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Tenniswissen | Tennisanalysen

Editorial

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Technische Umstellung

Die Übersichtsdarstellung, die in der Desktop-Ansicht der Seite am rechten Rand angeboten wird, kann nun für Smartphonenutzer gesondert  als „Suche“ abgerufen werden. Das ist deshalb wichtig, weil die Einzelbeiträge recht willkürlich angeordnet sind.  Ein Inhaltsverzeichnis ist daher unverzichtbar und muss auch  per Smartphone sofort zugänglich sein.

Neue Aspekte
Die bevorstehende Sommersaison 2017 bietet wieder vielfältige Anreize und Gelegenheiten, das im Winter Ausprobierte im Match anzuwenden und weiter zu entwickeln. Besonders denke ich auch an ambitionierte Mannschaften, die bereits in der Vorsaison eine Trainingsreise in wärmere Gefilde unternehmen, um noch mal „eine Schippe drauf“ zu tun. Die Gefahr ist dabei, dass übertrieben wird. Die Routinisierung eventuell neuer Bewegungsabläufe lässt sich allein durch Heftigkeit nicht beliebig steigern. Im Gegenteil, oft ist eine Übungspause von ein paar Wochen für das motorische Lernen besser, als ununterbrochen auf den Ball zu prügeln. Viele, insbesondere Spieler im mittleren Alter treten zu den Medenspielen mit Überlastungsschäden an, die sie sich im Trainingscamp geholt haben „es musste sich ja lohnen“.
Da immer noch täglich 100 Besucher tennisfragen.de besuchen, habe ich mal die Beiträge etwas nach vorne gerückt, die allgemeineren Trainings- und Taktikfragen gewidmet sind. Die anderen Beiträge sind aber immer noch weiter unten auffindbar. Ich wünsche allen Sportbegeisterte eine erfüllte Tennssaison 2017!

Gerade dieses Jahr bin ich wieder  überrascht, dass die von uns in den Vordergrund gestellten Schläge und Bewegungsmuster sich sämtlich, deutlich erkennbar, im Spitzentennis breit durchsetzen. Auch Roger Federer hat alle modernen Schläge drauf, ohne die wir sein Comeback wohl kaum erlebt hätten .

Das Aufschlagsmodell nach Sam Groth funktioniert im Grunde auch im Freizeittennis und stellt keine übermäßigen Anforderungen hinsichtlich Umlernen. Im Damentennis sehen wir noch weitergehend verkürzte Auftaktbewegungen des über die Schulter direkt zurückgeschwungenen Aufschlages, die eventuell für das Erlernen der Bewegung Vorteile bietet. Zu sehen, beispielsweise bei Allertova , gesehen im WTA-Turnier Linz, später (Luxemburg)  bei Flipkens, Friedsam, Tatishvili.

Ich habe jetzt selbst mit verschiedenen „Auftaktbewegungen“ experimentiert. Bei vielen Optionen ist nämlich der Kopf dem Schläger im Wege. Andererseits sind die konservativen Aufschlagbewegungen komplizierter: um in die ideale Vorspannung für die Supination zur Peitsche zu erzwingen, ist eine Rotation des Oberkörpers erforderlich. Dies komliziert den lgesamte Bewegungsvorgang und hat Nachteile in Bezug einer kompakten Sprungbewegung. Es stellt auch höhere Anforderungen an das Bewegungslernen und vermutlich auch an die Wiederholgenauigkeit des Aufschlags. 

Deshalb haben die neuen Ansätze und Prinzipien  durchaus eine Berechtigung. Beim Umlernen fällt es allerdings schwer, erst die Körperrotation abzuwarten, ehe dann der Schlag gestartet wird.  

Eine theoretische Möglichkeit, den Schläger mit maximal möglicher Anfangspronationsstellung  (und Loading)  über den Kopf zur  rechten Armachsel zu schwingen, habe ich unten gezeigt (zwei Clips).

Im  Spitzentennis konnte ich dieses Extrem noch nicht finden, allerdings – aus meiner Sicht – Vorstufen dazu, bei denen diese Loadingprozesse mehr seitlich am Rumpf aufgebaut werden.

 Es könnte allerdings  sein, dass das dadurch erzeugte  extreme Loading beim Freizeitspieler die Schulter überlastet.

von vorne

von hinten


Das Umlernen der Grundschläge, aus der Spielsituation heraus, gestaltet sich langwierig. Immer wieder führt akuter Spielstress dazu, dass die Automatismen wieder auf alte Bewegungsmuster zurückgreifen.

Bei mir selbst habe ich kürzlich festgestellt, dass einige Charakteristika der modernen Vorhandpeitsche von mir selbst nicht „erfüllt“ werden. Die Peitsche wird bei mir viel zu stark von einer Klappbewegung des Handgelenks bestimmt, statt von der Unterarmdrehung – Pronation. Außerdem zieht meine Schulter nicht den erst gestreckten Arm nach  vorne. Auch deshalb, weil die Schulter zuvor nicht genügend zurückgenommen wird. Diese Fehler blieben bisher unentdeckt, weil das Filmen der Vorhand ohne fremde Hilfe viel schwieriger ist, als das Filmen des Aufschlags, bei dem die Kamera – Smartphone – einen festen Ort fokussieren kann.

Jedenfalls hat meine falsche Technik zu einer Überlastung meiner Schulter und der Bizepssehne geführt. Zu harmlose Grundschläge sind die Folgen. Vielleicht eine Anregung an meine Leser, dies auch mal bei sich selbst zu hinterfragen. Eine Umstellungzeit auf Trainingsniveau von zwei bis drei Wochen sollte man einkalkulieren.


Die Materialentscheidungen – bei uns: leichter Schläger, harte Profilseiten und geringe Bespannungshärte – verringert zwar die Fehlerwahrscheinlichkeit des zu langen Schlags,  jedoch wird in den meisten Spielsituationen der Ball zu langsam, so dass einigermaßen laufstarke Gegner bei vergleichbarer LK-Klasse, stets rechtzeitig am Ball sind. Folgerung: statt nur denl Spin zu maximieren, muss auch auf gehörige Ballbeschleunigung geachtet werden. Der von uns angeführte sog. „Limitereffekt“ darf also nicht zu weit getrieben werden (elastischere Saiten müssen her, bei etwas höherer Bespannhärte und für den Spin sollen die neuesten Erkenntnisse über die Reaktionen des Saitenbettes bei verschiedenen Schlägerauslegungen, wie z.B. weniger Saiten und leichter bewegliche Saiten sowie eventuell Besprühung der Saiten mit Gleitmitteln) genutzt werden. Entsprechende Beiträge müssen noch geschrieben werden. Interessant ist auch das Wiederaufleben der Diskussion um die Spaghettibespannung. Siehe hier die Beiträge der Warehouse University zur seitlichen Verschiebung der Saiten.

Vorerst empfehlen wir die englischsprachigen  Schlüsselbeiträge des Portals Warehouse University z.B. von Crawford Lindsey aus dem März dieses Jahres, in dem u.a. auch das bestätigt wird, was wir vor Jahren in unserem Beitrag zur Fehlerverzeihung und zum Limitereffekt geschrieben haben. Allerdings vermissen wir in den Racquet- und Saiten-Analysen die Bezüge zur Energieaufbringung der Spieler, so dass letztlich doch wieder jeder Spieler darauf angewiesen ist, seine individuell passende Konfiguration auszuprobieren. Aber – die Richtung des Ausprobierens kann nun besser abgeschätzt werden. Das ist schon ein Riesenvorteil gegeüber rein zufälliger Variation der Parameter (Schlägerwahl, Bespannhärte und Saitentyp). Überraschend dürfte auch sein, fast paradox, dass die Saiten verrutschen sollen! Wer hätte das gedacht.

 Tennisspielen ohne Fehler wäre ein Traum.
Immerhin, umso besser der Spieler, desto erfolgreicher findet er Lösungen, um Fehler und ihre Quellen zu erkennen und auszumerzen.

 Das Rüstzeug dazu tragen wir hier zusammen, weil es im deutschsprachigen Netz schwer ist, auf einen Blick und kostenfrei die neuesten Entwicklungen im Tennissport kennenzulernen. Eine Bestätigung – garantiert nicht bestellt – siehe hier. Eine nette Mail von qualifizierter Seite, siehe auch unten im Kommentar.

Inzwischen haben wir auch begeisterte E-Mails von Spielern bekommen, die unsere Ratschläge sofort anwenden und umsetzen konnten:

„nach 30 Jahren endlich die Lösung“ – innerer Schritt beim Aufschlag von promoviertem Physiker;

„Hilfe bei der Umstellung der Vorhand einer 18-jährigen Regionalspielerin“, Realschullehrer, Sportwissenschaftler – aufgrund unserer Vorhanduntersuchungen.

Als nächstes Projekt werden wir auf bestimmte Schagformen im Freizeitbereich eingehen, die trotz erheblicher Abweichungen von den ATP-Schlägen (John Yandell spricht beispielsweise von der ATP-Forehand) recht wirkungsvoll sein können. Der hier anschließende Beitrag zur Aufschlaganalyse – Methodik und Beispiele, geht in diese Richtung, obwohl wir dort sehr genaue Vorstellungen vom modernen Aufschlag zugrunde legen.

Das Basis haben wir uns auf verschiedenen Wegen erarbeitet, denn manches hat die Community regelrecht verschlafen und es sind auch noch viele Mythen unterwegs, die einer Verbesserung des eigenen Tennis im Wege stehen. Durch aufmerksame Beobachtung der jungen Spieler, “Tracking” vieler US-Portale und die Analyse wissenschaftlicher Literatur fördern wir verborgenes Wissen und Tricks zutage, die die großen Trainer ungerne weitergeben.

Hier untersuchen wir Schlagtechnik, Taktik und die mentale Seite des Spiels. Lernen, Umlernen, Trainingtipps und Materialoptimierung sind nur einige der behandelten Fragen.

Dabei scheuen wir uns auch nicht, subjektive innere Beobachtungen im Ringen mit der modernen Schlagtechnik wiederzugeben, beispielsweise beim Aufschlag und bei den Grundschlägen, die sich dann aber auch bei Trainingskollegen als zielführend gezeigt haben (z.B. Topspin-Rückhand Ballwurf und Aufschlag).

Mit den unter ”Themen” und “Anwender” gezeigten Kriterien kann sich jeder seine gewünschte Artikelübersicht abrufen. Die Schlagwortwolke darunter ermöglicht den direkten Zugriff auf Artikel mit diesen Schlüsselbegriffen – alles mit nur einem Klick.
Siehe Spalte ganz rechts.

Unser Portal erfüllt wichtige Funktionen in der Deutsche Tenniscommunity. Die stetige Zunahme des Besuchs unser interessierten Tennisgemeinde zeigt dies klar. Wir bitten Sie dabei, auch die Werbespalte zu beachten. Damit helfen Sie uns, unsere Kosten zu finanzieren.

Diesen Weg wollen wir vermeiden, s. Auszug nebenstehend:
E-Book, Tennistechnik, von Optimum Tennis, kostenpflichtig, $34
Zur Problematik der Online-Werbung siehe auch hier… sowie das angehängte Forum hier….

 

Dies ist nämlich die Situation:

  • viele Webangebote sind nur noch gegen Entgeld zu haben.
    • Ein Beispiel ist die Homepage von Vic Braden, früher reich an Infos und Tipps, heute fast nur noch Verkaufsportal seiner Bücher (vgl. alt… bzw. archive… und neu… ).
  • es gibt vermehrt Bezahlportale, die nur für Mitglieder zugänglich sind. Und andere, deren Texte nicht viel mehr sind als Teaser, um digitale Bücher zu verkaufen.
  • unsere deutschen Tennis-Websites sind oft nicht unabhängig und verlassen nie ausgetretene ( Tennis-) Pfade, weil…
    • sie Niemandem weh tun wollen.
    • vielleicht der Drang und die Kompetenz fehlen, Neues zu entdecken.
    • es sein mag, dass die Besten ihre kleinen und großen Trainingsgeheimnisse nicht gerne offenbaren (sind sie doch einer der Grundbausteine ihrer beruflichen Existenz).
  • Selbst im Wissenschaftsbereich verschwinden neuerdings zunehmend interessante Texte aus dem Netz,
    • sind sie so schnell veraltet, das es unverantwortlich wäre, sie im Netz zu belassen?
    • ist es, damit man die Bücher kaufen muss?Das wäre für den Internetnutzer ärgerlich. Sind denn die Lehraufgaben des wissenschaftlichen Personals unserer Universitäten mit der staatlichen Beamtenbesoldung nicht bereits abgegolten?

Wir stoßen hier auf eine Problematik, die zunehmend und zu Recht in den Fokus der politischen Diskussion gelangt, siehe z.B. das Programm der Piratenpartei

Unser Portal basiert auf einer Fülle fremder Quellen, oft Dissertationen. Nicht alles Material konnte schon in Beiträgen dieses Portals ausführlicher dargestellt werden. Die verwendeten Quellen sind aber so verlinkt, dass jeder Interessierte einen Hinweis erhält, um sich dieser wissenschaftlichen Fundstellen bequem bedienen zu können.

Die Nase im Wind haben

Nichts ist praktischer als eine gute Theorie

Aus entwickeltem Verständnis für die Grundlagen des Tennis, bilden wir Hypothesen und suchen dazu nicht nach Beweisen, aber nach Beispielen, Meinungen und Analysen in der Tenniscommunity (z.B. zu opposite-arm-action, wiper-slice-Rückhand, moderner Stoppball, Vorhandpeitsche, kürzerer Ausschwung, offene Stellung bei der Rückhand aber auch zur optimalen mentalen Vorbereitung, bis hin zum modernen Vereinsmarketing).

Ohne das Internet wären diese Informationen mit vertretbarem Aufwand nicht zu bekommen. Das ist der Unterschied zu früheren Zeiten, als man seine Informationen nur direkt von Insidern bekam – und rasch selbst zum Insider wurde, der sich bei der Informationsweitergabe zurückhält. Als vorbildlich habe ich aber die Fernsehkommentare von Günter Bosch in Erinnerung, der einem Millionenpublikum liebevoll seinen Bobele erklärte und dabei Einblick in die große Tenniswelt gewährte.

Nicht immer kann man sofort sagen, ob das Neue besser ist. Interessante neu entdeckte Bewegungsmuster z.B. sollten aber zumindest als sportliche Option, sozusagen als Erweiterung unseres “Bewegungs-Genpools”, identifiziert, dokumentiert und diskutiert werden.

Die Erkenntnisquellen

  • Beobachtet werden vornehmlich ganz junge Spielerinnen und Spieler der Weltspitzengruppe, die man überall auf YouTube oder anderen Portalen findet. Da die Damen im allgemeinen in jüngeren Jahren ins Rampenlicht treten, als die Herren, hat man hier eher die Chance, ganz neue Entwicklungen zu entdecken.
  • Ausgewertet werden diejenigen Portale in USA, die sich auf die Analyse neuester Entwicklungen spezialisiert haben; das ist ein wenig “Spionage auf den Tenniscamps dieser Welt”.
  • Dazu sind wir bereit, uns gelegentlich “ungeschützt” aus dem Fenster zu lehnen. Das geht nicht anders. Wenn ein Trend gesichert ist, ist es wahrscheinlich kein Trend mehr. Das einzige Mittel, um nicht zu weit daneben zu liegen, ist die intensive Beschäftigung mit den Grundlagen.
  • eigene Berechnungen und Sachklärungen, um für moderne Bewegungsmuster und Strokes plausible Begründungen abzuleiten.
  • ausgiebige Selbstversuche zu den modernen Schlägen und zur Wissenschaft des motorischen Umlernen.Man könnte sagen “Vieles nur kopiert, aber alles ausprobiert
  • Information aus der Tenniscomunity (Internet), wiss. Arbeiten (z.B. Dissertationen) und eine funktionierende Diskussion, damit man das Wissen, die Erfahrungen und Meinungen von Trainern, Sportwissenschaftlern, Schlägerbespannern und -Tunern, Eltern, Sportfunktionären sowie von Tennisspielern einbezieht.
    • Dies wird zum einen durch die aktive Mitarbeit in Sportlerforen gewährleistet…
    • zum anderen durch den Austausch mittels der in unserem neuen Webauftritt möglichen Kommentarfunktion.

Benutzung – Themen

Zu den wichtigsten Themen haben wir für jeden Anwendertypus die passenden Inhalte. Diese werden fortlaufend ergänzt: Trends und Tipps, Informationen und Analysen – eben alles, was unser Tennis voranbringt.

Was kann man hier anklicken?

Aktualisiert / Bearbeitungsstand

Wer die Seite regelmäßig besucht, will auf einen Blick sehen, welche Beiträge neu sind oder jüngst überarbeitet wurden (Zeitraum etwas 10 Tage). Beiträge die intern noch in Diskussion stehen, sind gleichermaßen markiert.

Da im Zuge der technischen Umstellung generell alle Artikel aktualisiert wurden, gelten im Moment für die Einordnung unter “jüngst bearbeitet” verschärfte Maßstäbe.

Anwender

Vom Schüler oder dem erwachsenen Anfänger, über den typischen Turnierspieler bis zum sportwissenschaftlich interessierten Trainer und Studierenden – alle sollen hier Interessantes finden.

Deshalb gehen wir in den Beiträgen auf den unterschiedlichen Informationsbedarf und die spezifischen Vorraussetzungen jeder Lesergruppe ein.

Themen

Neue Schläge (Strokes), Erkenntnisse zum optimalen Schläger, Hinweise, wie man dieses moderne Tennis lernen kann und wie man es in sein Spiel einbaut, Taktik, wozu braucht man einen Tennisclub? Dies sind einige der Themenfelder.

Schlagworte

Genauso funktionieren auch die Schlagworte. Ein Schlagwort angeklickt, und alle Beiträge dazu erscheinen in gleicher Form wie oben.

Suchfunktion

Zu guter Letzt steht eine sehr nützliche und spontan reagierende Suchfunktion zur Verfügung, die ebenfalls die gewohnte Ansicht für die gefundenen Artikel generiert.

Muss man um Tennis so viele Worte machen?

Nein, muss man nicht, denn diese Website ist so aufgebaut, dass man auch ohne wissenschaftlichen Anspruch viel für das eigene Tennis oder das seiner Kinder mitnehmen kann. Einfach auf die passende Anwenderkategorie klicken (die Beiträge für diese Nutzergruppe werden in den nächsten Wochen noch weiter ausgebaut).

Wer sein Verständnis von Tennis über das übliche Maß vertiefen will, z.B. als Berufsspieler, Trainer oder Sportwissenschaftler, oder wer auch nur besonders neugierig ist, bekommt hier die Chance, tiefer zu bohren und sich ein umfassendes Bild zu machen, denn…

“Wer nur von Tennis etwas versteht, versteht auch von Tennis nichts”

(der berühmte Spruch Rockefellers zur Wirtschaftskompetenz, leicht umgemünzt)

Jeder Tennisspieler, der nicht stehen bleiben will, ist offen für Neues. Bei Profis, Trainern und Sportwissenschaftlern ist es ein Muss. Diesen Besuchern etwas zu bieten, ist der bisherige Schwerpunkt dieser Website.

Darum geht es…

Was sind die Schläge (Strokes) der Zukunft?

Was ist nur eine Mode, was hat Bestand? Ohne das Verständnis für biomechanische Zusammenhänge kann man das nicht entscheiden. Das Prinzip der maximalen Anfangskraft und der Impulsübertragung, etwa bei der Vorhandpeitsche, beim Service oder beim Split-Step, ist für das eigene Tennis oder das Training Anderer als Hintergrundwissen sehr hilfreich. Auch eher marginale, aber aufregende Themen, wie das Atmen und Stöhnen im Tennis wird dadurch mit einemmal verständlich und enttabuisiert.

Die Übertragbarkeit von Bewegungsformen, Strokes und die Schlägerwahl aus dem Spitzentennis auf den “normalen” Clubspieler sollte man in etwa einschätzen können, um aus Vorbildern und Idolen wirklich Nutzen zu ziehen.

Anfänger und Kinder aber auch gute Spieler und leistungsstarke Kader sollen davor bewahrt werden, sich Fehlstellungen bei der Bewegungsausführung anzueignen, bzw. können diese in angemessenem Rahmen korrigieren

Welches Material ist für mich richtig?

Der Zusammenhang von Schlagstil und Schlägerwahl und die physikalischen und biomechanische Untersuchungen dazu, geben Orientierung für Schläger-, Saitenwahl und Bespannhärte. Damit vermeiden wir blindes oder gar fehlgeleitetes Herumprobieren (Schlägertuning) und kommen stattdessen zu zielgerichteter Optimierung unseres “Arbeitsgerätes”.

Lohnt sich Umlernen und wie geht man dabei vor?

Videokontrolle und Lehrfilme erleichtern das motorische Lernen. Aber dies geht am besten, wenn ein Verständnis für das Zusammenspiel zwischen biomechanischen Grundschemata, selbstorganisatorischer Aneignung und Optimierung gelegt ist. Erwerbs- und Erbmotorik, kulturelle und historische Einflüsse bestimmen die jeweils aktuellen “Richtigkeitsvorstellungen”, wie Tennis auszusehen hat. Die Entrümpelung überholter Traditionen, Mythen und Normen, die Beseitigung von Denkblockaden und Tabus schaffen für jeden die Voraussetzungen, Sackgassen und Irrwege zu vermeiden.

Welche Trainingsmethode ist für mich, meine Kinder oder meine Schüler am geeignetsten?

Die Trainingslehre der Sportwissenschaften hält verschiedene Ansätze bereit. Wettkampflernen, Selbstorganisation und Differentielles Lernen geben die Grundlagen, das Training zu verbessern bzw. optimaler zu gestalten. Das gilt sowohl für das Training in Eigenregie als auch für das klassische Tennislernen beim Trainer. Ansätze wie Play&Stay sind Strategien der internationalen Verbände, den Tennissport für neue Zielgruppen attraktiver zu machen. Dabei gibt es keine Scheu auch mal die Wettkampfregeln für bestimmte Spielergruppen zu ändern.

Woran erkennt man Tennispotential?

Eltern, Trainer und Vereinsverantwortliche wollen wissen, bei wem eine besondere Förderung angezeigt ist. Entwicklungspsychologische Zusammenhänge geben den Hintergrund zu Verhaltensempfehlungen für Tenniseltern, Mannschaftsbetreuer, Trainer, den Verein oder Bezirk.

Welche Möglichkeiten hat man in Deutschland und im Ausland, sich fördern zu lassen?

Das Wissen über die Mechanismen der Tennis-Leistungsauslese in Deutschland und in anderen Ländern ermöglicht es, die Vorteile für mich oder mein Kind optimal zu nutzen, sei es für die Förderung im Vereins, im Bezirk oder im internationalen Maßstab. Hierzu gibt es umfangreiche Arbeiten.

Was kann der Verein für mich tun, was kann ich für den Verein tun?

Sich auf Vereinsebene sicher zu bewegen, ist für Eltern, Freizeitspieler, Trainer und Vereinsfunktionäre wichtig. Es kann nicht schaden, sich schon vorher mal ein wenig schlau zu machen, was auf einen zu kommt.

 

© Dr. Holger Hillmer

Das untenstehende Bild bezieht sich auf den Kommentar zur Aufschlaganalyse

groth

7 Kommentare

  1. Hallo, lieber Tennisfreund Holger, gibt es bald wieder neue Beitrage? Bin sehr gespannt.

    • Hallo Wolfgang, ich habe in letzter Zeit nicht viel an der Seite getan, sorry. Liegt auch daran, dass die von mir ausgewählten Bewegungmuster sich im Spitzentennis mehr und mehr durchsetzen. Viel Neues ist nicht in Sicht.
      Beim Service wird immer deutlicher, dass die Betonung von Drehbewegungen, Pronation und Supination, fast die komplette Schleife definieren.
      Und die Peitsche wird auch im Freizeittennis immer dominierender. Das macht das Bewegungslernen so schwierig: einerseits will der Spieler die End- und Umkehrpunkte der Schleife maximal ausreizen und spüren, andererseits sind alle Elemente der Impulskette zeitweise in gegenläufiger Bewegung, die kaum bewusst zu steuern ist.
      So zeigt ein Einzelbild aus einem Video von Sam Groth (siehe Bild am Schluss des Editorials),dass die Unterarm-Supination längst noch nicht „fertig“ ist, wenn Schulter und Armtrakt schon schlagen. Erst zu einem Zeitpunkt, bei dem der Schlagarm fast voll gestreckt ist hängt der Schlägerkopf senkrecht in der Hand – das ist die Endstellung der Unterarmsupination vor ihrem Zurückkrotieren in die gewünschte Pronation.
      Wie kann man das üben, wo man diese Endstellung eigentlich im unteren Totpunkt der Schleife erwartet, entsprechend den mehr oder weniger sinnvollen Hilfsanweisungen des Trainers? (am Rücken kratzen, Schläger aus dem Sack holen usw.)

  2. Hallo Holger, die Webseite war eine tolle Hilfe bei der Umstellung der Vorhand und des Aufschlags einer Regionalligaspielerin mit großem Erfolg;
    eure Seite ist die mit Abstand beste Technik-Analyse-Homepage im deutschsprachigen Raum! Auch die Bereiche zu Taktik und Psychologie werden immer spannender – all das kann ich jetzt schon schreiben, obwohl ich sicher erst 30% der Texte durchlesen konnte. Danke für die schnellen, hilfreichen und sehr kompetenten Antworten! Ich bin aktiver Tenniscoach im Leistungstennis und war wissenschaftlicher Mitarbeiter auch im Sportbereich.

    • Hallo, Andreas, ich freue mich, dass meine Seite nützlich ist. Bei der Gelegenheit betone ich meine Bitte, durch Kommentare und Gastbeiträge die Erfahrungsbasis dieses Portals zu verbreitern.
      Gegenwärtig suche ich nach Inputs, die helfen können, den „Spielwitz“ durch systematisches Training aufzubauen.
      Neben taktischen Modulen sollten dabei auch die entsprechenden reaktiven Aspekte angesprochen werden: wie kann man den Erfahrungsschatz eines raffinierten Spielers schnell und kompakt auf einen eher unbedarften „übertragen“? Tennisschach, aber situativ und spontan.

  3. Servus,

    eine wirklich sehr gute Seite. Viele tolle Beiträge und Infos. Es ist echt schade, dass es nur sehr wenige solcher Seiten im Internet zum Thema Tennis gibt.

    Viele Grüße
    Marco

    • Hallo, Marco, danke für Deinen Kommentar. Ich bin natürlich auch auf Deine Seite gegangen. Viele interessante Themen. Die Anaysen der Entwicklung der Stars, auch Federer, zu untersuchen, ist eine löbliche Aufgabe. Das solltest Du noch weiter ausbauen!

      In tennisplayer.net von John Yandell findest Du dazu sehr wertvolle Anregungen, wie ich dem Newsletter entnehmen kann. Im Moment fehlt mir aber die Zeit, mich mit der Fortentwicklung der Schlagtechniken zu beschäftigen – vielleicht im Winter wieder.

  4. Email eingegangen am 05.08.2012, siehe als Kommentar auch hier

    Sehr geehrter Herr Hillmer

    Ich muss Ihnen zu Ihrem Tennisinternetportal herzlich gratulieren und Ihnen danken, da ich viele wertvolle Informationen immer wieder daraus entnehme.
    Die Seite ist sehr gut aufgebaut, auch wissenschaftliche Publikationen sind darin eingebettet, welche ich auch gerne lese. Es gibt viele solche Seiten, veile davon aber eher unbefriedigend, auch mit komischen Anweisungen von Seiten der Autoren/Trainern…..
    Ihre ist für meinen Geschmack bzw. Bedarf eindeutig die Beste. Nochmals vielen Dank für die Zeit, welche Sie dafür investieren, damit andere es leichter haben zu guter Info zu kommen.
    MFG aus der Schweiz
    Anbei dende ich Ihnen noch ein Video meiner beiden Kids.
    http://www.youtube.com/watch?v=TgtkyxkDlok&feature=plcp

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