche mal, ganz langsam dieses Bild, links, &#8220;nachzustellen&#8221;. Höchstens ein zirkusreifer Schlangenmensch ist dazu in der Lage. Der alte Trainerspruch &#8220;früher Ausholen&#8221; ist, wenn er so verstanden wird, je früher umso besser, ein <a href="http://tennisfragen.de/schlagwort/mythen/" target="_blank">Mythos</a> und führt in die Irre.</p>
<p>.</p>
<p><strong>Und wie bekommt man den Ball nun schnell?</strong><br />
Das Timing etwas verzögern, trotzdem weite Ausholschleife (so weit, wie es der Schlagstil zulässt) und dann schnell, mit voller Kraft zuschlagen. Je stärker man dann beschleunigt, umso schneller wird der Ball. Frühes Ausholen und langsames Führen des Schlägers werden von der Physik nicht &#8220;belohnt&#8221;. Nur mit sehr schweren Schlägern, die langsam aus der Mode kommen, kann man auch mit langsamen Bewegungen den Ball schnell machen.</p>
<p>Also das Gegenteil von dem tun, was uns Trainer seit Jahrzehnten predigen. Hier liegt ein klarer Paradigmenwechsel vor, an den sich ältere Spieler erst gewöhnen müssen:<br />
Die moderne (Topspin-) Vorhand wird nicht geführt und nicht geschwungen, sondern <strong>peitscht</strong> den Schlägerkopf mit einer Durchschnittskraft von ca. 70 Kp auf eine Geschwindigkeit von ca. 80 Km/h. Dabei wird der gesamte Armtrakt stark verwrungen, wie man hier sehr schön sieht. Bei jungen Spitzenspielern mit sehr schneller Zuschlagbewegung (z.B. Kukushkin) beträgt die Dauer der gesamten Peitsche knapp über 0.2 Sekunden. Das bedeutet, während der gesamten &#8220;Schleife&#8221; (beginnend im allgemeinen neben dem rechten Ohr) gibt es keinerlei Möglichkeiten mehr, unterwegs Ausgleichsbemühungen umzusetzten (siehe hierzu unseren Beitrag <a title="Schnelligkeit im Tennis" href="http://tennisfragen.de/schnelligkeit-4/" target="_blank">Schnelligkeit im Tennis</a>)</p>
<p>In unserer schnell fortschreitenden Wissensvermehrung kann altes Lehrbuchwissen schnell veralten, ohne dass man es bemerkt. Andererseits hat die Maxime des frühen Ausholens auch schon nach früherem biomechanischen Wissen nicht gepasst. Eigentlich wurden fast sämtliche in Frage kommenden biomechanischen Leitlinien durch diese Anweisung verfehlt. Siehe dazu die von uns hier fett markierten Punke aus der sehr übersichtliche <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Biomechani-UNI-Düsseldorfk.pdf" target="_blank">Darstellung der UNI Düsseldorf, Peter Wastl , S. 18 </a></p>
<ul>
<li><strong>Prinzip der Anfangskraft </strong>siehe auch unseren Beitrag <a title="Das Prinzip der maximalen Anfangskraft" href="http://tennisfragen.de/das-prinzip-der-maximalen-anfangskraft/" target="_blank">Das Prinzip der maximalen Anfangskraft</a></li>
<li>Prinzip des optimalen Beschleunigungsweges (lang zum Ausholen gestreckter Arm ist nur sinnvoll, wenn dies Position genutz wird, um das Arm/Schlägersystem mit der Schulter zu beschleunigen. Ansonsten ist diese Haltung alleine für die Beschleunigung mittels des Brustmuskels wegen der Winkelverhältnisse nicht optimal. Siehe Skizze im Beitrag <a title="Muskelmodelle für die Vorhandsimulation" href="http://tennisfragen.de/muskelmodelle-fur-die-vorhandsimulation-2/" target="_blank">Muskelmodelle für die Vorhandsimulation</a>.</li>
<li>Prinzip der optimalen Tendenz im Beschleunigungsverlauf</li>
<li><strong>Prinzip der zeitlichen Koordination von Teilimpulsen</strong></li>
<li><strong>Prinzip der Impulserhaltung</strong></li>
<li>Prinzip der Gegenwirkung</li>
</ul>
<p>Insofern passt die Herausstellung des neuen Paradigmas von der biomechanischen Optimierung des Ausholvorgangs zur Unterstützung der <a title="Die vier Elemente der Vorhandpeitsche" href="http://tennisfragen.de/die-vier-elemente-der-vorhandpeitsche/" target="_blank">Vorhandpeitsche</a> sehr  gut in dieses Portal, das überkommene Vorstellungen zum Tennis auf den Prüfstand stellt.</p>
<p>Schließlich muss an dieser Stellee noch ergänzt werden, dass ein l<a title="Soll ich meinen Schläger schwerer machen?" href="http://tennisfragen.de/soll-ich-meinen-schlager-schwerer-machen/" target="_blank">eichter Schläger </a>einen langsamen Ball besser schnell macht, als ein schwerer Schläger.</p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
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		<title>Wie lernt mein Kind am besten?</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 21:14:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswahl und Umgang mit Trainern]]></category>
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		<description><![CDATA[Eltern wollen für ihr Kind nur das Beste. Aber wie erkennt man, welcher Trainer oder welche Tennisschule für das Kind geeignet ist? Ein wenig hängt es davon ab, was man sich für das Kind vorgenommen hat. Soll es sich einfach &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/wie-lernt-mein-kind-am-besten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&amp;v=WTIW7bGA9bA" target="_blank"><img class="alignleft  wp-image-3238" style="margin: 5px;" title="Quickstart applause" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Quickstart-applause.jpg" alt="" width="263" height="192" /></a>Eltern wollen für ihr Kind nur das Beste. Aber wie erkennt man, welcher Trainer oder welche Tennisschule für das Kind geeignet ist? </strong></p>
<p><strong>Ein wenig hängt es davon ab, was man sich für das Kind vorgenommen hat. Soll es sich einfach nur bewegen, Kämpfen lernen oder stilistisch einwandfreies Tennis spielen?</strong></p>
<p><strong>Zu Beginn  zeigen wir gleich die bezaubernden Übungsanregung für die Kleinen und Ganzkleinen, die auch von Eltern organisiert werden können. </strong></p>
<p><span id="more-248"></span></p>
<p><strong></strong> <strong>Übungen zum Einstieg<br />
</strong>Die ganz Kleinen werden zuerst einfache Wurf- und Fangübungen machen. Dazu Gleichgewichtstraining.<br />
Beispielsweise auf einem kleinen Podest stehend leichte bunte Bälle werfen und fangen, in einen Eimer werfen; mit einem kleinen Eimer fangen.<br />
Gemäß der Initiative des Internationalen Tennisverbands <a href="http://www.tennisplayandstay.com/site/" target="_blank">Play &amp; Stay </a>geht es dann weiter mit Kleinfeldtennis und Methodikbällen, die je nach Alters- und Könnensstufen von ganz weich zu normal hart gestaffelt sind.</p>
<p>Übungen ohne Schläger (eigentlich für Volleyball gedacht)</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/fXBsN_ZXdNE?feature=player_embedded" frameborder="0" width="466" height="228"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier sind anregende Übungen gezeigt</p>
<p><object width="461" height="288" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/lThRULU6s_g?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="461" height="288" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/lThRULU6s_g?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Sehr schöne Fangübungen zum Warm up</p>
<p><object width="465" height="246" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/JNzTxwLG-RA?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="465" height="246" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/JNzTxwLG-RA?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/results?search_query=quickstart+tennis&amp;oq=Quickstart&amp;aq=0&amp;aqi=g2&amp;aql=&amp;gs_sm=1&amp;gs_upl=131539l136266l0l138739l11l11l0l1l1l0l220l1411l0.7.1l8l0" target="_blank">Quick Start Tennis </a>hat für alle Altersgruppen solche YouTube Clips gemacht</p>
<p><object width="461" height="253" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/whYqSW0gRFk?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="461" height="253" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/whYqSW0gRFk?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Für 9 bis 10 &#8211; jährige zum Beispiel diesen hier</p>
<p><object width="462" height="256" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/-igOOr9BKTM?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="462" height="256" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/-igOOr9BKTM?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Inchworm; für die folgenden Übungen muss man wohl nicht Trainer sein</p>
<p><object width="462" height="245" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/dil2QmMLhHU?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="462" height="245" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/dil2QmMLhHU?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Froschsprung</p>
<p><object width="460" height="244" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/DInRqABB4S0?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="460" height="244" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/DInRqABB4S0?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Flamingo und Elefant</p>
<p><object width="461" height="209" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/bxLgEcGbwBw?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="461" height="209" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/bxLgEcGbwBw?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p><object width="462" height="206" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/sIyO8XsFIuk?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="462" height="206" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/sIyO8XsFIuk?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Für taktische Übungen, auch mit einer Beispielssammlung, siehe unseren Beitrag <a title="Wettkampflernen + Taktik" href="http://tennisfragen.de/wettkampflernen/" target="_blank">Wettkampflernen + Taktik</a></p>
<p><strong>Grundsätzliche Hinweise</strong></p>
<p><strong>Trainerwah</strong>l<br />
So unterschiedlich die Schwerpunkte gelegt werden, so verschieden fallen auch die Antworten aus.<br />
In Deutschland sind die Trainer in der Regel vom VDT und DVT lizensiert,  C-, B-, und A-Trainer.<br />
Dann gibt es noch Trainer, die ein Sportstudium an einer Fachhochschule oder einer Universität absolviert haben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Teuer ist nicht immer besser</span><br />
Grundsätzlich muss ein C-Trainer für das Kind nicht schlechter sein, als ein A-Trainer. Aber meistens ist der A-Trainer teurer, und hat  in der Regel auch einen höheren Anspruch an sich und seine Schüler. Wer die Kinder aber nur beaufsichtigt und unbeschwert rumtollen lassen will, ist mit einem Trainer mit A-Lizenz nicht unbedingt am besten bedient. Die obigen Trainingsbeispiele sollte Ihre Tennisschule oder Ihr Trainer im Grunde auch &#8220;drauf haben&#8221;. Vielleicht können Sie sich das Training vorher mal anschauen.</p>
<p>Wenn sich dann allerdings weiter reichender Ehrgeiz entwickelt, ist es später oft schwierig, an den einmal eingeschliffenen Grundschlägen zu feilen. Deshalb kann es von Vorteil sein, von Anfang an auf gewisse Grundschemata der Schlagbewegungen zu achten, zumindest, wenn das Kind bereits so weit ist, sich auf derartige Aufgaben zu konzentrieren. Das letzte oben gezeigte Filmbeispiel zeigt die große Spannweite der ersten Schlagbewegungen. Nach unserem Geschmack könnten auch diese Kinder schon Schlagbewegungen lernen, die den Spitzenspielern ähnlich sind. Einige Kinder dort zeigen, dass es möglich ist (siehe unsere Beiträge zur Vorhand, Rückhand).</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Anspruch und Zeitbudget</span><br />
All dies sollten Sie zu Beginn des Trainings mit dem Trainer abstimmen. Sagen Sie ihm, wieviel sie in die Tennisausbildung investieren wollen, z.B. wieviel Stunden Tennis in der Woche als angemessen gesehen werden.</p>
<p>Ein guter Tennisspieler, der in einer mittleren Bezirksklasse der Herren spielen will, muss, eine grobe Orientierung,  in der Jugend mindestens 4 Stunden pro Woche auf dem Platz stehen. Einen genauen Überblick zeigt unser Beitrag &#8221;<a title="Mein Kind spielt Turniere" href="http://tennisfragen.de/mein-kind-spielt-turniere/" target="_blank">Mein Kind spielt Turniere</a>&#8221; .  Aus der Sicht vieler Eltern wäre dies ein zu großes Zeitbudget, das mit anderen Vorhaben im schulischen oder künstlerrischen Bereich kollidiert. Dies ist vorher zu bedenken und zu klären.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Tennis als Kulturtechnik</span><br />
Und es soll hier nicht verschwiegen werden, dass das Kind später, als  erwachsener Tennisspieler, nicht allein nach seiner Spielstärke eingeschätzt wird, sondern auch entsprechend seiner Technik und Körpersprache, nämlich, ob diese kontrolliert, sauber, altmodisch oder gemäßigt modern ist. All das geht in das Image, das er im Club aufgrund seines Tennisspiels zugesprochen bekommt, mit ein. Insofern steht gutes Tennis auch im Range einer Kulturtechnik, ähnlich wie gepflegte Sprachkompetenz in Wort und Schrift.</p>
<p><strong>Trainerkommunikation für`s  Tennislernen</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vormachen und Nachahmen extrem wichtig<br />
</span>Das Vormachen ist eigentlich der Königsweg. Kinder lernen zu 80% durch Nachahmung, bei Erwachsenen sind es.immer noch 30%. Doch beim Zuspielen der Bälle aus dem Korb wie bei fast allen Clubtrainern zu beobachten ist, kann man  leider nicht viel Vorbildliches abschauen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Verbale Anweisungen müssen gut sein</span><br />
Außerdem muss der Trainer gelegentlich  Korrekturen vornehmen. Dabei kommt er um Anweisungen und verbale Hilfestellungen nicht herum. Diese müssen laut und deutlich sein, aber motivierend und nicht aggressiv.</p>
<p>Sprache soll Kommunikation ermöglichen und Sprache organisiert weitgehend unser Denken; aber Bewegungen zu beschreiben, ist  nicht so einfach. Man muss sich dabei auf <strong> Bewegungsvorstellungen </strong>des Schülers beziehen, die jedoch nicht bei jedem Spieler in gleicher Weise vorausgesetzt werden können.</p>
<p>Das können schon Einzelbegriffe sein, wie Prellen, Loading, Peitschen oder um das Anknüpfen an eher ganze &#8220;Bewegungsmodule&#8221; aus anderen Sportarten, z.B.</p>
<ul>
<ul>
<li>&#8230;&#8221;Werfen wie der Pitcher&#8221; als Hilfe für den, der den Aufschlag trainiert. Meist haben aber gerade diejenigen Probleme beim Aufschlag, die gerade so nicht werfen können. Und außerdem gibt es aus der Trainercommunity schärfsten Widerspruch, wenn der Service mit dem Werfen verglichen wird. Zu Vieles ist eben verschieden, bei beiden Bewegungen. Diese Art Anweisung arbeitet mit Begriffen, die ganzheitlich an vorhandene Erfahrungen des Schülers anknüpfen sollen, nämlich  mit Metaphern, siehe weiter unten.</li>
<li>Ein anderes Beispiel, diesmal aus der Schublade &#8220;Schritt für Schritt Anweisung&#8221;:<br />
Beliebter Trainerspruch zum Aufschlag ist die Anweisung &#8220;&#8230;sich mit dem Schläger am Rücken kratzen!&#8221;, das ist natürlich falsch, so vielleicht auch  nicht gemeint, geht jedoch oft &#8220;nach hinten los&#8221;, denn der Schläger muss hinter dem Rücken frei schwingen können &#8211; in einer ziemlich komplizierten zusammengesetzten Bewegung aus Körperdrehung und Schulter/Arm &#8211; Aktion.<br />
Gerade gewissenhafte Schüler, die die Traineranweisungen ernst nehmen, bekommen dann Probleme:  im Forum sportlerfrage.net fragt ein verzweifelter Forist, wie er vermeiden könne, dass der Schlägerkopf gegen seinen Rücken schlägt.</li>
<li>Ein weitere, gut gemeinte aber falsche Traineranweisung, eher aus der Kategorie Schritt für Schritt: <br />
Wer hat nicht schon den Ruf &#8220;früher Ausholen&#8221; über den Platz schallen hören. Es sei mal dahingestellt, ob man das als Trainer überhaupt fordern soll oder dies nicht besser der Selbstorganisation des Schülers überlassen bleibt, das richtige Timing zu entwickeln.<br />
Ganz sicher darf es aber nicht passieren, dass der Spieler in der Folge nun mit weit nach hinten gestrecktem Arm dem Ball entgegen rennt. Eigentlich muss es bestenfalls heißen:&#8221; früher die Vorbereitungsstellung einnehmen&#8221; oder &#8220;Unit turn&#8221;, die zweite Phase der Vorhand im <a title="Mit Videos von den Großen lernen" href="http://tennisfragen.de/mit-videos-von-den-grosen-lernen/">Filmcliparchiv der USTA</a>, (z.B. Forehand Hantuchova). Im Englischen heißt es übrigens &#8220;racket back&#8221; , dazu schreibt ein US-Trainer:  &#8220;One tennis myth started with the first instruction in this joke &#8212; &#8220;Racket back,&#8221; which&#8230; has caused numerous stroke limitations in literally millions of tennis players&#8221;. Dem ist kaum etwas hinzuzufügen!</li>
</ul>
</ul>
<p><strong>Etwas Sportdidaktik: Metaphern und Schritt-für-Schritt Bewegungsinstruktionen<br />
</strong><span style="color: #3366ff; text-decoration: underline;"><a href="http://www.zhb-flensburg.de/dissert/tielemann/Dissertation_Tielemann.pdf" target="_blank"><span style="color: #3366ff; text-decoration: underline;">Nele Thielemann </span></a></span>unterscheidet (in seiner Dissertation zum  motorischen Lernen mittels Instruktionen) zwischen Analogieinstruktionen einerseits und Schritt für Schritt Bewegungsregeln, andererseits.<br />
Erstere, die implizites Lernen unterstützen, bauen auf Metaphern auf. &#8220;&#8230;Bildliche Vorstellungen im Sinne von Analogien gehören zum Alltag sportlicher Anleitung zur Maximierung der Leistungsfähigkeit&#8221;   &#8220;Ganz allgemein kann man Metaphern als eine verbale Äußerung auffassen, bei der eine bildhafte Übertragung von einem Bedeutungszusammenhang zu einem anderen nahegelegt wird. Damit soll beim Lernenden eine bildhafte Vorstellung der Bewegung evoziert werden, die dann als Vorlage für eine andersartige Bewegungsausführung dienen kann&#8221; (Hänsel, 2003, S. 273, zit. nach Thielemann, S. 7) Thielemann schätzt den Stellenwert der auf Metaphern aufbauenden Instruktionen für das motorische Lernen sehr hoch ein.</p>
<p>Leider hat jeder schon mal die Erfahrung gemacht, dass derartige Metaphern, oft als Trainingskniffe bezeichnet,  je nach Zielperson die unterschiedlichsten Ergebnisse produzieren. Hier zeigt sich dann das Einfühlungsvermögen eines guten Trainers, das sofort zu erkennen und zu korrigieren. Training soll ja immer ein iterativer Prozess sein. Leider gibt es jedoch Trainer, die nicht erkennen, wenn sie nicht oder falsch verstanden werden &#8211; von den mundfaulen mal ganz abgesehen. Aber das ist ein  anderes Thema.</p>
<p>Deshalb sollten die Tennisschüler im Verdachtsfall lieber ein mal mehr nachfragen, als zu wenig, wenn eine Ansage des Trainers unplausibel erscheint. Die Trainer werden sich bei mir bedanken &#8211; werden sie?</p>
<p>Auf welchem Weg man am erfolgreichsten und am schnellsten zum Tennis geführt wird, ist in der Trainingslehre keineswegs entschieden. Vielfach wird heute der frühe Einstieg in das <a title="Wettkampflernen" href="http://tennisfragen.de/wettkampflernen/" target="_blank">Wettkampflernen </a>proklamiert. Die Aktion Play&amp;Stay des Deutschen Tennisbundes geht in diese Richtung, um möglichst Viele Kinder für Tennis zu begeistern. Dazu werden die Regeln geändert, kleinere Plätze und weichere Bälle eingesetzt. Dies ist für die ganz Kleinen (drei bis 6 Jahre) ohnehin zu empfehlen.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Lernen mit Videohilfe<br />
</span></strong>Ganzheitliches Lernen von Bewegungen kann aber auch mit Videos unterstützt werden. Jeder kennt den Effekt, dass nach einer spannenden Fernsehübertragung und spaßiger Identifikation mit dem Tennishelden &#8220;ich bin Djokovic&#8221;, alles viel besser klappt. Siehe hierzu auch den Beitrag <a title="Die Bedeutung von Vorbildern und Idolen für das motorische Lernen" href="http://tennisfragen.de/die-bedeutung-von-vorbildern-und-idolen-fur-das-motorische-lernen/" target="_blank">Vorbilder und Idole</a>, und <a title="Mit Videos von den Großen lernen" href="http://tennisfragen.de/mit-videos-von-den-grosen-lernen/" target="_blank">&#8220;Mit Videos von den Großen&#8221;</a> lernen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Wettkampflernen + Taktik" href="http://tennisfragen.de/wettkampflernen/" target="_blank"> </a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
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		<title>Die Opposite-Arm-Action</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 20:59:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von der deutschen Tenniscommunity regelrecht verschlafen, aber wichtig für die gepeitschte Killervorhand, ist die sogenannte Opposite-Arm-Action. Diese bezeichnet die Ausgleichsarbeit des dem Schlagarm entgegen gesetzten Armes. Sie entlastet die Kraftkette Fuß, Knie, Hüfte, Rücken und bringt neben mehr Power auch &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/die-opposite-arm-action/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/opposite-arm-action-cilic.jpg"><img class="alignleft  wp-image-1202" style="margin: 5px;" title="opposite arm action cilic" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/opposite-arm-action-cilic-150x150.jpg" alt="" width="140" height="163" /></a>Von der deutschen Tenniscommunity regelrecht <a href="http://tennisfragen.de/?s=verschlafen">verschlafen</a>, aber wichtig für die gepeitschte Killervorhand, ist die sogenannte Opposite-Arm-Action.<br />
</strong><strong>Diese bezeichnet die Ausgleichsarbeit des dem Schlagarm entgegen gesetzten Armes. Sie entlastet die Kraftkette Fuß, Knie, Hüfte, Rücken und bringt neben mehr Power auch zusätzliche Stabilität. Dieses Bewegungselement kommt daher Tennisspielern aller Altersgruppen und Spielstärken zugute, weil sie auch den Rücken entlasten kann. Rückenbeschwerden plagen nicht nur Senioren, sondern zählen zu den häufigsten Malessen auch der Profispieler, siehe <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/tennis_roger_federer-Rueckenbeschwerden.pdf">hier</a>.<br />
Ein aktueller persönlicher Erfahrungsbericht mit neuen Gedanken zur Schlagschnelligkeit findet sich am Schluss des Beitrags.</strong></p>
<p><span id="more-342"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/opposite-arm-action-vier-Phasen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-344" title="opposite-arm-action vier Phasen" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/opposite-arm-action-vier-Phasen.jpg" alt="" width="472" height="150" /></a></p>
<p>Siehe dazu die Filmclips im Format <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/opposite-arm-gezeichnet.wmv">WMV</a> und<a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/opposite-arm-gezeichnet.mp4"> mp4 (iPhone)</a></p>
<p>Ich habe lange im Netz gesucht, um Referenzen für &#8220;meine&#8221; Entdeckung zu finden und war erleichtert, dann endlich einen Aufsatz von <a href="http://www.tennisplayer.net/members/famouscoach/nick_bollet/nick_bollet_killer_foreha" target="_blank">Nick Bollettieri </a>zur Killervorhand zu finden, in der die Opposite-Arm-Action direkt angesprochen wird, siehe auch <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Opposite-Arm-Action-Auszug.pdf" target="_blank">hier&#8230;</a> und bei Coillard, &#8220;<a href="http://iws.punahou.edu/user/lcouillard/2008/02/role_of_the_opposite_arm.html" target="_blank">Role Of The Opposite Arm</a>&#8221; und David Plunkert, <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Opposite-Arm-Action-2004.pdf" target="_blank">hier&#8230;</a></p>
<p>Im deutschen Standardwerk &#8220;Tennis Techniktraining&#8221; von Richard Schönborn, 1. Auflage Aachen 1998, finden sich ausführliche Darstellungen zum Impulserhaltungssatz und wunderschöne Bilder mit deutlicher Opposite-Arm-Action. Umso bemerkenswerter ist es, dass sie bei der Vorhand keinerlei Erwähnung findet. In einem persönlichen Gespräch vor ein paar Jahren mit dem Leiter einer international bekannten Tennisschule, musste ich feststellen, dass weder Begriff, noch Phänomen irgendeine Reaktion des Wiedererkennens erzeugte.</p>
<p>Es ist schwierig, die Opposite-Arm-Action auf Videos zu beobachten, weil der linke Arm oft gleichzeitig benutzt wird, um den Körper aus Laufbewegungen in Balance zu halten. D.h. die Unterstützung des Schlages hat dann oft nicht Priorität.</p>
<table style="width: 600px; height: 233px;" width="600" border="1">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.youtube.com/watch?v=JVWM1SkuVmM&amp;feature=related" target="_blank"><img class="aligncenter  wp-image-351" title="Cilic opposite-arm-action" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/cont-o2.jpg" alt="" width="216" height="201" /></a></td>
<td></td>
<td><a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ifl4VVvGjNg&amp;NR=1" target="_blank"><img class="aligncenter  wp-image-352" title="Roddick opposite-arm-action" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/cont-F2.jpg" alt="" width="257" height="170" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td>Opposite-Arm-Action<br />
Cilic, slow-motion</td>
<td></td>
<td>Roddick Vorhand slow-motion. Sehr schön zu sehen der zeitliche Vorlauf der Opposite-Arm-Action, der die Kraftwelle rechtzeitig an die linke Schulter bringt!</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Ausprägung bei Clubspielern<br />
</strong>Selbst bei vielen sehr guten Clubspielern zeigt die Vorhand nur eine wenig oder gar nicht ausgeprägte Opposite-Arm-Action: der Arm wird entweder in der Vorbereitungsphase nicht mit dem Schlagarm mitgenommen, oder danach, in der Hitting-Phase, nicht gestreckt und sogleich angezogen oder er &#8220;klebt&#8221; die ganze Zeit angewinkelt am Körper. Man sieht auch schon mal einen kraftlos herunter baumelnden linken Arm. Hier schlummert erhebliches Verbesserungspotential in der Abteilung Schlagtechnik und wartet auf Entfaltung. Auch bei vielen Trainer sieht man eine schlechte Opposite-Arm-Action. Der Linke Arm bleibt dann starr im gleichbleibenden Winkel zur Schulterachse. Für das Vormachen gegenüber dem Schüler ist das nicht optimal.</p>
<p><strong>Welchen Nutzen hat die opposite-arm-action für den Spieler?</strong><br />
Die durchschnittliche Zugkraft der Schulter, um den Arm + Schläger zu beschleunigen, befindet sich in einer Größenordnung von <strong>40 &#8211; 80 Kilopond</strong>. Die Opposite-Arm-Action kann davon ungefähr <strong>ein Viertel</strong> übernehmen. Der zwischenzeitlich gestreckte Arm erhöht außerdem das Trägheitsmoment und damit die Stabilität des Körpers um seine Hochachse. Die Opposite-Arm-Action bringt also deutlich mehr Stabilität und Schlagkraft. Sie entlastet die Kraftkette, vor allem den Rücken. Wer absolut fit ist, hat Vorteile bei der Richtunggebung und Ballschnelligkeit. Wer Rückenprobleme hat, kann diese so minimieren. Die Kraftwirkung der Opposite-Arm-Action ist so erheblich, dass es beim Zuspiel aus dem Halbfeld schwer fällt, sie einzusetzen, ohne den Ball zu schnell zu machen.</p>
<p><strong>Zur Zusatzphase</strong>:<br />
Bei Djokovic folgt übrigens, anders als bei seinen meisten Kolleginnen und Kollegen, nach dem beschriebenen Ablauf gelegentlich noch das anschließende Wegdrücken des gestreckten linken Armes seitlich hinter den Rücken (siehe Bildstrecke, oben, 5. Bild). Dies dient dazu, die Körperrotation wieder aufzufangen. Vorraussetzung ist, dass die linke Hand frei bleibt. Also nicht den Schläger mit der linken Hand auffangen, wie es eine Zeit Mode war und  immer noch zu sehen ist.</p>
<p><strong>Warum blieb die Opposite-Arm-Action so lange unerkannt?</strong><br />
Die gesamte Opposite-Arm-Action geschieht so schnell, dass man sie sich am besten in slow-motion anschaut. Andernfalls wird leicht eine Phase übersehen und der Betrachter &#8220;interpoliert&#8221; die Bewegung, beispielsweise zwischen zweiter- und Zusatzphase. Ein wichtiger Abschnitt (hier also Phase 3) fällt dadurch der Wahrnehmungslücke zum Opfer.</p>
<p>Zudem ist es für viele Spieler und Trainer anfangs höchst ungewohnt, bei anderen Spielern auf den linken Arm zu schauen, anstatt dorthin, &#8220;wo die Musik spielt&#8221; nämlich den Schlagarm</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Siehe zu diesem Phänomen den sehr interessanten Aufsatz von Rüdiger Bornemann, Björn Friedrich und Gernot Jandrusch, &#8220;<a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Beurteilung-von-Aufschlagbewegungen-DTB.pdf" target="_blank">Zur Optimierung der Korrekturstrategien von Tennistrainer(innen)n&#8221;  </a>im Zusammenhang mit dem Aufschlagtraining.</em></p>
<p><strong>Spannende Trainingsaufgabe hierzu</strong>, für die schnelle visuelle Wahrnehmung: man versuche, bei der Vorhand Djokovics im laufenden Filmclip (USTA, s.o. (Achtung, Forehand einstellen!) die Finger der herangezogenen linken Hand zu entdecken (siehe roter Pfeil, Bild 4 in der Bilderstrecke). Das braucht schon etwas Übung!</p>
<p><strong>Wie schnell lernt man die Opposite-Arm-Action ?</strong><br />
<em>Siehe auch unseren Beitrag <a title="Umlernen" href="http://tennisfragen.de/umlernen/" target="_blank">Umlernen</a></em><br />
Die praktische Umsetzung für das eigene Spiel ist leider schwerer, als man denken sollte. Motorisch weniger Begabte haben anfangs selbst bei der Trockenübung Schwierigkeiten. Aber auch hier gilt: Übung macht den Meister.</p>
<p>Übertragbaren Statistiken über motorische Lernfortschritte bei komplexen Bewegungszusammenhängen sind mir nicht bekannt. Eine Wintersaison sollte ausreichen. Wärmstens empfehle ich den Trick Bollettieris: ein Gewicht an/in linker Hand. Und immer wenn man Lust hat, die Bewegung mental oder durch Filmclips unterstützt, innerlich nachvollziehen. Man weiß heute, dass das motorische Gedächtnis auf diese Weise programmierbar ist.</p>
<p>Und natürlich, wie sagt man so schön: &#8220;auf `m Platz&#8221; . Denn hier bekommt die Motorik das gesamte Ensemble an Rückmeldungen aus dem Bewegungsapparat zum Abspeichern. Der Bollettieri Trick mit dem Zusatzgewicht in der linken Hand ist sehr hilfreich. Gelegentlich Videoanalyse zur Erfolgskontrolle machen und den Trainer um kritische Beobachtung bitten.<br />
Meine ersten Erfahrungen hierzu habe ich übrigens mit einem Jogginggewicht mit Klettverschluss am linken Handgelenk gewonnen (mit viermal so großem Gewicht, wie heute, um meinen Rücken maximal zu entlasten &#8211; hat auch funktioniert) und nutze dies noch heute in einer sehr leichten Version als Erinnerungsfunktion und zur Unterstützung im Spiel.</p>
<p><strong>Welche Spitzenspieler setzen Opposite-Arm-Action ein?<br />
</strong>Mehr oder weniger kann man sie heute bei allen Spitzenspielern beobachten. Allerdings sind bezüglich der Ausprägung doch erhebliche Unterschiede festzustellen. Wenn man sich mit diesem Bewegungsaspekt näher befasst, lernt man, den Kraftgewinn zu &#8220;sehen&#8221;.</p>
<p>So sollte das Heranziehen des Opposite-Arm-Action etwas der Zuschlagphase vorauslaufen, damit die Kraftwelle durch den elastischen Körper rechtzeitig in der rechten Schulter des Schlagarmes ankommt, nämlich dann, wenn sie nach dem biomechanischen Prinzip der hohen Anfangskraft gebraucht wird,  siehe Filmclip mit Roddick, oben. Siehe auch die <a title="Die vier Elemente der Vorhandpeitsche" href="http://tennisfragen.de/die-vier-elemente-der-vorhandpeitsche/">Vier Elemente der Vorhandpeitsche</a>, siehe auch den Abschnitt unten, &#8220;Persönliche Beobachtungen&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Weitere Infos zu Zusatzgewichten<br />
</strong><span style="text-decoration: underline;">Experiment</span>e<br />
<a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Messungen-mit-Zusatzgewichten-279_endbericht_duenbostl.pdf">Theodor Duenbostl et al.</a> haben in einer Unterrichtseinheit Physik und Sport sowohl Kraftmessungen als auch photometrische Auswertungen beim vertikalen Sprung aus dem Stand <strong>mit Armbewegungen</strong> und ohne angestellt. Die Sprungkraft wurde mit 150 Kp gemessen, pro Bein also 75 Kp.  Die &#8220;ungewaffneten&#8221; Arme zeigen ähnliche Kraftwirkungen, wie die opposite arm action.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Verbot von Zusatzgewichten</span><br />
Durch meine Korrespondenz mit meinem Forenfreund erfuhr ich, dass bei den olympischen Wurfdisziplinen Zusatzgewichte nicht zulässig sind. Im Tennis gibt es diese Einschränkung meines Wissens (noch) nicht.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Zusatzgesichte in der Antike</span><br />
Zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pentathlon">Penthatlon</a> ist ein eigener Wiki-Artikel verfügbar. Die in diesem Artikel erwähnten Simulationen habe ich nicht gefunden. Ich vermute, dass die Sprünge mit Zusatzgewichten eine zeitliche Dehnung der Sprungabläufe ermöglichen und dadurch größere Sprungarbeit bei gegebener Leistung einzuspeisen erlauben. Zur Muskelleistung siehe unsere Beiträge <a title="Muskelmodelle für die Vorhandsimulation" href="http://tennisfragen.de/muskelmodelle-fur-die-vorhandsimulation-2/" target="_blank">&#8220;Muskelmodelle&#8230;&#8221; </a>und &#8220;<a title="Kräfte und Beschleunigungen im Tennis" href="http://tennisfragen.de/krafte-und-beschleunigungen-im-tennis/" target="_blank">Kräfte und Beschleunigungen&#8230;&#8221;</a></p>
<p>Gelegentliche Versuche, das Potential biomechanisch und bewegungswissenschaftlich ausgerichteter Hochschulwissenschaftler zu diesem Thema direkt &#8220;anzuzapfen&#8221;, waren leider nicht erfolgreich. Selbst Spezialisten, die sich im TV zum antiken Mehrsprung mit Zusatzgewichten <a href="http://www.dradio.de/download/19249">präsentierten, (S. 10), </a>konnte ich nicht zu einer Stellungnahme zu den Zusatzgewichten in Wurfsportarten und im Tennis bewegen.<br />
Wie schwer es in der Wissenschaft sein kann, ein Dissertationsthema &#8220;durchzuboxen&#8221;, beschreibt recht schön Ralf Pfeiffer,<a href="http://www.arsmartialis.com/index.html?name=http://www.arsmartialis.com/faq/m_anteil.html"> hier.</a></p>
<p><strong>Persönliche Beobachtungen und Erfahrungen mit der Opposite-Arm-Action</strong><br />
<em>Hier sollen keine verallgemeinerbaren Wahrheiten dargestellt werden, sondern Einzelerfahrungen, mit dem Zweck, Schlagtechnik in ihren biomechanischen und neuromuskulären Zusammenhängen besser zu verstehen. Kommentare sind gerne gesehen.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Mit Zusatzgewicht<br />
</span>Mein Einstieg in die Opposite-Arm-Action erfolgte vor etwa 10 Jahren mit schweren Jogging-Gewichten (Klettverschluss am linken Handgelenk, zuerst 2&#215;250, dann 1&#215;250 und die letzten Jahre mit ca. 180 Gramm). Die hohen Gewichte befreiten mich recht schnell von zuvor unüberwindlichen Beschwerden im unteren Wirbelsäulenbereich, die durh Vorhandschläe ausgelöst wurden.<br />
Die späteren vorgenommenen Gewichtsreduzierungen waren jedesmal mit erheblichen Umstellungsschwierigkeiten beim Ballwurf im Service verbunden (Gleichgewichtsproblem, Höhe und Richtung des Wurfs).<br />
In der &#8220;Endphase&#8221; nahm ich das Gewicht mehr oder weniger als &#8220;Erinnerungsposten&#8221; für die Opposite-Arm-Action wahr.<br />
Die Gewichtsreduktionen führten jedesmal zu einem gewissen <strong>Befreiungsgefühl</strong>, als wenn mich jemand vorher am Arm festgehalten hätte.<br />
Bei der zuletztgenannten Konfiguration war das Gewicht aber geringer als das Schlägergewicht in der anderen Hand. Es schienen also Symmetriegesichtspunkte eher für die Beibehaltung des Gewichts zu sprechen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Ohne Zusatzgewicht<br />
</span>Vor einigen Tagen vergaß ich an der Trainingswand, das Gewicht anzulegen. Da bis zu den Medenspielen noch einige Zeit hin ist, ließ ich es auf eine erneute Umstellung ohne Gewicht ankommen, auch unter dem Eindruck meiner jüngsten Lektüre von Dissertationen zum Thema Schnelligkeit im Tennis und anderen Sportdisziplinen (z.B. <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=tilo%20gold%20dissertation&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CCcQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fdeposit.d-nb.de%2Fcgi-bin%2Fdokserv%3Fidn%3D975676865%26dok_var%3Dd1%26dok_ext%3Dpdf%26filename%3D975676865.pdf&amp;ei=7SpST8HJMcel0QWX5PjkCw&amp;usg=AFQjCNHSbsq9AN9RxPaUJTOAHWcsj0dhyg" target="_blank">Tilo Gold</a>, &#8220;Schnelle neuromuskuläre Innervatonsmuster bei azyklischen Bewegungen&#8221;, Diss. UNI Tübingen 2004)</p>
<p>Dabei machte ich folgende Beobachtungen</p>
<ul>
<li>Der Rücken wurde ohne Gewicht wieder stärker belastet;<br />
<em>die  (durch die Gewichte verminderte) Gegenarmbewegung war nun nicht mehr ausreichend bzw. kaum wirksam.</em></li>
<li>Die Umstellungsprobleme hinsichtlich des Service waren diesmal minimal<br />
<em>(was ich auf die neuen Aufschlagmuster in Vorbereitung und Ausführung nach Bartoli  und Dodig zurückführe s. <a title="Wie komme ich zum Spitzenaufschlag?" href="http://tennisfragen.de/wie-komme-ich-zum-spitzenaufschlag/" target="_blank">Wie komme ich zum Spitzenaufschlag </a>und Ist der moderne <a title="Ist der moderne Aufschlag für den Freizeitspieler zu schwer?" href="http://tennisfragen.de/ist-der-moderne-aufschlag-fur-den-freizeitspieler-zu-schwer/" target="_blank">Aufschlag für den Freizeitspieler zu schwer?</a>)</em></li>
<li>Meine Bewegungen erscheinen subjektiv nun insgesamt schneller<br />
<em>(Das wäre mir heute erklärlich, weil ich nach Beschäftigung mit dem Phänomen der Schlagschnelligkeit den einseitigen Fokus auf die Leistungs-, Kraft- und Trägheitsverhältinsse aufgebe s. <a title="Schnelligkeit im Tennis" href="http://tennisfragen.de/schnelligkeit" target="_blank">Schnelligkeit im Tennis.</a> Der linke schwere Arm hat anscheinend auch beim Schlag neuromuskulär in irgendeiner Weise das gesamte System langsamer gemacht, ähnlich einer Unruh, die bei Beschwerung langsamer läuft. Tilo Gold erwähnt einen zentralnervösen Schrittmacher, zu deren Triggerung verschiedene Hypothesen bestehen (siehe Tilo Gold, s. 116)</em></li>
<li>Das Gewicht behinderte eine ordentliche technische Ausführung der Opposite-Arm-Action, weil Kraftangebot und Timing aus der Opposite-Arm-Action nur schwer auf den Schlag abzustimmen waren.<br />
<em>(Das wäre dann eine Erklärung, dass frühere Versuche, mit dem Gewicht diese Bewegung ausgeprägt durchzuführen, meist zu Fehlern führte.)</em></li>
<li>Daraufhin legte ich nun besonderen Fokus auf das schnelle Heranziehen des linken Arms. Das führte ich <strong>zum Extrem</strong>, in dem Sinne, dass ich den Schlagarm selbst überhaupt nicht mehr beachtete, sondern zuerst und allein nur Anziehen des linken Armes bewusst und energisch einleitete.<br />
<strong>Der Schlag wurde dabei (automatisch) vom Gegenarm getriggert</strong> (angestoßen, ausgelöst, gezündet &#8211; wie auch immer). Dies war eine verblüffende Erfahrung:  ich schlug kraftvoll, ohne einen ausdrücklichen Befehl in meinen rechten Arm zu geben!<br />
<em>Auch hierzu gibt es bei Tilo Gold im Zusammenhang mit den Engrammen, hierarchischen und hetarchischen bzw. programmorientierten Ansätzen plausible Erklärungsangebote, siehe Thilo Gold, S. 109 ff). </em></li>
</ul>
<p>Dies neue Erfahrung passte gut zu meiner schon früher geäußerten Erwartung und teilweise auch Beobachtung, dass eine wirksame Opposite-Arm-Action zeitlich dem Schlag selbst etws <strong>vorausgehen</strong> muss, um die gewünschte Gegenkraft auf der Schulterachse (wegen der gegebenen Elastizitäten &#8211; Kraftwelle) zum richtigen Zeipunkt ankommen zu lassen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Zwischenzeitlich hatte ich das Gewicht wieder angelegt, weil ich bei einem Schlagtraining mit heftigem Gegenwind so mehr Druck draufbekam. Allerdings waren damit auch die Verbesserungen z.B. beim Erlaufen kürzerer Bälle hinfällig.</em><br />
<em>Es wäre mal anhand von slow-motion Aufnahmen zu prüfen, ob eventuell der dem Schlagarm entgegengesetzte freie Arm schnellere Ausgleichsbewegungen beim Erlaufen von Stoppbällen ausführt, als der Schlagarm mit Schläger. Das würde dann ebenfalls zur Erklärung dieser Beobachtung (langsamer werden) beitragen</em>.</p>
<p>Im weiteren Trainingsverlauf konnte ich den Ablauf geschmeidiger und angepasster als bei den ersten Versuchen bestimmen und bin gespannt, ob es mir gelingt, bis zu den Medenspielen in ca. 8 Wochen das neue Schlag- und Innervationskonzept wie beschrieben umzusetzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
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		<title>Elastizitäten bei Mensch, Tier und Robotik*</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 19:44:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In  unserem Beitrag &#8220;Langsamen Ball schnell machen&#8221; heißt es &#8221;Die elastische Vorspannung der beteiligten Muskeln, Sehnen Knorpel und Bänder wird bei langsamer Schlagausführung nicht erzeugt &#8220;.  Kurz, man darf nicht zu früh ausholen. Dies war nämlich ein uralter Mythos (I) der Tennislehre. Kürzlich wurde &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/elastizitaten-abenteuer-eines-seiteneinsteigers-im-reich-der-biomechanik/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.flixxy.com/athletic-girl-lunga-musical-africa.htm" target="_blank"><img class="alignleft  wp-image-3084" style="margin: 5px;" title="Elastic Grl ww-.flixxi-com lunga" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Elastic-Grl-ww-.flixxi-com-lunga.jpg" alt="" width="140" height="228" /></a>In  unserem Beitrag &#8220;<a title="Langsamen Ball schnell machen" href="http://tennisfragen.de/langsamen-ball-schnell-machen/">Langsamen Ball schnell machen</a>&#8221; heißt es &#8221;Die elastische Vorspannung der beteiligten Muskeln, Sehnen Knorpel und Bänder wird bei langsamer Schlagausführung nicht erzeugt &#8220;.  Kurz, man darf nicht zu früh ausholen. Dies war nämlich ein uralter <a href="http://tennisfragen.de/schlagwort/mythen/" target="_blank">Mythos</a> (I) der Tennislehre.</strong></p>
<p><strong>Kürzlich wurde ich von einem ehemaligen Trainer meines Clubs, der vor vielen Jahren Sportwissenschaft studierte, darauf angesprochen: &#8220;Sehnen und Bänder sind nicht elastisch und haben in dieser Aufstellung nichts zu suchen.  Da sieht man wieder, was dabei herauskommt, wenn ein Laie sich mit einem solchen Thema befasst&#8221; . Das hört man nicht so gerne. Ich musste dieser Frage also noch mal nachgehen und bin einem weiteren <a href="http://tennisfragen.de/schlagwort/mythen/" target="_blank">Mythos</a> (II) auf die Spur gekommen.<br />
</strong><em><br />
</em><strong>* </strong><em>Titel in Anlehnung an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Wiener" target="_blank">Norbert Wiener</a>, den Begründer der Kybernetik. Die neuronalen und neuromotorischen Aspekte im Tennis werden aber in anderen Beiträgen behandelt, u. a. <a title="Zur Kybernetik des Tennisschlägers" href="http://tennisfragen.de/zur-kybernetik-des-tennisschlagers/" target="_blank">Kybernetik des Tennisschlägers </a>und <a title="Schnelligkeit im Tennis" href="http://tennisfragen.de/schnelligkeit" target="_blank">Schnelligkeit im Tennis</a>.</em></p>
<p><span id="more-370"></span></p>
<p>Das Ergebnis unser Recherche zur Elastizität stellen wir für den eiligen Leser an den Anfang. Der Erkenntnisprozess, der dazu führte, war nicht so einfach. Dies gilt auch für die ausführlichen Begründungen und Ableitungen. Diese sind im Anschluss an diese Zusammenfassung zu finden.</p>
<p><strong>Zusammenfassung<br />
</strong>Die Elastizität von Sehnen, Knorpeln und Bändern und ihre Bedeutung für Bewegungen des Menschen kann nicht grundsätzlich bestritten werden. Sie wird in Simulationsmodellen  für das Zusammenspiel der Gliedmaßen untereinander und in Reaktion auf äußere Kräfte eingesetzt und modellhaft beziffert. Studien zur Tieren, in Menschenmodellen und in der Medizinwissenschaft gehen von relevanter Elastizität aus.</p>
<p>Allerdings sollte man von der Vorstellung abkommen, dass  Elastizität immer in gleicher Weise wirkt, wie die Muskulatur. Also langhubig und langwellig (niederfrequent), vergleichbar einem Gummiband.</p>
<p>Stattdessen sind diese Elastizitäten oft kurzhubig und höherfrequent. Dennoch können sie enorme Impulse übertragen und dabei Energie speichern und wieder abgeben. Das Kugelpendel aus dem Physikunterricht funktioniert auch nicht nur mit Gummikugeln, sondern, und so wird es gezeigt, mit recht harten aber elastischen Stahlkugeln bei denen man die Energiespeicherung und Rückführung visuell nicht wahrnimmt.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>(Gerade dadurch wird die Verblüffung der Schüler provoziert: Nichts bewegt sich, außer erster und letzter Kugel &#8211; anscheinend, den in Wahrheit wird jede einzelne Kugel elastisch verformt, speichert Energie und gibt sie an die nächste Kugel ab.)</em></p>
<p>Beim Menschen kann die Elastizität einer Gliederkette variabel eingestellt werden, zum Beispiel durch den Kniewinkel beim Aufsetzen der Ferse im Lauf. (siehe hierzu unseren Beitrag <a title="Tennisschuhe" href="http://tennisfragen.de/tennisschuhe/" target="_blank">Tennisschuhe</a>.) oder durch die umgebende Muskulatur.<br />
Aus den Diagrammen zum Zusammenhang von Krafteinsatz im exentrischen und konzentrischen Kraftstoß íst zu entnehmen,  dass der Muskel selbst im Bereich der Maximalkraft keine kinetische Energie speichern kann.</p>
<p>Wird der Muskel vorher im Loading belastet, leistet er lediglich etwas früher einsetzend seine Muskelarbeit nach der HILLschen Beziehung gemäß des Prinzips der maximalen Anfangskraft, speist aber keine Federenergie in das System zurück.<br />
<strong>Dennoch kann in der Impulskette z.B. der Vorhandpeitsche, Energie auf nächstfolgende Glieder übertragen werden, wenn sie nicht oder nicht voll auf die Arbeitsrichtung der gerade aktiven Muskeln trifft!</strong><br />
So wird die Energie aus der Rotation des Rumpfes bei der Vorhand dadurch von der Schulter auf das Arm/Schläger-System übertragen, dass letzteres zunächst in Richtung seiner Längstachse beschleunigt wird, ohne dass die Brustmuskulatur in dieser Phase schon Arbeit leisten muss. Diese kinetische Energie wird durch Sehnen und Bänder elastisch übertragen (Zug). Siehe unseren Beitrag &#8220;<a title="Die moderne Vorhand" href="http://tennisfragen.de/die-moderne-vorhand/" target="_blank">Die moderne Vorhand</a>&#8220;, in der der Ablauf näher dargestellt wird. Beim zweibeinigen Laufen bedeutet dies, dass es für das Gehen und das Laufen jeweils Bereiche von Idealgeschwindigkeiten gibt, bei denen eine maximale Speicherung und Rückführung der Energie möglich ist, siehe Dominik Waller <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Gehen-und-Laufen-Waller-UNI-Regensburg.pdf" target="_blank">hier&#8230;</a><br />
Reine Katapulteffekte entstehen eher unter extremen Hebelverhältnissen über die Elastizität der Gelenke, der Knorpel und Bänder.<br />
Die Grenzen der elastischen Übertragung von Kraftketten und vor allem von Peitscheneffelten sind vor allem in der Belastbarkeit der Gelenke gegeben, die in Modellsimulationen untersucht werden.<br />
Beim Tennis ist hier besonders beim Service die Schulter betroffen. Aber auch bei der Vorhand sind Überlastungen der elastischen Elemente im Handgelenk und im Ellbogengelenk möglich.</p>
<p>Dies ist eine<strong> zusätzliche</strong> Limitierung des Effekts optimaler Vorspannung (Amortisation) im Loading, wie sie in der Biomechanik allgemein bekannt ist (Sprung aus größerer Höhe bringt keine Verbesserung sondern eine Verschlechterung des anschließenden Aufwärtssprungs, <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Biomechani-UNI-Düsseldorfk.pdf" target="_blank">drop-jump Blatt 10).</a></p>
<p><strong>Erlebnisse eines Seiteneinsteigers im Reich der Biomechanik<br />
</strong>Mein zu Hilfe gerufener Forenfreund,  immer für eine veritable Auskunft im Bereich der Bewegungswissenschaften gut, stärkte mir in eingangs geschilderter Auseinandersetzung desmal leider nicht den Rücken und empfahl, einfach das Wort &#8220;Bänder&#8221; zu streichen.</p>
<p>Damit ich damals hiermit eigentlich kein Problem, weil es mir mehr um die Elastizität eines komplexeren Teilsystems geht, egal, wie sie im Einzelnen zustande kommt. <br />
Andererseits sehe ich es heute so,  sind Annahmen zur energiespeichernden Elastizität von Sehnen und Bändern zur Erklärung des Peitschenmodelles, beispielsweise der Killervorhand oder des Aufschlags, von höchster Bedeutung, wenn nicht eine notwendige Bedingung, siehe auch mein Resümee, an Schluss des Beitrags.<br />
Das herkömmliche Muskelmodell mit energieverzehrender exentrischer Kraftleistung und begrenzter Belastbarkeit unter Einbezug der HILLschen Beziehung,  bildet die hohen in der Wirklichkeit erreichten Beschleunigungen nicht ab!  Siehe hierzu unseren Beitrag <a title="Muskelmodelle für die Vorhandsimulation" href="http://tennisfragen.de/muskelmodelle-fur-die-vorhandsimulation-2/" target="_blank">Muskelmodelle.</a> </p>
<p>Nur die Annahme elastischer Energiespeicherung kann die Weitergabe der Impulskette von den Gliedern mit größerer Masse auf die Glieder kleinerer Masse erklären und somit die tatsächlich - im modernen Tennis - erreichten Ballbeschleunigungen erklären.</p>
<p>Erst in den letzten Tagen bin ich wieder auf die <a href="http://deposit.d-nb.de/cgi-bin/dokserv?idn=988457067&amp;dok_var=d1&amp;dok_ext=pdf&amp;filename=988457067.pdf" target="_blank">Dissertation von Stefan Lehner </a>zurückgekommen, die ich vor zwei Jahren zwar zitiert, der ich aber nicht den verdienten Stellenwert eingeräumt habe. Diese Dissertation ist eine Fundgrube im Hinblick auf die Relevanz der Elastizität von Sehnen und Bändern in der Sportmotorik und Sportmedizin. Schließlich finden sich die Ansätze, die mit einem hochkomplexen Simulationstool arbeiten, auch in der Robotik wieder, siehe weiter unten. Verwendet wird hier die Theorie der Mehrkörpersysteme, <a href="http://deposit.d-nb.de/cgi-bin/dokserv?idn=988457067&amp;dok_var=d1&amp;dok_ext=pdf&amp;filename=988457067.pdf" target="_blank">Diss. Stefan Lehner, 2007</a>, S. 29, </p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Die Haupteigenschaften von Weichteilgewebe sind: Anisotropie, Nicht-Linearität, Nicht-Kompressibilität und Hyperelastizität [122]. Aufgrund des viskoelastischen Verhaltens können Bänder unter dynamischer Belastung Verformungsenergie speichern und in Phasen der Entlastung wieder freigeben, d.h. Bänder sind in der Lage Belastungsspitzen zu vermindern und stoßartige Belastungen in den Gelenken zu dämpfen [50]. Die Materialeigenschaften unterliegen einer Reihe von Einflussfaktoren [50,150,200,209,264].  &#8230;&#8221;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Elastizität-Kreuzbänder-Simulation.jpg"><img class="size-full wp-image-1347 aligncenter" title="Elastizität Kreuzbänder Simulation" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Elastizität-Kreuzbänder-Simulation.jpg" alt="" width="394" height="234" /></a></p>
<p>Quelle: <a href="http://deposit.d-nb.de/cgi-bin/dokserv?idn=988457067&amp;dok_var=d1&amp;dok_ext=pdf&amp;filename=988457067.pdf" target="_blank">Diss Stefan Lehner</a> , S. 47</p>
<p><strong>Wie ich versuchte, die Bedeutung der Elastizität von Bändern und Sehnen in der Biomechanik zu hinterfragen. <br />
</strong>Die nachfolgende Darstellung, die die funktionale Bedeutung der Gelenkbänder und Sehnen für explosive Bewegungen untersucht, ist nicht systematisch gegliedert sondern orientiert sich eher am Prozess meiner Recherche und dem Diskurs mit meinem Forenfreund. So bekommt man exemplarisch einen Einblick, wie schwer es sich gestalteten kann, für eine zunächst recht einfach scheinende Frage eine Antwort zu suchen.</p>
<p><strong>Es muss bei der Beschleunigung der Vorhandpeitsche mehr dahinter sein, als allein die Muskelkontraktion<br />
</strong><strong><br />
Peitsche</strong><br />
Eine Erklärung der Killervorhand muss die Peitscheneffekte, nämlich die <a title="Die vier Elemente der Vorhandpeitsche" href="http://tennisfragen.de/die-vier-elemente-der-vorhandpeitsche/">Impuls- und Energieübertragung ab der Hüfte </a>mit einbeziehen. Eine Peitsche ist aber ohne eine elastische Koppelung der Teilglieder nicht denkbar.<br />
Da bei stellen sich Fragen zur Maximalbelastung. Gibt es Maximalwerte, über die man bei der Übertragung ohne Beschädigung nicht hinaus kommt und </p>
<ul>
<li>welche Spezifiktation werden für die Elastizität gefordert</li>
<li>und gegebenenfalls wie und wann werden die elastischen Elemente bedämpft?</li>
</ul>
<p>Die Dissertation von S. Lehner versucht im elementaren Bereich sich genau diesen Antworten zu nähern. Eine Betrachtung der Vorhandpeitsche in allen seinen Phasen steht jedoch aus.</p>
<p><strong>Katapult</strong><br />
Inwieweit neben den Peitscheneffekten auch Katapulteffekte der elastischen Glieder wirken und ob für gegebenenfalls wirkende Katapulteffekte auch Knorpel und Sehnen  bei der Energiespeicherung zum Einsatz kommen, ist zwar für das grundsätzliche Verständnis der Peitsche eher nachrangig. Für ein vollständiges Verständnis der Killervorhand und des Aufschlags wäre es aber höchst interessant, diese offenen Fragen abschließend zu klären. Zumal wir für das Pferd eine ähnliche Betrachtung bereits haben (zur Energiespeicherung im Känguruh-Sprung scheint es ähnliche Untersuchungen zu geben. Allerdings sind die Berichte von C. Rosso, s.u. sowie die Dissertation von S. Lehner, s.o. als vorläufige Bestätigungen zu werten.</p>
<p><strong>Elastizität beim Pferd<br />
</strong>Einfach mal &#8220;Gelenkbänder + Elastizität&#8221; gegoogelt und einer der ersten Links lieferte mir die einschlägige <a href="http://edoc.ub.uni-muenchen.de/5990/1/Ziermann_Sandra.pdf">Dissertation von Sandra Ziermann</a>. Kleiner &#8220;Schönheitsfehler&#8221;, diese tierwissenschaftliche Literaturstudie dreht sich um die Physiologie des Pferdes. Bedenken dazu, siehe weiter unten. Für mich lieferte die Arbeit doch starke Indizien.:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/cont-E12.jpg"><img class="wp-image-376 aligncenter" title="cont E1" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/cont-E12.jpg" alt="" width="587" height="360" /></a></p>
<p>Kapitel 2.4, S.31 ist so klar geschrieben, als wenn ich extra darum nachgefragt hätte:<br />
„…2.4.1 Gelenkbänder (Pferd!)<br />
Gelenkbänder befinden sich entweder innerhalb des Gelenks, in der Gelenkkapsel oder außerhalb desselben. Wenn sie außerhalb des Gelenks und exzentrisch angeordnet sind, wie es beim Ellbogen- und Sprunggelenk der Fall ist, werden diese Gelenke zu federnden Gelenken oder Schnappgelenken. Die exzentrisch proximal der Drehachse eingepflanzten kräftigen Seitenbänder sind in der Mittelstellung maximal gespannt, sodass das Gelenk in die Beuge- oder Streckstellung einschnappt. Den Bändern kommt neben der Federung die Aufgabe der Stabilisierung der Gelenke zu (Nickel et al., 2001). Sie bestehen aus straffem, fibrösem Bindegewebe und speichern elastische Energie, wenn sie gedehnt werden, und geben sie wieder ab, wenn die Spannung nachlässt. Hildebrand et al. schreiben der elastischen Wirkung der Bänder eine bedeutende Rolle in der Unterstützung der Sehnen zu. Die Bänder, die die Karpalknochen untereinander verbinden, federn bei Belastung auseinander und speichern so elastische Energie (Gray, 1997). …“</p>
<p><strong>Elastizität der Sehnen beim Vogel<br />
</strong>Im Abschnitt Sehnen, steht Ähnliches. Die diesbezügliche Übertragbarkeit, natürlich nicht 1:1, vom Pferd auf den Menschen schien mir gerechtfertigt, zumal gerade bei der Vorhandpeitsche ähnliche Gelenkgruppen zum Einsatz kommen. In dieser Dissertation werden auch Untersuchungen zu anderer Tiergattungen, sogar Vögel, herangezogen.</p>
<p>Mein Forenfreund schreibt dazu: <em>„..die Gleitfilamenttheorie“ konkurriert nicht mit der „Querbrückentheorie“, sondern ist der „Vorläufer“ der letzteren und stammt aus einer Zeit, als man zwar das Gleiten der Filamente, aneinander vorbei, schon kannte, aber noch nicht wissen konnte, dass der auslösende Mechanismus für das Ineinandergleiten der Filamente die Querbrückenbildung zwischen Aktin- und Myosinfilamenten ist.&#8221;</em></p>
<p><strong>Hier nun die Erläuterung meines einschlägig ausgewiesenen Forenfreundeszum Pferdemodell .<br />
</strong><em>&#8220;Leider (! <img src='http://tennisfragen.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> ))</em> , schreibt mein Forenfreund, <em>&#8220;&#8230;ist der Mensch kein Pferd, so dass ich mich davor hüten würde, die dortigen Befunde auf den Menschen zu übertragen. Das gilt z.B. auch für die (angeblich) elastischen Achillessehnen der Kängurus, von denen man „in der Bewegungswissenschaft“</em> <em>auf eine Elastizität der menschlichen Achillessehne gefolgert hat, die zwar in engsten Grenzen gegeben, aber bewegungstechnisch völlig vernachlässigbar ist&#8230;.&#8221;</em><strong><br />
</strong><em>&#8220;&#8230;in der Tat gelten die Gelenkbänder – biologisch/funktionell &#8211; als unelastisch (was physikalisch natürlich kaum möglich ist). Das ist bedeutend im Hinblick auf die beiden wesentlichen Funktionen:<br />
1. dafür Sorge zu tragen, dass sich die Gelenkflächen in der Bewegung nicht voneinander entfernen (Gelenkführung) und<br />
2. in bestimmten Winkelstellungen eine Weiterbewegung zu stoppen (Gelenkhemmung). Beide Funktionen zeigen eine Wechselwirkung. Gelenkbänder bestehen fast ausschließlich aus dem Kollagentyp I, das maximal 5% dehnbar ist und nach Überschreiten der Dehngrenze reißt. Der Umstand, dass ein Gelenkband „&#8230;vielen Bewegungen des Gelenks folgen muss&#8230;“, wird dadurch gewährleistet, dass das eine Ende des Bandes in der Drehachse angewachsen ist oder – bei größerer Ausdehnung des Bandes – in jeder möglichen Gelenkstellung stets ein gewisser Prozentsatz des Kollagenfaserbündels straff gespannt ist. Was die Nachgiebigkeit anbetrifft, gilt entsprechendes im Übrigen auch von Sehnen, die auch aus Kollagen I bestehen und als „starre“ Übertragungselemente für die Muskelkraft gelten. Eine elastische Nachgiebigkeit des Sehnen-Muskelapparates ergibt sich nur innerhalb der Muskelfasern – beim entspannten Muskel – durch die Elastizität der Titinfilamente und &#8211; beim kontrahierten Muskel – durch die Elastizität der Myosinhälse&#8230;&#8221;</em></p>
<p><strong>Elastizität der Sehnen in der Medizin<br />
</strong>Allerdings habe ich  auch weitere Literaturhinweise gefunden, in denen das in der &#8220;PferdeDiss&#8221; erläuterte Zusammenspiel von Sehnen und Muskeln fur den Menschen behauptet wird. Siehe den Artikel von C. Rosso zur Achillessehne in der Orthopädie, das ich dringend zur vollständigen Lektüre empfehle,<a href="http://orthopaedie-unfallchirurgie.universimed.com/artikel/die-biomechanik-der-achillessehne"> hier&#8230;</a> <br />
Dieser Beitrag zititiert ca. 40 Quellen, dürfte also einer durchaus ernst zu nehmenden Literaturstudie entstammen.<br />
Auszug:<em>&#8220;&#8230;.Sehnen haben viskoelastische Fähigkeiten ähnlich einer Feder (spring-like property). Dadurch hat die Sehne – vor allem beim Laufen – die Eigenschaft, <strong>Energie zu speichern</strong> und diese zu einem späteren Zeitpunkt wieder freizugeben. Wie bei einer Feder wird während des Fersenkontaktes Energie aufgenommen und während der terminalen Standphase (push-off) wieder abgegeben. Beim einbeinigen Hüpfen werden <strong>74% der mechanischen Energie gespeichert, wobei 16% der Energie des Sprunges aus dem Rückstoss der Achillessehne freigesetzt werden</strong>.10 Beim normalen Gehen macht dieser Effekt 6% der totalen mechanischen Energie aus.<br />
</em><em>&#8230;. Inaktivität ist eng mit dem Altern verbunden; eine inaktive Achillessehne weist ähnliche Veränderungen wie eine gealterte Achillessehne auf. &#8230;<br />
</em><em>Conclusio und klinische Implikationen<br />
</em><em>Die Achillessehne sollte in Verbindung mit ihren Muskeln (Mm. gastrocnemius medialis et lateralis und M. soleus) und ihrer Aponeurose als sogenannte Muskel-Sehnen-Einheit (muscle-tendon unit) betrachtet und untersucht werden. &#8230;</em></p>
<p><em>&#8230;Beim Gehen/Laufen wirkt die Achillessehne wie eine Feder bzw. wie ein Katapult &#8230;. Auf diese Art und Weise können die Wadenmuskeln nahe ihrer optimalen Länge arbeiten. &#8230; Wie andere Sehnen hat die Achillessehne einen optimalen Arbeitsbereich, welcher durch die Zug-Belastungskurve (stress-strain curve, Abb. 3) beschrieben wird&#8230;&#8221;<br />
</em>Dieser Beitrag ist von einem medizinwissenschaftlichem Portal ins Internet gestellt worden, um Verständnis von Achillessehnenproblemen zu fördern.</p>
<p><strong>Exkurs; Muskeltheorien<br />
</strong>Bei dieser Gelegenheit stieß ich in Arbeitsmaterialien zur Vorlesung der Bewegungswissenschaft auf zwei unterschiedliche Annahmen zur Muskelarbeit, nämlich Gleittheorie und Querbrückentheorie siehe <a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Wiemann-Joellenbeck.pdf">hier zum Download</a>, S. 33. Hochinteressant, dass hier offenbar zwei Theorien existieren, allerdings: Stand 1999.</p>
<p><strong>Elastische Sehnen schwingen<br />
</strong>In einer weiteren Antwort meines Forenfreundes, weil ich nicht Ruhe gab, heißt es: <em>&#8220;&#8230;.hier noch einmal eine Überlegung, warum eine Sehne nicht elastisch sein darf! Wäre eine Sehne elastisch, hätte sie eine charakteristische Eigenfrequenz und würde diese den Kontraktionen des zugehörigen Muskels aufzwingen. Beispiel aus der täglichen Praxis: Hängt man ein Gewicht (= äußere Masse) an ein Gummiband (= Sehne) und versucht, mit der Hand (= Muskelfasern) das Gewicht in Hin- und Herbewegung zu versetzen, gelingt das nur, wenn man sich mit den Bewegungen der Hand an die Eigenfrequenz des Gummibandes anpasst. Bewegt man die Hand langsamer, bekommt das Gewicht allenfalls unkoordinierte Taumelbewegungen. Bewegt man die Hand schneller, bleibt das Gewicht nahezu am Ort. Will somit ein Muskel Bewegungen mit unterschiedlichen Frequenzen produzieren, muss er in der Lage sein, seinen Elastizitätsmodul an die jeweilige Situation anpassen zu können. Das geschieht vor jeder Bewegung durch die Koordinationszentren des Gehirns, die festlegen, wie viele Muskelfasern mit welcher Entladungsrate zu ein und demselben Zeitpunkt aktiv sind, d.h. wie viele Akto-Myosin-Querbrücken mit elastischen Myosinhälsen zum gleichen Zeitpunkt parallel und in Serie geschlossen sind. Auf diese Weise kann der Muskel seine Schwingungsfrequenz in nahezu unendlichen Abstufungen der momentan vorherrschenden Situation anpassen – aber nur, wenn die Sehne dies 1:1 an den Knochen weitergibt. Und das kann sie nur, wenn sie absolut keine Eigenfrequenz besitz, also (in Richtung der Kraftübertragung) starr ist &#8230;&#8221;</em> (Hervorhebung von mir)<br />
Schwingungen können im Bewegungsapparat  positive Wirkungen entfalten, siehe den orthopädischen Beitrag von C. Rosso, oben, bisweilen aber auch zu Zerstörungen führen. Letzteres wird auch als Argument für das profilaktische Tragen von Bandagen im Wettkampf angeführt.<br />
Das Schwingungsargument überzeugt daher nicht wirklich, denn man müsste auch erklären, weshalb sie beim Pferd gut funktionieren, beim Menschen aber schädlich sind.</p>
<p><strong>Übertragbarkeit von Materialeigenschaften zwischen den Spezies</strong><br />
Bei der Durchsicht der Literaturnachweise der PferdeDiss finden sich auch Zitationen zur Elastizität bei anderen hochentwickelten Organismen. Die Bedenken der Übertragbarkeit grundsätzlicher Funktionsbetrachtungen über unterschiedliche Spezies hinweg, sind in der Tiermedizin anscheinend nicht so ausgeprägt.</p>
<p><strong>Tote Sehnen als elastisches Material<br />
</strong>Sogar im toten Zustand sind Sehnen noch elastisch:&#8221;The elastic properties of particular sinews were also used in composite recurved bows favoured by the steppe nomads of Eurasia.[citation needed] The first stone throwing artillery also used the elastic properties of sinew.[citation needed] &#8221; aus engl. Wikipedia Begriff Tendon), Hervorhebung von mir. Siehe auch die Versuche von S. Lehner, im Anfang hier zitiert.</p>
<p><strong>Robotik</strong><br />
Auch in der Robotik werden die Sehnen und Bänder als elastische Elemente simuliert. (<a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Paluska-und-Herr-Gelenkelastizitaet-und-Energiehaushalt-in-der-Robotik.pdf">Download Paluska und Herrr&#8230;</a>).<br />
So schreiben die Autoren in ihrer Conclusion <em>&#8220;We have shown a simple model which predicts how constant series elasticity can amplify actuator power output over the appropriate stroke length. We believe this phenomenon plays an important role in the performance of biological systems.&#8221;<br />
</em>Die dort verwandten Mechanischen Modelle sind identisch oder ähnlich den von S. Lehner gezeigten, s.o<em>.</em></p>
<p><strong>Unterschiede der englischen zur deutschen Wikipediaausgabe</strong></p>
<p><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/cont-E1.gif"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-377" style="margin: 5px;" title="cont E1" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/cont-E1-150x150.gif" alt="" width="150" height="150" /></a>Die englische Wikipediaausgabe wertet das Zusammenspiel der elastischen Sehnen mit der Muskulatur offenbar als <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tendon">Standardwissen.</a> Die sehr reichhaltigen Unterabschnitte zur Funktion (s. Bild links) fehlen in der sehr dürren deutschen Ausgabe. Woran das liegt, wäre gelegentlich zu untersuchen. Das wären dann wissenschaftssoziologische Betrachtungen, siehe den Exkurs im nächsten Abschnitt.</p>
<p>Nun habe ich also etwas dazugelernt: auch mal in die englische Wikepedia-Version schauen, siehe<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ligament" target="_blank"> http://en.wikipedia.org/wiki/Ligament :</a>&#8220;&#8230;Ligaments are elastic; they gradually lengthen when under tension, and return to their original shape when the tension is removed. This is in contrast with tendons, which are inelastic. &#8230;&#8221; Sind sie sogar noch elastischer als die Sehnen?</p>
<p>Dass Bänder und die von ihnen zusammengehaltenen Gelenke in gewissem Maße elastisch sind, ist angesichts der Ergebnisse dieser stichprobenartigen Literatursuche nicht ernsthaft bestreitbar. Die verbleibende Frage ist, ob und inwieweit diese Elastizität für das Makro-Bewegungsgeschehen relevant ist.<br />
So bleibt die Frage, inwieweit die Geometrie der Gelenke (Exzenter) durch extreme Hebeleffekte bewegungsrelevante Katapulteffekte auf Basis der Bänderelastizität ermöglicht, obwohl dies für ein linear gezogenes Band (5% Längendehnung) weniger wahrscheinlich anzunehmen ist.<br />
Es könnten dann grundsätzlich auch die Gelenkknorpel eine bewegungsrelevante elastische Funktion ausüben.</p>
<p>Aber, <strong>Achtung, Studierende der Sportwissenschaften</strong> bitte aufpassen, wenn in einer Prüfung danach gefragt wird: Bänder und Sehnen gelten in der Biomechanik  als unelastisch!</p>
<p><strong>Wissenschaftssoziologischer Exkurs<br />
</strong>Kann es vielleicht sein, dass neuere Erkenntnisse in Deutschland einerseits und in den angelsächsischen Ländern andererseits, unterschiedlich schnell angenommen werden (Innovations- und Diffusionsforschung)? Eine unterschiedliche &#8220;Lehrmeinung&#8221; zwischen angelsächsischer und deutscher sportmedizinischer Literatur war mir schon mal Ende der 70er begegnet: eine von der DFG in Auftrag gegebene Literaturstudie zum Muskelkater ging durch die Tagespresse. Die britischen Wissenschaftler präferierten die Verletzungstheorien (inter- und intrazellulär), die deutschen die Milchsäureerklärung. Insofern überrascht mich die unterschiedliche Darstellung in englischer und deutscher Wikipedia nicht mehr. Aus dieser einzelnen Begebenheit allein, die dazu 30 Jahre zurückliegt, kann natürlich kein weiterreichender Schluss gezogen werden. Immerhin findet sich im deutschen Wikipedia heute ebenfalls die Verletzungstheorie, siehe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Muskelkater" target="_blank">hier&#8230; </a> und eine recht simple Auschlusserklärung gegen die Michlsäureannahme.<br />
Nebenbei, die Beobachtung, das passive, also exentrische Belastungen weniger &#8220;materialschonend&#8221; sind, als aktive, also konzentrische, habe ich aufgrund eigener Erfahrungen mit einer langwierigen chronischen Achillessehenentzündung  vor Jahren festgestellt. Die konnte ich durch Geschwindigkeitsmärsche, steil den Berg hinauf, langsam überwinden.<br />
Wissenschaft ist besonders im humanmedizinischen Bereich immer im Fluss. Wer sich beispielsweise mal mit dem Thema Entzündungen befasst hat, wird feststellen, das die neueren Arbeiten inzwischen derart molekular, detailliert und komplex sind, dass nur wenige Experten den Durchblick haben dürften.</p>
<p><strong>Über Bewegungswissenschaft<br />
</strong>Ein gewisses Verständnis für die hier aufscheinenden Diskrepanzen zwischen Lehrmeinung in der Bewegungswissenschaft und Befunden neuerer medizinischer Forschung, wird vielleicht auch durch folgende Beschreibung dieses Wissenschaftsfeldes erleichtert:</p>
<p>&#8220;&#8230;.Was die „Bewegungswissenschaft“ betrifft, so ist diese kaum existent. Es gibt unter den Bewegungswissenschaftlern Pädagogen, Psychologen, Philosophen, &#8230;. aber auch Biologen und Physiker (oder auch Biophysiker oder Biomechaniker). Letztere stützen sich in anatomischen Fragen auf die Humanmedizin. Mein persönliches Standardwerk ist Rauber/Kopsch, Anatomie des Menschen. Dort ist ausführlich über starre Gewebe und elastische Gewebe nachzulesen. Gelenkbänder gehören zu den starren Geweben und bestehen aus Kollagen. Kollagenfibrillen sind im unbelasteten Zustand leicht wellenförmig angeordnet, diese Wellen straffen sich aber bei geringerer Belastung und danach gelten Gelenkbänder als unelastisch (allenfalls schwach viskös bei geringeren Belastungen). Elastische Gewebe bestehen nicht aus Kollagen. Soweit mir bekannt, gibt es im menschlichen Organismus nur ein erwähnenswert elastisches „Band“, das Ligamentum flava an der Wirbelsäule. Dieses hat in der deutschen Terminologie zwar den Namen „Band“, ist aber nicht aus Kollagen, dem Material der aus Gelenkkapseln entsprungenen Gelenkbänder&#8230;&#8221;"</p>
<p><strong>Vorerst abschließender Kommentar meines Forenfreundes<br />
</strong>Nun hat mein Forenfreund nach Lektüre dieses Beitrages doch noch einen ausführlichen Kommentar gegeben, den ich hier weder ignorieren kann, noch will:</p>
<p><em>&#8220;Hallo hollo43, wieder einmal hast du es geschafft, mich einmal mehr und ausführlicher mit Problemen auseinander zu setzen, die mich von meinen eigentlichen Vorhaben ablenken. Bei dem Stöbern in „tennisfragen“ stieß ich auf eine zurückliegende Diskussion zur Sehnenelastizität und auf einige Passagen (aus deiner Feder, nehme ich an), die ich nicht recht einzuordnen weiß.</em></p>
<p><em>Aus diesem Grunde konnte ich es mir nicht verkneifen, etwas eingehender nachzulesen. Dazu nur einige kurze Bemerkungen: Alle biologischen Gebilde besitzen eine gewissen Nachgiebigkeit, selbst Knochen zeigen eine Elastizität. Für den Bewegungstheoretiker ist es allerdings bedeutsam, in wieweit diese Elastizität über eine Relevanz für Bewegungsphänomene verfügt.</em></p>
<p><em>Natürlich besitzen, wie alle biologischen Strukturen, z.B. die Seitenbänder und Kreuzbänder des menschlichen Kniegelenkes eine gewisse Nachgiebigkeit. Dies aber nicht, um aufgrund eines Elastizitätsmoduls Bewegungsphänomene zu verursachen, sondern lediglich, um bei unnatürlichen Überlastungen einen gewissen Schutz gegenüber Destruktionen zu besitzen.</em></p>
<p><em>Nicht so beim Pferd und ähnlich schwergewichtigen Vierbeinern, die z.B. in den Schnappgelenken (beim Menschen nicht zu finden) elastische Bänder zur Erfüllung spezieller biologischer Funktionen besitzen. Es steht somit außer Frage, dass im Organismus (von Mensch und Tier) Bänder und Sehnen zu finden sind, die über eine deutliche Elastizität verfügen. Deren Hauptbausubstanz ist dann aber nicht Kollagen vom Typ 1, sondern vorwiegend Elastin, wie beim Menschen das Lig. flava oder beim Pferd das Nackenband. Diese müssen – sollen sie biologisch sinnvoll funktionieren – stets von parallel geschalteten Muskeln begleitet werden, um im Bedarfsfall ihre elastische Wirkung aufzuheben oder zumindest an wechselnde Bedingungen anzupassen.</em></p>
<p><em>Dies wird in der Dissertation von Ziermann 2006 nicht gebührend berücksichtigt. Zudem stützt sich Ziermann , was die Elastizität des Muskel-Sehnen-Apparates des Menschen angeht, zu sehr auf Cavagna (1964), der zu der Zeit die Quelle der Elastizität des Muskel-Sehnen-Apparates, die Myosinhälse, noch gar nicht kennen konnte. In ähnlichen Untersuchungen aus den 70er Jahren konzentriert sich Cavagna dann auf die zu der damaligen Zeit bekannten Querbrücken (auch wenn er die Myosinhälse noch nicht anspricht bzw. noch nicht ansprechen kann). Spätere Arbeiten zu diesem Themenkomplex argumentieren vorwiegend mit dem Begriff des „Muskel-Sehnen-Komplexes“ (mucle-tendon-unit) oder &#8211; wenn sie sich auf die elastischen Komponenten des Muskels beziehen – mit dem Konstrukt der serienelastischen Elemente (SEE) des Muskels (so auch der von dir annoncierte Aufsatz von Sasaki / Neptune). Zu den SEE werden (heute) insbesondere die Myosinhälse, die Aktinfilamente, die Z-Scheiben, die Transmembranfilamente und eben die Sehnen gerechnet, sofern sie Komponenten von Elastin enthalten. Im Übrigen lassen die Methoden, die Sasaki/Neptune einsetzen, in keiner Weise eine Aussage über die Elastizität der Sehne zu (hätte mich auch gewundert), sondern eben nur über die der SEE-Gesamtheit.&#8221;</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em></em> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Besser Sehen beim Tennis &#8211; Sportbrillen</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 19:18:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Zusammenhang mit den Vorarbeiten für unseren Beitrag Schnelligkeit im Tennis sind wir auch auf die Reaktionsschnelligkeit im visuellen Bereich und auf das Thema Sportbrillen gestoßen. Im Rahmen eines Artikeltauschs haben wir deshalb den folgenden Gastbeitrag besorgt.  Als Kontaktlinsenträger mit hoher &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/besser-sehen-beim-tennis-sportbrillen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=8_FQVb77EXU" target="_blank"><img class="wp-image-3075 alignleft" style="margin: 5px;" title="Tipsarevic" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Tipsarevic.jpg" alt="" width="140" height="131" /></a>Im Zusammenhang mit den Vorarbeiten für unseren Beitrag <a title="Schnelligkeit im Tennis" href="http://tennisfragen.de/schnelligkeit" target="_blank">Schnelligkeit im Tennis </a>sind wir auch auf die Reaktionsschnelligkeit im visuellen Bereich und auf das Thema Sportbrillen gestoßen. Im Rahmen eines Artikeltauschs haben wir deshalb den folgenden Gastbeitrag besorgt.  Als Kontaktlinsenträger mit hoher Dioptrienzahl und gewisser Blendempfindlichkeit trage ich selbst seit einigen Jahren eine Sportbrille und bin davon überzeugt, dass bei Wahl eines geeigneten Modells die meisten Spieler davon Nutzen tragen könnten. </strong></p>
<p><span id="more-3071"></span></p>
<p><strong>Sportbrillen beim Tennisspielen?<br />
</strong><a href="http://misterspex.de/sportbrillen/" target="_blank">Quelle<br />
</a>Sportbrillen werden nicht nur im Freizeitbereich getragen, sondern eben auch bei den Profis. Und wenn es uns die Profis auf der Tour vormachen, sollte man ja meinen, dass es einen gewissen Vorteil bringt und nicht nur aus Aberglaube getan wird.</p>
<p>Und in der Tat können Sportbrillen die Performance verbessern, da sie das kontrastreiche Sehen verbessern. Gerade beim Tennis, wo der Spieler viel mit Geschwindigkeit und Präzision gewinnen kann, ist ein optimales Sehvermögen von essentieller Bedeutung. Natürlich können dem Tennisspieler die Lichtverhältnisse ein Strich durch die Rechnung machen. Manche versuchen es mit Kappen, wobei diese keinen hundertprozentigen Schutz vor Blendung und schon gar nicht vor der schädlichen UV-Strahlung garantieren. Optimalen Schutz bieten da nur die passenden Sportbrillen.</p>
<p>Denn so werden Blendungen reduziert und mit den jeweiligen Farbtönungen der Brillengläser kann sich der Spieler an die Bodenbeläge oder eben die Witterungsverhältnisse anpassen.</p>
<p><strong>Welche Sportbrille ist die Beste?<br />
</strong>Pauschal kann diese Frage nicht beantwortet werden. Jeder Spielertyp fühlt sich mit einer bestimmten Form oder einem bestimmten Design wohler als der andere. Wichtig ist es aber, dass die Haupteigenschaften einer Sportbrille erfüllt werden. Denn wie schon oben erwähnt, wird durch eine bestimmte Tönung der Brillengläser der Kontrast gesteigert. So wird die räumliche Wahrnehmung besser und der Ball kann optimaler getroffen werden.</p>
<p>Abzuraten ist aber von einer blauen oder generell zu dunklen Tönung der Gläser. Die abgeschwächten Kontraste und die falsche Raumeinschätzung hätten genau gegensätzliche Ergebnisse zur Folge und der Sieg würde sicher in weite Ferne rücken.</p>
<p>Bei Tests hat sich herausgestellt, dass vor allem Verlaufstönungen optimale Resultate bringen. Diese Tönungen haben die Eigenschaft – wie es der Name schon sagt – im Glas zu &#8220;verlaufen&#8221;. Am oberen Rand des Glases ist die Tönung somit kräftiger als am unteren Rand.</p>
<p>Die optimalsten Effekte waren bei Gläsern in folgenden Farben zu verzeichnen: Bronze, Dunkelbraun, Rosé (dunkel). Diese Farben haben die Eigenschaften, das Licht zu dämpfen und zudem den Kontrast zu verschärfen. Beim Spiel in der Halle oder bei dunkleren Lichtverhältnissen empfehlen sich Glasfarben in Orange, Hellbraun oder Rosé (hell).</p>
<p>Es wird also deutlich, dass mit der richtigen Sportbrille noch einige zusätzliche Prozente herausgeholt werden können. Bessere Raum- und Farbwahrnehmung sind entscheidende Vorteile, die sich jeder Spieler zunutze machen sollte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
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		<title>Veranlagung, Wahrscheinlichkeit und Spielanlage</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 21:33:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo43</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Warum gibt es typische Grundlinienspieler und  typische  Angriffspieler?  Die Risikowahrnehmung und -Bereitschaft von Grundlinienspielern, Netzakrobaten und Stoppballspezialisten unterscheidet sich ganz enorm.  Eine ordentliche Kompetenz am Netz ist aber wichtig und kann zwei bis drei Spielklassen ausmachen. Deshalb sollte auch der Grundlinienspieler sich &#8230; <a href="http://tennisfragen.de/veranlagung-wahrscheinlichkeit-und-spielanlage/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Holger-Brille.jpg"><img class="alignleft  wp-image-828" style="margin: 5px;" title="Holger Brille" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Holger-Brille.jpg" alt="" width="140" height="120" /></a>Warum gibt es typische Grundlinienspieler und  typische  Angriffspieler? <br />
Die Risikowahrnehmung und -Bereitschaft von Grundlinienspielern, Netzakrobaten und Stoppballspezialisten unterscheidet sich ganz enorm.</strong></p>
<p><strong> Eine ordentliche Kompetenz am Netz ist aber wichtig und kann zwei bis drei Spielklassen ausmachen. Deshalb sollte auch der Grundlinienspieler sich mit dem riskanteren Spiel am Netz vertraut machen.</strong></p>
<p><span id="more-515"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In einem Sportlerforum wurde die Frage gestellt: &#8220;ich spiele seit ca. 12 Jahren Tennis und traue mich einfach zu wenig ans Netz! Taktisch habe ich das Volleyspiel während meiner früheren Lernphasen immer unterschätzt. Jetzt brauche ich es aber dringend, um mit besseren Spielern mithalten zu können&#8230;.&#8221;</p>
<p>Mal ganz davon abgesehen, dass es auch konstitutionelle Eigenschaften gibt, die beim Netzspiel Vor- oder Nachteile bringen, muss man das Netzspiel auch geübt haben, um auf die verschiedenen Situationen, die sich dort ergeben, mit einer gewissen Routine und Erfahrung reagieren zu können.</p>
<p>Es ist aber auch ein Missverständnis bezüglich der Risikowahrnehmung, das viele Spieler lieber hinten bleiben lässt. Wie wir hier zeigen:</p>
<p>Geht man von einem Sandplatzspiel aus, muss man mit Ballwechseln von 6 Schlägen und mehr rechnen.<br />
<a href="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Schlaghäufigkeit-nach-Schönborn.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-487" title="Schlaghäufigkeit nach Schönborn" src="http://tennisfragen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Schlaghäufigkeit-nach-Schönborn-300x111.jpg" alt="" width="300" height="111" /></a>Wäre meine Trefferwahrscheinlichkeit bei jeder Ballberühung  <strong>p=0,93</strong>, also 93 von hundert Schlägen gelingen, dann liege ich nach 6 Ballwechseln bei nur noch p=0,52, das ist knapp über dem Münzwurf.</p>
<p>Ein Angriffsspieler wird am Netz passiert, überlobt oder bekommt den Ball vor die Füße. Pariert er den Ball, dann kann und muss er mit dem nächsten Ball punkten (Näherungsvolley oder Angriffsvolley). Er braucht bei diesen beiden Schlägen nur eine Trefferwahrscheinlichkeit je Schlag von etwas über <strong>P= 0,7</strong> um mit seinem Angriff und zwei Schlägen nicht unter die Erfolgswahrscheinlichkeit von 0,5 zu sinken.</p>
<p>Ein Grundlinienspieler, der sich an seine Grundlinien-Arithmetik gewöhnt hat, also daran, dass er jedes Risiko vermeiden muss, wird bei den ersten Ballverlusten sich wieder an die Grundlinie zurückziehen, selbst, wenn er am Netz eigentlich gar nicht so schlecht ist.  Damit aber schränkt er den Ausbau seiner Spielerfahrungen und damit Kompetenzen für das Netzspiel unnötig ein. Ein Teufelskreis </p>
<p>Zum Teil beruht es auf technischen und spielerischen Mängeln und natürlich gibt es, wie gesagt, auch körperliche Dispositionen (Körpergröße), die einem Netzspiel förderlich sind oder nicht. Wenn aber Spieler nach 20 Jahren immer noch den Netzangriff meiden, wie die Pest, muss es andere Gründe haben. Denn technische Stärken und Schwächen hätten sich in dieser langen Spielpraxis irgendwann mal ausgeglichen und es gibt auch groß gewachsene Grundlinienspieler.</p>
<p>Ich denke, es ist eine andere Risikowahrnehmung und eine andere Risikobereitschaft und die damit verbundene Logik des typischen Grundlinienspielers, die dieser gewohnheitsmäßig auf das Flugballspiel überträgt.</p>
<p>Für den Stoppball gelten übrigens ähnliche Mechanismen. Ich kenne leidenschaftliche Stoppballspieler, die zu Beginn eines Matches derart viele Punkte durch eigene misslungene Stoppbälle kassieren, dass man eigentlich schon bei einem Viertel der Versuche das ganze Match lang keinen Stoppball mehr versuchen würde. Die Freude am gelungenen Stoppball scheint aber eine besonders hohe Entschädigung für diese anfängliche Fehlerquote zu sein.</p>
<p><strong>Der Angreifer zwingt den Grundlinienspieler zum riskanten Spiel<br />
</strong>Weshalb aber hat der Netzangreifer im Clubtennis so immense Vorteile, die sich im Spitzentennis nicht gleichermaßen bemerkbar machen?</p>
<p>Der angegriffene Grundlinienspieler hat jetzt  eine höhere Wahrscheinlichkeit, gegen den Angriffsball oder den direkt danach Folgenden zu punkten. Ein schöner Rückhand-Topspin longline, ein Vorhand-Topspin cross oder eine Vorhand- oder Rückhandpeitsche direkt auf den Angreifer, sowie die extrem flachen Slice, wer ihn beherrscht, vor die Füße, sind riskanter, bringen aber möglicherweise den direkten Punkt bzw. einen Verlegenheitsball, der zum Punkt führt. Den Lob habe ich hier nicht angeführt, weil er auch bei sehr defensiven Grundlinienspielern oft die einzige wahrgenommene Möglichkeit ist, einen Angriff abzuwehren. Der Überraschungseffekt ist dabei für den Angreifer allerdings gleich Null.</p>
<p>Dem Grundlinienspieler wird aber die Wahrscheinlichkeitsrechnung des Angriffsspielers aufgezwungen, die er eigentlich nicht mag. Wie wichtig mentale Einstellungen zur Risikobereitschaft sind, zeigt folgendes Beispiel.</p>
<p><strong>Persönlichkeit verändern?<br />
</strong>Anlässlich der Fußball WM sind durchaus interessante Einsichten zur praktischen Psychologie des Sports bekannt geworden. Der Chefscout und Fußballanalytiker Urs <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,704925,00.html">Siegenthaler</a> äußerte sich zur Kultur und Mentalität der Deutschen Nationalmannschaft im Vergleich zur spanischen. Seine Einschätzung auf die Frage, ob man diese Mentalität ablegen kann: &#8220;Nein. Unter Druck greift jeder darauf zurück, was einen ausmacht. Immer!&#8221;</p>
<p>Dennoch kann man sich zwingen, in Trainingsspielen mit der anderen Wahrscheinlichkeitslogik des Netzspiels wenigstens <strong>vertraut zu machen</strong>. Kommen erst mal die Erfolge, wird sich auch die innere Einstellung ändern. Erfolge sind das A und O für eine selbstbewusste Einstellung generell, die man auch durch noch so raffinierte mentale Übungen nicht ersetzen kann. (Hierauf hat Nadal kürzlich in einem Interview klar hingewiesen und dem ist zuzustimmen.</p>
<p>Auch wenn Chance und Risiko beim Netzangriff also durchaus in einem ausgewogenen Verhältnis stehen, sind Risikovermeider trotzdem nur ungern bereit, es öfter mal zu wagen ans Netz zu gehen. So, wie es Menschen (evtl. Genotypus) gibt, die auch Fast-Erfolge im Nervensystem wie Erfolge werten (so wird z.B die  Neigung zur Spielsucht erklärt), gibt es Andere, die Misserfolge überbewerten und übertrieben vorsichtig werden.<br />
Eine allzu offensive Spielweise steht somit in Konflikt zur Selbstwahrnehmung, zur Authentizität. Aber man kann den Effekt durch Einsicht und Übung abmildern, wie überhaupt eine kognitive Kontrolle seines emotionalen Grundgerüsts von allen Sportpsychologen empfohlen wird.</p>
<p>Es geht bei den meisten Tennisspielern nicht um eine Profikarriere, sondern &#8220;nur&#8221; um ein Freizeitvergnügen.<br />
Allerdings, wie Thomas Teubel in seiner Dissertation zeigt, gibt es drei wichtige Grundbedürfnisse (bei ihm Motive genannt), die sich bei Niederlagen auch des Hobbyspielers &#8221;melden&#8221;.<br />
Es wären das Anschlussmotiv (im Club beliebt sein) und das Machtmotiv (jemanden oder etwas kontrollieren).<br />
Demgegenüber besteht bei einem Taktikwechsel die Chance, das dritte Motiv zu bedienen, nämlich etwas richtig machen. Und die Bedeutung dieses Motivs sollte man nicht unterschätzten.</p>
<p>Siehe zur emotionalen und motivationalen Situation des Tennisspielers unsere Beiträge <a title="Emotionen außer Kontrolle?" href="http://tennisfragen.de/emotionen-unter-kontrolle/" target="_blank">Emotionen außer Kontrolle</a>?, <a title="Matchanalyse – das verschenkte Potential!" href="http://tennisfragen.de/matchanalyse-das-verschenkte-potental/" target="_blank">Matchanalyse, das verschenkte Potenzial</a>, <a title="Matchanalye – so stellt man Unforced Errors ab!" href="http://tennisfragen.de/was-sind-wirklich-unforced-errors/" target="_blank">Matchanalyse, so stellt man unforced Errors ab </a>und <a title="Soll man im Match immer lächeln?" href="http://tennisfragen.de/soll-man-im-match-immer-lacheln/" target="_blank">Soll man im Tennis immer lächeln?</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Dr. Holger Hillmer</p>
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