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Die Bedeutung von Vorbildern und Idolen für das motorische Lernen

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Gerade der junge Spieler lernt Tennis am leichtesten, wenn er die Bewegung als Ganze von einem guten Vorbild nachahmen kann. Vorbilder und Idole können Hilfe und Motor für das Lernen komplexer Bewegungsmuster sein.

Der Glaube an Idole versetzt Berge. Von der Bibel zum Large Hadron Collider: Tennis ist ganz leicht! Junger Spieler ahmt Raffael Nadal nach. Idole und Vorbilder prägen die Bewegungsstile

Dieser Aspekt sollte stärker beachtet werden. Vielleicht sind es die aktuellen Idole, die ganze Tennisgenerationen beflügeln. Steffi Graf, Boris Becker und Michael Stich hatten für die Tennisnation Deutschland unschätzbaren Wert. Vielleicht steckt mehr dahinter, als nur ein soziologischer Effekt. So schreibt Prof. Heinz Mechling: „…Eine große Rolle beim „motorischen Lernen“ spielt z.B. die Imitation von Vorbildern.“ Dieser Faktor ist selbst bei Älteren oder Rehabilitanden relevant.

Auch als Erwachsener stellt man immer wieder fest, dass die Eindrücke nach dem Besuch eines Spitzenturniers auch das eigene Tennis beflügelt. Ob dies nun ein rein motivationaler Effekt ist, oder auch die Schlagausführung direkt beeinflusst wird, dürfte unsicher sein. Gegen letztere Hypothese spricht, dass auch Spieler mit völlig anderer Schlagtechnik (z.B. Schleife bei der Vorhand untenrum) sich zu verbessern scheinen, obwohl diese Technik von der der Spitzenspieler eigentlich so weit entfernt ist, dass ein Transfer ausgeschlossen scheint.

 Auf jeden Fall läuft der Prozess des Ganzheitlichen Lernens beim  Erwachsenen schon erheblich schwerfälliger, so dass sein Fokus auf einzelne Details gelenkt werden muss, die er verstehen will und die ihn aber anfangs bei der Ausführung irritieren. Die Vergessenskurve, siehe Grafik ganz unten macht das Ganze nicht leichter

Prof. Schöllhorn allerdings betont in seinem in diesem Portal schon mehrfach verwiesenen Beitrag, betont eher die Probleme des Vorbildlernens, siehe hier und hier. und hier.

 

 

Was genau gilt, kann nicht entschieden werden, da der Erkenntnisstand zum Tennisspiel sich noch zwischen Meisterlehre und Wissenschaft bewegen dürfte.

 

Zur Problematik der Erforschung des Motorischen Lernens, siehe hier.  Die Quelle  ist „linkmäßig“ auch durch archive.org  nicht mehr reproduzierbar. Prof. Panzer lehrt jetzt in Saarbrücken. Evtl. sind die Inhalte in dieser Buchveröffentlichung enthalten. Bemrkenswert ist, dass zum Thema Umlernen nur eine Seite angegeben ist. Siehe dazu unseren  Beitrag Umlernen.

 Siehe hierzu auch die Beiträge „Wie lernt mein Kind am besten?“ und „Mit Videos von den Großen lernen“ , Tennistalente in der Entwicklung

 

 

© Dr. Holger Hillmer

 

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